Linkes Mauerblümchen

Das Schöne am Erfolg der neuen Partei “Die Linke” ist ja, dass man mal ein paar neue Leute kennen lernt. Zum Beispiel die lustige Frau Christel Wegner, die in Niedersachsen ein Landtagsmandat für die Linke errungen hatte, um dann öffentlich zu erklären, dass ein Geheimdienst wie die Stasi schon irgendwie eine Existenzberechtigung habe und der Bau der Mauer nötig war, um die Westdeutschen davon abzuhalten, ständig in die DDR zu kommen (siehe Foto).

 

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Ganz so lustig ist Dora Heyen, Spitzenkandidatin der Linken in Hamburg, leider nicht. Dennoch will ich nicht unterschlagen, dass Frau Heyen auf die Frage, ob es sinnvoll sei, bereits vor der Wahl anzukündigen, dass man nicht regieren wolle und somit die Übernahme von Verantwortung auszuschließen. Empört erklärte uns Frau Heyen, dass alle Abgeordneten eines Parlaments Verantwortung übernähmen und die wichtigste Rolle in einem Parlament spiele ohnehin die Opposition. Genau, denn ohne die Opposition könnten keine Ministerpräsidenten gewählt und keine Gesetze gemacht werd… Nee, Moment, das ist ja Quatsch, dafür braucht man ja die Mehrheit der Abgeordneten, also die Regierungsparteien. Und alternative Regierungskonzepte stellt die Opposition traditionell nicht im Parlament vor, sondern bei Anne Will oder Maybrit Illner. Fragen Sie mal den Herrn Lafontaine, Frau Heyen. So gesehen bleibt es dann doch bei der alten Müntfering’schen Weisheit: Opposition ist Mist!

(ZDF) Werner Martin Doye

(ZDF) Werner Martin Doye - Werner Doyé ist die vordere Hälfte des Satire-Teams von Frontal21. Oder die hintere! Das hängt ganz davon ab, wo man selbst so steht. Unabhängig von Richtungsfragen hingegen steht fest, dass Doyé 1971 geboren wurde und dreißig Jahre später bei Frontal21 anfing. Die Zeit dazwischen war angefüllt mit Abenteuern, Intrigen sowie selbstverständlich auch Sex & Crime. Aber das würde hier zu weit führen. Seit dem 27. März 2001 jedenfalls schreibt Doyé für jeden Tag einen kleinen Kommentar zur Weltlage, zur Wetterlage oder zu dieser oder jener Vorlage aus Politik und Gesellschaft. Wie lange das noch so gehen soll? Nun: Irgendwas ist ja immer!

Kommentieren | 28. Februar 2008 | 16:24 Uhr | Twittern | Facebook

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