Netz-Empörung über “Costa Concordia”-Kapitän
Der italienische TV-Sender “Canale 5″ hat gestern Abend ein Exklusivinterview mit “Costa Concordia”-Kapitän Francesco Schettino ausgestrahlt. Die Sendung glich einem Gerichtsprozess. Internetnutzer hatten im Vorfeld und während der Sendung zahlreich zum Boykott aufgerufen. Sie hatten Erfolg.
Die italienischen Internetnutzer waren gestern Abend mehr als verärgert. Zu viele Gründe sprachen gegen die von “Canale 5″ und der Sendergruppe “Mediaset” im Vorfeld angekündigten Sendung “Quinta Colonna.” Der Kapitän des verunglückten Kreuzfahrtschiffes “Costa Concordia”, Francesco Schettino, hat kaum das Gefängnis verlassen, schon sucht er die Aufmerksamkeit der Medien. Gegen Bezahlung. Wie die italienische Tageszeitung “La Stampa” berichtete, sollen seine Anwälte pauschal 50.000 Euro für ein Exklusivinterview mit dem Kapitän verlangt haben. Der Meistbietende sollte den Zuschlag bekommen.
Boykottaufruf via Hashtag
Auslöser des Protestes im Internet war eine Ankündigung von Salvo Sottile gewesen. Der Moderator der Sendung “Quinta Colonna” hatte auf seinem Twitter-Profil das Exklusivinterview mit Schettino – einen Tag vor Ausstrahlung – angekündigt. Die Reaktionen darauf waren gespalten. Während die meisten Nutzer erbost fragten, wie viel das Interview denn gekostet habe, zeigten sich einige wenige von dem “großen Fang” begeistert. Auch auf Twitter verkündete die Journalistin Selvaggia Lucarelli ihre Sicht der Dinge: “Sie tun gut darin zu verneinen, dass sie Schettino 50.000 Euro gegeben hätten. Sie haben ihm nämlich 57.000 gegeben.” Von ihr ging auch die Aufforderung aus, die Sendung über Twitter mit dem Hashtag #iononguardoschettino zu boykottieren.
Auch der nationale Verband der Verbraucher “Unione Nazionale Consumatori“, hatte im Vorfeld der Sendung zum Boykott aufgerufen. Die Verbraucher sollten den Hashtag #BoicottaQuintaColonna verbreiten. Massimiliano Dona, Generalsekretär des Verbandes sagte: “Es ist absurd Schettino 50.000 Euro für ein Interview zu bezahlen, vor allem wenn man bedenkt, dass die Passagiere nur 14.000 Euro Entschädigung bekommen haben.”
Zahlreiche Italiener folgten diesen Aufrufen und verbreiteten ihren Unmut vor allem auf Twitter, aber zum Beispiel auch auf Tumblr. “57.000 Euro um einen Mörder im Fernsehen als Gast zu haben sind zu viel” oder “Schande denen, die dem Mörder eine Bühne geben und nicht den Opfern” waren zwei der zahlreichen Tweets.
Netz-Kommentare direkt in die Sendung
Jene die sich doch entschieden hatten die Sendung zu verfolgen, konnten direkt in die Sendung kommentieren. Die Sendergruppe Mediaset, bekanntlich von Medienmogul Silvio Berlusconi gegründet, bietet im Internet dazu eine Social-TV-Plattform an. Doch wirklich in die Sendung eingebunden wurde die Plattform nicht. Innerhalb der zweistündigen Ausstrahlung nutzte Moderator Sottile nur einmal die Möglichkeit, auf die Kommentare der Zuschauer einzugehen, und las zügig drei davon vor. Konsens der meisten Kommentare: Es sei verlogen, Schettino eine Bühne im Fernsehen zu geben.
Das Interview selbst war vorab aufgezeichnet worden. Innerhalb der Sendung wurden einzelne Teile gezeigt, wobei zwischen den Teilen diskutiert wurde. Schettino selbst war nicht anwesend. Stattdessen gab es Journalisten, die Argumente für ihn anbrachten und Journalisten, die versuchten, ihn anzuklagen. Es wirkte wie ein Prozess. Schettino selbst gab in dem aufgezeichneten Interview (online nachzulesen) widersprüchliche Aussagen von sich. Mal sprach er davon, sich für die Opfer schuldig zu fühlen, mal sagte er, er trage seiner Meinung nach keine Schuld und habe korrekt als Kapitän gehandelt. Er muss sich zumindest vorwerfen lassen, sich während des Interviews auch selbst zum Opfer gemacht zu haben. Einige der Fragen und Antworten lassen sich im Internet nachlesen.
