Es geht noch besser!

Freitag, 08.02.2013. Was soll man sagen? Wir sind hin und weg!!! Der Antarktische Ozean präsentiert sich als eine geradezu surreale Traumlandschaft – das Meer spiegelglatt, gespickt mit gigantischen Tafeleisbergen. Die Abbruchkanten schimmern wie Seide. Manche sind ganz geometrisch gebrochen, Quader, Rhomboide, Pyramiden, andere glattgeschliffen wie überdimensionale Flusskiesel.

Was man über der Wasseroberfläche sieht, sind nur die obersten 30, 40 Meter. Darunter kommen noch einmal 200, 300, 500 Meter verborgenes Eis. Die meisten sind wohl auf Grund gelaufen und schmelzen nun an Ort und Stelle langsam vor sich hin.

Die Bathymetry-Gruppe, die den Meeresboden mit Echoloten vermisst, hat gewaltige Schleifspuren gefunden – Furchen, die die Tafeleisberge, getrieben von Wind und Wetter auf ihrem Weg von der Schelfeiskante Richtung Norden in den Meeresboden gepflügt haben.

Boris Dorschel von der Bathymetry-Gruppe (nach einer langen Nachtschicht)

Keine 20 Meter neben dem Schiff sonnt sich ein Seeleopard. Er scheint sich sehr stark zu fühlen, denn er rührt sich keinen Millimeter von der Stelle, als die Polarstern sich nähert. Im Gegenteil: Er scheint uns – herausfordernd? – anzugrinsen …

 

Autor: Hildegard Werth

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Die mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalistin arbeitet seit über 30 Jahren für das ZDF. Hildegard Werth ist die dienstälteste Reporterin des "heute-journals" und im Sender die Expertin für Raumfahrt.
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2 Kommentare

  • Harald Burwig
    09.02.2013, 07:58 Uhr.

    phantastische Bilder !

  • Valentin L.
    09.02.2013, 15:12 Uhr.

    Vielen Dank für die Bilder und Berichte!

    Dies ist ein hervorragendes, alternatives Mittel zur Nachrichtenübermittlung.

    Die Polarstern und ihre Geschichte fasziniert und ich habe bisher keinen Beitrag verpasst, und werde es auch in Zukunft nicht tun.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute und dass alle Forschungsgruppen zu Genüge zum Zuge kommen.
    Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen,
    Valentin L.

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