Zehn Dinge, die man über Anonymous wissen sollte
Super-Hacker, Chaoshaufen oder einzigartige politische Bewegung? “Anonymous” hat in den vergangenen zwei Jahren Hi-Tech-Unternehmen, Banken und Regierungen angegriffen und mit zahlreichen Aktionen unser Bild von “Hacktivisten” entscheidend geprägt. Am 25. Februar 2012 gehen die Demonstrationen in eine neue Runde.
1. Anonymous ist keine Organisation
Es gehört zum Markenkern, dass jeder Anonymous sein kann, wenn er will. Es ist eine dezentrale Massen-Identität, die sich jede einzelne Person überstülpen kann und dadurch zu einem Teil von ihr wird. Trotzdem kann es innerhalb von Anonymous geschlossene Gruppen geben, die einzelne, zielgerichtete Aktionen im Namen von Anonymous durchführen.
Der innere Zusammenhalt lässt sich eher noch über das Feindbild definieren: Anonymous-Attacken richteten sich bisher gegen Konzerne, Hochfinanz und Regierungen. Erklärte Gegner sind Organisationen, die Informationen unterdrücken (ergo: die meisten) sowie alle, die sich der von Anonymous geforderten Rede- und Informationsfreiheit in den Weg stellen. Und ab und zu eben auch andere, wie bei der Operation Blitzkrieg, die sich gegen Neonazis richtete.
2. Was Anonymous will
Weil Anonymous nach bisheriger Eigendarstellung keine Führungsperson, Hierarchie, Struktur oder auch nur demokratische Legitimierungsprozesse kennt, ist nicht wirklich klar, was die Bewegung will, außer eben Anonymous zu sein. Der stets heruntergebetete Leitspruch “Wir sind Anonymous – Wir sind viele – Wir vergessen nicht – Wir vergeben nicht – Erwartet uns” lässt allenfalls den Schluss zu, dass christlich geprägte Wertvorstellungen wie Vergebung offensichtlich keine Rolle spielen.
Klare Zielvorgaben fehlen, sie entstehen en passant: Anonymous will einfach das, was gerade als Operation angesagt ist. Es hat einen leicht bitteren Beigeschmack, dass diese Ansagen in virtuellen Hinterzimmern ohne demokratische Legitimation erfolgen – also genau so, wie man es denen vorwirft, die das Handelsabkommen ACTA ausgehandelt haben und gegen die man am Wochenende wieder demonstrieren will.
3. Warum Anonymität (nicht nur bei Anonymous) wichtig ist
Die Ursprünge von Anonymous liegen in sogenannten Imageboards. Dort zeigt man Bilder herum, meist lustig, pornographisch oder geschmacklos verfremdet. Weil dabei häufig mindestens Urheber- und Verwertungsrechte verletzt werden, benutzt dort niemand seinen Realnamen. Stattdessen verwenden alle dasselbe Pseudonym (eben: “Anonymous”), bleiben auf diese Weise unbekannt und entziehen sich so möglicher Strafverfolgung.
Zuweilen ist Anonymität bitter notwendig, etwa beim Kampf gegen Scientology, wie sie die Gründerzeit von Anonymous prägt: Wer offen gegen diese Organisation vorgeht, muss mit Repressalien rechnen – daher empfiehlt es sich, das nur anonym zu tun. Das gilt ja generell für Organisationen, die nicht davor zurückschrecken, ihre Gegner zu bedrohen. Es gibt zwar noch kein “Recht auf Anonymität”, aber durchaus Gerichte, die Anonymität als wichtige Grundlage freier Meinungsäußerung betrachten.
4. Woher die seltsame Maske stammt
Von außen ist Anonymous vor allem durch die Maske identifizierbar. Allerdings sollte man diese tunlichst als Folklore betrachten, die mit ihrem Ursprung so wenig zu tun hat wie “Che”-T-Shirts mit Che Guevara. Die Masken zeigen das Gesicht des Briten Guy Fawkes, ein fanatisierter Katholik, der als Ex-Soldat mit Sprengstoff-Kenntnissen das englische Parlament in die Luft sprengen wollte. In den 80ern griff der äußerst lesenswerte Comic “V wie Vendetta” die historische Figur auf und überhöht sie ins Mythische: Der Träger der Maske ist hier ein genialischer Freiheitskämpfer, der die bestehende faschistische Gesellschaft zerstören und in Anarchismus stürzen will.
Die bekannte Anonymous-Maske folgt meist der Darstellung im Comic und kann sogar als PDF zum Selberbasteln heruntergeladen werden. Auch auf Flickr gibt es eine Version. Schon bald könnte die Maske allerdings derart mit künstlicher Bedeutung überladen sein, dass sie ihre Popularität wieder einbüßt.
Was die wenigsten Maskenträger wissen: Die Rechte an den verkauften Masken, wie sie im Film zu sehen sind, liegen bei Time Warner. Und damit fließen eifrig Lizenzgebühren in die USA. Je mehr Menschen zu Anonymous finden, desto mehr Geld klingelt in den Kassen des Medien-Multis.
5. Wie man in den anonymen Geheimbund eintritt
Gar nicht. Mangels Hierarchie und zentraler Organisation kann nämlich niemand entscheiden, wer Mitglied wird und wer nicht. Jeder kann es sein, jedem kann es abgesprochen werden. Die einfachste Möglichkeit, zum “Anon” zu werden, besteht darin, das nachzumachen, was andere Anons tun: Sich also die Maske anzuziehen, an Demonstrationen teilzunehmen, Flyer zu verteilen und eben all die Dinge zu tun, von denen es so aussieht, als würde Anonymous sie eben derzeit tun. Und genau das passiert, und nur das macht die Bewegung zu einer solchen. Wobei sich die Teilnehmer aus möglichst vielen Quellen informieren, auch um echte Aktionen von falschen zu unterscheiden.
6. Wie man in den Dialog treten kann
Anonymous verschickt keine Pressemitteilungen. Für seine Verlautbarungen nutzt Anonymous meist krude Videos, in denen eine Roboterstimme das aktuelle Manifest herunterleiert, während Musik und Bild für eine teils schon lächerliche Selbstinszenierung sorgen. Auf Webseiten wie du-bist-anonymous.de, the-anonymous-press.org oder anonnewsde.tumblr.com oder über Twitter-Konten wie @anonops oder @anonymousger können sich Anonymous-Mitglieder (und die Öffentlichkeit) über anstehende Aktionen informieren. Zu bedenken ist allerdings, dass nichts davon “offiziell” ist, weil solche Seiten eben von Individuen betrieben werden und auch die Videos von Einzelpersonen produziert werden.