Unterdurchschnittliche Quoten
Auf Facebook hat sich Salvo Sottile nach der Sendung bei allen bedankt, die seine Sendung verfolgt haben. Auch hier zeigte sich eine Vielzahl der Nutzer verärgert: Man habe einen Täter zu einem Helden gemacht und solle sich schämen, hieß es zum Beispiel.
Ersten Meldungen zufolge soll die Sendung laut Auditel, der italienischen Gesellschaft zur Ermittlung der Einschaltquoten, gestern nicht den erwünschten Erfolg gehabt haben. 1.769.000 Menschen sollen die Sendung verfolgt haben, damit soll sie nur einen Marktanteil von 10,36 Prozent gehabt haben. Zum Vergleich: Die vorhergehende Sendung von “Quinta Colonna”, ohne Exklusivinterview, hatte 1.811.000 Zuschauer und einen Marktanteil von 10,73 Prozent.
Von der italienischen Staatsanwaltschaft wird Schettino fahrlässige Tötung, Havarie und das Verlassen des Schiffes während der Evakuierung vorgeworfen. Nachdem der Kapitän vor Kurzem aus dem Hausarrest entlassen worden ist, wird der gerichtliche Prozess gegen ihn am 21. Juli beginnen.
(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)
3 Kommentare | 11. Juli 2012 | 14:32 Uhr |
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Ich finde es auch inzwischen wirklich mehr als unmöglich, das scettino hier zum Helden stilisiert wird, der er nicht ist!! Scettino ist von wegen Opfer!! Er ist Täter!! Wegen ihm haben mehr als 32 Menschen bei dem Unglück der Costa Concordia ihr Leben verloren und mehr als 30 Familien ihre Liebsten!!
Daher kann auch ich nur ganz deutlich PFUI zu herrn Scettino und allen Medien sagen, die hier dabei mithelfen, ein völlig falsches Bild von Herrn Scettino in der Öffentlichkeit zu zeichnen!!
Und dass Herr Scettino – obwohl er hier mehr als 32 Menschenleben auf dem Gewissen hat – “seine” Story auch noch gegen Geld verkaufen darf, ist ja wohl an Geschmacklosigkeit nicht mehr zu überbieten!!
Und dass Herr Scettino noch nicht mal in Haft sitzt, obwohl gegen ihn am 21. Juli der Prozess beginnt, ist noch so eine unfaire und unmögliche Geschichte!! Gegen ihn wird aktuell ermittelt. warum sitzt Herr Scettino nicht in U-Haft???
Und was das ganze noch schlimmer macht: nicht nur ide Costa-Reederei macht solche fragwürdigen Manüver, sondern viele andere Reedereien ebenfalls!! Und da wird ebenfalls weggeguckt, solange bis noch was passiert. Es ist nur die Frage: wann passiert es???
Und die finale Frage ist: warum wird hier überhaupt nichts gegen sowas unternommen??? Igittt…kann ich da nur noch sagen!!!
Eigentlich ist diese ganze Sache nicht nur ein Fall für die Staatsanwaltschaft (die in Italien eben nicht so sauber arbeitet, wie man das erwarten sollte) sondern hier sollte man mal die Küstenwache mit Rüdiger Joswig (alias Kapitän Ehlers) und sein Team dransetzen!! Die würden vielleicht in diesem Laden mal sauber ermitteln. Aber ob dass die italienischen Behörden machen?? Da habe ich ehrlich gestanden meine leisen Zweifel daran. Und man kann nur hoffen, dass die italienischen Ermittlungsbehörden nicht schon ebenfalls von der Mafia in Italien unterwandert sind!!!
Mir tun die Hinterbliebenen der Opfer so Leid.
