24. Mai 2013 – 9 Wochen danach

Nun ist es genau  neun Wochen her, seit Ludger und ich wieder in Frankfurt gelandet sind – genauso lang, wie unsere Expedition mit der Polarstern zuvor gedauert hatte. Zum Glück sind wir beide nicht seekrank geworden – wir konnten also die Reise und die Forschungsarbeiten lückenlos dokumentieren. [mehr]

Nordwärts

Freitag, 15.03.2013. Die letzten Experimente sind beendet, die letzten Interviews geführt. Die Polarstern fährt wieder nach Norden Richtung Punta Arenas. Sowohl für die Wissenschaftler als auch für uns beginnt die Vorbereitung auf das Ende dieser Reise. Große Mengen an Proben und Ausrüstung müssen wieder ordentlich verpackt und sicher verstaut werden.

Wir nutzen die verbleibende Zeit, um das gedrehte Material zu ordnen und zu sichern. Gut 40 Stunden Rohmaterial haben wir in den letzten acht Wochen gedreht, zweieinhalb Terrabyte Daten. Bei der Durchsicht bin ich wieder auf die Bilder von unserem letzten Tag im Eis und dem Helikopterflug mit den Walbeobachtern über den antarktischen Sund gestoßen.

Als eine Art vorgezogenen Abschiedsgruß an unsere Blogleser gibt es hier noch einmal ein paar Bilder von diesem wirklich eindrucksvollen Tag:

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Endspurt!

Blick voraus auf den letzten Eisberg (hinten links)

Donnerstag, 14.03.2013. Heute am frühen Morgen haben wir den 60. Breitengrad in nördlicher Richtung überquert und damit den Geltungsbereich des Antarktisvertrags nach sieben Wochen wieder verlassen. Es ist trüb und regnerisch bei etwas mehr als plus drei Grad Celsius, See um drei Meter und Windstärke fünf bis sechs. [mehr]

Fressen und Gefressenwerden – Recycling im marinen Ökosystem

Robbe mit Narben – Erinnerungen an eine Schwertwal-Attacke

Mittwoch, 13.03.2013. Gejagt und gefressen zu werden, ist das übliche Schicksal der allermeisten Lebewesen im Südpolarmeer. Es gibt wenige Ausnahmen: große Wale, die keine natürlichen Feinde haben oder kleine Tiere, wie die Salpen, die wenig Nährstoffe enthalten. Wer überleben will, muss schneller und cleverer sein als die Jäger – oder sehr viel Glück haben. Sehr viele der erwachsenen Robben tragen tiefe Narben, die darauf hindeuten, dass sie Attacken von Seeleoparden oder Schwertwalen gerade noch entkommen sind. [mehr]

Expedition unter die Wasserlinie II

Helmut Schnürch im Maschinenkontrollraum

Dienstag, 12.03.2013. Zum Maschinenraum geht es durch eine schmale Tür auf dem F-Deck, die uns eine Treppe tiefer zunächst in den zentralen Kontrollraum bringt. Hier liegen schon die Ohrenschützer bereit. Denn auf den darunter liegenden Ebenen, im eigentlichen Maschinenraum, ist es höllisch laut. Natürlich wird auch hier in Vier-Stunden-Schichten rund um die Uhr gearbeitet. Die Männer verbringen ihren Arbeitstag fast vollständig in lichtlosen Räumen, zum Teil weit unterhalb der Wasserlinie. Ständig gibt es hier unten bei etwas zu kontrollieren, zu warten und zu reparieren. Denn die Maschinen sind viele Monate lang praktisch ohne Pause in Betrieb. [mehr]