Herr Gauck: Wir müssen reden
Wir haben (bald) einen neuen Bundespräsidenten und das Netz ein neues Thema. Dabei zeigt sich: Das Netz vergisst tatsächlich nicht. Dies ist die erste Erkenntnis am Abend der allgemeinen Gauck-Glückseligkeit. Die Menschen nämlich, die neben ZDF heute journal, ARD Tagesthemen und Jauch parallel das Netz nutzen, machten sich sofort nach der Verkündigung “Habemus Gauck” ein eigenes Bild vom künftigen Bundespräsidenten.
Nach der überraschenden Einigkeit von Regierung und Opposition erfolgte gleich im Anschluss, quasi in Echtzeit, der Kandidatentest im Netz. Denn spätestens seit dem Fall zu Guttenberg wissen die Menschen mit Internetanschluss: Sie sind nicht mehr nur Zuschauer, sondern sie können sich sofort in die Diskussion einschalten und sie sind mittels eigener Online-Recherche in der Lage, sich ein eigenes Bild von den Politikern zu machen.
Und so landeten die Gauck-Durchleuchter mit den ersten schnellen Suchtreffern bei einigen Interviews des Bald-Bundespräsidenten aus vergangenen Tagen. Manche zogen daraus (vor)schnell ihre Schlüsse. Ihnen scheint auch Gauck plötzlich nicht mehr der Makellose, als der er vielen (im Vergleich zu Wulff) in den letzten Tagen erschien.
Es gibt Dinge, über die müssen wir reden, meinen heute viele auf Twitter: Allen voran die Themen Vorratsdatenspeicherung, Occupy und Thilo Sarrazin: Allesamt neuralgische Punkte in der Netzdebatte, zu denen Joachim Gauck in der Vergangenheit nicht gerade die im Netz vorherrschenden Positionen vertrat:
Yeah! #Gauck ist für #VDS, findet Überwachung der Linken gut, äußerte sich abfällig über #Occupy &lobte Sarrazin. Darum unbedingt wählbar!
triumphierten auf Twitter “CDU- und CSU-Stimmen” und einige andere als hätten sie jetzt Belege in der Hand, die auch diesen Kandidaten disqualifizieren. Wie Gauck nun wirklich zu Sarrazin steht, darüber lässt sich sicher noch streiten, aber seine distanzierte Haltung zur Occupy-Bewegung ist verbrieft und wird sicher noch zu weiteren Diskussionen im Netz führen.
Doch damit sind die Gauck-Kritiker noch nicht am Ende. Die kollektive Recherche zum Hashtag #Gauck hat gerade erst begonnen und wird in den nächsten Tagen sicher noch manches zu Tage fördern. Natürlich fand sich im Netz gleich als erstes ein Foto, welches Gauck (angeblich) mit Carsten Maschmeyer und Veronika Ferres zeigt und eher die Frage aufwerfen dürfte: Welcher Prominente wurde noch nicht mit diesen beiden Prominenten gemeinsam abgelichtet (der würde sich im Zweifel verdächtig machen!).
Verschwörungstheorien machen die Runde
Aber auch Verschwörungstheorien kursieren gleich am Tag eins nach der Gauck-Ernennung, wonach er nämlich ein “mediales Kunstprodukt” des Springer Verlages und der Agentur Scholz & Friends sei – mit einer entsprechenden Erwiderung eines ehemaligen Mitarbeiters der genannten Agentur. Und natürlich wird auch sein Verhältnis zu Stasi thematisiert.
Überhaupt dürfte zu harsche Kritik an Gauck für viele im Netz einem schmerzhaften Spagat gleichkommen. Denn vor nicht mal zwei Jahren war er DER Wunschkandidat für den politisch interessierten Netzbewohner. Er ist der erste Bundespräsident in der Geschichte der Bundesrepublik, der mit einer Internet-Fanschar in Schloss Bellevue einziehen kann.
Sogar Pro-Gauck-Flashmobs gab es schon und die Aktion www.wir-fuer-gauck.de fand 2010 ein breites Echo und Unterstützer in fünfstelliger Anzahl. Menschen, von denen sich heute viele auf den entsprechenden Facebookseiten zufrieden äußern: “So spielt das Leben, ich begrüße die Wahl von Joachim Gauck.” ist ein beispielhafter Kommentar von vielen auf Facebook.
