Blutige Ostern

Einmal mehr hat es zu einem Hochfest Anschläge auf Christen gegeben. Die Nachrichten zu Weihnachten oder Ostern sind beinahe schon Routine. Vertreter aus Politik, Kirchen und anderer Religionen haben die Anschläge in Sri Lanka scharf verurteilt. Angesichts von Extremismus in den Religionen wird der Dialog der moderaten Kräfte umso wichtiger. Diesen Weg beschreiten die Päpste seit vielen Jahren. Aus katholischer Sicht ebnete das II. Vatikanische Konzil dazu den Weg. Seitdem suchen die Päpste den Dialog auf unterschiedlichen Wegen. Die Friedensgebete von Assisi sind ein Beispiel dafür, die päpstlichen Reiseaktivitäten eine andere. 2015 besuchte Franziskus Sri Lanka. „Zu viele Jahre lang sind die Menschen dieses Landes Opfer von inneren Unruhen und Gewalt gewesen. Was jetzt notwendig ist, sind Heilung und Einheit, nicht mehr Konflikt und Spaltung“, erklärte das katholische Kirchenoberhaupt bei der interreligiösen Begegnung in Colombo.

Ostern 2019 in Sri Lanka. (Quelle: reuters)

Wie immer nutzte Franziskus das Osterfest, um zu Frieden in der Welt aufzurufen. Syrien, der Nahe Osten und der Jemen, die Konflikte in Afrika sowie die angespannte Situation im Osten der Ukraine, in Venezuela und Nicaragua – die Reihe der Konflikte ist wie immer lang. Viele stehen seit Jahren im Redemanuskript der Päpste beim Urbi et orbi zu Weihnachten und Ostern. Ihnen bleibt die Rolle, die Konflikte zu den Feiertagen immer wieder in Erinnerung zu rufen. Allerdings sind die Päpste und die katholische Kirche auch nicht untätig. Auf verschiedenen Ebenen bemühen sie sich um Mediation und setzen sich für gerechtere Strukturen ein. Denn ein entscheidender Schlüssel auf dem Weg zum Frieden ist die Gerechtigkeit. Wenn sich die Päpste, und Franziskus noch einmal verstärkt, für Bildung, Arbeit und gleichberechtigte Chancen auch für Minderheiten einsetzen, dann zielt das genau daraufhin ab.

Dieses Osterfest hat aber auch einmal mehr gezeigt, wie bedroht die Christen gerade auch im 21. Jahrhundert sind. Auch darauf weisen die Päpste und die Kirchen unermüdlich hin. Es ist allerdings ein Phänomen, das in der Öffentlichkeit nur wenig wahrgenommen wird. Seit vielen Jahren begeht die Deutsche Bischofskonferenz den 2. Weihnachtstag, den Stephanustag, als Gedenktag für verfolgte und bedrängte Christen in der Welt. Der Einsatz der Päpste für Gewissens- und Religionsfreiheit, wie zuletzt von Franziskus bei seinen Besuchen in Abu Dhabi und Marokko, gehört auch in diesen Kontext. Eine Gesellschaft kann sich nur in Frieden entwickeln, wenn diese Grundrechte gewährt werden. Deshalb ist es wichtig, dass Franziskus nicht nur katholische Stammlande besucht, sondern gerade auch dorthin geht, wo die Christen eine Minderheit sind und oft nur unter schwierigen Bedingungen ihren Glauben leben können. Es gleicht einer Sisyphos-Arbeit.

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Jürgen Erbacher

Seit Juli 2018 leite ich die ZDF-Redaktion "Kirche und Leben katholisch", für die ich seit 2005 über die Themen Papst, Vatikan, Theologie und katholische Kirche berichte. Dafür pendle ich regelmäßig zwischen Mainz und Rom - meiner zweiten Heimat. Dort habe ich vor meiner ZDF-Zeit mehrere Jahre gelebt und für Radio Vatikan gearbeitet. Studiert habe ich Politikwissenschaft und Katholische Theologie in Freiburg i.Br. und Rom.

16 Kommentare

  • Wanda
    21.04.2019, 17:01 Uhr.