Ein wichtiger Ort ist auch Pastebin: Das kann man sich wie ein globales Schwarzes Brett vorstellen, in das jeder ohne Anmeldung anonym einfache Texte einstellen kann – hier finden sich viele Anonymous-Verlautbarungen, echte wie falsche. Und wer sich fragt, wie Leute, die sich nicht kennen, gemeinsam ein Manifest verfassen können: das geht unter anderem mit Etherpad-basierenden Diensten. Wer sich davon einen Eindruck verschaffen will, probiert mal das Piratenpad aus, etwa dieses aktuell entstehende Pad, das Material zu Joachim Gauck sammelt.
Anonymous ist nur scheinbar eine amorphe Masse unbekannter Täter. In Wirklichkeit besteht es natürlich aus völlig normalen Einzelpersonen, die keineswegs immer einer Meinung sind. Das merkt man, indem man über das klassische Chat-System IRC (das es lange vor Anonymous gab) die entsprechenden Kanäle betritt, für Deutschland wie hier beschrieben. IRC ist etwas komplizierter als der übliche Messenger, alternativ verwendet man TOR zu Anonymisierung und benutzt im Tor-Browser den Webchat.
7. Anonymous ist nicht strafbar, Hacken manchmal schon
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, sich an legalen Anonymous-Aktionen zu beteiligen. Die Polizei zum Beispiel tolerierte bisher trotz Vermummungsverbot die meisten Demonstranten, die sich als “Anon” maskiert hatten. Allerdings gelten natürlich alle im jeweiligen Land üblichen Gesetze, und an die hält man sich nicht immer.
So ist Anonymous zwar bemüht, sich als absolut harmlose Bewegung darzustellen, die von den “Massenverdummungsmedien” kriminalisiert wird. Das ist ziemlich verständlich angesichts von Falschmeldungen wie “Super-Hacker wollen Facebook vernichten”, an deren Übertreibung Anonymous durch seine Selbstinszenierung ja nicht unschuldig ist.
Doch Tatsache ist nun mal auch hierzulande, dass Computersabotage ebenso strafbar ist wie das Ausspähen von Daten, wobei schon die Beschaffung (Download) eines DDoS-Tools höchst problematisch ist. Im Klartext: Wer bei DDoS-Attacken mitmacht, der verlässt den legalen Raum und macht sich strafbar.
8. Anonymous besteht nicht nur aus Hackern
Ursprünglich als Spaßbewegung gestartet, erreichte Anonymous die größte mediale Aufmerksamkeit mit den Hacks gegen Sony und gegen verschiedene Finanzunternehmen (Operation Payback). Es gab auch weniger bekannte Hacks, die man als ehrenhaft motiviert einstufen könnte, etwa die Operation Darknet gegen Kinderpornografie-Sites, die sich in anonymisierten Bereichen des Internet verstecken. Das prägt natürlich das Bild der Bewegung.
Zugleich fanden aber beispielsweise die Anti-ACTA-Demonstrationen vor allem auf der Straße statt, und man darf davon ausgehen, dass dort keineswegs nur IT-Nerds mit Anonymous-Maske unterwegs waren. Anonymous ist also tatsächlich mehr als eine weitere Hackergruppe: Im Westen ergeben sich zum Beispiel Anknüpfungspunkte zur Occupy-Bewegung, die sich allerdings bisher nicht von Anonymous hat vereinnahmen lassen. In Russland und im Umfeld des arabischen Frühlings ist Anonymous ebenfalls aktiv. Doch schon die Benutzung von Pastebin, das eigentlich zum Austausch von Programmcodes dient, verweist darauf, dass IT-affine Personen bei Anonymous ziemlich wichtig sind.
9. Anonymous ist ein bisschen gefährlich
Es gab schon vor Anonymous den berechtigten Wunsch, bei Meinungsäußerungen oder Handlungen anonym bleiben zu können. Die Ironie: “Anonymität” besteht darin, anderen die Information der eigenen Identität vorzuenthalten oder Teile der potentiell verfügbaren Information über sich selbst bewusst zu unterdrücken (“Privatsphäre”). Anonymität beschneidet also genau jene Informationsfreiheit, für die Anonymous eintritt.
Die Verschwiegenheitspflicht von Ärzten, Anwälten und Amtsträgern läßt sich nicht ohne weiteres wegwischen, und freie und geheime Wahlen gehören zur Demokratie, damit niemand befürchten muss, aufgrund seiner Stimmabgabe bedroht zu werden. Auch Geheimdienste und Ermittler sind auf Vertraulichkeit von Informationen angewiesen. Letztere stehen aber auf der Beliebtheitsskala von Anonymous gewiss nicht ganz oben.
Es ist die gleiche Diskussion wie beim Thema Wikileaks: Wo nutzt und wo schadet absolute Transparenz. Doch würden freiheitlich organisierte Staaten sich komplett auf die Anonymous-Forderungen einlassen, hätten sie automatisch einen Nachteil gegenüber repressiven Regimes, die das nicht tun. Selbst demokratische Regierungen können also gar nicht anders: Sie müssen Anonymous potentiell für gefährlich – oder zumindest für politisch ziemlich naiv halten.
10. Anonymous ist nicht Anonymous
Die große Stärke von Anonymous ist, das es eigentlich nur eine Idee ist. Doch das ist eben zugleich seine Schwäche, denn in Wirklichkeit ist auf nichts Verlass. So wurde unlängst bekannt, dass Anonymous am 31. März 2012 mal eben das komplette Internet abschalten will. In einer wie üblich auf Pastebin veröffentlichten Ankündigung legt Anonymous die Motivation und Methoden dar: 13 Root-Server, sozusagen das Rückenmark des Webs, sollen…
Moment mal, 31. März? Der liegt aber verdächtig nahe am 1. April – ist das also womöglich nur ein Scherz? Oder nur die Idee eines abtrünnigen Einzelgängers, genau wie die für den 5. November 2011 geplante Abschaltung von Facebook, die nicht stattfand? Für wen spricht eigentlich die künstliche Stimme der grinsenden Maske, wenn sie für den 25. Februar erneut zu Protesten gegen ACTA aufruft? Und wer spricht wirklich durch sie, wenn sie zum Beispiel im Video “A Message to the State of Israel” den Staat Israel offen bedroht?
Anonymous wird bleiben
Egal, ob man die Bewegung für gefährlich hält oder nur für naiv, für aufrichtig politisch oder von allem von Spaß an der hollywoodreifen Selbstdarstellung geprägt: Sie wird uns ganz gewiss noch einige Jahre begleiten. Denn die Idee ist einfach zu werbewirksam: Jeder kann mitmachen, braucht dazu von niemanden eine Erlaubnis, und wenn der Einzelne in der Aktion danebengriff oder eine kleine Hackgruppe ein Ziel auswählte, das sich im Nachhinein als unpopulär herausstellte, dann heißt es einfach, dass diese eine Aktion nicht im Sinn von Anonymous war. So einfach kann man es sich machen, wenn man nicht nur auf Identität, sondern auch auf die damit einhergehende Verantwortung verzichtet.