Unfall wäre zu verhindern gewesen
Denn dieser Unfall wäre zu verhindern gewesen, wenn der Kapitän der Costa Concordia nicht dieses illegale Manöver hätte fahren lassen!!! Und dass er dieses Manöver gefahren ist, ist genauso nachweisbar. Denn die Daten von der Fahrtroute sind im Internet frei einsehbar!!
http://4.bp.blogspot.com/-yY81gZWtujU/TxQH8YuXncI/AAAAAAAAMHE/jDTH3kpk9XM/s1600/costa_concordia_strecke_vollstaendig.jpg
Man sieht vor allen in der zweiten Karte sehr deutlich, dass die Costa Concordia Felsen und Niedrigwasser befuhr bevor es den Hafen von Giglio passiert hatte. Unsere Spekulationen von Gestern werden damit bestätigt. Das Felsengebiet “Le Scole” war laut dieses Trackers die Unfallursache und das Gebiet, die Felsen, das Niedrigwasser sind in den Karten eingezeichnet.
http://2.bp.blogspot.com/-UGMVjC3qmwQ/TxQJj0uDGMI/AAAAAAAAMHM/MZIl8eZxfFk/s1600/gemittrafik_giglio_costa_concordia.jpg
(Quelle für beide Grafiken: http://nachrichtenlandkarten.blogspot.de/2012/01/gemitrafik-deckt-vollstandige-route-der.html)
Daher hätte Herr Scettino sehen müssen, dass er sich in einer gefährlichen Seerinne befindet und er hätte ebenfalls wissen müssen, dass der Hafen von Giglio viel zu klein ist für solche riesigen Überseeschiffe!!! Auch dafür gibt es nachweise im Internet!!
Daraus wird deutlich, dass Herr Scettino eben nicht das Opfer ist, wie er sich darstellt, sondern er ist Täter und er ist damit für diese Schiffskatastrophe mitverantwortlich.
Er – also Kapitän Scettino – hatte zu dem Zeitpunkt das Sagen auf der Brücke. Und er hätte die Evakuierung des Schiffes leiten müssen!!
Aber: feige wie er ist, verlässt er als erster das Schiff und lässt seine Mannschaft und seine Passagiere im Stich und lässt das Schiff sinken!! Das kann dieser Offizier bezeugen, der damals Herrn Scettino aufgefordert hat, aufs schiff zurückzukehren und die Evakuierung zu leiten!!!
Darüber hinaus ist die Costa-Reederei (die eine Tochterfirma von Carnival-Cruises ist) mitverantwortlich, denn sie hat dieses gefährliche Manöver, dass auch als “Verbeugung” bezeichnet wird, stillschweigend geduldet und sie hat es nicht verhindert!!!
Von daher: dieser Kapitän Scettino ist von wegen Opfer, er ist Täter und er hat mehr als 32 Menschenleben auf dem Gewissen.
Daher müsste er eigentlich zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt werden! So sieht es aus!!!
Sodele, ich habe jetzt mal etwas über diese Costa Crociere herausgefunden:
1. Wem gehört diese Reederei?
Costa Crociere S.p.A. ist eine der zwölf Kreuzfahrtgesellschaften der Carnival Corporation & plc mit Firmensitz in Genua, Italien.
Beweis: https://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Crociere
2. gab es schon frühere Vorfälle?
Ja, der Unfall von Costa Concordia war nicht der erste Vorfall bei der Costa-Reederei. Nach einem Brand im Maschinenraum am 27. Februar 2012 wurde die Costa Allegra manövrierunfähig in den Hafen von Mahé geschleppt.
3. wie steht es um die finanziellen Verhältnisse von Costa Crociere?
Laut einem ARD-Berich soll der Costa-Reederei das Wasser bis zum Hals stehen:
—————-Zitat aus ARD-Berich:————————-
Costa-Reederei steht das Wasser bis zum Hals
Kreuzfahrten zu Schnäppchenpreisen – das bietet die Reederei “Costa Crocierce” derzeit an. Muss sie wohl auch, denn nach dem Untergang der “Costa Concordia” und dem Brand auf der “Costa Allegra” steht ihr offenbar finanziell das Wasser bis zum Hals. Die Reederei selbst hüllt sich in Schweigen.
Von “Costa Crociere” selbst ist übrigens nichts zu hören. Die italienische Firma ist nicht bereit Auskünfte zu geben und Interviews schon gar nicht. Das Motiv dafür ist leicht zu finden: “Costa Crociere” geht es offenbar wesentlich schlechter als bisher angenommen. Von tiefroten Zahlen berichten italienische Medien sowie von Buchungsrückgängen um rund die Hälfte. Etwa 80 Prozent weniger sollen es direkt nach dem Untergang der “Costa Concordia” gewesen sein.
