Papst warnt vor Populisten

Papst Franziskus hat erneut vor Populismus gewarnt. In einem Interview mit der spanischen Tageszeitung „El Pais“ mahnte er zugleich zur Zurückhaltung bei der Beurteilung des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Man solle erst einmal abwarten, so Franziskus. „Wir werden sehen, wie er handelt, was er macht, und dann werde ich auch eine Meinung dazu haben.“ Klarer ist da seine Position schon in Bezug auf die erstarkenden populistischen Kräfte in Europa. In Zeiten der Krise suchten die Menschen „Heilsbringer, die uns unsere Identität wiedergeben“. Hier müsse er an die Situation in Deutschland in den 1930er Jahren denken, so Franziskus. „Hitler hat die Macht nicht an sich gerissen, er wurde von seinem Volk gewählt und hat sein Volk zerstört“, sagte er in dem Interview. „In Zeiten der Krise versagt das Urteilsvermögen.“ Der Papst warnte vor diesem Hintergrund vor einer Abschottung: „Wir schützen uns mit Mauern und Stacheldraht vor den anderen Völkern, die uns unsere Identität nehmen könnten.“ Das sei „sehr schlimm“.

Entschieden geht Papst Franziskus seinen Weg. Für die Kirche wünscht er sich mehr Diskussionen, weil diese die Kirche verbesserten und brüderlicher machten, erklärte er in dem Interview und stellte klar: "Wenn ich ein Problem mit abweichenden Meinungen hätte, läge darin der Keim zu einer Diktatur." Allerdings mahnte er auch: "Sie haben ein Recht zu denken, dass der Weg gefährlich ist und zu schlechten Ergebnissen führen könnte. Aber sie sollten das im Dialog äußern und nicht Steine aus dem Hinterhalt werfen." (Quelle: reuters)

Entschieden geht Papst Franziskus seinen Weg. Für die Kirche wünscht er sich mehr Diskussionen, weil diese die Kirche verbesserten und brüderlicher machten, erklärte er in dem Interview und stellte klar: „Wenn ich ein Problem mit abweichenden Meinungen hätte, läge darin der Keim zu einer Diktatur.“ Allerdings mahnte er auch: „Sie [die Vertreter anderer Positionen] haben ein Recht zu denken, dass der Weg gefährlich ist und zu schlechten Ergebnissen führen könnte. Aber sie sollten das im Dialog äußern und nicht Steine aus dem Hinterhalt werfen.“ (Quelle: reuters)

Populismus und Christentum passen nicht zusammen

Immer wieder hatte Franziskus in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass die Positionen der neuen aufsteigenden populistischen Kräfte nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar sind. Nationalismus und ein richtig verstandener christlicher Glaube passen nicht zusammen, ist der Papst überzeugt. Dabei verliert er nicht den Blick für die Realität. So betont er in dem Interview, dass natürlich jedes Land das Recht habe, seine Grenzen zu kontrollieren. Die von Terrorismus oder anderen Gefahren bedrohten Staaten „noch mehr“. Aber kein Land habe das Recht, „seinen Bürgern den Dialog mit den Nachbarn zu verwehren“, gibt er zu bedenken. Angesprochen auf die Situation der Flüchtlinge in Europa erklärt er, dass aus seiner Sicht schwer einzuschätzen sei, ob die Regierungen genug unternähmen. Sicherlich müsse Europa aber mehr in die Integration investieren.

Mahnung an Trump

In seinem Telegramm an den neuen Präsidenten der USA hatte Franziskus am Freitagabend übrigens diesem nicht nur „Weisheit und Stärke“ gewünscht, sondern Trump auch aufgefordert, für die Armen Sorge zu tragen und moralische Werte zu schützen. „In Zeiten, in denen die Menschheitsfamilie von schweren humanitären Krisen heimgesucht wird, die weitsichtiger und gemeinsamer politischer Antworten bedürfen, bete ich darum, dass Ihre Entscheidungen vom reichen geistlichen Erbe und jenen ethischen Werten geleitet werden, die das amerikanische Volk und die Hingabe Ihrer Nation an den Fortschritt von Menschenwürde und Freiheit weltweit geprägt haben.“ Amerika solle unter der Führung Trumps weiterhin vor allem für seine Sorge um die Armen, Ausgestoßenen und die Menschen in Not, „die wie Lazarus vor unserer Tür stehen“, gemessen werden können. Nimmt man die Worte Trumps bei seiner Amtseinführung am Freitag, wird schnell deutlich, dass es spannend werden wird im Verhältnis zwischen Trump und Franziskus.

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Jürgen Erbacher

Seit 2005 berichte ich für die ZDF-Redaktion „Kirche und Leben katholisch“ über die Themen Papst, Vatikan, Theologie und katholische Kirche. Dafür pendle ich regelmäßig zwischen Mainz und Rom - meiner zweiten Heimat. Dort habe ich vor meiner ZDF-Zeit mehrere Jahre gelebt und für Radio Vatikan gearbeitet. Studiert habe ich Politikwissenschaft und Katholische Theologie in Freiburg i.Br. und Rom.

67 Kommentare

  • Silberdistel
    22.01.2017, 23:33 Uhr.

    Ich würde insofern gerne die päpstliche Meinung ergänzen, das die Schuld nicht bei den Normsterblichen zu suchen ist. Die neuen populistischen Kräfte, Trump, sogar der unselige Adolf, waren auch nur Symptome, Erscheinungen ihrer jeweiligen (Krisen-) Zeit.
    Augenfällig ist, das solche destabilisierenden Kräfte umso vehementer auftauchen, desto mehr die Finanzen, bzw. Kaufkraft, dahin schwinden. Ein voller Bauch und ein paar gar lustge Spiele haben bisher halt noch jeden Tyrannen ertragen lassen. Das ist jetzt aktuell oft nicht mehr der Fall. Zu viele „Abgehängte“ in zu vielen Ländern oder gar „failed states“ (Die USA sehe ich ganz nah dran als solchen bezeichnet zu werden); artikulieren ihren Unmut, wollen raus aus ihrem Ungemach. Auch in Deu, dem Land in dem angeblich Milch und Honig fließt.

    Die eigentliche Ursache des um sich greifenden Destabilisierungen, ist das heutzutage herrschende globale Schuldgeldsystem. Welches fern vom biblischen Zinsverbot und Umgangsgebot, die Menschen regelrecht in Abhängigkeit bringt, sie aussaugt, sofern sie nicht der Geldelite angehören. Welches einst eigentlich für die Ausbeutung von Kolonien erdacht war. Es gibt auch andere Geldsysteme, die sich an dem biblischen Zinsverbot und Umgangsgebot orientieren. Mit denen beispielsweise im Mittelalter für eine wirtschaftliche Blütezeit entstand und in deren Zeit die großen Kathedralen entstanden.

    Stattdessen reitet man heute mit dem Schuldgeldsystem einen Leviathan des Mammon, der nach einer gewissen positiven Laufzeit nur noch eine Richtung kennt: Chaos, Krise, Leid, Krieg.
    Es fehlt jedoch an Drachentötern, die diesen Leviathan besiegen könnten. Die UNO, der theoretisch die Aufgabe zu käme, hat sich als lächerlicher Haufen von Bürokraten für Bürokraten erwiesen, die auf ihren Schreibtischen Papiertigerchen Papiertigerchen jagen lassen.
    Als einziger Drachentöter fiele mir der obige Mann ein, der so entschlossen Schrittes fotografiert wurde. Zusammen mit noch anderen Religionsführern. Bevor die Existenzkrise wieder bis zur Erschöpfung ausgekostet werden muß, – unter den bekannten Opfern.
    Diesen (Gottes-) Mann hätte ich auch sehr gerne als meinen ganz persönlichen „Du-kommst-hier-nicht-rein“-Türsteher, da würde mir um nichts bangen (Ist keineswegs despektierlich gemeint, da Franziskus tatsächlich mal Türsteher war). Referenzen hat Er ja, so manchen alten Drachen im Vatikan hat Er ja bereits rumgescheucht.

    • Wanda
      23.01.2017, 17:48 Uhr.