Vielleicht aber wird dieser Jubel der ehemaligen Aktivisten in der Sache Gauck einer gewissen Katerstimmung weichen, denn bei aller Freude dämmert es einigen am Morgen nach der Verkündigung. Der SPD-Politiker Bjoern Boehning meint:
“Vermutlich RT @tagesspiegel_de: #Gauck wird der konservativste#Bundespräsident, den Deutschland je hatte ow.ly/9ap7W“
Der Tweet spielt auf einen mittlerweile viel zitierten und kommentierten Kommentar im Tagesspiegel an, der zu dem Ergebnis kommt, die Wahl Gauck sei “Merkels Meisterwerk”.
Gauck im Netz wenig aktiv
Gauck selbst hat zwar noch keinen eigenen Twitter-Kanal (unter https://twitter.com/#!/joachimgauck twittert noch jemand als sein selbsternannter Stellvertreter und “Twitterpräsident”) oder ein Facebook-Profil. Immerhin aber einen Youtubekanal, auf dem er sich am 1. Juli 2010 bei den “Unterstützerinnen und Unterstützern in der Netzgemeinde” bedankte, “die so phantasievoll und überraschend meine Kandidatur unterstützt haben.” und dem neuen Bundespräsidenten Christian Wulff zu seiner Wahl gratulierte.
In diesem Video begrüßte er es, “dass da wachsame Bürger sind und hinschauen, was die da machen, die die Politik ausüben. Und diese Ergänzung des Politischen durch die Mitwirkung der Vielen, das ist etwas, was mir ganz besonders am Herzen liegt und da werde ich auch dabei bleiben.”
Nun, das Netz hat begonnen hinzuschauen und es wäre schön, wenn wir Gauck hier beim Wort nehmen könnten und von ihm auch als Bundespräsident das Maß an Beteiligung und Transparenz fordern könnten, welches er sich in seinem Video wünscht. Sein Verhältnis zu eben dieser von ihm angesprochen Netzgemeinde wird er nun bald als gewählter Bundespräsident neu justieren müssen, denn das Video vom 1.7.2010 war leider das vorerst letzte.
(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)
29 Kommentare | 20. Februar 2012 | 14:05 Uhr |
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Es ist eine “Verschwörungstheorie”, dass Gauck von der Bildzeitung penetrant gehypt wurde? Dass die Idee urpsrünglich von Thomas Schmid von der Welt kam? Er war gar nicht wochenlang auf der Bild-Titelseite? Dann hatte ich wohl Halluzinationen. Gauck ist der Präsident für die Leute, die auch Lena, Guttenberg und Sarrazin toll fanden, nachdem die Bild für sie geworben hatte. Er passt ja auch zu dieser Zeitung, nur zu mir passt er leider gar nicht, und das ist jetzt keine Verschwörungstheorie.
@Leser788388884: Ja, das ist eine Verschwörungstheorie. Oder falsche Wahrnehmung. – Im nachhinein? Vielleicht mit Absicht?
Ich kann mich noch lebhaft an die Wochen der Kandidatenkür erinnern. Und an meinen ersten Gedanken, als Gauck auch auf der Titelseite der Blind ankam: “Jetzt kann er’s nicht mehr schaffen!” Die eigentliche Kampagne seiner Unterstützer begann viel früher und hatte sich mit der “Unterstützung” duch Blind erledigt.
Es braucht nicht das Netz, um hinzuschauen und ein wachsamer Bürger zu sein, und der angesprochene freundliche Dank an die Netzgemeinde ist nicht unbedingt die Verpflichtung für eine starke Präsenz im Netz.
Für den ersten Mann im Staat kommt es sicher in erster Linie darauf an, WAS er sagt und zu welcher Gelegenheit. Die anschließende Verbreitung dieser Aussage kann ich mir natürlich auch ganz prima via Internet vorstellen, aber ich sehe hier keine Aufforderung an den designierten BP, selbst dafür Sorge zu tragen. Und Transparenz bedeutet auch nicht, jedem Individuum bis in die Speisekammer und noch weiter zu schauen.
