Papstgeflüster – Das Vatikan-Blog

Interessantes und Hintergründiges aus dem Vatikan

Alles nur ein Missverständnis?

Benedikt XVI. hat heute durch seinen Privatsekretär Erzbischof Georg Gänswein dementieren lassen, dass er Co-Autor des Buches von Kardinal Sarah zum Zölibat ist. Sarah sei gebeten worden, das Foto vom Titelblatt des Buches zu entfernen sowie die Unterschriften Benedikts bei Vor- und Nachwort. Benedikt XVI. habe nie Co-Autor sein wollen, so Gänswein. Zwar habe er Sarah einen Text zur freien Verfügung zukommen lassen und auch gewusst, dass dieser in einem Buch veröffentlicht werden soll. Doch über die tatsächliche Form und Aufmachung des Buches habe Benedikt keine Informationen gehabt. Kardinal Sarah wiederum twitterte heute mehrfach zu seiner Verteidigung und gab an, im November ein komplettes Manuskript des Buches an den emeritierten Papst geschickt zu haben.

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Benedikt XVI. bricht erneut sein Wort

Er wollte vor der Welt verborgen leben und gelobte dem Nachfolger „bedingungslosen Gehorsam“. Hatte Benedikt XVI. in den vergangenen Jahren schon immer wieder mit Vorworten, Grußworten und zuletzt der Eingabe zur Rolle der 1968-er Jahre beim Thema Missbrauch dieses „verborgen leben“ weit ausgelegt, ist mit dem gemeinsamen Buch mit Kurienkardinal Robert Sarah zum Zölibat eine neue Qualität erreicht. Man möchte beinahe von einem Sündenfall sprechen, der das Projekt eines Papstrücktritts nachhaltig beschädigen könnte. Dabei geht es weniger darum, dass Benedikt XVI. eine Lockerung der Zölibatspflicht kategorisch ablehnt. Das Problem ist, dass er sich zu diesem Thema öffentlich äußert und der Zeitpunkt, zu dem er das macht.

Kann es zwei Päpste geben: einen amtierenden und einen emeritierten? Benedikt XVI. betonte nach seiner Emeritierung mehrfach, dass es nur einen gültigen Papst gibt: Franziskus. Dass Benedikt mit zunehmendem Alter immer öfter sein Schweigen bricht, gefährdet das Projekt „Papstrücktritt“. (Quelle: reuters)

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Papst: Gewalt gegen Frau ist Schändung Gottes

Scharf hat Papst Franziskus zum Jahresbeginn die Gewalt gegen Frauen und deren Ausbeutung verurteilt. Zugleich unterstrich er, dass die Frau „an den Entscheidungsprozessen voll beteiligt werden“ müsse. „Jede Gewalt an der Frau ist eine Schändung Gottes, der von einer Frau geboren wurde. Aus dem Leib einer Frau kam das Heil für die Menschheit: Daran, wie wir den Leib der Frau behandeln, erkennen wir den Grad unserer Menschlichkeit.“ Franziskus ging beim Neujahrsgottesdienst im Petersdom auch auf die Spannungen innerhalb der katholischen Kirche ein. Maria führe zur Einheit, der Teufel hingegen versuche „sie zu spalten, indem er die Unterschiede, die Ideologien, die einseitigen Überlegungen und Parteien in den Vordergrund stellt“. In seiner Botschaft zum Weltfriedenstag, den die katholische Kirche traditionell am 1. Januar begeht, mahnt Franziskus die internationale Politik zu Dialog. Frieden und Stabilität seien unvereinbar mit dem Versuch, sie auf der Angst gegenseitiger Zerstörung oder auf der Drohung totaler Vernichtung aufzubauen.

Traditionell nehmen am Neujahrsgottesdienst im Petersdom auch Sternsinger teil. Dieses Mal aus Deutschland und der Slowakei. (Quelle: ap)

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