      Eines ist erwiesen: Populisten, neue Parteien und deren Anhänger erscheinen nicht einfach so sondern haben ihre Ursachen in Versäumnissen der etablierten politischen Kräfte und Regierungen, welche die Befindlichkeiten ihrer Bürger und Wähler nicht mehr richtig wahrnehmen (wenn überhaupt). Schuld daran ist oft diese abgehobenen Arroganz und Selbstsicherheit, die sich allzu oft nach Jahren an der Rgeierung breit macht. Eine alte Tatsache, die sich immer wiederholt, unabhängig davon wie „aufgeklärt“ das Zeitalter ist…
      Den anderen Aspekt darf man guten Gewissens hinterfragen: wer, wenn nicht die Bevölkerung der Länder, welche die Flüchtlinge „produzierenden“, soll denn deren Freiheiten und Wohlstand erkämpfen ?
      1. Intervenierende Nationen werden letztendlich immer als Besatzer empfunden (siehe Irak, Afghanistan, Libyen etc.) und bringen somit keinen stabilen Frieden. Das ist Aufgabe der eigenen Bevölkerung und Elite.
      2. Nicht wenige dieser Länder haben günstige natürliche Voraussetzungen auch von den Ressourcen her, von denen EU-Länder nur träumen können. Es ist an der Zeit, dass deren Machthabern, die an ihren Sessseln kleben und sich bereichern, endlich die rote Karte gezeigt wird. Das Beispiel Nigeria als inzwischen reichstes Land Afrikas (vor Südafrika!) ist exemplarisch. Die Bevölkerung hat daran nicht den geringsten Anteil.
      Wer aber klagt Nigeria an oder das einstmals so reiche Simbabwe Mugabes ? Niemand, auch nicht der Papst. Die Machthaber dieser Länder müssen namentlich benannt und angeklagt werden. Alles andere verläuft nur im Sande und bleibt anonym, obwohl jeder weiss, wer gemeint ist.
      Ob diese Länder den Aderlass an jungen kräftigen Männern, die ihr Glück woanders suchen, auf Dauer verkraften können, ist sehr fraglich…

      • Silberdistel
        25.01.2017, 0:29 Uhr.

        Wanda
        23.01. 17:48 h
        Reden wir mehr von den „Abgehängten“, sind ja mittlerweile Legionen. – Und zwar nur von jenen in den Ländern; die noch, zumindest vordergründig, zu den reicheren gehören: „Abgehängt“ wird nicht nur so mancher Jugendliche (Siehe letzten thread Jugendarbeitslosigkeit ´16/Europa). Das sind hierzulande bereits auch die Rentner, die nach normaler Lebensarbeitsleistung in der Altersarmut aufschlagen oder dort aufschlagen werden, ihnen voran die Rentnerinnen. Dann die Arbeitnehmer, die bereits nach 1 Jahr Arbeitslosengeld 1, um ihre Existenz bangen müssen.
        In USA, dem Land das sich das Glück seiner Bürger immerhin in die Verfassung geschrieben hat, sieht es noch schlimmer aus: 45 Millionen US-Amerikaner beziehen dort „food stamps“, also Lebensmittelkarten (Übrigens verdienen süffisanter Weise Banken gut daran). Dazu addieren darf man noch die, die vor solch einem Abstieg schlichtweg von Existenzangst heimgesucht werden. – Eigentlich muß man sich wundern, das sich vor dem Hintergrund nicht noch mehr ´Wut-´ & ´Mutbürger´ rühren, die ganz banale Sicherheit einfordern bzw. lauthals ihren Unmut über diese Verhältnisse kund tun.
        Persönlich bin ich auch der Meinung das in USA nicht Trump gewählt wurde, sondern das Establishment, das alte System, vermeintlich abgewählt wurde. Grotesk dort jedoch die Situation, das bereits das Kabinett Trump´s soviel Privatvermögen sein eigen nennt, wie 1 Drittel der US-Bürger. Derweil rast das 10-FACHE der Weltwirtschaftsleistung als reine Spekulationsgeschäfte um den Globus. Dieses Gesellschaftssystem in dem das stattfinden kann, generiert de facto Jahr für Jahr mehr soziale Ungleichgewichte in der Art wie geschildert und wie wir sie von den Vorlaufzeiten der letzten großen Revolutionen her kennen: Französische, Russische, Weimarer Republik. Und ja, es sieht nicht danach aus das es jemand gäbe der so einen Drachen besiegen könnte. Auch nicht 10 Trumps.

        • Wanda
          26.01.2017, 16:18 Uhr.

          Silberdistel 17:48
          – was die USA angeht, haben Sie höchstwahrscheinlich und leider Recht (siehe die Einleitung meines Beitrages). Sehe hier fast täglich den relativ objektiven Sender CNN, der im Gegensatz zu Fox-News die Stimmung und Situation in der Bevölkerung in den USA emotionslos wiedergibt. Da liegt der Tenor eindeutig darauf, das man dem mittlerweile arroganten Establishment der Demokraten in seiner Sicherheit die Wahlen zu gewinnen, eine Quittung geben wollte. Auch weil das Wahlvolk selbst, obwohl umworben, gar nicht mehr zählte und schon gar nicht dessen Befindlichkeiten. Das wird auch von hier in unserer Latino-Provinz lebenden US-Bürgern bestätigt, die ihren Lebensstandard als Angehörige der Mittelschicht(!)im Heimtaland nicht mehr halten konnten und sich hier (wohltuend sozial aktiv) sogar die Privatschule für ihre Kinder leisten können. Für den hiesigen Landkreis (Municipio) ein eindeutig warmer und höchstwillkommener Regen, sowohl hinsichtlich der geschaffenen Arbeitsplätze als auch der daraus resultierenden Kaufkraft…
          Zur Erklärung: es handelt sich nicht um Einwanderer, sondern um sogenannte Residentes mit einem permanenten Aufenthaltsrecht, welches nur bei Gesetzesverstössen endet…

          • Silberdistel
            27.01.2017, 11:27 Uhr.

            Wanda
            26.01., 16:18 h
            Auch in Deu gehört es mittlerweile zum Alltagsbild meist ältere Herren oder Damen in Abfallkörben wühlen zu sehen. Und/oder welche, die die zukunftsweisenden neuen Projekte des 3ten Jahrtausends, die „Suppenküchen“ aufsuchen. Und nein, das sind keineswegs ´refugees´.

  • Alberto Knox
    22.01.2017, 23:49 Uhr.

    recht hat er, unser papst.

  • Hans-Dieter Brune
    23.01.2017, 1:53 Uhr.

    Ist er selbst, Papst Franziskus, ohne Identität? Es geht vor allen Dingen darum, dass die Europäer nicht für andere Völker das Nest bereiten wollen. Die anderen Völker sollen ihr Nest selber in ihren Ländern bauen. WArum fordert der Papst nur von den Europäern, warum nicht auch von den Flüchtlingen und den anderen Völkern? Haben diese andere Völker keine Pflichten und nur Rechte und die Europäer nur Pflichten? Himmelschreiend ungerecht!!!

    • Jürgen Erbacher
      Jürgen Erbacher
      23.01.2017, 8:23 Uhr.

      Der Papst stellt durchaus auch Forderungen an die Flüchtlinge und die Herkunftsländer. Zuletzt erinnerte er etwa beim Neujahrsempfang für das Diplomatische Korps: „Andererseits dürfen die Migranten selbst nicht vergessen, dass sie verpflichtet sind, die Gesetze, die Kultur und Traditionen der Länder, die sie aufnehmen, zu respektieren.“ Er kritisiert scharf Korruption, die in vielen Ländern die wirtschaftliche und gerechte Entwicklung hemmt. Bei dem Zeitungsinterview war die Frage konkret in Richtung Europa gestellt. Daher nahm der Papst auch diesen Kontinent in den Blick.

    • Alberto Knox
      23.01.2017, 14:11 Uhr.

      „Es geht vor allen Dingen darum, dass die Europäer nicht für andere Völker das Nest bereiten wollen. Die anderen Völker sollen ihr Nest selber in ihren Ländern bauen. WArum fordert der Papst nur von den Europäern, warum nicht auch von den Flüchtlingen und den anderen Völkern? Haben diese andere Völker keine Pflichten und nur Rechte und die Europäer nur Pflichten? Himmelschreiend ungerecht!!!“

      1) es geht nicht um nester. es geht geht darum, menschen, die akut in not sind, helfen. wenn die bewohner europas wohlhabender sind, dann haben sie rein human betrachtet eine pflicht zu helfen. eigentum verpflichtet nämlich.
      2) der papst HAT forderungen an die flüchtlinge. gegenteiliges zu behaupten ist eine glatte lüge.
      3) wenn jordanien, die türkei, der libanon etliche flüchtlinge mehr aufnehmen als die europäer – dann muss man sich erst recht den wahrheitsverdrehenden satz, der papst fordere nur europa auf, auf der zunge zergehen lassen.
      4) der papst ist ein vertreter einer religion. als solcher darf und soll er sagen, was nach seiner – und damit autoritativ nach katholischer – überzeugung in flüchtlingsangelegenheit zu tun ist.

      • bernardo
        25.01.2017, 15:08 Uhr.