Unter dem Stichwort Transparenz wünsche ich mir die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und der vertretenen Haltung. Mit wem der BP essen geht oder oder wo er Urlaub macht ist da weniger von Belang und darf erst dann Interesse finden, wenn es wirklich Anlaß dazu gibt, wie wir in den vergangenen Wochen ja erfahren durften, obgleich da sicher auch über das Ziel hinaus geschossen wurde.
Ich hoffe, daß die deutsche Gesellschaft dies auch wieder auf ein natürliches Maß an Interesse zurückfahren kann. Die Medien – und hier schließe ich auch alle, die sich “informierend” im Internet tummeln ein – sind hier aufgerufen, Normalität einzufordern, um wieder etwas wachsen lassen zu können: Damit der wachsame Bürger nicht der verbitterte Mann hinter der Gardine ist, der jede Regelwidrigkeit seiner Nachbarn notiert und zur Anzeige bringt, sondern daß wir alle wachsame Bürger sind oder werden, die ein Gespür dafür haben, was sich schickt und was nicht, was ein Politiker sich nicht erlauben darf oder wo er dann auch wieder “nur Mensch” ist und sich sein Handeln der Kritik der Öffentlichkeit entzieht.
Vielleicht verbirgt sich darin ja mal eine Aktion für unsere wachsame “Netzgemeinde”.
Nach Wulff kann Gauck nur eine Bereicherung darstellen. Und was die Kritik an seiner Pro-Sarrazin-Haltung angeht… er kämpfte schon in der DDR gegen Unterdrückung und Meinungsdiktatur!!!
Der Kampf von Joachim Gauck. Siehe Webseite.http://www.rationalgalerie.de/
“er kämpfte schon in der DDR gegen Unterdrückung und Meinungsdiktatur!!!”
Das wird nun schon seit Jahren immer und immerwieder wiederholt. Allein die Nachweise fehlen.
Dafür aber gibt es genügend Hinweise für’s Angepaßte und Sich-Andienende. 1989 dann der typische Wendehals. Den gab’s nämlich auch außerhalb von Partei und Staat.
Bitte einfach mal über den Tellerrand sehen und mal was anderes lesen, z.B.:
http://www.freitag.de/politik/0018-wiedersehen-herr-gauck
linksammlung: http://klappe.blogspot.com/
@Kurt Gödel
Ach, da her weht der Wind…
Herr Gauck hat große Verdienste in der Aufarbeitung der Stasivergangenheit. Auch die Bewegung zur Wende in der ehemaligen DDR hat er mutig und auch zeitig unterstützt.
Doch das alles sollte uns nicht darüber hinweg täuschen, dass Herr Gauck ein brillianter Selbstdarsteller ist, der seine Meinung als die richtigte betrachtet und für mich nicht hinterfragt, ob es nicht auch eine andere Wahrheit neben seiner Eigenen gibt.
Mir sind solche ICH-Menschen immer suspekt!
Da wäre mir ein demütiger Herr Huber um vieles sympatischer!
Die ja im Netz öfter zu hörende Anrede in der Überschrift drückt geradezu exemplarisch die ganze Dreistigkeit, Ungehobeltheit und Anmaßung der sogenannten “Netzgemeinde“ aus. Garnichts muss der Herr Gauck, auch nicht mit irgendwem reden. Mit solchen Umgangsformen desavouiert man sich selbst und eigene Anliegen gleich erstmal selbst.
Auf jeden Fall hat Herr Gauck in seinem Leben schon Gelegenheit gehabt, Zivilcourage zu beweisen und dies auch getan. Er hat sich unter Gefahr für die Demokratie eingesetzt und kann dadurch auf jeden Fall eine Vorbildfunktion erfüllen. Als Bundespräsident ist es nicht seine Aufgabe, bestimmte Meinungen zu vertreten oder Entscheidungen durchzusetzen, sondern vor allem Werte zu vertreten.
Das traue ich ihm auf jeden Fall zu, auch wenn ich vielleicht in den Punkten Vorratsdatenspeicherung oder Sarrazin nicht einer Meinung mit ihm bin.
