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Nachlese II
Der Berliner Finanzsenator Sarrazin ist ein ganz besonders launiges Kerlchen. Egal wonach man ihn fragt, er ist nie um einen launigen Spruch verlegen. So verkündete er schon mal, die Beamten Berlins schlichen übel riechend über die Verwaltungsgänge. Gerne stellt er auch einen Speiseplan für Hartz-IV-Empfänger zusammen, die im Schnitt sowieso zu fett seien. Und kürzlich bemerkte er, dass bayerische Schüler ohne Abschluss immer noch mehr könnten, als Schüler mit Abschluss in Berlin. Letzteres hat nun Eltern, Lehrer und Schüler auf die Palme getrieben und daher bemühte sich die Sprecherin des Senators um Beruhigung der Lage. Sarrazin habe das so nicht gesagt. Der genaue Wortlaut sei ihr aber nicht bekannt. “Außerdem war die Bemerkung als Scherz gemeint; alle haben gelacht und die Veranstaltung ging weiter.” Wir fassen zusammen: Die Sprecherin weiß nicht, was der Senator gesagt hat, betont aber, dass er nicht gesagt habe, was ihm vorgeworfen wird. Und außerdem war das, was Sarrazin nicht gesagt hat und wovon die Sprecherin des Senators nichts weiß, ein Scherz gewesen, welcher reichlich Anklang gefunden habe. Der eigenen Logik folgend sollte sich Herr Sarrazin vielleicht eine Sprecherin ohne Abschluss aus Bayern holen – seine scheint ihren Abschluss in Berlin gemacht zu haben.
Kommentieren | 26. Februar 2008 | 15:51 Uhr |
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