        „1) es geht nicht um nester. es geht geht darum, menschen, die akut in not sind, helfen. wenn die bewohner europas wohlhabender sind, dann haben sie rein human betrachtet eine pflicht zu helfen. eigentum verpflichtet nämlich.
        2) der papst HAT forderungen an die flüchtlinge. gegenteiliges zu behaupten ist eine glatte lüge.
        3) wenn jordanien, die türkei, der libanon etliche flüchtlinge mehr aufnehmen als die europäer – dann muss man sich erst recht den wahrheitsverdrehenden satz, der papst fordere nur europa auf, auf der zunge zergehen lassen.
        4) der papst ist ein vertreter einer religion. als solcher darf und soll er sagen, was nach seiner – und damit autoritativ nach katholischer – überzeugung in flüchtlingsangelegenheit zu tun ist.“

        @ Knox: 1. Ultra posse nemo obligatur, niemand ist über den Rahmen des ihm Möglichen hinaus verpflichtet, zu helfen. Im Übrigen sind wir kein Gottesstaat, in dem göttliche Gesetze herrschen.
        2. Sie sind schnell dabei, anderen Bloggern Lügen zu unterstellen. Haben Sie mal „The mystery of Edwin Drood“ von Charles Dickens gelesen. Es gibt dort die Figur des Philanthropen…
        3. Haben Sie die Lager gesehen, in denen die Flüchtlinge leben. Wenn wir ähnliche Maßstäbe anlegen, können wir auch 5 Millionen Flüchtlinge aufnehmen.
        4. Das kann er, und die Politiker können es ignorieren. Religionsfreiheit bedeutet nämlich nicht nur die Freiheit zur Religion, sondern auch die Freiheit von Religion. Alles andere wäre Integralismus, aber dass es neben dem konservativen Integralismus der Piusbrüder auch einen progressiven der Woelkis etc. gibt, ist ja nichts Neues.

        • Wrightflyer
          26.01.2017, 18:57 Uhr.

          Zu Ihrem Punkt 1 wären zwei Dinge zu sagen:

          1) wurde noch lange nicht mehr getan als wir können, die Kapazitäten sind bei weitem noch nicht ausgelastet! Und das sage ich als jemand der im Herbst 2015 heftige Tage hatte und schwer mit anpacken musste! JETZT schon ZH sagen „wir brauchen nicht mehr zu tun als wir können“ ist schlicht Faulheit!
          Jedenfalls wenn man sieht was die Griechen trotz eigener Not leisten.

          2) Entweder nimmt man seinen Glauben ernst, dann hat er auch Auswirkungen auf sen eigenen Lebensstil, oder man kann es bleiben lassen. Andere kleinlich von den Sakramenten ausschließen wollen nur weil ihre Familienkonstellation nicht dem rk-Kirchenrecht entspricht, aber selbst keine Konsequenzen aus dem Evangelium für sein eigenes Leben ziehen wollen ist nichts weiter als Bigotterie!

          • bernardo
            27.01.2017, 13:53 Uhr.

            „sachverhalte als faschistisch oder ähnliches zu benennen, wenn sie das sind, werden durch solche „argumente“, wie sie sie vortragen, aber nicht unwahrer. man muss das verschleiern von wahrheit ultimativ unterbinden, ob das trump macht oder andere blogger, ist wurscht.“

            @ Knox: Danke für die Ehre, dass Sie mich mit Trump gleichsetzen. Allerdings habe ich vergessen, dass manche Blogger die Wahrheit gepachtet haben.

            Außerdem @ Wrightflyer: Ich bitte immer noch um Belege für die (ebenfalls indirekt vorgetragene) These, ich hätte Katholiken wegen ihres Lebenswandels von den Sakramenten ausschließen wollen. Ich habe mehrfach erklärt, dass mir die theologischen Grundlagen fehlen – im Gegensatz zu anderen Bloggern -, um diese Frage beurteilen zu können.

        • Alberto Knox
          26.01.2017, 20:07 Uhr.

          „Ultra posse nemo obligatur, niemand ist über den Rahmen des ihm Möglichen hinaus verpflichtet, zu helfen.“

          man kann wohl kaum sagen, dass deutschland schon an den grenzen des leistbaren ist. anderes zu behaupten, ist ja doch geschichtsvergessen…

          „Im Übrigen sind wir kein Gottesstaat, in dem göttliche Gesetze herrschen.“
          schreibt ausgerechnet jemand, der nichts lieber wollte, als dass man schwule wegen ihrer nicht von gott gewollten orientierung die ehe verweigert und geschieden wiederverheiratete wegen angeblich göttlicher gesetze von der kommunion ausschließt.
          ABER: wir haben menschenrechte. und zwar unbedingt geltende. gottseidank.

          „2. Sie sind schnell dabei, anderen Bloggern Lügen zu unterstellen. Haben Sie mal „The mystery of Edwin Drood“ von Charles Dickens gelesen. Es gibt dort die Figur des Philanthropen…“
          man muss schon auch noch sagen dürfen, wenn andere lügen oder die unwahrheit sagen.

          „3. Haben Sie die Lager gesehen, in denen die Flüchtlinge leben. Wenn wir ähnliche Maßstäbe anlegen, können wir auch 5 Millionen Flüchtlinge aufnehmen.“

          wir können auch ohne solche lager ohne probleme 5 millionen flüchtlinge aufnehmen. man sollte nicht die unwahrheit sagen: viele in diesem land WOLLEN das nicht. wir können es aber sehr wohl.

          „4. Das kann er, und die Politiker können es ignorieren. Religionsfreiheit bedeutet nämlich nicht nur die Freiheit zur Religion, sondern auch die Freiheit von Religion. Alles andere wäre Integralismus, aber dass es neben dem konservativen Integralismus der Piusbrüder auch einen progressiven der Woelkis etc. gibt, ist ja nichts Neues.“
          schreibt – ein […]*
          *editiert wegen Verstoßes gegen die Netiquette

    • Wrightflyer
      23.01.2017, 21:23 Uhr.

      Wer von uns hat es irgendwie verdient, hier im vergleichsweise warmen Nest zu sitzen statt in Syrien, im Irak oder in Eritrea geboren worden zu sein?
      Wer von uns hat es sich erarbeitet, einen der mächtigsten Pässe der Welt zu besitzen, wer von uns hat etwas dafür getan, hier geboren worden zu sein?

      Wer ZIM Buddhismus oder Hinduismus konvertieren möchte, der mag glauben dass er sich angestrengt hätte, als deutscher Staatsbürger geboren worden zu sein, statt in einem Slum in Nairobi oder in Aleppo oder in Basra.
      Solange wir aber Christen sind, gilt: Wer hat, der soll geben!

      Zumal reichlich Waffen die fremde Länder zerstören aus Deutschland kommen.
      Gerade die Wahhabiten halten sich durch deutsche Waffen an der Macht. Ind zu denen möchte ich keine Flüchtlinge schicken. Keine Männer, erst recht keine Frauen.

      Es gibt nunmal Menschenrechte und die gelten für ALLE Menschen, unabhängig von Abstammung, Geschlecht oder Religion! GERADE unter Christen sollte das selbstverständlich sein!

      Ich sehe auch ein, dass es uns ueberfordern würde, alle 60 Millionen Menschen die derzeit auf der Flucht sind, aufzunehmen und auch zu integriwten . zu einem menschenwürdigen Leben braucht man schon mal einen Job, und gerade da stellen sich peinliche Fragen, wenn man bedenkt, dass genau von denen ein Grossteil durch Digitalisierung bedroht ist.
      Aber wir als Christen sollen tun was wir können, solange es geht.

      • Wanda
        25.01.2017, 17:19 Uhr.

        Wrightflyer 21:23
        – Nun, das warme Nest (der Nord-Europäer) wurde über Jahrhunderte in Regionen erkämpft, die weder von der Natur noch von den Ressourcen her verwöhnt sind und die ebenfalls durch von Gott gewollte Obrigkeiten ausgeplündert und dominiert wurden. Der Preis: ein erheblicher Blutzoll, denn noch nie gaben die Mächtigen freiwillig etwas her; eine unbestreitbare Tatsache. Der Unterschied: man kämpft und schafft und arbeitet und versucht über Generationen voranzukommen¨und das gegen alle Widrigkeiten und Hindernisse…
        Einfach flüchten und erwarten, dass andere für einen die Kartoffeln aus dem Feuer holen, funktioniert nicht. Hilf Dir selbst, so hilft Dir Gott !

        • Wrightflyer
          26.01.2017, 18:45 Uhr.

          Dazu sind zwei Dinge zu sagen:

          A) Aha, Sie sind also ca. 2500 Jahre alt und haben alles selbst erarbeitet und erkämpft?
          Solange Sie nicht zum Buddhismus konvertiert sind und glauben dass Sie im früheren Leben irgendwelche Verdienste erworben haben: Womit haben Sie es denn Ihre eigene Abstammung erarbeitet? Wodurch haben Sie es erkämpft, hier geboren worden zu sein und nicht in Eritrea, in Basra oder in Aleppo?

          b) Warum wohl sind Nord- und Südamerika, Südafrika und Neuseeland voller Weiße? Weil sich Europäer stets vom Acker gemacht haben, wenn das Leben anderswo leichter schien! Die einzige Ausnahme ist Australien, dorthin wurden die ersten zwangsweise verfrachtet.
          Deutschland ist auch schon lange nicht nur Ein- sondern auch Auswanderungsland! Gibt viele die nach Mallorca oder sonstwohin ziehen, weil dort das Leben besser scheint! Gibt in den Privaten sogar eine Fernsehserie darüber!
          Also von wegen standhafte tapfere Europäer die hart arbeiten um hier das Leben besser ZH machen… *raeusper*
          Meine eigenen Vorfahren sind während des Dreißigjährigen Krieges vorübergehend nach Ungarn geflüchtet, sonst wären sie verhungert oder hätten selbst Söldner uns Trosshuren werden müssen!