PS: Auch gegen Medien, die nach Meinung von Anonymous unrichtig oder verunglimpfend berichten, wird vorgegangen. Insofern stellt auch dieser Text ein gewisses Risiko dar, da man als Autor bei diesem Thema nie genau wissen kann, was richtig und was falsch ist – das liegt in der Natur der Sache.
Weitere Links zum Thema:
- Literaturverzeichnis der Autorin Gabriella Coleman zum Thema
- Artikelserie: building a better anonymous
- ZEIT online: Das Aufbegehren der durchschnittlichen Internetbürger
(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich; der Beitrag gibt die Meinung des Autoren wieder)
38 Kommentare | 22. Februar 2012 | 14:10 Uhr |
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Anonymous attackiert keine Medien. Attackiert doch jemand Medien (wie leider in dem einen oder anderen vermeintlichem Anonymous-Video auf YT angedeutet wird), so entspricht es nicht der Anonynmous-Philosophie. Solche Videos werden von uns nicht bewertet oder kommentiert. Die Macher solcher Aussagen sind schlichtweg NICHT (mehr) ANONYMOUS! Auch wir haben ungeschriebene Regeln.
DON’t ATTACK THE MEDIA.
Freie Meinungsäußerung. Auch für Sie
Sowohl PBS wie auch The Sun wurden von LulzSec unter Beschuss genommen.
Insb. bei letzterem Hack, der ja Teil der Operation “AntiSec” gewesen zu sein scheint, sollen ja Anonymus und LulzSec zusammen gearbeitet haben.
Und hat sich Anonymus offen gegen den PBS Hack ausgesprochen?
Ja genau diesen Unsinn soll die Welt glauben. Es tut mir leid ihnen sagen zu müssen, das es immer noch genug Menschen gibt, die für sich selbst denken können.
Die taten von Verbrechern wie Anonymus sprechen für sich selbst. Eine Pseudodistanzierung ist nicht wirklich glaubhaft
finde den Beitrag gut bis auf das hier^^
Die Ironie: “Anonymität” besteht darin, anderen die Information der eigenen Identität vorzuenthalten oder Teile der potentiell verfügbaren Information über sich selbst bewusst zu unterdrücken (“Privatsphäre”). Anonymität beschneidet also genau jene Informationsfreiheit, für die Anonymous eintritt.
ich finde diese Aussage ist schwachsin
klar geht es ihnen um anonymität und zugleich um informationsfreiheit aber nicht über jeden standard bürger sondern um informationen die von der Wirtschaft oder Politik unterbunden werden. Die anonymität dient nur zum eigenen schutz da wie man sieht die USA überall auf der welt leute jagt die aktiv sind. von daher wiederspricht sich das gar nicht.
Dem kann ich nur zustimmen. Das Thema Informationsfreiheit wenden die Piraten bezüglich dem eigenen Staat an, der aus ihrer Sicht für die Leute, die ihn tragen (Steuerzahler/Volk) offen und transparent sein soll. Dass die Politik usw. weiter versucht eher den gläsernen Bürger herzustellen und sich immer mehr Leute den Piraten anschließen zeigt, dass das Thema für viele wichtiger wird.
Dass das ZDF für ACTA ist (Intendanten-Brief) und entsprechend wenig darüber berichtet hat bzw. kurz vor den Demonstrationen plötzlich von staatlichem Entgegenkommen berichtet unterstreicht doch die Kritik, dass oft nach eigenem Gusto berichtet wird.
die beliebteste methode wenn man diesen leute nichts handfestes nachweisen kann ist:
den Ruf der Person in den Dreck zu ziehn schaue Wikileaks gründer Julian Assange oder Kim dotcom damit sie weniger glaubwürdig erscheinen und dadurch leichter angreifbar sind.
Sicher haben die auch einiges dreck anstecken jedoch sollte eine Hetzjagt oder schlechtmachung derjenigen die auch nur ansatzweise mit der verletzung von Rechten zu tun habn kein Standard instrument unserer Justiz werden
was zur attacke auf die medien betrifft
ich finde das diese das auch verdient habn wenn man sich überlegt was für berichterstattung von den medien heutzutage kommt hat nichts mehr mit berichterstattung zu tun sondern eher mit propaganada oder hetzjagt die von einer gewissen seite aus angeleitet wird und denen die Medien zu folgen habn.
was bei den medien oftmals untergeht und oder defintiv wichtiger als irgend ein haustier oder ein VIP Bericht ist
wird oft von anonymous oder Wikileaks aufgedeckt
siehe acta kamm so ziemlich null im fernsehn wenig in der zeitung und wenn dann als es mehr oder weniger schon fast zuspaet war.
das ist meine Meinung zur Presse
Und Pressefreiheit gibts auf dieser Welt schon lange nicht mehr das ist alles ne Illusion. Sollte mittlerweile jedem klar sein dass diese von Wirtschaft und Politik gesteuert werden.
Also irgendwie habe ich ein zwiespältiges Verhältnis zu Anonymous. Denn einerseits fand ich diese Verbindung mit LulSec einen dicken Fehler, den die besser mal nicht gemacht hätten.
Denn um es ehrlich zu sagen:
Anonymous hat hier einer gefährlichen Hackergruppe Obdach gewährt und so muss man nun bei Anonymous zwischen echten Hackern (also echten Blackhats) und zwischen anderen Whitehats unterscheiden, die sich wirklich für die Userbelange einsetzen und gegen solche Sachen wie ACTA, INDECT, Ausspionieren von Usern mittels Staatstrojanern, gegen Zensur, gegen den Kapitalismus und ähnliche illegale Vorgänge kämpfen oder auch für uns Linux-User Programme aus Windows nach Lunux portieren. Solche Aktionen der Whitehats finde ich durchaus gut!!
Was ich dagegen wirklich als illegal und strafbar empfinde, sind solche Sachen, wie sie Lulsec gemacht hat: also Banken und andere Institutionen hacken, Gelder von fremden Konten abheben und anderswo verteilen, Emailadressen und andere persönliche Daten im Internet online stellen…
Das ist in meinen Augen absolut strafrechtlich relevant und diejenigen, die dass gemacht haben, mit denen habe und hätte ich kein Pardon!!
