SMS-Ersatz WhatsApp: Alternativen zur Alternative

Immer und überall - SMS ist die vielleicht beliebteste Funktion von Smartphones. (Foto: Pixel Addict, Quelle: Flickr, CC BY 2.0)

Immer und überall - SMS, eine der beliebtesten Funktionen von Smartphones. (Foto: Pixel Addict, Quelle: Flickr, CC BY 2.0)

Mit dem Siegeszug der Smartphones kamen die preisgünstigen oder gar kostenlosen SMS-Ersatzdienste. Spitzenreiter ist hier WhatsApp, dessen Nutzer sechs Milliarden Nachrichten pro Tag verschicken. Doch seitdem bekannt wurde, dass WhatsApp alles andere als sicher ist und das Unternehmen obendrein auf die bekannt gewordenen Lücken nicht zu reagieren scheint, suchen viele Nutzer nach Alternativen. Hyperland stellt sie vor.

Kaum jemand ist noch bereit, für SMS zu bezahlen, die Downloadzahlen von WhatsApp steigen seit 2010 exponentiell. Für Androidnutzer ist die App im ersten Jahr kostenlos, iPhone-Besitzer zahlen einmalig 79 Cent. Im Gegensatz zur konventionellen SMS lassen sich Fotos, Videos, Kontaktdaten, Standorte und Tonaufnahmen problemlos austauschen.

Die Tücken der Einfachheit

Ein großer Pluspunkt von WhatsApp ist die Einfachheit. Man muss keinen Account anlegen, das regelt die App automatisch. Doch genau hier liegt auch das große Problem – diese Accounts sind sehr leicht zu hacken. Ist ein Account einmal gekapert worden, lässt sich nichts mehr retten, eine nachträgliche Änderung des Passwortes ist nicht möglich.

Doch in den App Stores von Apple, Google & Co stehen die Alternativen zu WhatsApp schon bereit. Wir stellen fünf Alternativen jenseits der bekannten Dienste wie Skype, BlackBerry Messenger oder Apples iMessage vor.

ChatOn

Die App von Hersteller Samsung gibt es seit etwa einem Jahr. Ihr Vorbild WhatsApp kann sie nur schwer leugnen, sieht sie doch nahezu identisch aus und verfügt über die beinahe gleichen Funktionen. Als Gimmick zum hübschen Layout lassen sich Nachrichten besser personalisieren als beim großen Bruder. Nach der Registrierung mit der eigenen Telefonnummer müssen die Kontakte manuell hinzugefügt werden.

Viber

Viber ist mit mehr als 40 Millionen Usern bereits relativ weit verbreitet. Allerdings ist es weniger für seine Messaging-Funktionen bekannt, als vielmehr für die Möglichkeit, kostenlose internationale Gespräche zu führen. Bei Kurznachrichten lässt es allerdings nur die Grundfunktionen zu, mehr als das Verschicken von Fotos ist nicht drin. Bisher gibt es die App für iPhone, Windows Phone und Android, eine Blackberry-Version ist geplant. Hat man sich mit seiner Telefonnummer registriert, werden die Kontakte automatisch aus dem Telefonbuch importiert.

JaxtrSMS

JaxtrSMS beschränkt sich auf die klassische Kurznachricht – nicht einmal Fotos können versendet werden. Was die App von allen anderen vorgestellten Diensten unterscheidet: Sie kann auch dann SMS versenden, wenn der Gesprächspartner die App nicht installiert hat. In diesem Fall landet die Nachricht in der normalen Inbox. Das funktioniert dann zwar leider nicht kostenlos in alle Länder, die Tarife sind allerdings wesentlich günstiger als beim Schicken einer SMS über den eigenen Anbieter. Die App gibt’s für so ziemlich alle Smartphone-Typen.

Kik Messenger

Ein weiterer WhatsApp-Klon. Viel gibt es nicht zu sagen, denn kaum etwas unterscheidet diesen Dienst von seinem Vorbild. Die Funktionen sind praktisch identisch, auch Kik zeigt an, wenn das Gegenüber eine Nachricht gelesen hat oder gerade tippt. Kik gibt es für alle gängigen Smartphones. Der Messenger schlägt WhatsApp im Preis, kann aber bei der Verbreitung nicht mithalten.

Joyn

Der Erfolg von WhatsApp hat die Mobilfunkanbieter nicht ruhen lassen. Ihre Antwort heißt Joyn und wird von der Telekom als “Messaging der Zukunft beworben”, während Vodafone den Dienst als “revolutionären Smarpthone Messenger” anpreist. Aktuell gibt es Joyn nur für Android, doch in Zukunft soll er in die meisten Smartphones der Anbieter integriert sein, die Nutzerzahlen dürften also automatisch steigen. Vor allem sicherer und zuverlässiger als WhatsApp und andere Dienste soll Joyn sein, dafür wird es auch seinen Preis haben. Zumindest für Videogespräche wird der Nutzer zahlen müssen.

(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)

4 Kommentare | 14. Oktober 2012 | 10:00 Uhr | Twittern | Facebook

4 Kommentare

  1. Hallo Frau Ottenhues,

    dieser Artikel ist echt richtig gut geschrieben. Ich finde es gut, dass Sie hier Alternativen zur riskanten WhatsApp anbieten.

    Aber eine Frage ist in Ihrem Artikel noch unbeantwortet: wie sicher vor Datendiebstahl und solchen Dingen sind diese Alternativen zur WhatsApp??

    Könnten Sie dass bitte noch ergänzen??

    Grüße und Dankeschön
    Linuxhelfer

    Linuxhelfer | 14. Oktober 2012 | 22:54
  2. Sehr geehr,te Damen und Herren

    Sie haben die wichtigste Alternative nicht genannt.
    iMessage von Apple

    Hakan Bensiz | 15. Oktober 2012 | 18:34
  3. Aber eine Frage ist in Ihrem Artikel noch unbeantwortet: wie sicher vor Datendiebstahl und solchen Dingen sind diese Alternativen zur WhatsApp?? das ist die frage ansonsten ist das ganze nicht die zeit zum lesen wert

    probmel | 15. Oktober 2012 | 18:37
  4. Link: Kommunikation: Ode an die E-Mail

    [...] zuerst eine Betreffzeile formulieren – woanders kann man gleich drauf los schwafeln. Nicht mal verschlüsselt sind die meisten Nachrichten, die milliardenfach durch unsere Datenleitungen schießen – nein: [...]