  • Silvia
    23.01.2017, 10:33 Uhr.

    Vielleicht habe ich ja was an den Ohren, aber ich habe bei der Rede von Präsident Trump anlässlich seiner Amtseinführung etwas ganz anderes gehört, als mir Politiker und Medien bis hinauf zum Papst einreden wollen.

    Nämlich einen Präsidenten, der sich zuerst für die Interessen der eigenen Bürger einsetzt und vor allem der so abfällig als „Abgehängte“ bezeichneten, das müsste den Papst eigentlich freuen.

    Einen Präsidenten, der in seinem Kabinett konservative Christen hat, die für Werte stehen, die bis vor ein paar Jahren auch noch in unserem Land Gültigkeit hatten.

    Einen Präsidenten, der die Abtreibungen NICHT noch weiter fördern will.

    Und last not least einen US – Präsidenten, der den islamistischen Terror endlich WIRKSAM bekämpfen will und auch für Entspannung mit Russland eintritt.

    Was um Himmels willen ist falsch an diesem Mann, dass man ihm nicht mal die berühmten 100 Tage schonfrist zugesteht?

    Und was den Begriff „Populismus“ angeht, der kommt vom Lateinischen populus und das heißt schlicht und einfach Volk.

    In einer Demokratie soll ja angeblich „alle Macht vom Volke ausgehen“, was also ist dann falsch am Populismus.

    Bevor sich alle Welt an Trump abarbeitet und ihn sogar der Papst mit Hitler vergleicht, sollte man lieber mal das Treiben von Herrn Erdogan aufs Korn nehmen.

    • Jürgen Erbacher
      Jürgen Erbacher
      23.01.2017, 11:12 Uhr.

      Der Papst hat Herrn Trump nicht mit Hitler verglichen. Es geht in dem Zeitungsinterview um zwei Themen: 1. Trump – da sagt der Papst abwarten und ihn an seinen Taten messen. 2. Populismus in Europa – und da sagt der Papst, dass er sich an die 1930er Jahre erinnert fühlt. Man sollte hier nichts vermischen.

      In der Tat gab es in der Rede von Trump Teile, die dem Papst sympatisch sein dürften. Etwa als es um die von Ihnen erwähnten „Abgehängten“ ging. Doch mit „Amerika zuerst“ kann der Papst nichts anfangen. Es geht um ein weltweites Gemeinwohl, das der Papst im Blick hat und nicht nur das Wohl eines Volkes.

      • Silvia
        23.01.2017, 12:17 Uhr.

        Dass der Papst ein weltweites Gemeinwohl im Blick hat, gehört ja auch gewissermaßen zu seinem „Job“.

        Dass ein vom Volk gewählter Regierungschef aber in erster Linie das wohl des eigenen Volkes im Blick haben muss, war bis vor wenigen Jahren noch eine allgemein anerkannte Selbstverständlichkeit, über die man gar nicht zu diskutieren brauchte (was auch niemand tat).

        Der Papst leitet eine Weltkirche und darf sich von daher auch als das moralische Gewissen der ganzen Welt verstehen, das schadet zumindest niemandem.

        Aber ein Politiker, der ein Land regiert und noch dazu eine so große Nation wie die USA, muss andere Prioritäten setzen, er muss zuerst dafür sorgen, dass seine Bürger nicht verarmen, dazu gehört das Schaffen und der Erhalt von Arbeitsplätzen, dass seine Bürger in Sicherheit leben können, dazu gehört eine kontrollierte Einwanderungspolitik und sichere Grenzen. Um nur zwei Beispiele zu nennen.

        • Wrightflyer
          24.01.2017, 21:15 Uhr.

          Jean-Claude Juncker hatte also recht damit dass er halb Europa bestohlen hat, auch wenn man mit den verlorenen Steuereinnahmen beispielsweiae einen wirksamen Hilfsfond für Griechenland hätte auflegen können, um in Griechenland ein Wirtschaftswachstum anzukurbeln mit dem die Griechen die Schulden hätten bezahlen könne?
          Die Serben haben also recht damit, sich das Kosovo zu holen, und die Kosovo-Albaner recht damit, sich gewaltsam zu wehren?
          Die Amis haben recht damit, unsere Bürgerrechte abzuschaffen, zuerst das Recht auf Privatsphäre, und im Nahen Osten Kriege anzuzetteln um sich die Ölquellen unter den Nagel zu reisen +Da gibt es einen entlarven den Satz von Henry Kissinger:“Öl ist zu wichtig um es den Arabern zu über lassen „)?
          Die Brasilianer haben recht damit, ihren Regenwald abzuholen selbst wenn damit eine grüne Lunge der ganzen Erde verloren geht und der Wasserhaushalt von ganz Südamerika kippt?

          Der Unterschied zwischen früher und heute ist, dass heute immer mehr Menschen aufwachsen und realisieren dass in einer Welt wo so dermaßen alle mit allen verzahnt sind, wo Rohstoffe eingekauft und Fertigprodukte verkauft werden, und zwar quer über den Globus, und wo sich 7 Milliarden Menschen immer knappere Ressourcen teilen müssen, die größtmögliche nationale Rücksichtslosigkeit die man früher für Starke hielt, einfach nur dämlich ist.

          1914 wollte jedes grössere europäische Land die Weltherrschaft. Und was haben wir davon? Seitdem ist auf der ganzen Welt Krieg und die ungelösten Probleme stapeln sich und stapeln sich.

      • Wrightflyer
        23.01.2017, 20:19 Uhr.

        Warum habe ich eigentlich nie eine solche sehr freundliche und Einfühlsame Reaktion von Ihnen bekommen?

        • Jürgen Erbacher
          Jürgen Erbacher
          24.01.2017, 7:58 Uhr.

          Wir intervenieren hier immer, wenn die Gefahr besteht, dass unsere Beiträge falsch interpretiert werden. Da machen wir keine Unterschiede.

      • bernardo
        24.01.2017, 17:33 Uhr.

        „Doch mit „Amerika zuerst“ kann der Papst nichts anfangen. Es geht um ein weltweites Gemeinwohl, das der Papst im Blick hat und nicht nur das Wohl eines Volkes.“

        Lieber Herr Erbacher, das unterscheidet den Papst, der Summus Pontifex, Höchster Brückenbauer ist, der für eine Weltkirche spricht, von dem Staats- und Regierungschef eines Landes, der zuerst für das Wohl seines Staates, nicht das der Menschheit, der „internationalen Gemeinschaft“ oder der Welt verantwortlich ist. Ansonsten hat der Papst recht, einfach mal abwarten, was geschieht – und dann reagieren. Was den Populismus angeht, so hat Silvia recht (und nicht nur damit): Vielleicht liegen unsere Probleme darin begründet, dass sich die Eliten längst vom Volk abgewandt haben, große Teile dieses Volkes möglicherweise verachten und geringschätzen. Diese Lücke versuchen andere zu schließen. Ich denke, der Papst, der die Volksfrömmigkeit schätzt und der selbst ein Populist (im durchaus guten Sinne) ist, könnte dies durchaus ansprechen.

        @ Wrightflyer: Begriffe wie „Faschismus“ oder „Rassismus“ leiden unter ihrer inflationären Verwendung.

        • Wrightflyer
          25.01.2017, 21:02 Uhr.

          Die Dinge werden auch nicht besser wenn man den Kopf in den Sand steckt und sie nicht beim Namen nennen will!

        • Alberto Knox
          26.01.2017, 20:09 Uhr.

          „Begriffe wie „Faschismus“ oder „Rassismus“ leiden unter ihrer inflationären Verwendung.“

          sachverhalte als faschistisch oder ähnliches zu benennen, wenn sie das sind, werden durch solche „argumente“, wie sie sie vortragen, aber nicht unwahrer. man muss das verschleiern von wahrheit ultimativ unterbinden, ob das trump macht oder andere blogger, ist wurscht.

    • Alberto Knox
      23.01.2017, 11:24 Uhr.

      also ich habe america first gehört und nicht etwa human being first, liebe silvia. ich sehe, dass sich trump mit menschen am rechten rand und darüber hinaus umgibt. ich sehe da v.a. weiße männer, die frauen vorschreiben wollen, selbst bei einer vergewaltigung nicht abtreiben zu dürfen. ich sehe den antisemitischen bannon. ich sehe massive homophobie und ausländerfeindlichkeit. und zwar auch in seiner rede. und nicht erst dort. jemanden, der einfach neue wahrheiten schaffen will, weil ihm die eigentliche nicht passt.
      da ist genügend jetzt schon…

      • Silvia
        25.01.2017, 11:06 Uhr.

        Alberto Knox
        23.01.2017, 11:24 Uhr.

        Ich habe auch „America first“ gehört. Und genau das ist die Pflicht eines Staatsoberhauptes, das eigene Land und dessen Interessen an die erste Stelle zu setzen, dafür wählt man „Volksvertreter“ (war bei uns früher auch so).