    Nun, die lange Tradition des Segen Urbi et orbi hat wohl bislang nicht viel an Heilswirkung gebracht oder braucht noch einige Jahrtausende, will man denn überhaupt an der Hoffnung festhalten. . .
    – Eines war schon immer klar und da spricht die Geschichte eine umissverständliche Sprache: Religions“ausübung“ ist nie oder nur selten friedlich – aktuell ist z.B. der angeblich gewaltlose, friedfertige und undogmatische Buddhismus beteiligt. Ob es Amts-Religionen in ihrem Kern überhaupt sind, darf grundsätzlich angezweifelt werden.
    Was also bleibt dem Menschen, sowohl dem Gläubigen als auch dem Ungläubigen ? Eigentlich nichts anderes, als die unbezweifelten ethischen Werte einer religiösen Idee oder Philosophie wie ein Extrakt für sich zu isolieren und zu schätzen. Danach zu leben ist, zugegeben, schon schwieriger. Dazu braucht es jedoch keinen Gottesglauben, keine Bindung an irgendein Wesen oder eine mglw. bewundernswerte Person als Heilsbringer, denn Letztere brachten nie Heil sondern immer (ungewollt) und zwangsläufig auch Zwist, Gewalt und Intoleranz.
    – Wer einen Beweis braucht, schaue in die über weite Strecken inhumane Geschichte, die den Religions-Gründern folgte. Wobei sich besonders die offiziellen, oft dogmatisch ausgerichteten Glaubensgemeinschaften oder Amtskirchen hervortaten, was diese aber nicht hinderte/hindert sich ständig auf ihre Gründer zu berufen.
    Nimmt man jedoch deren Präsenz und Wirken zum Vergleich, so ist wie im Falle der röm.-kath. Kirche vom Leben des armen Wanderpredigers aus Nazareth nichts, aber auch gar nichts mehr erkennbar.
    Eine deprimierende Bilanz…

    • Carla Maltese
      22.04.2019, 22:57 Uhr.

      „Religions“ausübung“ ist nie oder nur selten friedlich“
      Und was haben wir in der Osternacht gemacht? Etwa kleine Kinder geschlachtet?
      Soweit ich mich erinnere, haben wir einen schönen Gottesdienst genossen und saßen dann gemeinsam bei einem großen Essen (zu dem ich mit kaltem Rinderbraten, Kräutercreme und Mango-Feigen-Chutney auch beitrug) beisammen und haben weitergefeiert. Das soll nicht friedlich gewesen sein??
      Und wenn ich mich in letzter Zeit bemüht habe, in einem mir anfangs unsympathischen Kollegen gutes zu entdecken und es schließlich auch gefunden habe: Was ist daran nicht friedlich??
      Für mich hat es ganz zentral mit meiner christlichen Identität zu tun, mich zu bemühen, stets an das Gute in anderen Menschen zu glauben! Manchmal überfordert es einen, es gibt Exemplare da kann man ehrlich nicht mehr, aber daß man es zumindest versucht hat jeder verdient!

      Die Kirchenführungen waren leider oft bis ins Mark moralisch verdorben. Gleiches gilt für andere Religionen.
      Aber man muss auch sagen, daß „einfache“ Christen oft moralisch viel weiter waren als das höchste Lehramt und z.B. die ersten waren, die für die Abschaffung der Sklaverei gekämpft haben.
      Auch haben unsere ganzen Rettungsdienste christliche Wurzeln.
      Das THW nicht, das ist ein Kind von 2. Weltkrieg und Kaltem Krieg, war ursprünglich auch nicht so umfassend für Not- und Katastrophenhilfe und technische Hilfeleistung geplant wie es heute leistet, aber ich gehe jede Wette ein daß ich da, wenn ich eine umfrage mache, eher über- als unterdurchschnittlich viele Christen finde. Zumindest die Chefin hier im Ortsverband ist entschiedene Christin.
      Und denken Sie z.B. mal an das Kolpingwerk. Oder die Bahnhofsmission.

      Und es gibt auf Sri Lanka bei weitem nicht nur die Attentäter!
      Es gibt jetzt auch die vielen Menschen die freiwillig Blut spenden. Die sind ganz sicher nicht alle Atheisten!

    • Novalis
      23.04.2019, 0:57 Uhr.

      „Nun, die lange Tradition des Segen Urbi et orbi hat wohl bislang nicht viel an Heilswirkung gebracht“. Wer auch nur ironisch so denkt, hat nicht begriffen, was ein Segen sein soll. Überhaupt ist ätzende Ironie wirklich das Letzte, das die Todesopfer in Sri Lanka jetzt brauchen. […]*

      *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

  • Mechthild Humpert
    21.04.2019, 22:53 Uhr.

