Zukunftsvision: Upload your brain
Künstliche neuronale Netze, also Computersysteme, die nach dem Vorbild des menschlichen Hirns konstruiert sind, gibt es bereits. Jedoch sind sie bei weitem nicht so komplex, wie ihr biologisches Vorbild. Das menschliche Gehirn besitzt etwa 100 Milliarden Neuronen, von denen jede etwa zehntausend Verbindungen zu anderen Neuronen besitzt.
Noch kann dieses Struktur kein Computer nachbilden. Noch. Heute träumen längst nicht nur Zukunftsforscher und Science-Fiction-Autoren vom Upload unseres Geistes auf einen Computerchip. Wie könnte es übermorgen weiter gehen mit der Computersimulation des menschlichen Hirns?
7 Kommentare | 19. Februar 2012 | 14:00 Uhr |
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wir brauchen mehr gedächtnis. hier brauchen wir mehr forschung auch.
ihr thema ist sehr gut.
ich habe einfache lösung: ein Gentherapie zu entwickeln, wo man die gesamte information von 200 büchern aus medizin als genen hat. so kann man in einem tag mediziner werden (ohne an der uni zu gehen). es ist eine echte und geniale lösung.
Nettes Scenario, jedoch noch ziemlich vereinfacht.
Eine genaue virtuelle Kopie würde nicht nur Wissen und Erfahrungen beinhalten, sondern auch die Selbstwahrnehmung des kopierten Individiums. Damit wird sie sich selbst als Menschen sehen und auf die gleichen Rechte bestehen. Wenn man den fehlenden Körper (der sich ja herstellen liese) außer acht lässt, ist die Definition Mensch für die Kopie durchaus angebracht.
Das wirft natürlich moralische Fragen auf (sofern man Moral besitzt). Einem virtuellen Menschen als billige Arbeitskraft zu mißbrauchen ist somit moralisch verwerflich. Sollte das dennoch der fall sein, würden sich diese virtuellen Sklaven höchst wahrscheinlich wie im Clip beschrieben gegen die reellen Menschen erheben.
Übrigens behandelte Isaac Asimov bereits in der Mitte des 20ten Jh. ein Thema mit ähnlichen moralischen Fragen, jedoch bei künstlichen Intelligenzen.
In der modernen Literatur beschäftigt sich Alastair Reinolds in seinen Romanen mit dem virtuellen Menschen.
@music77:
Die Informationen aus dem Kopf abzulesen wird wahrscheinlich viel einfacher sein als neue Infos ins Gehrirn einzuspeißen.
Man muss dafür entweder neue künstliche Synapsen einfügen (wobei ich keine Ahnung habe wie das gehen soll) oder den Körper anregen von selbst die gewünschten Synapsen zu bilden (was heutzutage nur ungenau mit Dauerbeschallung und Endlosvideoclips möglich ist).
Eine einfachere Möglichkeit stellt ein Implantat dar, das gewünschte Infos einfach aus einer Datenbank im Internet zieht und auf gedachtem “Knopfdruck” für uns sichtbar macht. Also die Infos einfach da einschiebt wo das Auge normalerweise seine Bilder an unser Hirn schickt.
wenn man etwas sagen will, sollte man selbst die sachen verstehen. ich schreibe hier etwas, was man in wirklichkeit umsetzen könnte.
@music77
Es stimmt, dass Wissenseinspeißung vll. durch Erbgutveränderung möglich ist. Doch dieses Gebiet ist bei weitem noch nicht genug erforscht um hier konkrete Theorien aufzustellen. Ich denke, dass die Wissenschaft beim Auslesen von Gehirnströmen und Einspielen von zumindest Farben und Formen weiter vorraus ist. Es gibt bereits positive Ergebnisse bei Versuchen blinde Menschen mittels Implantat und Computer Objekte erkennen zu lassen.
AIRu, welchen Roman von Asimov meinst du genau?
Ich musste gleich an Michel Houellebecq und seine “Möglichkeit einer Insel” denken, nur dass dort keine Boxies, sondern sogenannte Neomenschen die Gesellschaft regulieren und der Rest der Menschheit zu “Primitiven” verkümmert.
@Fishfäeng
Das beste Beispiel ist wohl die Kurzgeschichte “Der Zweihundertjährige” (davon gibts auch ne Filmadaption), aber auch in anderen Roboter-Geschichten Asimovs wird das Thema angeschnitten.
Das ist mir zu viel Science Fiction …