Syrische Aktivisten bloggen sich frei
Das syrische Volk tobt, und aus der Mitte der Gesellschaft tönt der Schrei nach Gerechtigkeit. Doch die Stimmen auf den Straßen von Städten wie Daraa und Damaskus verstummen unter dem tosenden Lärm der MGs, die von Milizen abgefeuert werden. Im Internet versuchen Aktivisten, sich dennoch Gehör zu verschaffen.
Die Syrer haben, wie ihre maghrebinischen Brüder im Glauben, das Internet als Sprachrohr entdeckt. Blogger, Journalisten und andere haben sich zusammengeschlossen, um gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad zu kämpfen. Nicht wie ihre Landsleute, mit MGs bewaffnet auf den Straßen, sondern mithilfe von Notebook und Blog-Accounts. Zu den Anführern der Digital-Revolte gehört der Blogger Amar Abdulhamid, der unter “Syrian Revolution Digest“ regelmäßig über aktuelle Vorkommnisse aus seiner Heimat berichtet.
Ammars Blog veröffentlicht aktuelle Zahlen über Tote und Informationen über die von Angriffen stark betroffenen Regionen. Schon bevor der Kampf Assads gegen die eigene Bevölkerung ausbrach, war Ammar aktiv und hatte gewarnt. Er sprach bereits 2006 vor dem US-Kongress und unterrichtete den damals regierenden Präsidenten George W. Bush über die Schreckensregentschaft der Assads.
Aufforderung an den Westen
Auch aktuell kommentiert er die Entwicklung und verlangt Unterstützung von den USA. Seine Haltung ist klar: “US-Präsident Barack Obama kann sich nicht der Schuld am Tod von 340 Syrern entziehen, der durch Pro-Assad-Milizen herbeigerufen wurde. Dieses Massaker ist Assads Art, Danke zu sagen”, postet der in den USA lebende Polit-Aktivist Ammar auf seinem Google+ Profil.
Neben Ammar trotzen weitere Blogger und Journalisten der Medien-Zensur, doch viele flüchten ins Ausland. Es sind Schicksale wie das des syrischen Video-Bloggers und Freiheitsaktivisten Rami al-Said, der im Februar dieses Jahres während eines Gefechts umkam. Sein Material veröffentlichte Rami auf YouTube. Weil das Netz in Syrien einer starken Kontrolle unterliegt und Besucher von Internetcafés sich vor Eintritt ausweisen müssen, zog Rami es vor, sein gesammeltes Videomaterial im Ausland, zu einem großen Teil im Libanon, hochzuladen. Besonders brisante Inhalte streamte er dennoch live über den Online-Dienst Bambuser.com.
“Die Freien” rücken vor
In Aleppo organisiert sich derzeit eine Gruppe Jugendlicher, die mit den Mitteln des Online-Journalismus gegen das Regime Assad anzukämpfen versuchen. “Die Freien” versuchen, durch friedliche Maßnahmen die Bevölkerung über die wahren Umstände zu unterrichten. Ihrer Auffassung nach, “kämmt die westliche Berichterstattung alles über einen Kamm”, erklärt Reduan, der als Anführer von “Die Freien” auftritt. “Syrien wird so dargestellt, als sei es ein einziges Kriegsgebiet. Klar gibt es betroffene Gebiete wie Damaskus oder unsere Stadt Aleppo, der Großteil des Landes ist aber friedlich”, stellt Reduan klar.
Ihre Beiträge wollen “Die Freien” ausschließlich online veröffentlichen und am liebsten auf YouTube, “weil dort die meisten sind”, erklärt Reduan weiter. “Es ist schwierig, von Syrien aus ins Internet zu kommen, ohne entdeckt zu werden, die Ausweiskontrollen sind sehr streng geworden”, antwortet Reduan auf die Frage, wieso denn bislang nichts veröffentlicht wurde. “Wir wurden jedes Mal rausgeschmissen, mein Freund Amir musste sogar für zwei Tage in Arrest, weil er erwischt wurde, wie er versuchte, unser Material hochzuladen.” Auch wenn sie es bislang nicht schaffen konnten, die Hürde online zu gehen zu überwinden, wollen “Die Freien” dennoch weiter machen.
Die da unten gegen die da oben
Ammar, “Die Freien” und der verstorbene Rami sind nicht die Einzigen, die dafür einstehen, dass der Druck aus dem Ausland auf Syrien gestärkt wird beziehungsweise erst noch aufgebaut wird. Eine junge Frau gehört zu den wichtigsten Wegbereitern für ein demokratisches Verständnis in Syrien: Houda al-Habash. Mit 17 Jahren setzte sie sich zum Ziel, die Muslime in ihrer Heimat zu vereinen, und initiierte die Gründung der Al-Zhara-Moschee in Damaskus. Während dieser Zeit “konnten wir vergessen, dass unsere Eltern sich womöglich bis aufs Blut hassten, weil ich sunnitisch und meine Sitznachbarin schiitisch ist”, erinnert sich eine ehemalige Schülerin.
