Apple: Der wohlwollende Diktator

iBooks Author ermöglicht das einfache Erstellen von E-Books (Quelle: Screenshot)

iBooks Author ermöglicht das einfache Erstellen von E-Books (Quelle: Apple)

Mit Apples kostenlosem Tool “iBooks Author” kann jeder am Mac einfach und schnell ansprechende E-Books gestalten. Verkaufen darf man sie bisher allerdings ausschließlich im iBook-Store und auch nur, wenn Apple dies gutheißt.

Als Apple Anfang des Jahres auf einer Pressekonferenz in New York sein neuestes Programm “iBooks Author” vorstellte, war die Freude unter Mac-Anwendern groß. Endlich gab es ein Werkzeug zur einfachen Erstellung ebenso anspruchsvoller wie ansprechender E-Books. Und das auch noch kostenlos.

Doch nach einem Blick in die Lizenzbestimmungen wich die Freude rasch der Ernüchterung. Denn hier hatte Apple im Punkt 2 B die Kröte versteckt, die jeder schlucken muss, der das Programm nutzen möchte:

“(i) wenn Ihr Werk kostenlos […] bereitgestellt wird, haben Sie das Recht, das Werk mit jeglichen verfügbaren Mitteln zu verteilen;
(ii) wenn Ihr Werk gegen eine Gebühr […] verteilt wird, dürfen Sie das Werk nur durch Apple verteilen, wobei […] Apple […] das Recht [hat], Ihr Werk aus jeglichem Grund und nach eigenem Ermessen nicht zur Verteilung auszuwählen.”

Und damit da auch keine Missverständnisse aufkommen, folgt der nächste Absatz gefettet:

“Apple trägt keine Verantwortung für jegliche Kosten […], die Ihnen aus der Nutzung dieser Apple Software entstehen können, einschließlich […], dass Ihr Werk möglicherweise nicht für die Verteilung durch Apple ausgewählt wird.”

Im Klartext: Wer mit seinem mit “iBooks Author” erstellten E-Book Geld verdienen möchte, der kommt an Apple nicht vorbei und muss mit dem Risiko leben, dass Apple das Werk ablehnt. In diesem Fall ist alle investierte Zeit und Mühe für die Katz, eine andere digitale Vertriebsform gibt es für das fertige Werk nicht. Dem Autor bleibt dann nur, sein Werk entweder zu verschenken oder es in einem anderen Programm komplett neu zu gestalten, um es anschließend über andere Wege verkaufen zu können. Das ist ein dicker Hund, oder, wie es Apple-Blogger John Gruber kommentierte: “This is Apple at its worst“.

Wer also etwa daran dachte, mit “iBooks Author” ein Sexualkundebuch zu erstellen, sollte sich von diesem Gedanken lieber wieder verabschieden. Wie viele US-Unternehmen reagiert Apple hier mitunter ausgesprochen prüde und das Risiko, dass Apple ein derartiges Werk ablehnt, ist hoch.

“Beispiellose Dreistigkeit”

Während erboste Autoren Apple unglaubliche Gier und beispiellose Dreistigkeit attestierten, spielen andere die Bestimmung herunter: Schließlich sei “iBooks Author” kein allgemeines Autoren-Tool und werde von Apple auch nicht so vermarktet, sondern ein Programm, das E-Books erzeugt, die ausschließlich auf dem iPad mit iBooks 2 korrekt angezeigt werden können. Zwar basieren diese E-Books auf den offenen Epub-Standard, wurden von Apple aber um proprietäre Erweiterungen ergänzt, mit denen (zumindest aktuell) nur die iBooks-Software etwas anzufangen weiß. Und überhaupt sei fraglich, ob Apple die Lizenzbestimmung auch tatsächlich vor Gericht durchbekäme.

Die anfängliche Empörung um die Lizenzbestimmungen von “iBooks Author” hat sich inzwischen wieder gelegt. Zurück bleibt für die Kritiker ein ungutes Gefühl und die Empfehlung für Autoren, “iBooks Author” entweder ganz zu meiden oder es zumindest nicht als einziges Werkzeug zu benutzen.