Daher sieht es für mich so aus, als besteht Anonymous derzeit aus zwei Strömungen: einer, die die echten Anonymous sind und einer Strömungsrichtung, die sich als Anonymous ausgibt, aber in Wirklichkeit keine Anonymous sind da sie sich nicht dem eigentlichen Sinn und Zweck von Anonymous unterordnen (LulSec und andere)!!
Diese Untergruppen (und dazu gehört zweifellos auch diese LulSec) sind gefährlich und von denen sollte sich Anonymous dringend distanzieren!!! Denn LulSec hat sich – nach dem Ende ihrer offiziellen Aktionen – unter das Dach der Gruppe Anonymous geflüchtet und segelt nun unter deren Namen weiter!! Und unter deren Namen begeht sie weiterhin Straftaten!!
Da sollten alle mal genauer hingucken.
Außerdem ist mir neulich in einer TV-Sendung zum Thema Anonymous aufgefallen, dass hier die Begriffe Hacker und Cracker nicht richtig verwendet wurden.
Was sind nun Hacker:
Hacker sind Aktivisten, die normalerweise keine illegalen Straftaten bestehen, sondern eigentlich im Bereich Software-Portierung und Absicherung von Betriebssystemen arbeiten (also beim Rausfinden von Schwachstellen von Betriebssystemen). Sie hacken auch Software zum Zwecke der Portierung von z.B. Winodws auf andere Betriebssysteme wie z.B. Linux. Sie zählen zu den Whitehats.
Was sind nun Cracker:
Bei den Crackern haben wir es nun mit der gefährlichen Sorte zu tun: den echten Blackhats!! Dazu zählen nicht nur LulSec und anderre Gruppen, sondern auch Mr. Daniel Domscheid-Berg, der sich vom anfänglichen Whitehat (während seiner Mitarbeit bei Wikileaks) zum echten gefährlichen Blackhat gewandelt hat (jetzt mit seiner eigenen Plattform Openleaks).
Diese Typen sind eigentlich keine Hacker mehr, sondern sie sind wirkliche Kriminelle!! Sie sind genau die Typen, die in die Server von Firmen eindringen, firmeninterne Daten, Passwörter, Geld und andere Sachen dabei erbeuten!!
Und genau diese Art von Aktivisten sind Straftäter im wahrsten Sinne des Wortes!! Diese Typen sollten von der Polizei strenger überwacht werden!! Denn ich befürchte, dass viele Dinge die dem Betreiber von Wikileaks in die Schuhe geschoben werden, in Wirklichkeit von Daniel Domscheid-Berg begangen wurden!! Dieser Typ versteht es vortrefflichst, falsche Fährten zu legen!! Dem sollte man nicht glauben!!
Das bedeutet: wo Anonymous draufsteht, muss noch lange nicht Anonymous drin sein. Daher kann ich allen Usern, die mit Anonymous symphatisieren nur dringend raten: haltet eure Augen offen und vertraut nicht blind jedem, der sich als Anonymous ausgibt!!
Denn viele von denen können auch – wie oben geschrieben – Verräter unter der Identität von Anonymous sein!! Vorsicht!!
OK, ich lese auch sehr gerne die Seiten von Anonymous. Nur merke ich dabei, dass dann oft mein System entweder total einfriert und nur ein harter Reset dann noch helfen kann (ich vermute, dass die Seite unter Beobachtung von unseren Staatssicherheits-Organen steht und die dann die Rechner von denjenigen blockieren).
Außerdem schmieren dabei oft die Browser ab. Und dass ist nicht normal. Aber diese staatlichen Sicherheitsleute können mir gar nichts, da mein PC abgesichert ist.
Aber wie gesagt: ich finde zwar einige wenige Aktionen von denen gut, aber eben auch nicht alles. Manche Dinge sollte man auch auf anderem Wege wie z.B: offizielle Online-Petitionen auf der entsprechenden Seite vom Bundestag tun.
Grüße
Linuxhelfer
Was für ein Haufen Dummköpfe, die diesem ganzen Blödsinn auch nur einen gewissen Raum geben. Wären sich diese meist jugendlichen Spinner ihrer Verantwortung hinsichtlich des Staates und somit auch sich selbst und ihren Mitbürgern bewusst, würden sie nicht mit dämlichen Masken und Hackerangriffen auf sich aufmerksam machen. Ist halt zur Zeit eben hip und cool, in ein “Robin Hood”-Kostüm zu schlüpfen und sich wie ein Verteidiger der Privatssphäre aufzuspielen. Ich brauche diesen wohlbetitelten Chaoshaufen nicht, ihr seid peinlich, zu meist illegal und einfach unglaubwürdig. Wer bei dieser Idee, die eigentlich keine ist, mitmacht, verschwendet nur seine Zeit.
Finden sie den Staat und seine Politker (Lobyisten) glaubwürdiger? ich denke wir brauche defintiv in unsrer Zeit anonymous aber nur anon ohne hack aktionen um sogut wie möglich zu informieren und machenschaften der Lobyisten aufzudecken. Denn im grunde ist Anonymous das Volk mehr oder weniger. Also sollten sie lieber nicht so veralgemeinernd sein und alle als kriminell ueber einen kamm schieben und zu verurteilen so wies der staat und seine politiker versuchen.
Tja, da haben wir das beste Beispiel… Sie sind ein Teil des Staates, sie wählen die Politiker, sie können in die Politik gehen, nur SIE können was ändern. Diese Verantwortung trägt jeder von uns. Dazu brauchen wir kein Anonymus-Quatsch. Was wir brauchen, sind mündige Bürger, die sich selbst informieren können, die die Kompetenz dazu erlangen sollen, selbstständig zu denken.
Ich brauche kein Anonymus. Ich kann selbst denken und auch nach Informationen suchen, meine Regierung wählen oder selbst in die Politik oder Presse gehen bzw. für Veränderungen demonstrieren. Ich kann in diesem Lande meine Meinung frei äußern, ohne verfolgt zu werden und brauche dazu keine anonyme Plattform. Wer da mitmacht, macht sich unglaubwürdig und lächerlich.
Da gebe ich ihnen recht aber trotzdem muss ich betonen das wir ein Instrument für die Bevölkerung brauchen die hilft zu recharchieren oder die Bürger zu informieren als gegenstück zum Staat oder Politiker als Kontrolle um Manipulation durch Wirschaft zu erkennen und Korruption zu unterbinden.
Komischerweise intressiert solche themen die wenigsten Bürger traurig aber wahr und ich bin der Meinung das unsere Verdummungsmedien und unser vollgestopfter alltag daran mitschuld sind obwohl das sicher keine Entschuldigung ist.
Trotzdem benötigt der Staat oder Politiker heutzutage meiner Meinung nach ein Kontroll Organ der von jeden betrieben werden kann in diesem Fall Annonymous von den Bürgern.