Kreuzfahrten zu Schnäppchenpreisen
Genau das scheint wohl das Problem zu sein. Die Kunden scheinen Costa-Schiffe zu meiden wie der Teufel das Weihwasser. Nur so kann man sich die derzeitige Preispolitik der Reederei erklären. “Costa Crociere” ist nämlich beim Verkauf ihrer Kreuzfahrten auf drastisch reduzierte Preise angewiesen. Zwei Beispiele: Acht Tage Nordsee auf der nagelneuen “Costa NeoRomantica” inclusive Oslo und Kopenhagen kosten derzeit zur Hauptreisezeit im Juni 600 Euro – und damit etwa zwei Drittel weniger als der Ursprungspreis. Und für eine 14-tägige Nordmeerkreuzfahrt auf der “Costa Fortuna” im August, also in der Hochsaison, verlangt der Konzern noch 1000 Euro – anstelle der ursprünglich geforderten 3400 Euro. Das ist ein Preisabschlag von mehr als 70 Prozent.
139 Millionen Dollar Verlust – allein im ersten Quartal
[...]
Etwa 139 Millionen Dollar Verlust hat der börsennotierte und damit auskunftspflichtige Costa-Mutterkonzern “Carnival” im ersten Quartal dieses Jahres gemacht. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es noch 152 Millionen Dollar Gewinn. Um etwa 20 Prozent seien die Buchungen im gesamten Kreuzfahrtsektor zurückgegangen, schätzen Analysten. Reiseveranstalter betonen jedoch, das sei nur eine vorübergehende Delle, ähnlich wie nach Flugzeugunglücken.
————————Zitatende————————-
Link zum Bericht: http://www.tagesschau.de/ausland/costacrociere100.html
Darüber hinaus wird vom italienischen Staatsanwalt Francesco Verusio bestätigt, dass sich der Kapitän bei diesem Manöver sehr ungeschickt verhalten hat:
———————–Zitat aus Artikel:———————
Der Staatsanwalt von Grosseto, Francesco Verusio, erklärte vor Journalisten, der Kapitän habe sich zudem mit dem Luxusliner “sehr ungeschickt” der Insel Giglio genähert und einen Felsen gerammt, der sich in die linke Seite des Schiffs gebohrt habe. Dadurch sei das Schiff auf die Seite gekippt, innerhalb von “zwei, drei Minuten” sei eine riesige Menge Wasser durch den 70 bis 100 Meter langen Riss eingedrungen.
Über die Ursache des Unglücks gibt es indes noch keine genauen Erkenntnisse: Nach ersten Ermittlungen hatte die Crew einen Stromausfall gemeldet, bevor das Schiff vom Kurs abkam. Der Kapitän habe dann entschieden, das Schiff evakuieren zu lassen.
———————–Zitatende—————————
Link zum Bericht: http://www.sueddeutsche.de/panorama/nach-havarie-des-kreuzfahrtschiffs-costa-concordia-opfer-identifiziert-kapitaen-verhaftet-1.1257993
Und auch der Focus bestätigt diese Version in seinem Bericht:
——————-Zitat aus Artikel————————-
Noch ist der genaue Hergang der Havarie der „Costa Concordia“ unklar. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft manövrierte der Kapitän den Luxusliner auf einen Felsen. Francesco Schettino soll zudem sein Schiff verlassen haben, bevor alle Passagiere gerettet wurden.
Nach ersten Ermittlungen zur Havarie des Kreuzfahrtschiffs wirft die italienische Staatsanwaltschaft dem Kapitän Francesco Schettino massives Fehlverhalten vor. Schettino habe das Schiff lange vor dem Abschluss der großen Evakuierungsaktion verlassen, sagte Staatsanwalt Francesco Verusio am Sonntag im Sender SkyTG24. Befragt zu möglichen Fehlern der Besatzung bei der Rettung der Passagiere sagte Verusio, es sei vor allem die Schiffsleitung, die nicht funktioniert habe. Außer Schettino wurde auch der erste Offizier Ciro Ambrosio vorerst festgenommen.