Der wohlwollende Diktator

Also alles halb so wild? Einerseits ja, andererseits aber führen die Lizenzbestimmungen von “iBooks Author” eine eher bedenklich stimmende Entwicklung fort, an deren Ende Apple als “wohlwollender Diktator” einer Welt steht, die ausschließlich nach den Regeln funktioniert, die man in Cupertino für gut befindet.

Den ersten Schritt in diese Richtung machte Apple im Juli 2008 mit der Einführung des App Stores für iOS. Wer ein Programm offiziell auf’s iPhone oder iPad bringen möchte, der muss es von Apple prüfen lassen und kann es ausschließlich über den App Store verkaufen.

Im Januar 2011 folgte der Mac App Store, der für den Mac das werden soll, was der App Store für iPhone & Co ist. Noch ist es für Entwickler möglich, den Store zu ignorieren, doch fällt dies mit seinem wachsenden Erfolg immer schwerer. Besonders für kleine Entwicklerteams ist der Mac App Store zu reizvoll, als dass sie ihn ignorieren könnten. Entsprechend sind in den letzten Monaten immer mehr Anbieter dazu übergegangen, ihre Programme über den App Store zu vertreiben.

Sollte “iBooks Author” trotz Kritik an den Lizenzbestimmungen so erfolgreich werden wie die beiden App Stores, dann ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis Apple auch den Mac App Store für exklusiv und verbindlich erklärt. Dann wäre Apples Kontrolle über die Verwertungskette komplett und von der Hardware über Software bis zu den Inhalten läge am Ende alles in Apples Hand: Schöne neue Apple-Welt.

Update: Zu Apples Änderungen der Lizenzbestimmungen

In den Kommentaren zu diesem Beitrag wird mehrfach darauf hingewiesen, dass Apple die Lizenzbestimmungen für iBooks Author nach der heftigen Kritik, die der Konzern dafür einstecken musste, geändert hat und der Artikel damit also hinfällig sei.

Dabei handelt es sich leider um ein Missverständnis. Die Änderungen betreffen lediglich einen in der ersten Fassung ein wenig schwammig formulierten Punkt, der, mit etwas bösen Willen, die Interpretation zuzulassen schien, Apple versuche mit den Lizenzbestimmung die Rechte am Inhalt eines mit iBooks Author erzeugten E-Books zu erschleichen und einem Autor also verbieten zu wollen, sein Werk mit einem anderen Programm in anderer Form zu gestalten und zu verkaufen.

Das ist nicht der Fall.

Apple geht es ausschließlich um die E-Books, die mit iBooks Author im Format “.ibooks” erzeugt werden – also um die Form, nicht um den Inhalt. Dieser bleibt, selbstverständlich, Eigentum des Autors. Es ist auch möglich, ein mit iBooks Author gestaltetes Buch als PDF zu exportieren und, wenn man möchte, es in dieser Form zu verkaufen (dass dabei so manches verloren geht, was man sich als Autor bei der Gestaltung seines E-Books gedacht hat und es vielleicht nicht allzu sinnvoll ist, für ein PDF ausgerechnet iBooks Author einzusetzen, steht auf einem anderen Blatt).

An den zitierten Passagen der Lizenzbestimmung hat sich nichts wesentliches geändert. Sie lauten nun:

“(i) wenn das Werk kostenlos (ohne eine Gebühr) bereitgestellt wird, haben Sie das Recht, es mit jeglichen verfügbaren Mitteln zu verteilen;

(ii) wenn das Werk gegen eine Gebühr […] verteilt wird und Dateien in ibooks-Format enthält generiert durch iBooks Author, darf dieses Werk nur über Apple verteilt werden […].

Apple trägt keine Verantwortung für jegliche Kosten […], die Ihnen aus der Nutzung dieser Apple Software entstehen können, einschließlich […], dass Ihr Werk möglicherweise nicht für die Verteilung durch Apple ausgewählt wird.”

Anders gesagt: Die in diesem Beitrag vorgetragene Argumentation wird von diesen Änderungen überhaupt nicht berührt. Daher wurde ursprünglich darauf verzichtet, auf dieses Detail hinzuweisen – was hiermit nachgeholt wird.