Weil es zur Regel zu werden scheint die Meinung der Bevölkerung zu ignorieren und die eigenen Intressen schnell durchzuprügeln ohne das es viel Wiederstand gibt.
Wer kontrolliert dann dieses Kontrollorgan? Da beisst sich doch die Katze in den Schwanz. Wir brauchen wieder den Bürger der kontrolliert und das heisst: Jeder. Aber dazu brauche ich mir keine dämliche Maske aufziehen oder anonym sein. Wer glaubt mir denn dann?
Sie haben Recht, wenn die “Themen” bei dem Bürger (der halbwegs satt und zufriedengelassen werden will) keinen großen Anklang finden. Es sieht so aus, als wenn der Bürger in den meisten Fällen das Vertrauen in den Staat (und somit in sich selbst) verloren hat bzw. von der Flut der Probleme, mit der er konfrontiert wird (vor allem seit der Globalisierung), nicht mehr fertig wird bzw. sie eh nicht lösen kann. Am Ende steht immer die Frage und die Suche nach der “Wahrheit”, sei sie von Interessensvertretern, Politikern, der Presse oder einem gewöhnlichem Hacker. Wer einem Hacker oder einem vermummten Haufen mit grinsenden Maksen mehr Vertrauen und Aufmerksamkeit schenkt… ich weiß auch nicht… ist es schon so weit gekommen?
Der Raucher sagt auch, dass er jederzeit aufhören kann zu Rauchen. Und der Heroinjunkie ist ebenfalls der Meinung, jederzeit mit dem Konsum aufhören zu können.
Merken Sie was an Ihrer Formulierung nicht stimmt?
Die Anonchannels die ich kenne dienen eher dazu informationen aufzuarbeiten und weiterzuleiten nur das ist eben etwas, was jemand der anon nur aus den Medien kennt nicht mitbekommt.
Und Falls Sie es echt für Zeitverschwendung halten Informationen zu sammeln, bilden Sie sich Ihre Meinung wohl beim Stammtisch in der Kneipe um die Ecke.
Linuxhelfer ich bin absolut ihrer Meinung und sie habn das schon ausgedrückt. Wenn sie Videos von anonymous sehen die deren phylosophie wiederspricht kann man von ausgehen das diese gefaked sind. Deswegen genau auf den Inhalt achten.
und selber informieren
Anonymous gibt in erster Linie einigen das Gefühl mit ihrer politischen Meinung nicht alleine darzustehen. Allein dafür verdienen Sie mehr Respekt als irgendein deutscher Politiker.
Man glaubt das Unbehagen des Autors beim Schreiben seiner kritischen Zeilen herauszulesen. Der Kommentar am Ende spricht Bände.
Das nicht genug unterschieden wird zwischen den ideal-, moral- und ziellosen Mitläufern und den Cyberterroristen ist hierbei unwichtig. Die angebliche Anonymität der Mitglieder untereinander ist vermutlich ebenso ein modernes Cybermärchen, das viele einfach zu glauben bereit sind.
Im Grunde unterscheiden sich die Demonstranten mit Maske nicht von den Trittbrettfahrern die sich zu allem möglichen bekennen.
Die virtuellen Terroristen Anonymus sind in ihrer Gefährlichkeit mit realen Terrornetzwerken wie Al Kaida gleichzusetzen. Nichts und niemand ist vor ihnen sicher, JEDER kann morgen schon ihr Opfer sein. Trotzdem finden ihre kruden, antidemokratischen Herrschaftsphantasien immer genug Dumme die auf einer gehypten “Erfolgswelle” schwimmen wollen.
Der Jugend sei gemahnt, das ein blindes aufsagen von Heilsrufen schon einmal zu einem der schlimmsten Terrorregimen der Geschichte geführt hat.
Der Politik sei empfohlen auch diesen Terroristen wie einst der RAF nicht nachzugeben und den Kampf auch gegen diese Art von Extremismus zu verstärken.
Und der Presse täte es gut nicht immer nur oberflächliche Berichte über eine extrem kriminelle Minderheit zu bringen, deren Methoden mehr als nur einen Vergleich mit SS, SA und Stasi aushalten.
@ V urguzz,
also dieser Verallgemeinerung von Ihnen in Sachen Aktivisten von Anonymous kann ich Ihnen nicht zustimmen. Denn es ist, wie ich oben schon geschrieben habe: nicht alle von denen sind kriminell, sondern nur ein Teil von denen.
Und da unterscheiden sie nicht. Sie erkennen nicht diese beiden Strömungen innerhalb von Anonymous!! Ihre Aussage:
> Die virtuellen Terroristen Anonymus sind in ihrer Gefährlichkeit mit realen Terrornetzwerken wie Al Kaida gleichzusetzen. Trotzdem finden ihre kruden, antidemokratischen Herrschaftsphantasien immer genug Dumme die auf einer gehypten “Erfolgswelle” schwimmen wollen. Der Jugend sei gemahnt, das ein blindes aufsagen von Heilsrufen schon einmal zu einem der schlimmsten Terrorregimen der Geschichte geführt hat. Der Politik sei empfohlen auch diesen Terroristen wie einst der RAF nicht nachzugeben und den Kampf auch gegen diese Art von Extremismus zu verstärken. <
überhaupt nicht zustimmen. Anonymous ist keine Terroristengruppe. Aber sie haben halt den Fehler gemacht, dieser miesen Gruppe LulSec Obdach gewährt zu haben. Aber damit sind noch lange nicht alle Anhänger dieser Gruppe gleich Terristen!!
Ich fordere Sie an dieser Stelle auf, diese Aussage künftig zu unterlassen wegen Verallgemeinerung!!!
Grüße
Linuxhelfer
@ V urguzz,
also dieser Verallgemeinerung von Ihnen in Sachen Aktivisten von Anonymous kann ich Ihnen nicht zustimmen. Denn es ist, wie ich oben schon geschrieben habe: nicht alle von denen sind kriminell, sondern nur ein Teil von denen.
Und da unterscheiden sie nicht. Sie erkennen nicht diese beiden Strömungen innerhalb von Anonymous!! Ihre Aussage:
> Die virtuellen Terroristen Anonymus sind in ihrer Gefährlichkeit mit realen Terrornetzwerken wie Al Kaida gleichzusetzen. <
ist so nicht zutreffend. Diejenigen, die hier Opfer geworden sind, wurden Opfer von LulSec und nicht von Anonymous!! Anonymous hat mit diesen Straftaten nichts zu tun. Diese straftaten wurden unter der Deckidentität von Anonymous begangen, obwohl diese Leute eigentlich gar keine echten Anonymous-Mitglieder sind!!