    Ich war geschockt, dass die schlimmen Attentate in der Osternacht in Sri Lanka, heute im Ostergottesdienst in Rom überhaupt nicht erwähnt wurden. Erst nach dem Segen Urbi et Orbi – so quasi als PS dann doch noch nachgetragen wurden.
    Ob der Papst selber heute noch keine Nachrichten gehört hatte und seine Mitarbeiter ihn darüber nicht informiert haben? Natürlich stand davon noch nichts in den vorbereiteten Manuskripten, aber in den Kommentaren heute wurde die Spontaneität des Papstes mehrfach erwähnt. Deshalb ist dieses Verhalten für mich nach wie vor unverständlich.

  • bernardo
    22.04.2019, 0:25 Uhr.

    Zunächst einmal allen hier ein frohes Osterfest, trotz der traurigen Vorgänge in Sri Lanka.

    „Dieses Osterfest hat aber auch einmal mehr gezeigt, wie bedroht die Christen gerade auch im 21. Jahrhundert sind. Auch darauf weisen die Päpste und die Kirchen unermüdlich hin. Es ist allerdings ein Phänomen, das in der Öffentlichkeit nur wenig wahrgenommen wird.“

    Leider wahr. Die Gründe, warum dies so ist, liegen allerdings auf der Hand. Es hat viel mit Ideologie zu tun. Francis Fukuyama hat in seinem Buch über Identität geschrieben, dass die Identität u.a. von Christen wenig zähle…

    Noch ein Punkt, den Wrightflyer angesprochen hat: Sie rühmte die Geste des Papstes im Südsudan, eine Geste der Erniedrigung. Ich lasse beiseite, dass plötzliche Läuterungen, wie die des Innominato in Manzonis Erzählung „I promessi sposi“, der beim Anblick des Heiligen Carlo Borromeo eine plötzliche Läuterung seiner Seele erfährt, eine Sache eher der Literatur sind. Der Konflikt im Südsudan hat realpolitische Gründe und kann daher nicht durch Gesten überwunden werden, sondern nur durch Analyse der Ursachen. Ich halte die Geste auch für falsch, weil sie nichts mit dem Christentum zu tun hat. Jesus Christus hat sich nicht erniedrigt, er ist für unsere Sünden gestorben nach dem Glaubensbekenntnis. Das ist etwas anderes. Er hat auch nicht jedermann die Füße gewaschen, sondern seinen Jüngern, um ihnen deutlich zu machen, dass ihre Mission ein Dienst ist. Es geht nicht um Erniedrigung. Leider wird das oft falsch verstanden.

    btw, der Demütigste ist auch nicht derjenige, der alle Welt bei jeder Gelegenheit wissen lässt, wie demütig er ist…

    • Carla Maltese
      22.04.2019, 22:37 Uhr.

      Ich habe allerdings schon gelesen, daß manche Leute die Tatsache daß Jesus am Gründonnerstag den Jüngern die Füße wusch, zu einer Art Ritus zur Einsetzung des Priesteramtes umdichten.
      Aber es ist nunmal so, daß das damals echte Sklavenarbeit war. Und das zu tun war schon eine Erniedrigung.

      Und Franziskus heute:
      Wie weit würden Sie persönlich gehen, um einen Krieg zu beenden?
      Wenn Sie persönlich eine Chance sehen würden, einen Krieg zu beenden und damit viele Menschen zu retten, aber Sie müssten da höchstpersönlich vor den Führern der Kriegsparteien auf die Knie fallen: Würden Sie das tun?
      Wenn nein, warum nicht?

  • Novalis
    22.04.2019, 1:52 Uhr.

    „Deshalb ist es wichtig, dass Franziskus nicht nur katholische Stammlande besucht, sondern gerade auch dorthin geht, wo die Christen eine Minderheit sind und oft nur unter schwierigen Bedingungen ihren Glauben leben können. Es gleicht einer Sisyphos-Arbeit.“

    Gleichwohl ist es keine vergebliche Arbeit. Denn Franziskus zeigt sich hier als jemand, der versöhnen will. Das ist zwar kurzfristig sicher nicht so erfolgreich wie die Arbeit von Spaltern, aber es wird Früchte tragen.

    @Carla Maltese: DANKE, dass Sie wieder hier sind. Ich habe Ihre vernünftige Stimme – die Stimme einer Frau, die in der Gegenwart als Christin leben will und trotz soliden Kenntnissen nicht meint, als Oberlehrerin auftreten zu müssen – wirklich vermisst.

    • Carla Maltese
      22.04.2019, 22:24 Uhr.

      Und, Novalis, es ist auch so, daß ich jetzt woanderst viel schreibe.
      Schon weil ich von einem Redakteur dort einmal eine wirklich sehr liebe Antwort erhalten habe, als ich vollkommen fertig war, am Boden zerstört, sind die jetzt meine erste Priorität.