Lustige Anagramme auf “Joachim Gauck”:
Ich juck Oma AG
Coca Jim Gaukh
o ja ich guck ma
ja ich MC Gau ok
ja ich guck Oma
ja hi guck Coma
oh ja Gucci kam
ach juck Amigo
magic Koch jau
Gucki Macho ja
magic Jauch ok
ja Kuh Comic AG
Gaucho Mick ja
Joga kaum chic
Quelle: http://www.facebook.com/lustige.anagramme
Gauck ist ein Neoliberaler, ein christlicher Fundamentalist und ein Sarrazin Fan!
So einer darf sich nicht das Bundespräsidentenamt erschleichen!
Gauck hat nichts drauf, ausser über DDR Themen zu quasseln, was aber keinen interessiert! Gauck ist von Vorgestern, ein politischer Neandertaler!
Wenn man den Kandidaten googelt, stösst man auf vielen Seiten auf Stichworte wie “IM Larve”/”Terpe-Papiere”.
Warum wird DAS nicht öffentlich diskutiert ? Falls da auch nur ein Körnchen Wahrheit dran ist, wäre seine Wahl zum BP ein Skandal par excellence.
Mein Präsident wird Joachim Gauck nicht !
In der ehemaligen DDR gab es schon viele die Sonntagsvormittag die Kirchengemeine abgekannzelt haben im Gotteshaus und nachmittags, bei Kaffee und Kuchen in einer Konspirativen WE ihrem Führungsoffizier Bericht erstatteten. Ob Gauck das auch gemacht hat weiß ich nicht, aber möglich wär es schon. Von Freiheit zu faseln rund um die Uhr, so wie der “Genosse” Gauck das macht, kann nur einer, der jedenfalls so viel Geld hat das er sich diese “Freiheit” auch leisten kann. Harz 4 Empfänger oder Rentner mit 470 Euronen können das nicht. Nun soll Gauck es mal versuchen die zusammen zu bringen die zusammen gehören, die Reichen bis super Reichen und die Armen bis super Armen. Nur das glaube ich, ist diersem Wichtigtuer egal. Hauptsache ist, er kann weiter von Freiheit faseln. In der DDR hätte der Angeber sich doch gerade machen können, gegen die Herschenden, ich habe nie von dem etwas gehört. Von mir schon.
“Ob Gauck das auch gemacht hat weiß ich nicht, aber möglich wär es schon.” Was soll das eigentlich, Herr Wendt ? Was Sie für möglich halten, ist nicht wirklich maßgeblich, zumal es sich auf lediglich Ihre Fantasie stützt.
Dass es viele kirchliche Mitarbeiter gab, die auch für die Stasi gespitzelt haben, ist leider wahr, hat aber nichts mit Herrn Gauck zu tun. Ihr Kommentar ist – von Frust getragen – einfach nur Rufmord.
Ihrem Wunsch, die “Superarmen” und die “Superreichen” zusammen zu bringen, möchte man zustimmen. Schön wär’s, wenn es Herrn Gauck gelingen würde, hierfür mehr Aufmerksamkeit zu schaffen. Denn mehr als das ist im Amt des Bundespräsidenten nicht möglich. Die praktische Politik machen andere.
Aus Ihnen spricht Frustration, Herr Wendt! Wenden Sie Ihren Blick von der negativen auf die positive Seite der Welt!
Man könnte meinen, Sie würden sich wünschen, dass nur ein Harz-4-Empfänger Bundespräsident werden darf. Glauben Sie, dass der dann die schwierige Situation der Harz-4-Empfänger verbessern könnte?
Jeder ist für sich selbst verantwortlich und in der Demokratie aufgefordert, sich selbst stark zu machen, zum Beispiel, indem er sich mit Gleichgesinnten zusammentut und eine Partei gründet, etc.
Das steht jedem frei. Und Herr Gauck steht genau dafür ein. Das steht bei ihm im Vordergrund. Wulffs Problem war, dass bei ihm Korruption im Vordergrund stand. Mit Gauck sind wir dagegen sehr gut beraten.