Ja, es waren IMMER die anderen. Letztlich ist es für den Laien egal ob sich nun die Hells Angels und Bandidos bekriegen oder Anonymus und LulSec. Wer zwischen die Fronten gerät ist selbst schuld.
Für den Bürger dessen Account- oder Bankdaten gestohlen, mißbraucht oder veröffentlicht wurden ist dies völlig unerheblich. Klar ist das Anonymus im virtuellenCyberkrieg gegen Freiheit, Moral und jegliche Grundrechte die Führungsrolle beansprucht, was die reißerischen Videos deutlich genug zeigen.
Aber anscheinend muß man sich jetzt schon von einigen Weggefährten trennen, was aber bei jeder Machtübernahme ein alltäglicher Vorgang ist.
@ V urguzz,
Dann muss zu dieser Aussage von Ihnen:
> Der Jugend sei gemahnt, das ein blindes aufsagen von Heilsrufen schon einmal zu einem der schlimmsten Terrorregimen der Geschichte geführt hat. <
gesagt werden, dass Anonymous nicht nur aus Kindern und Jugendlichen, sondern auch aus tausenden Erwachsenen besteht. Und diese Anonymous sind keine Terroristen!!
Ohne Anonymous und ohne Wikileaks hätte niemals jemand von der blosen Existenz dieses ACTA-Gesetzes und von dessen Folgen etwas erfahren.
Nur diesen beiden ist es zu verdanken, dass es nun möglicherweise verhindert werden kann, dass dieses Gesetz ratifiziert wird und damit in Kraft tritt. Dieses Gesetz wurde nun zur Prüfung an den EUGH verwiesen, da es wohl doch elementare Grundrechte in der EU verletzt!!
Es ist schon seltsam das ein Gesetz, über das jahrelang in der Presse berichtet wurde erst dann zur Kenntnis genommen wird, wenn der große Führer Anonymus pfeift.
Das dazugehörige Video wurde längst als reine Panikmache entlarvt und widerlegt.
Um es klar zu sagen: Ich achte jeden der seine Freiheit in Gefahr sieht und seine Bürgerrechte (Demonstrationen z. Bsp) wahrnimmt.
Aber es ist ein Irrsinn von diesen Leuten gegen Korruption und Machtmißbrauch zu demonstrieren und sich im gleichen Atemzug in die geistige Versklavung durch geschickte Medienmanipulation von Leuten zu begeben, deren Ziele offensichtlich die Abschaffung jeglicher geistigen, persönlichen oder künstlerischen Freiheit sind.
Kritisches Hinterfragen findet offensichtlich nicht statt.
Da ist die zurecht gescholtene Politik viell leichter berechenbar und durchschaubar, trotz aller Fehler und Makel.
Zudem muß sich kein Staatsdiener hinter der Maske eines Mannes verstecken, der beinahe der größte Terrorist der Welt geworden wäre.
Wir haben früher auch demonstriert, aber wir hatten keine sturen Mitläufer, sondern von sich aus überzeugte Mitstreiter.
Das sehe ich bei Anonymus Demonstrationen nicht so. Man geht mit weil die “modernen und coolen Robin Hoods” die Gelegenheit bieten, dem verhassten Staat mal so richtig was auf die Fresse zu geben.
Ansonsten gäbe es durchaus größere und wichtigere Komplexe in denen politisches Engagement wichtig wäre.
Aber den meisten dürfte es nur um drei Dinge gehen: Urheberrechtsverletzungen aller Art, Kinderpornos und das Recht auf Cybermobbing.
Außerhalb des Internets wird auch um ACTA gestritten, aber die Mehrheit sieht das doch ungleich entspannter als die, die tagtäglich eben jene Rechtsverletzungen begehen, deretwegen ACTA überhaupt erst nötig wurde.
Meiner Meinung nach eine verhältnismäßig präzise Darstellung von Anonymous verglichen mit anderen Artikeln (beispielsweise denen der TAZ…) interessant könnte für Leser auch der “Code of Conduct”, der für Offline-Aktionen geschrieben wurde, sein.
https://www.youtube.com/watch?v=zrLP4DNb8Ok
@ V urguzz,
bitte sehen Sie doch ein, dass – wenn man hier jemanden beschuldigen will – man die richtigen beschuldigen muss und nicht einfach die Gesamtheit aller Anonymous.
Übrigens: Anonymous ist nicht nur eine deutsche, nein sogar eine europäische und weltweite Bewegung gegen Ungerechtigkeiten im Internet und auch in unseren Staatsgefügen selbst!!
Und dieses Unrecht heißt Überwachungsstaat durch Staatstrojaner, Überwachungskameras, Zensur nicht nur im Internet sondern auch in den Zeitungen und im Fernsehen. Dieses Unrecht heißt dann auch Verbot von Generika-Medikamente, wodurch vor Allem die Ärmeren Länder leiden, da die sich nicht die teuren proprietären Medikamente leisten können.
Dieses Unrecht heißt auch die neue Errichtung der Chancenungleichheit beim Thema Bildung und ungehindertem freiem Zugang zu Wissen für alle Menschen auf dieser Welt!!
Was soll diese Ungerechtigkeit…
Und nochmal: sie beschuldigen die Falschen!! Daher fordere ich Sie erneut auf, dass zu unterlassen!!
Grüße
Linuxhelfer
Achjaaa und dazu ziehen wir uns die Masken auf! hahaahaha selten so gelacht ! Was für eine armselige Bewegung soll das denn sein? Ja! armselig! Sie sind ja schon ein Opfer ihrer eigenen Paranoia geworden … sie dunkeln wahrscheinlich schon das Scheißhaus ab, weil sie sich vom Staat beobachtet fühlen. Was reden Sie da? Generika blablablubbb… würden sie mal nicht die subventionierten Lebensmittel im Supermarkt kaufen, würde es den 3-Welt-Ländern auch besser gehen… als wäre dieser lächerliche Haufen dazu da, diese Probleme zu lösen. SO EIN QUATSCH! Anonymous ist zu nichts nutze, anstatt mal seine eigene Verantwortung zu übernehmen und zu einem mündigen Bürger zu werden. Ach! Ein fauler Haufen allesamt die nichts mehr auf die Beine bekommt und sich eigentlich um nichts schert! Faul und Dumm…
@Linuxhelfer
Erstens: Unrecht zu begehen um Unrecht zu beheben ist wie den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.
Man darf dem Staat mißtrauen, ja, ihn anprangern wie aktuell im Fall Wulff geschehen auch, aber die Einführung von Lynchjustiz muß ich vollständig ablehnen.
Wenn die Dinge immer so einfach wären im Leben wie es Anarchisten und Antidemokraten erscheint, hätten wir längst unsere Freiheit verloren.