      Und ich habe hier, sind wir ehrlich, enorm viel Privatleben geopfert. Was von der Redaktion hier für sekbstverständlich genommen, aber nie wertgeschätzt wurde. Das möchte ich nicht mehr.

    • Carla Maltese
      22.04.2019, 23:19 Uhr.

      …und nicht zuletzt bin ich jetzt auch noch bei Ingenieure ohne Grenzen e.V. aktiv. Und zwar wirklich aktiv, nicht nur zahlendes Mitglied! Die Arbeit darf nicht für hier den Blog vernachlässigt werden! Es geht nicht!

      Es ist ein Kurzbesuch, Novalis. Mehr nicht.

  • Carla Maltese
    22.04.2019, 6:45 Uhr.

    Ich teile das Entsetzen über die schrecklichen Anschläge gestern.
    Es ist wirklich furchtbar, was dort passiert ist.

    Gleichzeitig möchte ich aber DRINGEND MAHNEN, jetzt nicht wild zu spekulieren, sondern die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen abzuwarten.
    Ich möchte DRINGEND MAHNEN, diese entsetzlichen Anschläge nicht zu nutzen um selbst Hass auf eine andere Religion zu schüren. Denn das ist genauso scheußlich wie die Anschläge selbst.

    Wir wissen bislang nichts über die genauen Hintergründe.
    Wir wissen noch nicht einmal, ob es sich wirklich um Hass auf Christen handelt (in einem mehrheitlich buddhistischen Land) oder ob die drei Kirchen unter den acht Anschlagszielen und das Datum, zu Ostern, wenn nicht nur die Christen die Gottesdienste besuchen sondern auch viele Touristen im Land sind, „nur“ eine Gelegenheit waren, möglichst viele Menschen gleichzeitig zu töten.

    Vermutlich hat hier keiner von den Stammschreibern längere Zeit in Sri Lanka gelebt und kennt sich gut genug aus um über die Hintergründe spekulieren zu können. Ich auch nicht. Aber ich weiß was die Lieblingsthemen hier sind, deswegen meine betonte Mahnung.

    Ich weiß nur, dass es einen Bürgerkrieg gab, der Begriff „Tamil Tigers“ ist mir noch vage im Gedächtnis, und dass religiös die meisten Buddhisten sind und Muslime und Christen etwa gleich starke Minderheiten.

    Und im übrigen möchte ich betonen, dass solche Verbrechen weder „der Islam“ noch „der Buddhismus“ sind, genauso wenig wie das schreckliche Massaker von Christchurch „das Christentum“ wäre.
    Viel eher ist dürfte es ein verkorkster Begriff von „Männlichkeit“ sein, denn eines haben solche Taten, und die Täter sind in der Regel Männer, gemeinsam: Man nutzt Gewehre oder Sprengstoff um feige auf Wehrlose loszugehen.

    • Wanda
      22.04.2019, 23:36 Uhr.

      @Carla Maltese 22.04. 6:45
      – Fühle mich als Mann tief verunsichert an den Pranger gestellt. Aber vielleicht könnten Sie in Ihrem hier schon oft geäusserten negativem Männerbild ja auch mal Ausnahmen erwägen ? Denn das was Sie hier bringen ist nichts Anderes als die kollektive Schuldzuweisung an ein Geschlecht. Heutzutage sehr bedenklich und lässt die bei jeder Gelegenheit viel beschworene political correctness vermissen.
      P.S. die berühmt berüchtigten schwarzen Witwen von Tschetschenien, mit ihren Bombenanschlägen in Kirchen, Kinos, und U-Bahnen Russlands und die Schlächterbräute bzw. Richterinnen des IS sind natürlich Ausnahmen…

  • Silberdistel
    22.04.2019, 12:29 Uhr.

    Laut einer @zdf-Eilmeldung macht die Regierung Sri Lankas eine einheimische Islamistengruppe für die Anschläge auf Kirchen und Hotels verantwortlich, bei denen mehr als 290 Menschen starben.

    Rücksichtsloser religiöser Fundamentalismus und Terrorismus scheinen wohl wieder die größten Herausforderungen eines 3. Jahrtausends zu werden, nach jenen der ersten beiden Jahrtausende, besonders in Europa. Bei denen die rk-Kirche keine rühmliche Rolle gespielt, mutmaßlich wohl aber dazugelernt hat.

    Insofern ist Papst Franziskus nur darin zu unterstützen, das er bereits seit Beginn seines Pontifikats, durch engagierte Bemühungen um Annäherung der großen Weltreligionen und Friedensarbeit, in kluger Weitsicht gegensteuert. Was wohl auch die nur einzig wirkliche Chance zu sein scheint, um einen möglicherweise langandauernden weltweiten Konflikt eines ´Clash of Civilizations´, vielleicht doch noch friedlich einhegen zu können.