Irgendwie stell’ ich mir das lustig vor, wenn “das Netz” und Herr Gauck miteinander reden.
Auf der einen Seite: Her Gauck, jemand der sich mutig für die eigenen Rechte — und die anderer –eingesetzt hat. Und das in einem Staat, der Menschen wegen ihrer “abweichenden” Meinung hinter Gitter sperrte, ihr Privatleben und soziales Umfeld infiltrierte, oder sie an der Mauer erschiessen ließ.
Und auf der anderen Seite? 19-jährige Netzaktivisten, die Diktatur nur aus dem Geschichtsbuch oder den Medien kennen. Die sich im Netz gerne bewundern lassen, wenn sie im Schutze der Pressefreiheit gegen ihre selbst erfundenen Feindbilder an-bloggen. Die Herrn Schäuble mit der Stasi in einen Topf werfen, wenn es der Online-Kriminalität an den Kragen geht, und laut “Zensur!” schreien, wenn Frau v.d.Leyen Pädo-Seiten sperren will. Für die Freiheit nur noch als politischer Kampfbegriff oder als Rechtfertigung des eigenen Ego-Trips taugt.
Ja, Liebe Netzgemeinde, vielleicht muss Gauck mit euch reden. Aber was, um alles in der Welt, glaubt ihr, kann er von euch lernen??!
Es ist schon erstaunlich, das Gauck noch nicht mal gewählt ist und doch jeder schon zu wiseen glaubt, wie es weitergeht !
Von dem was gesagt wurde mag ja das eine oder andere stimmen, ist vielleicht zu verurteilen oder zu korrigieren…doch so kann man eine BP nicht in das Amt begleiten.
Lassen Wir und doch überraschen was er aus dem Ärmel zaubert, mit 72 ist das Verstehen und Lernen noch nicht zu Ende.
Wer für die Freiheit, so abstrakt dieser Begriff auch sein mag, erfolgreich zu Felde zog, dem muß man auch Freiheit zubilligen, ein Amt auf SEINE Weise zu gestalten.
Wer Ihm vorwirft, zu wenig von Gerechtigkeit geredet zu haben, der soll dennoch selber gerecht sein, auf das zu warten, was er zu diesem Thema zu sagen hat.
Nun noch eine Bemerkung in eigener Sache:
Zunehmend bekommt die Politik einen protestantischen (Arbeits-) Ethos in diesem Land, ich vermisse die katholische, rheinische Gelassenheit
der alten Republik. Wir reden von Freiheit, doch was nützt sie wenn keine Gerechtigheit, kein Frieden, nicht das menschliche Prinzip “Brot für Alle” herrscht. Ohne Sie ist Freiheit ohne Wert, nur eine hohle Floskel.
Reisen Sie durch Deutschland, Herr Gauck und hören Sie den Menschen zu !
Sehr geehrter Herr Herbstlich, ganz so wie Sie es sehen ist es nicht, ich gehörte in den letzten Tagen des Unterganges der DDR, zur Gruppe “Staatsbürgerschaftsrecht der DDR” wir haben unsere Haut für den verkommenen Kapitalismuß gegen die Schlägertrups des MfS zu Markte getragen. Für ein besseres Leben in der sogenantten Freiheit der BRD nur besser ist hier nichts. Wenn es der herschenden Klasse reicht schlägt diese vor allem Diese dehnen aufs Maul die was gegen sie haben, meist hinterhältig, aber sie schlägt. Das taten die Herschenden in der DDR erst recht, sehr offen. Nur schmerzen verursachen beide Schläge. Ich kannte Schnur, ich kannte Klier, Kraftschik, Stolpe und viele mehr, nur von dem mutigen Freiheitsapostel Gauck hörte ich nie etwas, jedenfalls nicht in der DDR. Heute mit einer überdimensionierten Rente von Freiheit rund um die Uhr faselnd zu Schwärmen ist leicht für Gauck. Im stillen Kirchenkämmerlein in Rostock zu sitzen und abzuwarten bis andere die Eisen aus dem Feuer holten war auch leicht für Gauck. Eingesezt für ander hat gauck sich nie.