Zweitens, und das wurde im Bericht auch angedeutet müßte eine Gruppe wie Anonymus sich selbst attackieren und abschaffen. Man kann nicht für die Freiheit im Internet sein und dieses vehement angreifen.
Drittens: Freiheit ist auch immer die Freiheit der anderen.
Ob nun die Rechten, die extremen Linken (nicht die Partei), Scientology oder Anonymus, alle benutzen das Internet in ihrem ureigensten Interesse. Was wir brauchen ist Aufklärung um die Probleme zu lösen, nicht die totale Zensur, von wem auch immer.
Im Netz ist genug Platz für Verschwörungstheoretiker auch für Anonymus. Da muß man nicht rufen: “Ironie an: Wollt ihr die totale Freiheit? Ironie Ende.”
Viertens ist es schon interessant das Anonymus Sony gleich mehrfach hackt und werbewirksam alle Namen und Daten veröffentlicht. Kein Moral, keine Rücksicht, kein Verstand sag ich dazu.
Fünftens bleibt folgendes festzustellen: Der Staatstrojaner wurde laut offiziellen Aussagen ca 40 mal bisher eingesetzt. Ich bin absolut sicher nicht unter den ausgespähten gewesen zu sein.
Seltsam nur, das ausgerechnet der (allerdings als moderat geltende) CCC sich dazu äußerst, deren Mitglieder vermutlich mehr an einem Tag über völlig normale Bürger ausspionieren als der Staat es je tun wird. Von Anonymus ganz zu schweigen.
Sie glauben sich also ausspioniert, hmm? Wo sind denn dann die Demos gegen Kameras an Tankstellen? Supermärkten? Schulen und Kindergärten? Bahnhöfen? Flughäfen? Leiden wir da nicht ein wenig unter Verfolgungswahn?
Und sechstens: Es gibt kinen rechtsfreien Raum. Das muß gerade für das Internet gelten deren Möglichkeiten gerade Kriminellen aller Art bislang ungeahnte Möglichkeiten bieten.
Im übrigen entnehme ich ihren Einlassungen (z. Bsp. Generika) das sie brav zwar das Anonymus Video verinnerlicht haben, aber offensichtlich nicht wirklich verstanden haben um was es wirklich geht. Nun gut, nennt sich Meinungsfreiheit und ihre ist nicht weniger wert als meine. Ich glaube wir können uns darauf einigen, BEIDE nicht im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein.
PS. Wissen sie, ihren letzten Satz KÖNNTE man fast als Drohung wahrnehmen. Aber ich bin schon lange nicht mehr in einem Alter, in dem mich derartige Dinge noch sonderlich beeindrucken würden.
PPS: Würden sich Anonymus Mitläufer nicht mit dem Cyberterror solidarisieren, wäre eine offene Diskussion über die Netzausgestaltung viel einfacher. Die ETA nimmt man auch viel ernster, seitdem sie der Gewalt abgeschworen hat. Was aber die Toten nicht wieder lebendig macht.
Der letzte Satz von ihm ist ja schon bekannt. Der Linuxhelfer spielt sich hier im Forum und Blog ziemlich auf, eine Klette fürs ZDF. Würde mich nicht wundern als wenn er sich hier zu Hause fühlt und sich was drauf einbildet.
Zunächst: Es ist lobenswert vom Autor, sich kritisch mit dem Phänomen auseinanderzusetzen. Anon ist als Phänomen sicher inzwischen auch weiten Teilen der Bevölkerung geläufig. Aber es gibt imho inhaltliche und logische Fehler im Text:
Zu 2: „Es hat einen leicht bitteren Beigeschmack, dass diese Ansagen in virtuellen Hinterzimmern ohne demokratische Legitimation erfolgen“ -> Differenzierung? Die betreffenden Chats stehen allen offen; jeder kann sich direkt mit Anonymous-Leuten in Kontakt setzen, sie ggf. auch auf der Straße ansprechen (in Berlin z.B. bei regelmäßigen Scientology-Protesten am Potsdamer Platz)
Zu 3: „Weil dabei häufig mindestens Urheber- und Verwertungsrechte verletzt werden, benutzt dort niemand seinen Realnamen.“ -> hier werden Ursache und Wirkung vertauscht: „Anonymous“ ist die Standardeinstellung des Image-Boards; hier klingt es so, als hätten Leute von Beginn diese Option absichtlich gewählt, um sich zu anonymisieren.
Zu 5: „anonymen Geheimbund“ -> Formulierung ironisch gemeint?
Zu 8: „Ursprünglich als Spaßbewegung gestartet” -> Nein! Bitte nicht so interpretieren, als „starte“ man eine Bewegung, das vertauscht erneut Ursache und Wirkung und geht am Kern der Sache vorbei; viele Dinge haben sich eher ergeben, aus der Community selbst heraus, gerade in der (unpolitischen) Anfangszeit – eine Besprechung des Begriffs “Schwarmintelligenz” wäre hilfreich gewesen
Zu 9: Den ersten Absatz halte ich, sorry, für ausgemachten Blödsinn. Die Anonymität zum Schutz des Einzelnen sollte man nicht mit der Zensur, die man bekämpfen will, vergleichen. Dass es auch zum Selbstschutz dient, stimmt natürlich wahr.
Anon ist sicher schwer einzuschätzen, nicht nur aufgrund der inneren Vielfalt und Konzeptlosigkeit, sondern auch weil es mittlerweile für alles und jeden herangezogen wird. Ich finde die Aussage, dass Anon eine “Idee” ist nur so halb richtig. Die Wahrheit ist viel einfacher: Anonymous ist ein Name, genauer: ein Kollektivname. Und jeder, der sich mit sowas auskennt, kann auch die Sachverhalte besser einschätzen.
Ich selbst habe eine eher positive Meinung zu Anon. Oben wollte ich jedoch nur auf einige imho inkorrekte Infos aufmerksam machen. lg
Das Problem ist das anonymous nur eine Idee ist die niemand genau definiert hat.
Es gibt niemanden der Entscheidungen trifft, keine Regeln an die sich jemand hält, keine allgemein gültige Meinung.
Deshalb gibt es auch keine Philosophie von anomymous.
In einer völlig dezentralisierten Sammlung von Individuen vertritt jeder die Meinung die er grade für richtig hält.
Von außen ist deshalb nicht zu unterscheiden was echt ist und was nicht.
Anders ausgedrückt: Wenn sich eine Gruppe findet die unter dem Namen Anonymous ein Pro-Rechts-Video auf YT hoch lädt ist das genauso “echt” wie ein Contra-Sony, Contra-KS oder Contra-irgendwas-Video … und genau da liegt das Problem dieser Idee.