        Ansonsten sehe ich da „weiße Männer“, die u.a. verhindern wollen, dass Frauen überhaupt vergewaltigt werden u.v.m., was Frauenrechte betrifft eben nicht beseitigen lassen wollen.

        Ach, und was die „weißen Männer“ angeht, ist das kein Rassismus, um diese oft missbrauchte Keule jetzt auch mal zu benutzen?

        Übrigens verbietet auch die rk Kirche Abtreibungen sogar nach Vergewaltigungen, ein Standpunkt, den ich so nicht ganz teile. Aber besser ist es doch, durch Erhöhung der inneren Sicherheit Vergewaltigungen möglichst zu verhindern, als die ohnehin schon schwer traumatisierten Frauen dann auch noch dem Trauma einer Abtreibung auszusetzen.

        Aber das ist natürlich schwer begreiflich in einem Land, das binnen kürzester Zeit so ins Chaos gestürzt worden ist, dass sogar 90 – jährige Greisinnen, die am Rollator gehen, vergewaltigt werden ohne dass sich jemand öffentlich empört.

        Dasselbe gilt bei uns neuerdings auch für vorpubertäre Kinder beiderlei Geschlechts. Wer sich darüber – noch – aufregt, ist natürlich rechts, intolerant und was weiß ich noch alles.

        • Wanda
          26.01.2017, 16:30 Uhr.

          Silvia 11:06
          – Donnerkeil, eine Art Philippika, die ihre Berechtigung hat. Dürfte schwerfallen, die von Ihnen genannten Kritik- und Anklagepunkte zu widerlegen

          • Silvia
            27.01.2017, 19:42 Uhr.

            Wanda
            26.01.2017, 16:30 Uhr.

            Danke!Leider kann ich im Moment hier nicht mehr mitdiskutieren, weil mich die Grippe voll erwischt hat.

        • Wrightflyer
          26.01.2017, 19:21 Uhr.

          @Silvia
          Entschuldigung, aber ich weiß hier gerade nicht ob ich lachen oder weinen soll.

          Ihnen ist schon klar dass die USA ein massives Problem mit Waffengewalt nicht erst seit gestern haben?? So viele Menschen wie dort werden sonst nur in Bürgerkriegen erschossen! 2015 kam eine Statistik raus die zeigte dass in den USA seit 1967 mehr Menschen erschossen wurden als in allen amerikanischen Kriegen seit dem Unabhängigkeitskrieg! EINSCHLUESSLICH Bürgerkrieg!

          Sogar Kinder haben schon Spielkameraden oder Geschwister erschossen weil Daddys Knarre geladen und entsichert rumlag.

          Es gibt auch ein erschreckendes Ausmaß an Polizei Brutalität, vor allem Schwarze werden überproportional häufig erschossen.
          Nicht zuletzt hatte auch die Serie von Schulamoklaeufern die wir vor ein paar Jahren hier hatten dort ihr Vorbild. Bis hin zur Sandy Hook GRUNDschule.

          Uebrigens: Ist es nicht auch eine Form von Gewalt, Arbeitnehmern keinen Lohn zu zahlen von dem sie leben können? Viele Leute müssen 3 Jobs machen zu überlebenden.

          In Tampa in Florida ist es seit neustem illegal, Obdachlosen Essen zu geben
          Uebrigens sind überproportional viele Schwarze obdachlos.

          Ein Problem dass vor allem Weiße betrifft ist die massive Drogensucht. Es stimmt, dass das ganze Koks aus Mittelamerika kommt. Crystal Meth dagegen können die selbst in jedem Schuppen zusammenkochen. Crystal Metg ist hausgemachte.
          Den Kokssumpf in Mittelamerika trocknet man aber nicht aus ohne den Leuten dort eine Alternative zu bieten. Es braucht fairen Handel von dem auch diese Länder leben können!

          Die USA sind nicht „plötzlich“ ins Chaos geraten. Sie haben schon sehr lange ein massives Waffen- und Gewaltproblem.
          Und alles auf Mexikaner und Muslime schieben bedeutet, den Kopf in den Sand zu stecken und sich vor der Realität zu drücken.

          Uebrigens betrachte ich schon länger das Kinoprogramm mit Sorge. Es kommen immer noch sehr gute Filme wie „Die Unfassbaren“ 1 und 2 aus Hollywood, aber immer mehr möglichst apokalyptische Zerstörung, immer mehr Militarismus und reines Geballter.
          Früher gab es noch Gewalt mit Charme, wie das A-Team (wunderbare Serie) oder die Spencer\Hill-Filme. Heute dagegen, tja…

          • Wanda
            28.01.2017, 21:13 Uhr.

            – Was wollen Sie ? Ob wir das nun gut finden oder nicht, die Zustimmung zu diesem uns unfassbaren liberalen Gesetz mit dem Recht eines jedes freien Bürgers auf Waffenbesitz hat die Bevölkerung von „god´s own country“ selbst getroffen und sie lässt daran nicht rühren. Da hat sich selbst ein Obama die Zähne ausgebissen. Vergessen Sie das nicht…

        • Alberto Knox
          26.01.2017, 20:10 Uhr.

          „Wer sich darüber – noch – aufregt, ist natürlich rechts, intolerant und was weiß ich noch alles.“

          richtig, silvia!

        • Alberto Knox
          26.01.2017, 20:14 Uhr.

          „Dasselbe gilt bei uns neuerdings auch für vorpubertäre Kinder beiderlei Geschlechts“. es wäre schon wünschenswert, wenn sie sich mit der biologischen tatsache der intersexualität auseinandersetzen würden. es gibt nicht nur zwei geschlechter.

      • bernardo
        25.01.2017, 15:01 Uhr.

        „also ich habe america first gehört und nicht etwa human being first, liebe silvia.“

        @ Knox: Der Amtseid des US-Präsidenten: „I do solemnly swear that I will faithfully execute the office of President of the United States, and will to the best of my ability, preserve, protect, and defend the Constitution of the United States.“ […]* übersetze ich mal: „Ich schwöre feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten treu ausführen werden, und dass ich nach besten Kräften die Verfassung der Vereinigten Staaten erhalten, schützen und verteidigen werde.“ Da steht nichts von „human beings“.

        *Wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

        • Wrightflyer
          26.01.2017, 18:31 Uhr.

          Allerdings sind die Rahmenbedingungen heute andere als noch 1789.

          Mit dem größtmöglichen nationalen Egoismus können wir nur noch auf die Schnauze fliegen.
          Die anderen haben nämlich auch ihre Interessen. Vor allem das Interesse, am Leben zu bleiben.

          Und ich persönlich bin es leid, mich von jemandem regieren zu lassen ohne dass ich die Möglichkeit hatte, für oder gegen ihn zu stimmen. Dass die ganze Welt abhängig ist von Entscheidungen des US-Praesidenten ist nicht das was ich unter Demokratie verstehe!

          Man muss schonr sehr viel preußischen Untetanengeist haben, um die Dinge so in Ordnung zu finden wie sie sind.

          Wir brauchen heute fairen Handel (keine „Frei“ Handel)l und verbindliche Werte, keine Dummheiten die schon in früheren Jahrhunderten Zu nichts Gutem geführt haben.

          • bernardo
            27.01.2017, 14:01 Uhr.

            @ Wrightflyer: Keine Sorge, ich leide (auch ethnisch) sicher nicht an preußischem Untertanengeist. Deswegen habe ich das Merkelsche „Wir schaffen das“ nicht nachgebetet. Auch nicht das Woelkische Betroffenheitsgedusel. (btw, haben Sie mal gelesen, was der von Ihnen hochgeschätzte Woelki zu „Militärmissionen“, vulgo Krieg, zu sagen hat. Er sollte sich vielleicht als Regierungssprecher bewerben.) Ich schreibe, ein Staats- und Regierungschef ist zunächst seinem Volk, seiner Nation, seinem Staat verpflichtet, was sich aus seinem Amtseid ergibt. Das gilt für den US-Präsidenten genauso wie für den Bundeskanzler oder den britischen Premierminister.

            „Es gibt nunmal Menschenrechte und die gelten für ALLE Menschen, unabhängig von Abstammung, Geschlecht oder Religion! GERADE unter Christen sollte das selbstverständlich sein!“

            Sicher, das Recht, an dem Ort seiner Wahl zu leben, gehört freilich nicht dazu.

          • Alberto Knox
            27.01.2017, 21:46 Uhr.

            „Sicher, das Recht, an dem Ort seiner Wahl zu leben, gehört freilich nicht dazu.“

            selbstverständlich gehört das dazu. nicht nur, aber vor allem, wenn einem diese rechte abgesprochen werden. und dankenswerterweise weist auch die eu durch ihre freizügigkeitsregelungen darauf hin. ich finde die illiberale haltung, die sich hinter solchen äußerungen versteckt, bemerkenswert.

          • Wanda
            28.01.2017, 21:53 Uhr.