Es war offenkundig, dass der Kapitän die Evakuierung nicht abwartete. Nach einigen Berichten war Schettino schon fünf Stunden vorher an Land. Der Kapitän wird sich voraussichtlich wegen fahrlässiger Tötung und Verlassen seines Schiffes verantworten müssen. Der Kurs des Luxusliners sei eindeutig „nicht richtig“ gewesen, sagte der Staatsanwalt. Der Kapitän habe sich selbst auf der Brücke befunden und sei daher voll verantwortlich für die Navigation.
————————-Zitatende——————————
Auch hierfür der Link zum Bericht:
https://www.focus.de/panorama/welt/costa-concordia/verungluecktes-kreuzfahrtschiff-zehn-deutsche-verletzt-kapitaen-der-costa-concordia-festgenommen_aid_702669.html
Aus allen diesen Informationen wird deutlich, dass scettino eben nicht das Unschuldslamm ist, dass er zu sein vorgibt. Nein, er ist voll mitverantwortlich für diesen verheerenden Schiffsunfall mit 32 Toten.
Aber die andere Wahrheit ist auch: Kapitän scettino ist wohl nicht alleine schuld, sondern neben ihm trifft auch eine besondere Verantwortung die Costa Crociere. Denn sie hat wohl von diesem Manöver gewusst. Denn diese Daten, die das Schiff auf elektronischem Wege geschickt hat, werden in der Zentrale ebenfalls per Telemetrie gesehen!! Von daher sieht es so aus, als wusste die Costra Crociere von diesem gefährlichen Manöver und duldete es stillschweigend.
Das berichtet der Focus in einem weiteren Bericht, den ich hier mal verlinke:
https://www.focus.de/panorama/welt/costa-concordia/havarie-der-costa-concordia-kapitaen-schettino-schiebt-die-schuld-an-der-katastrophe-der-reederei-zu_aid_705425.html
Und weiter verhängnisvoll für diese Reederei könnte ein Auszug aus einer Aussage von Scettino sein:
———————–Zitat aus Artikel vom Focus—————
Nach Angaben der Tageszeitung „La Repubblica“ vom Sonntag erzählte Francesco Schettino bei einer Anhörung vor Gericht diese Woche, die sogenannte Verbeugung vor der Insel Giglio vom 13. Januar „wurde noch vor dem Start in Civitavecchia von Costa geplant und verlangt“. Mit Routen, die nahe an der Küste entlang führen, „machen wir Werbung für uns“, zitierte der „Corriere della Sera“ den unter Hausarrest stehenden Kapitän der „Costa Concordia“. Eine Werbung auf der Homepage der Reederei für das Gruß-Manöver soll kurz nach dem Unglück gelöscht worden sein.
————————-Zitatende——————————
Allerdings ist diese Aussage von Scettino bis jetzt noch nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft.
Denn so wie es aussieht, scheint es sich bei Kapitän Scettino bereits um einen Wiederholungstäter zu handeln. Das zumindest berichtet N24 auf einer seiner Seiten im Internet:
http://www.n24.de/news/newsitem_7716396.html
———————–Zitat aus Artikel———————–
Ist der “Costa”-Kapitän ein Wiederholungstäter?
Der “Costa Concordia”-Kapitän Francesco Schettino soll Medien zufolge bereits 2010 einen Unfall wegen zu schnellen Manövrierens gebaut haben. Die geschädigte Reederei bestreitet aber seine Schuld.
Von einem gefährlichen Manöver des “Costa Concordia”-Kapitäns Francesco Schettino vor knapp zwei Jahren in Warnemünde berichtet die Turiner Zeitung “La Stampa” . Den Ermittlungsprotokollen zur Havarie der “Costa Concordia” sei dieses zu entnehmen: Schettino habe am 4. Juni 2010 als Kommandant des Kreuzfahrtschiffes “Costa Atlantica” bei der Einfahrt in den Hafen des Ostseebades die dort vertäute “Aida Blu” beschädigt und sich dem Kapitän des Schiffes gegenüber dann in “unangemessenem Ton” geäußert.
———————Zitatende———————————
Daher sehen wir, dass wir es hier wohl mit zwei schuldigen zu tun haben: sowohl auf Seiten der Costa-Crociere als auch bei Kapitän Scettino.