Hallo Uwe, mehr wagen Sie ja nicht von sich preiszugeben, aber andere als frustriert hinzustellen, vor allem Menschen die Sie nicht einmal kennen da sind Sie ganz Mutig und meine Weltsicht (Weitsicht) mag, dass kann ich nicht beurteilen, größer sein als die Ihre. Was lieber Herr Uwe machen wir nur mit den Schwachen im Kapitalismuß, wenn es nach Ihnen geht weiter unter der Brücke schlafen, bei Wind und Wetter, nehme ich an. Die Hand reichen den Armen, aufrichten die Gefallenen wie in der Biebel geschrieben, dass Herr Uwe ist meine Weltsicht und nicht Kriege nicht Verderben um jeden Preis und verdammen alles was nicht so ist wie wir es gern hätten. Eigentlich hätte ein Wort gereicht Nächstenliebe. Ja Herr Uwe, ich hätte nichts gegen einen Harz 4 Empfänger als Bundespräsidenten vorausgesetzt, er wäre dazu mit all seinen Sinnen in der Lage. Auch Herr Wulf verdient, trotz seiner Fehler Respekt.
Herr Herbstlich, ich schreibe nun noch einmal, bitte mal “IM Larve” oder hat Gauck garnicht so eine weiße Weste? nachschauen, da steht mehr drin was mir bekannt war. IM Larve war ein Prediger aus Rostock der auch fürstlich beschenkt wurde von den Stasioberen. Nun warte ich auf Ihre Antwort nach dem Sie über Larve gelesen haben.
Gute Gefühle beim Lesen. Auch für Nurvorname Uwe gedacht.
Grüße Ronald
Am 17. Juni 2010 (erinnert sich noch jemand, was der 17. Juni für ein Tag ist?) verglich ich Christian Wulff mit Joachim Gauck:
http://zonenblog.blogspot.com/2010/06/wer-ist-eigentlich-dieser-joachim-gauck.html
Dem ist aus meiner Sicht bis heute nichts hinzuzufügen. Und da wir in einem Land leben, in dem die Leitlinien der Politik nicht vom Staatsoberhaupt, sondern vom Regierungschef bestimmt werden, kann ich gut damit leben, wenn herr gauck in zukunft Meinungen äußern sollte, mit denen ich nicht übereinstimme. Es ist nicht seine Aufgabe, mir nach dem Munde zu reden. Er soll uns repräsentieren – und da gefällt mir ein Ex-Bürgerrechtler besser als ein gesetzesvergessener Parteisoldat.
Wieso heisst es, Herr Gauck wäre der “Präsident der Herzen”?
Mich würde interessieren, wie es zu einer solchen Aussage kommt?
Gab es eine Umfrage unter den Bürgern? Wenn ja, wieviele wurden befragt? Ein Fernsehspot, in dem eine Handvoll Menschen einige positiv angefärbte Stellungnahmen von sich geben sagen doch gar nichts aus.
Ich erwarte von den Medien mehr Neutralität!!
Herr Gauck ist nicht Präsident meines Herzens und es ist mir auch sonst niemand bekannt, dessen Herzenspräsident er wäre.
Übrigens: Wulff war es auch nicht.
Es ist traurig, dass Deutschland (oder die Politik?) anscheinend niemand zu bieten hat, vor dem wirklich der Großteil der Bevölkerung Achtung und Respekt haben kann.
tja Miss Piggy,
ein politisches System, daß sich so den Interessen des Finanzkapitals unterwirft, wie die kapitalistischen “Demokratien”, ist letztlich diktatorisch und kann wohl kaum Achtung und Respekt des Großteils der Bevölkerung erwarten. Das ist auch Ursache der Politikverdrossenheit, über deren Gründe Politiker aller (kapitalistischer) Coleur
scheinheilig rätseln. Wie soll ein solches System jemanden (auf)bieten, der Achtung und Respekt erzielt ???
Beate Klarsfeld, von der heute.de fälschlicherweise behauptet, daß sie N U R wegen ihrer bewundernswerten Ohrfeige für den Altnazi Kiesinger bekannnt wurde, wäre eine solche Person, weil sie stets Rückgrad in ihrem konsequenten und mühseligen Kampf gegen braune Verbrecher und Menschenrecht bewiesen hat.