(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)

 

Autor: Giesbert Damaschke

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Giesbert Damaschke studierte Germanistik und Philosophie in Bonn und arbeitet seit über 30 Jahren mit Computern. Er unterrichtet, schreibt und lebt in München. Im Netz ist er unter www.damaschke.de zu finden.
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42 Kommentare

  • odak
    14.02.2012, 13:47 Uhr.

    Diese Meldung kommt zu spät, Apple längst reagiert und zwar schon vor über einer Woche:

    http://www.maclife.de/iphone-ipod/ipad/apple-aktualisiert-ibooks-author-praezisiert-lizenzbedingungen

    Apple kontrolliert alle Inhalte im Store für die iDevices, das hat nicht nur Nachteile, Google hat bei Android ein ernstzunehmendes Sicherheitsproblem aufgrund der fehlenden Kontrolle (aber bevor ihr das jetzt meldet: Auch Google weiß das längst und arbeitet an einer Lösung).

    Wer weiß, wie vergleichsweise leicht sich PDFs für Angriffe auf IT-Systeme nutzen lassen, indem Hintertüren durch Ausnutzung von Sicherheitslücken geöffnet werden, kommt schnell dahin, das ein Validierungsprozess durchaus sinnvoll sein kann.

    Bei den Menge an Inhalten, die für iDevices erstellt werden, muss Apple irgendwie auch den Validierungsprozess praktikabel gestalten, schon heute braucht Apple bei Apps für iDevices ungefähr 4 Wochen für den Validierungsprozess (mal mehr mal weniger), weil sie der Flut kaum Herr werden.

    Ich bin auch kein Freund von zuviel Kontrolle, aber das Geschrei der Medien möcht ich mal erleben, wenn Apple sexuell anstößiges Material über seine Plattform veröffentlichen würde.

    Übrigens kann man auch PDFs außerhalb des iBook-Stores auf das iPad bringen und lesen, man hat dann nur nicht alle Vorteile der Plattform, aber man kann durchaus auch ne Website mit eigenem Bezahlsystem betreiben, dort das PDF runterladen und dann mit nem PDF-Reader am iPad betrachten.

  • Meister
    14.02.2012, 13:47 Uhr.

    Das ist wohl investigativer Journalismus, der nicht mal richtig mit Google recherchieren kann.

    Apple hat nämlich bereits mit Einführung von iBooks Author 1.0.1 die NUtzungsbedingungen klargestellt, dass sich die Beschränkung erstellte eBooks nur über Apple zu verkaufen, lediglich auf eBooks im proprietären .ibooks Format von Apple bezieht.

    Der Verkauf in anderen Formaten ist davon nicht berührt. Kann man unter anderem hier nachlesen:

    http://www.makeuseof.com/tag/apples-updates-ibooks-author-license-agreement-news/

    Aber gegen Apple ist ja gerade hipp…

  • Günter Gischler
    14.02.2012, 14:08 Uhr.

    So ziemlich das erste, was ich in der Betriebswirtschaft gelernt habe war: “Ziel eines Unternehmens ist es Geld zu verdienen”. Das scheint im Falle Apple immer wieder etwas böses zu sein. All die oben angesprochenen Vermarktungsstrategien sind brilliante Ideen zum Geldverdienen und werden tüchtig imitiert, nur funktioniert’s bei den anderen dann meistens nicht oder man muß mit dem Makel des ewigen “Zweiten” leben.

    Viel zu oft werden in diesen Artikeln die Risiken betrachtet. Wo bleibt die Beschreibung der Chancen? Apple stellt eine Platform zur Verfügung, die die Publikation einer Art Buch ermöglicht. Klassisch betrachtet war dies über verlage in der vergangenheit sehr schwierig und auzch da war die Alternative: Kompromisse eingehen oder woanders hin. Daß die Systeme hier korrespondieren und eine gewisse Exklusivität fördern ist vielleicht ärgerlich aber folgerichtig: Ich überlasse auch keinem Werkzeuge umsonst, damit er dann woanders damit sein Geld verdient und nicht einmal für die Werkzeuge einen Obulus zahlt.

    Und der App Store hat sicherlich einige Entwickler mit Produkten nach vorn gebracht, die auf herkömmlichen Wege nie auch nur einen Cent verdient hätten. Man betrachte sich mal die Preise der Apps….

