Allgemein
Theoretisches Folterverbot
Eigentlich war die Sache geregelt: Das Verbot von Folter zu Ermittlungszwecken war vom Repräsentantenhaus der USA verabschiedet worden und hatte auch im Senat eine – wenn auch knappe – Mehrheit gefunden. Doch nun gibt es ein Problem: George Bush will sein Veto gegen das Gesetz einlegen, welches das so genannte Waterboarding verbietet, eine tolle Verhörtechnik, die den Betroffenen das Gefühl des unmittelbar bevorstehenden Ertrinkens vermittelt. Und Bush hat allen Grund zu diesem Veto, denn, so gab das Weiße Haus bekannt, “legale Verhöre von al-Qaida-Terroristen” würden durch das Gesetz verhindert. Das Erfreuliche an dieser Aussage ist: Zumindest in der Theorie weiß man im Weißen Haus offenbar noch, dass etwas, was per Gesetz verboten ist, auch dem Präsidenten und seinen Geheimdiensten nicht erlaubt ist. Theoretisch! Dass man hingegen gleichzeitig erklärt, Waterboarding sei überhaupt gar keine Foltermethode, ist ein ganz klein wenig beunruhigend.
3 Kommentare | 23. Februar 2008 | 09:11 Uhr |
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… ein ganz klein wenig beunruhigend.
Wie auch z.B. die permanente Zensur ohne jegliche Begründung in den Internetforen des ZDFs und die Tatsache, dass man ständig versucht es zu vertuschen … Aber es sind ja alles Demokraten…
Also ich habe bislang noch niemanden zensiert, aber das kann ja noch kommen… mit demokratischen Grüßen, Werner Doyé
Sie können ja nix für die Sendeanstalt, die Sie bezahlt.
Zumindest mehr oder weniger…
Sie schreiben ja doch recht nette Sachen. Weiter so.)
Wird wirklich Zeit, dass ich mal wieder beim Intendanten-Büro nach Hintergründen für die antidemokratischen Bestrebungen des ZDFs nachfrage. Hab’s ja seit Wochen vor und ständig aufgeschoben… Schönen Tag noch (und keine Sorge, ich will Sie nicht so lange reizen bis Sie zum Zensor werden…