Ganz anders als Gauck, von dessem “mutigen Eintreten gegen die Stasidiktatur” seltsamerweise wenig bis garnichts bekannt ist. Daß er später als oberster Inquisitor der Stasibehörde mit viel Geld und Mitarbeitern ausgestattet zum bundesdeutschen Mc Carthy seine Antistasi-Stasipolitik betreiben durfte, war genauso schwierig, als wenn ein Elefant einen Styropurballen umwerfen müßte.
Ob der Herr Gauck wohl genauso konsequent wäre, wenn er die Verfassungsschutzakten aufarbeiten müßte ? Also bundesdeutsche und länderbezogene Staatssicherheitsbehörden, die unliebsame Parlamentarier, Journalisten, Autoren und politisch aktive Bürger ausspähen (und tonnenweise Akten anlegt)und gleichzeitig Nazis finanziert und rechtsradikale Straf-taten und -täter “übersieht”.
Nun. Genauso wie Wulff erst im 3. Wahlgang gewählt und damit das Omen des 3.Wahl-Präsidenten erworben hat, hat auch Gauck bereits 2 gescheiterte Versuche, in dieses rettungslos diskreditierte Amt zu gelangen, hinter sich. Also auch wieder nur 3.Wahl.
Nachdem der letzte Präsident sich wie der Esel im Wulffspelz relativ schnell selbst zerlegt hat, bleibt nur zu hoffen, daß es der sarazzinische Gauckler, bürgerrechtsfeindlich occupydiffamierente und Hartz4-Verteidiger genauso oder noch schneller hinkriegt.
Aber wenn würden sie uns dann servieren ? – statt endlich die Menschen selbst über ihrem Präsidenten abstimmen zu lassen.
Dann noch eine eine Anmerkung zum Thema Umfragen ?
Umfragen sind sich selbt erfüllende Prophezeiungen. Die meisten Menschen laufen leider nur zu gerne der tatsächlichen oder vermeintlichen Mehrheit hinterher.
Indem man bestimmte Personen oder Ansichten in “Umfragen” favorisiert oder nach unten treibt, erreicht man das gewünschte Ziel. Umfragen folgen nicht der Meinung, die Meinung folgt den Umfragen.
Eigentlich brauchen wir gar keinen Bundespräsidenten.
Der ist so überflüssig wie die Königing von
England!
Aber Deutschland ist ein Land, welches nur extrem langsam reagiert.
Und wenn es mal schnell und überraschend geht (z.b. bei der Energiewende), dann sind die Entscheidungen meistens äußerst schlecht!
Also: Gauck for Bundespräsident + Bundespräsident abschaffen ab 2222
Ja, Yusuf,
die politischen Umstände sehe ich ähnlich wie Du, ich empfinde unsere kapitalistische Demokratie auch schon länger nicht mehr als demokratisch.
Ich habe mit meiner obigen Aussage nur meinem Unmut über die besagte Äußerung der Medien gemacht. Die Sache mit den Umfragen sehe ich ebenso.
Direkte Abstimmungen, nicht nur bzgl. der Präsidenten, würden sicher völlig andere Ergebnisse bringen (wohl deswegen auch nicht gewünscht)
Ich meine auch, wir bräuchten keinen Präsidenten. Das Geld könnte weitaus sinnvoller eingesetzt werden!!!
(or: MissPiggy for president? Hübsch lächeln könnt ich für das Geld auch!)
sorry, ….
es muss natürlich heißen:
…..Ich habe mit meiner obigen Aussage nur meinen Unmut über die besagte Äußerung der Medien ausdrücken wollen……
[...] zu interpretieren sind. Die Diskussion begann unmittelbar, nachdem Gauck als Kandidat feststand (Hyperland berichtete), und nahm in den folgenden Tagen unter der Überschrift “Guter Gauck, böser Gauck” an [...]
Herr Gauck ist ein Bundespräsident der rethorisch und persönlich überzeugt. Dieser Mann hat dem Deutschen Volk in Ost und West etwas zu sagen.
Ein Lichtblick im Amt des Bundespräsidenten seit Richard Weizäcker.