            Wrightflyer
            – Pardon, so etwas von weit hergeholt: Sie werden vom US-Präsidenten regiert (seit wann) und sind es leid ?
            Und dass Sie sich nicht verpflichtet sehen einen US-Präsidenten zu unterstützen (21:02) oder als quasi Gottkaiser (20:17) zu dulden, ist ja vielleicht ganz ehrenwert, dürfte der Grossmacht USA aber ziemlich gleichgültig sein…
            Bitte etwas mehr Realitätssinn !

        • Alberto Knox
          26.01.2017, 20:11 Uhr.

          vielleicht lesen sie nochmal den kontext.

          • Brigitta
            28.01.2017, 19:23 Uhr.

            Grenzen im Sinne der heutigen Nationengrenzen sind letztlich auch ein Ergebnis der napoleonischen Freiheitskriege und die sind grade mal rund 200 Jahre her.

          • bernardo
            28.01.2017, 20:17 Uhr.

            @ Knox: Die Freizügigkeit gilt nicht universell, sondern nur innerhalb der EU und auch nur für EU-Bürger (also Bürger der EU-Mitgliedstaaten). Nur so zur Information. Das ist also nicht „illiberal“, sondern einfach geltendes Recht.

          • Alberto Knox
            30.01.2017, 10:04 Uhr.

            freizügigkeit ist ein menschenrecht. aber für bestimmte kreise sind menschenrechte, universelle noch dazu, immer noch teufelswerk.[…] *

            * editiert wegen Verstosses gegen die Netiquette

    • Wrightflyer
      23.01.2017, 21:02 Uhr.

      Zum Thema Abtreibungen:
      Es wäre ja gut und schön, wenn Trump sich auch gleichzeitig für Mutterschutz einsetzen würde. Der bezahlte Mutterschaftsurlaub beträgt in dem USA genau 0 Tage. Dabei müssen jetzt schon viele Arbeitnehmer 3 Jobs machen weil sie von einem nicht leben können. Anspruch auf Kitaplatz oder sonst eine Unterstützung für Eltern? Teaeum weiter!
      Zum anderen hat Trump eine Bildungsministerin nominiert die die staatlichen Schulen für über finanziert hält. Einen solchen Realitätsverlust muss man erstmal bringen: Seit Jahren wird Alarm geschlagen dass das oeffentliche Schulsystem marode ist!
      Letzten Endes ist eine Antiabtreibungsliga auch nicht sehe glaubwürdig, wenn sie auch noch zumindest teilweise mit der Waffenlobby identisch ist.
      Wie eine sehe kluge US-Nonne sagte: „Wenn ihr wollt dass ein Kind geboren wird, aber nicht wollt dass ein Kind ernährt wird, ein Dach über dem Kopf hat und erzogen wird, dann seid ihr pro-Geburt, aber nicht pro-Leben!“

      Und zu sen ach so tollen konservativen Werten:
      Was schon vor 20, 30 Jahren nicht funktioniert hat, taugt für nostalgische Realitätsflucht, aber mehr auch nicht!

      Trump setzt sich also für „sein “ Volk ein.
      Wer ist denn Trumps Volk? Die Webseite der Indianer die es noch unter Obama gab ist jetzt jedenfalls umgehend vom Internetauftritt des US-Praesidenten verschwunden.
      Eine Zunahme rassistischer Vorfälle gegen Hispanics, Schwarze und Muslime wurde auch bereits gemeldet.
      Wer ist also „Trumps“ Volk?
      Bislang wird Trumps Regierungannschaft von vermögenden Personen und militärischen Hardlinern gebildet. 3 Höcker von Goldman Sachs und weitere Millionäre finden sich im dieser Regierung. Klingt nicht so sehr nach einer Regierung des Volkes…

      Und zum Thema den islamistischen Terrorismus bekämpfen:
      Bislang hat Trump davon nur groß getönt, er hat kein tragfähiges Konzept vorgelge.
      Wie soll Ihrer Meinung nach dieser Kampf gegen den Terrorismus aussehen? Wieder mal den Irak plattmachen, Bomben schmeißen? Der Irak wurde schon 2 Mal plattgewalzt, zusammen mit dem Embargo starben mehr als 1 Million Menschen. Afghanistan plattmachen, bombardieren? Afghanistan hat auch mehr als reichlich Krieg hinter sich, seit die Sowjets einnarschierten, nichts davon hat das Land stabiler und pro westlicher gemacht.
      Welches Land soll diesmal hingerichtet werden, HM?
      Den islamischen Terror bekämpfen ginge eigentlich ganz leicht, man müsste nur die Finanz- und Munitionsquellen trockenlegen und vor allem dem Dschihadismus die ideologische Basis entziehen. Die Dschihadisten bekommen Zulauf indem sie den jungen Leuten erzählen dass wir hier im Westen. Der Feind sind und alle Muslime umbringen wollen. Sollen Sie recht bekommen oder wäre es nicht an der Zeit für kluegere Konzepte?

      Zum Thema Frieden mit Russland:
      Wenn damit wirklich eine Verständigung mit dem russischen Volk gemeint ist, bin ich absolut dafür! Ich selbst lerne aus guten Gründen Russisch! (Wäre ich wirklich Sprachbegabt würde ich auch Arabisch lernen, aber das würde mich endgültig überfordern)
      Bei einem Trump-Putin-Pakt Frage ich mich allerdings wer dabei unter die Räder kommt. Das Baltikum jedenfalls, das schon die Russifizierung zu Sowjetzeiten durchgemacht hat, hat Angst. Und wer über einen Kanal nach Russland verfügt, der bekommt durchaus mit dass Putin die Russen gerade durch intensive Kriegspropaganda gefügig hält.

      Man darf 2 Dinge nicht vergessen:
      a) Sind Denkweisen die schon 1914 die Welt in die Katastrophe geführt haben erst recht keine tauglichen Konzepte für die heutige aus 7 Milliarden Personen bestehende Menscheit
      b) Sind die Machthaber diejenigen die in der Bringschuld sind, nicht die denen besonderer Schutz zusteht! Wer die Machthaber in Watte packen will, der vergisst die Armen, Schutzlosen und Minderheiten, kurz: Diejenigen die die Dummheiten und den Egoismus der Mächtigen ueblicherweise buessen!

      • Doktor Krakebusch
        24.01.2017, 15:36 Uhr.

        „Wieder mal den Irak plattmachen, Bomben schmeißen?“

        Wie sagte er sinngemäß die Tage vor Vertretern der CIA: Ich hätte das ganze Öl mitgenommen. Aber vielleicht bekommt Ihr eine neue Chance.

      • Doktor Krakebusch
        24.01.2017, 17:58 Uhr.

        „Die Webseite der Indianer die es noch unter Obama gab ist jetzt jedenfalls umgehend vom Internetauftritt des US-Praesidenten verschwunden.“

        Dafür hat er grad grünes Licht für die Pipelineprojekte gegeben, die unter Obama gestoppt wurden. Er sticht vielen Ureinwohnern (die Sioux haben aufopferungsvoll und aus Angst um ihre Wasserversorgung dagegen gekämpft) das Messer in den Rücken, weil er viel darin investiert hat.

        • Wrightflyer
          25.01.2017, 20:56 Uhr.

          Und wenn man sich ansieht wo der Ölpreis war bevor die OPEC die Notbremse gezogen hat, sieht man eindeutig, dass in den USA wohl kaum die Lichter ausgegangen wären wenn die Pipeline nicht gebaut wird!
          Es gibt ein Überangebot von Öl auf dem Markt, also die Ausreden für die (erneute) Missachtung der Rechte der Indianer sind dünn!

    • Doktor Krakebusch
      24.01.2017, 16:03 Uhr.

      „Was um Himmels willen ist falsch an diesem Mann, dass man ihm nicht mal die berühmten 100 Tage schonfrist zugesteht?“

      Das liegt wahrscheinlich daran, dass Trump himself einen großen Haufen auf Traditionen und ungeschriebene Gesetze macht. Ich empfinde es als fast schon obszön, „gentlemen’s agreements“ für jemanden einzufordern, der sie selbst nicht einhält.

      • Alberto Knox
        26.01.2017, 20:11 Uhr.

        „Ich empfinde es als fast schon obszön, „gentlemen’s agreements“ für jemanden einzufordern, der sie selbst nicht einhält.“

        ABSOLUTE ZUSTUMMUNG.

        • Alberto Knox
          26.01.2017, 20:12 Uhr.

          muss natürlich zustimmung heißen.

    • Brigitta
      27.01.2017, 18:55 Uhr.

      Trump hat seit seinem Amtsantritt soviel politisches Porzellan zerschlagen wie kaum einer vor ihm: Mauerbau zu Mexiko (erinnert sich von uns keiner mehr an den Mauerbau bei uns), Abschaffung von Obamacare, die Reden bzgl Folter, die Ölleitungen durch das Gebiet der indigenen Völker und und und ….

      • Wanda
        28.01.2017, 21:24 Uhr.

        – Richten Sie diesen Vorwurf an die US-Wähler „you get what you wanted“…
        Wie immer man zu Trump steht: Wählerbetrug kann man ihm bei seinem bisherigen fragwürdigen Aktionismus nicht vorwerfen kann: er hat im Wahlkampf ganz klar angedroht, was er umsetzen will. In dieser Hinsicht ist er offenbar ehrlicher, als so mancher politische Gegener, der sich nun aufregt…

      • Silberdistel
        29.01.2017, 12:40 Uhr.