Zu 2.: „Die betreffenden Chats stehen allen offen“: Stimmt, einfach Xchat auf SSL mit Port 6697 oder Proxy auf TOR, aber nicht den Nickserv vergessen! – Mit Verlaub: Daraus spricht die typische Hacker-Geisteshaltung einer (gewiss nur unbewusst praktizierten) digitalen Herablassung: Sollen sich doch Gastwirte, Krankenschwestern, Metallfacharbeiter, meine Oma und all die anderen, die nicht der IT-Front angehören, gefälligst die nötigen Kenntnisse aneignen, die nötig sind, um zu unbekannten Zeiten an nicht ganz einfach erreichbaren IRCs mit unbekannten Personen teilzunehmen. Und hat man das geschafft, entspricht das Mitchatten in #germany oder anderen Channels Ihrer Meinung nach bereits einem demokratischen Legitimierungsprozess?
Zu 3.: Ursache und Wirkung kann man hier gleich nochmal umdrehen: “Anonymous” ist deswegen die Standardeinstellung, weil es dort ja um nichts anderes geht: In “Image”-Boards wird selbstgeknipstes und selbstgemaltes eher nicht getauscht. Und die ersten Boards auf 4chan waren nun mal solche wie „Hentai“, da kann man den Wunsch nach Anonymität schon verstehen.
Zu 5.: Siehe Lexika, etwa http://de.wikipedia.org/wiki/Geheimbund – Natürlich gefällt es Anonymous, mehr noch seinen Fans nicht, dass es außerhalb der eigenen Propagandaschriften etwas kritischer wahrgenommen wird als sie es sich wünschen. (Mit derlei Angriffen auf ihr Image muss übrigens auch das Kollektiv der Massenverdummungsmedien leben.
Zu 8.: Das ist doch ein wenig spitzfindig, oder? Es wurde nie behauptet, “jemand” hätte die Bewegung gestartet. Und der Start einer Bewegung ist nun mal den Zeitabschnitt von “Nichtvorhandensein” bis “Anfangszeit”.
Zu 9. Das halte ich, sorry, für das Kernproblem, zusammen mit 10. Aber Mitglideer von Anonymous können das gerne in ihren FAQs differenzierter darstellen. Der “freie Informationsfluss” ist laut http://wiki.du-bist-anonymous.de/wiki/FAQ#Wer_oder_was_ist_Anonymous.3F das erklärte Hauptziel, “Koste es, was es wolle.” Natürlich stehen da auch so heitere Sachen drin wie “Wobei wir geistiges Eigentum respektieren.”. So so. Ich kann mir bildhaft vorstellen, wie diese Formulierung in die FAQ Eingang gefunden hat.
Mein Favorit: “Der Otto-Normalbürger wird also nicht von Aktionen durch Anonymous bedroht.” – warum erinnert mich das nur an staatliche “Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr”-Durchsagen?
LG
Im Internet möchten die einen anonym bleiben, aus welchen Gründen auch immer, andere wie z.B. Kunden eines Online-Shops möchten stets die wahre Identität des Händlers erfahren. Der Konflikt kann vielleicht nur durch ein geeignetes Gesetz gelöst werden. Man möchte sicherlich keine Anarchie im Netz sehen, das nur von den Menschen mit technischem Knowhow dominiert wird. So ähnlich würde es im realen Leben aussehen: Leute mit besseren Waffen haben das Sagen – das wollen wir doch nicht, oder?
Ganz so objektiv ist der Text nun auch nicht, zuerst heißt es Anonymous bestehe aus Einzelperson, und danach wird es so dargestellt, als ob die Gruppe Anonymous das Internet abschalten will:
“dass Anonymous am 31. März 2012 mal eben das komplette Internet abschalten will”
Diese Information ist auch falsch. Ein einziger Anon hatte dies in einer Diskusion per Twitter erwähnt, dass er es könne (durch Attacken auf die DNS-Server)
Aber das eben dies mehr als nur doof ist, sollte wohl jedem klar sein, denn wie organisiert man sich, wenn man niemanden privat kennt? Genau…übers Internet.
Dass dann aber hier wieder propagiert wird, dass Anonymous das böse ist, ist ebenso doof.
Und wieso wird das Anonymousvideo über ACTA hier dargestellt? Dieses Video ist mit Fehlern nur so bestückt. Dieses Video ist ebenfalls nur reine Propaganda einiger weniger und (leider) anscheind die einzige Quelle, die sich manche anschauen um sich über ACTA zu informieren.
Ob ACTA gut oder schlecht ist, will ich hier nicht beurteilen, dass sollte jeder für sich selbst machen, INDEM er sich aber nicht das oben genannte Video anguckt.
Gruß
Ich weiß es ist ein bisschen spät, aber ich bin auf den Artikel gestoßen und hab mich sehr über die Kommentare gewundert. Findet ihr nicht, dass ihr euch etwas zu sehr hineinsteigert?
Es ist unwahr, dass Anonymous nur eine Idee ohne Ziele und Regeln ist. Tatsache ist, dass die Ziele nicht von einem “Anführer” bestimmt werden, sondern vom Kollektiv, welches übrigens größtenteils aus mündigen und politisch informierten Bürgern besteht.
Würde Anonymous Terror unterstützen, würden sie nicht mehr ernstgenommen. Glaubt ihr wirklich die Leute, die Anonymous aus ehrlichem politischen Interesse unterstützen (also die “echten Anonymen”) finden es nicht ebenso schrecklich, dass ihr Name immer wieder als Rechtfertigung für Verbrecher missbraucht wird?
Anonymous hat eine Philosophie und ihr wichtigster Bestandteil ist meiner Meinung nach MEINUNGSFREIHEIT.
Dieser Artikel ist also kein Grund, andere Aufgrund ihrer Meinung zu beschuldigen oder zu bedrohen. Das gilt sowohl für Gegner als auch für Befürworter von Anon. Vor allem letztgenannte würden dabei ihrer eigenen Philosophie widersprechen.
lg ana
Hallo erstmal….
ich find den Beitrag soweit okay…aber was mich ja wircklich stört……das muss ich loswerden ,berichtet das ZDF oder auch ARD nur weils gerade Hip ist Anonymous in den News zuhaben …es sei angemerkt: Das ZDF und der ganze andere Haufen,GEZ,ARD… (Entschuldigung für meine Wortwahl) unterstützen das ACTA Abkommen und wollen es auch schnell vorantreiben ,informiert euch mal…und nur mal als Beispiel das Interview mit dem Iranischen Präsidenten wurde zensiert,da fehlen Stücke… wasn da los……sincerely Da Iggis