    • Carla Maltese
      22.04.2019, 22:10 Uhr.

      Nein, wir haben noch weit mehr Herausforderungen.
      Wir sind an einem Punkt wo Gottes Schöpfung selbst in Gefahr ist.

      Ich bin 40 Jahre alt und damit in einer Zeit aufgewachsen in der die meisten Christen die Umweltbewegung eher belächelt, wenn nicht ausgelacht haben. In der man unter Umweltschutz nur verstand: „Unser Stadtpark soll schöner werden!“

      Die Probleme die wir mittlerweile haben bekommen wir nurnoch in den Griff wenn wir weltweit an einem Strang ziehen. Wenn wir lernen, das Leben und diesen Planeten wirklich zu lieben.
      Aber solange wir diese ganzen Kriege am Hals haben, passiert das nicht.

      Und das ist, neben den direkten Folgen, der zweite Grund warum ich Kriege zutiefst hasse: Wir kommen ums Verrecken nicht voran damit, die Probleme zu lösen!
      Und was ist die Folge davon, wenn schon die ersten Völker komplett ihre Lebensgrundlagen verlieren?
      Wieder Kriege.

  • Carla Maltese
    22.04.2019, 23:11 Uhr.

    Wo sind sie eigentlich jetzt, die Milliardäre die mal eben 800 Millionen € locker machen?
    Da sind auch Kirchen zu reparieren!

    Oh, ach so, es handelt sich nicht um EUROPÄISCHE Kirchen und weltbekannte Touristenattraktionen!

    Mal abgesehen davon daß die erwähnten Millionäre einen Nothilfefond für Verwundete und Hinterbliebene von Getöteten auflegen könnten.
    Aber es handelt sich ja hier „nur“ um… ach, lassen wir das!

    Aber jetzt mal ernsthaft:
    Wir Europäer sind die Nachkommen der Kolonialherren und das Verplfichtet!
    Denn wenn es immer heißt: „Wir Deutsche… wegen dem Holocaust…“, warum dann nicht wir Europäer wegen 600 Jahren Kolonialverbrechen?
    Unsere ehemaligen Kolonien wollen ernst genommen werden, und sie wollen und BRAUCHEN eine Partnerschaft auf Augenhöhe!
    Innerhalb weniger Generationen eine Entwicklung nachvollziehen für die Europa Jahrtausende gebraucht hat ist nicht einfach. Insbesondere dann nicht wenn noch immer Rohstoffe nach Europa fließen aber in der Bevölkerung wenig bis kein Geld dafür ankommt. (extremes Beispiel das Land Niger das eigentlich komplett Areva gehört) Oder der Fisch von unseren Fangflotten weggefangen wird.

  • Suarez
    25.04.2019, 16:10 Uhr.

    Mögen die Opfer – egal ob religiös oder nicht – in Gottes Frieden ruhen.

  • Novalis
    27.04.2019, 11:06 Uhr.

    „wird der Dialog der moderaten Kräfte umso wichtiger. Diesen Weg beschreiten die Päpste seit vielen Jahren. Aus katholischer Sicht ebnete das II. Vatikanische Konzil dazu den Weg. Seitdem suchen die Päpste den Dialog auf unterschiedlichen Wegen.“

    Das ist auch gut so. Wenn auch nicht alle Päpste seit dem Konzil. Joseph Ratzinger hat ja jüngst öffentlich gemacht, dass Juden nicht mehr missioniert werden oder gar bekehrt werden müssen.
    Vor 10 Jahren war er, damals war er noch Papst, noch anderer Meinung. Da ging es ihm noch um Erleuchtung der Juden. Erleuchtet werden muss ja nur, wer perfide, blind und verblendet ist (und so hieß und heißt es tatsächlich in der antisemitischen Judenfürbitte des Karfreitag, wie sie von den Piusbrüdern gebetet wird: man betet trotz perfidia der Juden gegen deren obcaecatio). Wie dieser Meinungsumschwung aber gerechtfertigt werden kann, wenn der Satz stimmt: „Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch uns heilig und groß; es kann nicht plötzlich rundum verboten oder gar schädlich sein“, weiß ich nicht. Halten wir fest: Weil es früheren Generationen heilig war, gegen die Verblendung der treulosen Juden zu beten, ist dieses Beten gegen die Blindheit der treulosen Juden für Joseph Ratzinger auch heute noch etwas Großes und Heiliges.

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