        Brigitta
        27.01., 18:55 h
        „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?“ (Mt. 7,16).

  • Wrightflyer
    23.01.2017, 20:17 Uhr.

    Erstmal @Redaktion: Ich bitte um Entschuldigund dass ich nun doch erneut hier schreibe. Zwar wollte ich mich wie vereinbart hier zurückziehen, aber aktuelle Ereignisse bringen mich zu einem Gedanken den ich doch sehr dringend hier noch schreiben möchte.
    (Zumindest gehe ich noch immer davon aus, dass es Ihr eihengtlicher Wunsch ist, dass ich hier nicht mehr mit schreibe, da Sie zwar mehrfach betonten, dass hier jeder mitschreiben dass f, Sie mir aber kein Signal gaben dass meine Mitwirkung hier in Ihrem Augen in irgendeiner Weise gewinnbringend wäre, bzw. Sie mein Fernbleiben bedauerlich fänden)

    Ich möchte mich auch für die einen ader anderen Schreibfehler entschuldigen: Bis ich Freitag abend daheim bin habe ich nur extrem langsames Inet per Handy zur Verfügung und mit dem Handy tippen ist schwer.

    Zum Thema Trump:
    Wir haben schon, muss man ehrlich sagen, in Washington eine Art Gottkaiser wie in der Antike. Die Weltwirtschaft hängt von seinen Befehlen ab, ganze Länder werden nach sein Willen destabilisiert (Lateinamerika und viele andere können Lieder davon singen), wenn er Krieg will bekommt er ihn und wenn ihm die Bürgerrechte in irgendeinem Land im Weg sind, werden sie beiseite geräumt.

    Solange dieser Gottkaiser lässig und cool ist, dazu noch intelligent und gebildet, dulden wir es. Dabei hat auch ein Mr. Obama den Drohnenkrieg intensiviert. Und man braucht nur ein wenig Einfühlungsvermögen und Realitätssinn um sich denken zu können dass es eine verheerende psychologische Wirkung hat, wenn da einfach die Kampfdrohnen kommen, gesteuert vom jemandem tausende km weit weg im bequemen Sessel, und einfach so Leite hinrichten, sogar Kinder. Und eine pro westliche Regierung kann die Leute davor nicht schützen.

    Erst wenn dieser Gottkaiser die emotionale Reife eines Dreijährigen hat, gepaart mit dem Einfühlungsvermögen und der Weltsicht von Eric Cartman und dem Weitblick von Homer Simpson, fällt uns der Fehler im System auf.

    Wie war das mit „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!“?
    Plötzlich lese ich das 1. Gebot in einem neuen Licht, nämlich als Plädoyer für Demokratie!

    Zum Thema Hitler wurde gewählt und hätte sein Volk dann zerstört:
    JEIN!
    a) war es gar nicht sein Volk, er war nämlich Österreicher. Wie auch Stalin Georgier, Napoleon Kurse, Milosevic Montenegriner und Franco Galicier war.
    b) hatte schon der preussische Militarismus Deutschland längst zerstört.

    Was Franziskus Populismus nennt ist jedenfalls nichts anderes als Faschismus. Und ja, der blüht gerade.
    Die Serben haben einen Zug ins Kosovo geschickt, auf dem stand gro und breit in mehreren Sprachen: “ Das Kosovo ist Serbien!“ Und letztes Jahr hatte ich zeitweise ein Zimmer in einer Monteirsunterkunft deren Vermieter Ungar war. In der Küche hing eine Karte auf der zu Ungarn auch weite Gebiete in Kroatien, der Ukraine und Österreich gezählt wurden.

    Letzten Endes bleibt uns die Erkenntnis:
    Die ganzen Kriege können wir uns nicht mehr leisten. Länder wie Syrien, der Irak oder Afghanistan sind zerstört, der Dschihadismus hat dort seine Machtbasis… Und vor allem: Die dringenden Probleme die uns alle betreffen, Klimawandel, Ressourcengerechtigkeit,, Verlust von Ökosystemen, Digitalisierung und mit ihr Verlust von Privatsphäre und Arbeitsplätzen und die Frage wie unser Verhältnis in Zukunft zur künstlichen Erkenntnis sein wird, bis hin zu fragen in welchen Familien Modellen wir in Zukunft leben wollen und damit auch die einen oder anderen religiösen Reformen, bleiben unerledigt liegen!
    Feiglinge lösen keine Probleme. Feiglinge schicken die jungen, unerfahrenen, tapferen aber naiven jungen Leute in dem Krieg.

    • Jürgen Erbacher
      Jürgen Erbacher
      24.01.2017, 7:59 Uhr.

      Jeder, der hier mitschreibt und sich an die Netiquette hält, ist ein Gewinn.

      • Wrightflyer
        24.01.2017, 20:58 Uhr.

        Warum geben Sie. Dann immer einer bestimmten Person recht von der ich weiß dass sie will das ich von hier verschwinde, aber wenn mur mal etwas wirklich wichtig ist, bekomme ich keine Reaktion??
        Sie machen durchaus Unterschiede hier.

        • Jürgen Erbacher
          Jürgen Erbacher
          25.01.2017, 8:16 Uhr.

          Wir machen hier keine Unterschiede, sondern orientieren uns an der Netiquette. Wir greifen ein, wenn unsere Texte falsch verstanden oder falsch interpretiert werden.

          • Wrightflyer
            26.01.2017, 18:11 Uhr.

            Dann beweisen Sie es und halten nicht immer nur zu der Person die hier eine immer schärfere Zensur fordert und niergelt weil nicht alle hier hochrangige Theologen sind, gehen Sie auch mal auf die Anliegen anderer ein!

    • Brigitta
      24.01.2017, 12:52 Uhr.

      Also ich bin froh, mal wieder etwas von Ihnen zu lesen. Vielen Ihrer Äußerungen stimme ich zu, viele machen mich nachdenklich und viele lehne ich auch ab. Aber gerade das macht Bewusstseinserweiterung aus.

  • Wrightflyer
    24.01.2017, 20:51 Uhr.

    Erst Verstoßes ich gegen die Abmachung mit der Redaktion von wegen im Januar mache ich hier Schluss, dann schreibe ich auch noch etwas zu einem längst geschlossenen Thema. Tja…

    Es ist so: Da wartet man eeeeeendlose Eeeeeeeewigkeiten bis ein großer Schwung technische Dokumente auf dem Server hochgeladen ist und spickt so ein bisschen auf Facebook rein, was da so geteilt wird und was die Seiten denen man folgt so melden.
    Interessanter Artikel über junge und auch Erwachsene Christen die Erfahrung gemacht haben mit Mobbing.
    Ich wollte das hier eigentlich nicht thematisieren, es ist für mich sehr unangenehm, aber wenn sich die Synode zum Thema Jugend nunmal ankündigt, kann man darüber nicht mehr schweigen.
    JA, diese Anfeindungen gab es schon in meiner Jugend. Und NEIN, es waren NICHT die Muslime.
    JA, schon in meiner Jugend war es verdammt schwer, Christ zu sein. Man fand keine Freunde, man wurde ausgelacht, man war ein seltsames Wesen das nicht dazugehört…
    Wehe man wurde mal erwischt dass man Sonntags freiwillig in die Kirche gegangen ist…

    Ein wesentlicher Grund warum die jungen Leute nicht mehr in die Kirchebgehen liegt wohl auf det Hand: Sie haben Angst! Nicht vor Muslimen, dem Dauerthema einer bestimmten Person hier, sondern vor ihrem eigenem Umfeld, vor den Gleichaltrigen. Angst davor, ausgegrenzt zu werden. Angst davor jemand zu sein „mit dem etwas nicht stimmt“. Angst davor, nicht “ normal“ zu sein, sondern ein Opa, eine Oma.

    Ich bin Ende 30, und ich hatte bislang fein n Lebenslauf der schinmal als „bizzar“ oder als „schillernd“ bezeichnet wurde, d.h. ich habe mehr als doppelt so viel erlebt wie die meisten in meinem Alter. Mich schockiert eigentlich kaum noch etwas. Es ist mir inzwischen reichlich egal wo ich mich unbeliebt mache. Aber ich weiß noch sehr genau wie einen ala unsicherer verletzlicher Teenager die dauernden Demütigungen dazu bringen können lieber die Klappe über den eigenen Glauben zu halten. Viel wirksamer als körperliche Attacken oder Terrordrohungen.

