Hitzewelle in Patagonien – Eisrekord in der Antarktis

Sonntag, 20.01.2013. Keine Ahnung, was uns erwartet, wenn wir morgen oder übermorgen Richtung Antarktis aufbrechen. Die Besatzung, die gestern nach dem vorherigen Fahrtabschnitt hier in Punta Arenas an Land ging, berichtet von einer “schweren Eisfahrt” mitten im antarktischen Sommer. Tagelang sei es im Eis nur meterweise vor und zurück gegangen. Nur mit Mühe schaffte es die Polarstern pünktlich zurück nach Punta Arenas.

Gleichzeitig haben wir hier an der Magellanstrasse eine Hitzewelle, wie sie keiner der erfahrenen Polarforscher des AWI hier je erlebt hat: Badewetter bei 24 Grad und Sonnenschein, die ganze Stadt ist am Wochenende draußen am Strand und in den Parks unterwegs.

Gleichzeitig herrscht in der Meeresregion, wo wir hinwollen, eine rekordverdächtige Eisbedeckung – und vorerst kein Hinweis auf Tiefdruckgebiete, die Tauwetter bringen könnten.

Ist das nur aussergewöhnliches Wetter oder schon eine Folge des Klimawandels?

Autor: Hildegard Werth

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Die mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalistin arbeitet seit über 30 Jahren für das ZDF. Hildegard Werth ist die dienstälteste Reporterin des "heute-journals" und im Sender die Expertin für Raumfahrt.
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2 Kommentare

  • Sabine Kemper
    24.01.2013, 11:18 Uhr.

    Heute bei Minus 7 Grad das Auto freigekratzt – allerdings auf festem Boden – und an Euch gedacht. Schicke Dir unser Tiefdruckgebiet, damit Ihr leichter durch das Eis kommt. Bis dahin viel Glück und halte Dich gut fest.

  • Arne Jensen
    24.01.2013, 14:51 Uhr.

    Ausnahmsweise glaube ich nicht, dass dies der Klimawandel bewirkt. War im Januar 1999 in Ushuaia und durfte den wärmsten Tag des Sommers damals erleben- 21Grad und strahlender Sonnenschein. Dabei goss es noch in Strömen beim Anflug bei 12 Grad. Rasante Wetterveränderungen sind auf diesen Breiten keine Seltenheit. Gute Fahrt!

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