Lehre eine Frau und du lehrst eine ganze Generation, lautet auch der Untertitel einer britischen Dokumentation über Houda. Das Wissen, das Houda an ihre Schülerinnen weitergab, beeinflusste ihr Umfeld. Sie schuf den Nährboden, auf dem eine ganze Generation gedeihen konnte, und unterstütze somit, dass aus der Mitte Syriens heraus Persönlichkeiten wie Ammar, Rami und Reduan und seine Freunde den Mut entwickeln konnten, um sich gegen das Regime aufzulehnen.
(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)
Von: Youssef Rigo Zauaghi
8 Kommentare | 30. August 2012 | 13:51 Uhr |
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Ich hoffe,dass es bald zu ende des Regim kommt .
Es ist echt genung was zu uns passiert ,wir kämpfen alleine und die Welt schaut nur zu !!!
Mfg ..
Wo kämpfen sie? und mit wen kämpfen sie? Wieviel sind sie?
Haben sie Beweise die untermauern das sie das syrische Volk sind? also das sie für alle Menschen, 20 000 000 Menschen die in Syrien sprechen dürfen?
Können sie uns bitte Bilder zeigen wo mehrere Millionen Menschen auf der Straße sind und demonstrieren, dass sie behaupten können, dass das syrische Volk demonstrieren und keine Terroristen die in Häusern eingebrochen sind und von kleinen Löchern mit Scharfschützengewähren und Raketenwerfer auf alles was sich bewegt schießt?
Seit wann sind ca. 20000 bewaffente Extrimisten das syrische Volk?
Syrien hat eine Einwohnerzahl von 20 000 000 Menschen.
Und seit wann sind Männer mit Scharfschützenwaffen und Raketenwerfern die in Wohnung eingebrochen, um dann aus kleine Löcher raus schießen Demonstranten?
Kennen sie überhaupt den Unterschied zwischen 1 Millionen Demonstranten und 10 000 Menschen?
Es ist nicht einmal 10% der syrischen Bevölkerung die gegen Präsident Assad demonstriert.
10% von 20 000 000 = 2 000 000 = 2 Millionen
Die bewaffneten Extrimisten in Syrien haben die friedliche Bewegung in Syrien ruiniert und jeden Syrer der von demokratischen Reformen geträumt hat, ilusioniert.
Denkt man wirklich, dass man mit Hilfe des Internets aus
20 000 Extrimisten 20 000 000 Demonstranten machen kann?
Wieviel Photoshop soll denn rein fließen?
Assad mag ein Tyrann sein (gewissermaßen Obama,Cameron oder Merkel au miniature),ganz sicher aber findet man den widerwärtigsten Abschaum in der Medienbranche.
Es sind die sogenannten Journalisten,welche in ihrem Bestreben die Wirklichkeit zu inszenieren,die Menschen Tag für Tag desinformieren,aufhetzen,medial massakrieren.
Hören Sie auf sich einzubilden Sie müßten die Menschheit,indem Sie die Wirklichkeit medial gestalten,in eine bestimmte Richtung leiten.
Hören Sie einfach auf damit,und es wird sehr schnell sehr viel friedlicher.
Das entspricht wohl kaum der Realität. OHNE Journalismus wäre das Volk desinformiert. Schwarze Schafe gibt es überall, aber das ist kein Grund, den widerwärtigsten Abschaum plakativ in der Medienbranche zu suchen. Ihr Kommentar grenzt schon an Populismus.
Feier Journalismus ist ein Eckpfeiler einer jeden Demokratie.
Der Vergleich Assad mit Obama,Cameron oder Merkel ist so daneben, dass ein Kommentar dazu überflüssig ist.
Die Journalisten sind nur ein Werkzeug.
Betrachten sie einmal die Artikel die Rund um Syrien und dem Iran veröffentlich werden!
90% der Artikel sind gleichgeschaltet. Der selbe Artikel wird überall veröffentlicht, als gäbe es keine journalistische Arbeit mehr, sondern eine Zentralle die vorgibt, welche Meinung es in den Medien zum Syrien oder Iran oder andere nicht pro-westlich Länder geben darf.
http://www.aktuellste-nachrichten.de/?ticker=iran
http://www.aktuellste-nachrichten.de/?ticker=syrien
Verfolgen sie die Artikel einmal die durch deutsche Medien veröffentlich werden..Mehr als 90% der Artikel sind wortwörtlich das selbe, nur von verschiedenen Medien unter dem Volk gebracht worden…
Da stimmt aufjedenfall was nicht!
Mit so erbärmlichen Methoden versucht man das Versagen der eigenene Politik und der eigenen Verwicklung im Blutbad Syrien zu beim eigenen Volk zu vertuschen . . .