    Vielleicht muss das das wichtigste Thema der kommenden Jugendsynode sein: Den Jugendliche Mut machen, Christen zu sein u d sich dazu zu bekennen!
    Die Jugendlichen entdecken lassen warum es cool ist, Christ zu sein!
    ZB. Weil man einen verdammt coolen großen Bruder hat (nämlich Jesus)
    Z.b. weil man sich nicht mit oberflächlichen Antworten zufrieden gibt sondern mehr wissen will, warum und wofür man lebr
    Z.b. weil man weiß dass man im Prinzip gut ist, dass man toll ist, auch wenn man kein Olympiasieger ist und keine Million auf dem Konto hat, dass man weiß dass man eine super Sache ist, auch wenn man total pleite ist, Klamotten von voegestern anhat und schlechte Noten hat, denn Gott findet einen toll und sagt einem dass man noch immer eine Menge drauf hat, selbst wenn andere zu blind sind das zu sehen
    Z.b. weil man mit Gottes Hilfe so viel Schönheit in der Welt entdecken kann und in anderen Menschen, Weil Gott einem im Gebet ein weites Herz schenken kann mit dem man im ganz normalen Alltag auf die coolsten Abenteuerreisen gehen kann…
    Ect.

    Vielleicht liegt darin der Schlüssel, die Kirchen wieder voll ZZ bekommen: Den Jugendlichen Mut zu machen, Christen zu sein.
    Dazu braucht es auch Vorbilder. Christliche Helden die durchaus ein erfülltes Leben leben, keine verklemmten Spießer.
    Sichtbar sein müssen Christen die Spass am Leben haben und daran, sich als Christen zu bekennen.

  • Wrightflyer
    25.01.2017, 21:00 Uhr.

    Zum Thema Abtreibungen:
    Ja, ich bin gegen Abtreibungen! Jede ist eine zu viel!
    Aber man muss auch drauf achten wie man in den Wald hineinruft. Ein reiner Maennerclub der ein Antiabtreibungsgesetz erlässt, kurz nachdem sein Anführer dorch grob Frauen feindliche Sprüche aufgefallen ist, macht den Frauen ganz sicher keinen Mut, ihr Kind zu behalten. Sondern wird wohl eher als uebergriffig empfunden.

    • Alberto Knox
      26.01.2017, 20:18 Uhr.

      @Wrightflyer

      auch ich finde, dass jede abtreibung eine zuviel ist. nur werden die abtreibungen nicht weniger, wenn man sie illegal macht – dann gehen die frauen eben zu engelmacherinnen.
      und: planned parenthood hat einen etat von etwa 3 % für abtreibungen. dass kann und muss einem nicht gefallen. aber trump macht ja gerade auch die aufklärungsarbeit kaputt. natürlich ist auch die aufklärungsarbeit reaktionären geistern ein dorn im auge. man könnte ja kinder zu sexmonstern machen, weil man ihnen sagt, wie sex funktioniert und wie man pille/kondome benutzt. man könnte ja damit schwangerschaften von minderjährigen verhindern. die abendländische gesellschaft könnte aber durch die schwangerschaften minderjähriger gerettet werden. […]*

      *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

      • neuhamsterdam
        29.01.2017, 23:24 Uhr.

        „nur werden die abtreibungen nicht weniger, wenn man sie illegal macht“
        Richtig. Es widerstrebt mir innerlich, eine mathematische Begründung hinzuzufügen, ich möchte nur auf die einstige Aufgabenstellung in der Abschlußprüfung im Fach Physik hinweisen, die eruiert haben wollte, warum eine Türklingel wenig Stromverbrauch hat.

        Weil: An sich macht der Satz nach allgemeiner Auffassung keinen Sinn, denn wenn etwas illegal ist sollte die Gesellschaft einen Widerstand in Form von direkten oder indirekten Sanktionen vereinbart haben. Wenn nun nach obiger Annahme die Zahlen gleichbleiben würden, dann wäre dieser Widerstand gleich null.

        Da das Thema Populisten lautet – und mir gerade passend zu sexueller Orientierung oder was man neuerdings davon halten soll – wieder in Erinnerung kommt, was vor längerer Zeit gemeldet wurde: Innerhalb der AfD hat sich ein Arbeitskreis für Homosexuelle gegründet. Da mag man staunen oder es auch als ganz normal und natürlich überlesen. Was mich allerdings übernatürlich natürlich erstaunt hat, war die Reaktion von Chefsprecher Lucke: „Entzückend“ (Satzzeichen?) Meine Verwunderung legte sich wieder als mir einfiel, im Rahmen des Deutschunterrichts davon in Kenntnis gesetzt worden zu sein, daß die Hauptfigur der Fernsehkrimiserie „Kojak“ dessen sychronisiertes „entzückend“ im amerikanischen Original eine wesentlch verschiedene Bedeutungsnuance hat.

        Um es allgemeiner zu formulieren: Das Aneinandervorbeireden oder richtiger die Kommunikation Oben mit Unten (auch der Papst ist Staatsoberhaupt und Franziskus im besonderen) hat Hinterkünftigkeiten, die deswegen formuliert werden, weil sie irgendwelche Vorteile bringen und der Gemeinuser semmelt unweigerlich in die Tastatur.

        „er wurde von seinem Volk gewählt“
        Auch.

        • neuhamsterdam
          30.01.2017, 1:13 Uhr.

          * Thema Stromverbrauch: Natürlich hab ich rumgerechnet.

  • Wrightflyer
    26.01.2017, 18:07 Uhr.

    Ey….Der Kerl ist keine Woche im Amt und schon ist das alles nur noch lächerlich.

    Da will er seine Mauer bauen, eines der sinnlosesten Bauprojekte ever, und Mexiko soll sie bezahlen.
    Ich weiß ja nicht was in seinen Kreisen so ueblich ist, aber da wo ich herkommend zahlt der Grundstueckseigner für Baumaßnahmen auf seinem Grundstück. Vor allemvwenn er sie selbst angeordnet hat.

    Vor allem Sorgen machen sollte man sich, dass er die Folter wieder einführen will. Waterboarding und schlimmeres.
    Abgesehen davon dass es a) bei Folter kein Maß gibt, sondern sie erfahrungsgemäß immer schlimmer wird wenn sie mal legal ist
    Ist sie b) auch vollkommen sinnlos. Die wenigsten bleiben lange standhaft, die meisten erzählen alle möglichen Märchen um der Filter zu entkommen. Die Leute fangen sogar an die Dinge die der Folterknecht hören will SELBST ZU GLAUBEN.
    c) kann sich jeder mit mindestens 3 funktionierenden Gehirnzellen denken dass weder Abu Ghraib noch Guantánamo den Irak pro-westlicher oder stabiler gemacht hat.
    d) sollte man sich mal Überlegenheit, was für Menschen man erzieht, wenn man jungen Menschen erzählt dass sie mit gewissen Leuten, mit Arabern, mit Muslimen, und wer wei mit wem sonst, machen dürfen was sie wollen. Als was für Menschen bekommt man sie aus der Army oder der CIA zurück?

    • Wrightflyer
      26.01.2017, 21:02 Uhr.

      Ach, aeh…
      Google ehrt heute eine schwarze Flugpionierin. Bessie Coleman.
      Abgesehen davon dass ich das ohnehin für eine sehr gute Sache halte, gefällt mir sehr:
      Man KANN es auch als Reaktion auf Trump lesen. Sie war eine Frau und sie war schwarz.

      Und im uebrigen:
      Ich kann Franziskus nicht zustimmen, „erstmal abwarten“ zu wollen. Die Konturen sind bereits eindeutig.
      Dazu noch zwei Dinge:
      a) sehe ich mich nicht verpflichtet, einen Präsidenten zu unterstützen den die Mehrheit der US-Amerikaner ablehnt und
      b) immerhin hält einem Trump vor Augen wie gefährlich ein System aus Weltmacht und Vasallenstaaten letzten Endes ist. Unsere westlichen Werte von wegen Demokratie und Freiheit sind nicht selbstverständlich. Sie wurden entwickelt nachdem sich ein Europa der nationalen Egoismen, der maßlosen Weltherrschaftsallueren und der Obrigkeitshoerigkei t selbst zerstört hatte.
      Wenn wir diese Werte heute ernst nehmen wollen, können wir uns mit Sicherheit nicht mit dem Status als Untertanen eines Mannes den wir gar nicht wählen dürfen zufrieden geben.
      Die Dinge müssen sich andern….

  • Jürgen Erbacher
    Jürgen Erbacher
    27.01.2017, 15:05 Uhr.

    Wir bitten alle Beteiligten, im Ton wieder abzurüsten und auf gegenseitige Be- und Verurteilungen zu verzichten, sonst werden wir die Kommentarfunktion schließen.

  • bernardo
    30.01.2017, 14:12 Uhr.

    „Wrightflyer
    – Pardon, so etwas von weit hergeholt: Sie werden vom US-Präsidenten regiert (seit wann) und sind es leid ?
    Und dass Sie sich nicht verpflichtet sehen einen US-Präsidenten zu unterstützen (21:02) oder als quasi Gottkaiser (20:17) zu dulden, ist ja vielleicht ganz ehrenwert, dürfte der Grossmacht USA aber ziemlich gleichgültig sein…
    Bitte etwas mehr Realitätssinn !“

    Dafür würde ich Ihnen zehn Likes geben. Es betrifft aber keineswegs nur Wrightflyer. Vor allem einige Blogger scheinen in einem theologischen Wolkenkuckucksheim zu leben.

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