    Warum nur fordert jeder diesen überzogenen Altruismus von Firmen, insbesondere wenn es mit IT zu tun hat? Aufklärung über derlei ist selbstverständlich eine gute und notwendige Sache, aber die ewig gleiche anklagende Wertung ist mir ein bißchen zu viel.

    • Zeitportal
      14.02.2012, 20:00 Uhr.

      >>> »So ziemlich das erste, was ich in der Betriebswirtschaft gelernt habe war: “Ziel eines Unternehmens ist es Geld zu verdienen”.«

      Na, da haben wir es schon: Ich dachte nämlich immer, Ziel eines Unternehmens sei es, Wertschöpfung zu betreiben (was dann als Sekundär-Effekt das Verdienen von Geld nach sich ziehen sollte, falls alles mit rechten Dingen zugeht).

      Solange dabei keine neuen Werte entstehen, handelt es sich beim Geldverdienen aber um nichts weiter, als um eine reine Umverteilung des Geldes, mit dem einzigen Ziel, möglichst leistungslos die einen reicher und die anderen ärmer werden zu lassen.

      >>> »Man betrachte sich mal die Preise der Apps«

      Na ja, wenn es nur die Preise wären. Unter der Nummer 300592930387 in einem Auktionshaus hat sich das mal jemand näher betrachtet, derjenige kam aber aus diversen Gründen zu keinem besonders positiven Ergebnis für Apple – trotz der Preise.

      Beim Apple iPad oder iPod etc. handelt es sich vom Prinzip her genaugenommen um nichts weiter, als um einen relativ normalen Computer der aber mit TCPA-Eigenschaften ausgestattet wurde (TCPA = Trusted Computing Platform Alliance), was bedeutet, dem Nutzer wird grundsätzlich nicht über den Weg getraut, dieser darf nur explizit mit seinem Eigentum(?) das tun, was ihm vom Hersteller erlaubt wird, damit zu tun. Vor einigen Jahren noch gab es einen riesigen Wirbel um TCPA, als versucht wurde, dieses in jedem herkömmlichen PC zu integrieren. Heute holen sich die Leute so etwas freiwillig ins Haus (oder sogar gleich in die Westentasche), scheinbar nur, weil so ein Pad oder Pod oder was auch immer doch ach so modern zu sein scheint.

    • Adoa Coturnix
      15.02.2012, 16:03 Uhr.

      Es wäre ja auch ok, wenn Apple die Software einfach verkaufen und dann nicht diese Alleinvermarkter-Ansprüche stellen würde. Dagegen hätte dann ja auch niemand was – nur so, wie es jetzt ist, ist es wirklich krass.

  • Bernd
    14.02.2012, 14:23 Uhr.

    Wenn man ein Buch über eine Verlag vermarkteten will, so muss man das Manuskript auch erst mal vorstellen, und dann entscheidet der Verlag ob er es herausgeben wiill oder nicht.
    Wo ist da der Unterschied zu Apple? Soll denn ein Verlag (Apple) alles was bereitgestellt wird herausgeben müssen? Es gibt doch keinen Zwang mit Apple zusammenzuarbeiten, wer nicht will muss auch nicht.

    • Adoa Coturnix
      15.02.2012, 16:07 Uhr.

      Ein Manuskript kann ich dann aber auch einem anderen Verlag anbieten. Das wäre mit den in iBook Author erstellten Dokumenten dann ja offensichtlich nicht vorgesehen.

  • Michael
    14.02.2012, 14:34 Uhr.

    Der Zwang dabei ist, dass man durch Verwendung der Software auf Gedeih und Verderb der Euntscheidung Apples ausgeliefert ist, denn selbstversändlich kann man das erstellte eBook nicht in ein anderes Format exportieren.

    D. h. wenn ein Autor das Risiko, dass die Vermarktung seines Buches von Apple abgelehnt wird, ausschließen will, muss er von vornherein zweigleisig fahren. Das wiederum treibt den Nutzwert der Software gegen Null.

    Apple handelt m. E. wie eine Sekte: wir geben dir was, aber dafür gehörst du uns und wehe du hältst dich nicht an unsere Regeln!

    • Bernd
      14.02.2012, 14:48 Uhr.

      Gibt es denn Erfahrungen was da so abgelehnt wird ? Was würden Sie den sagen wenn extremistische Bücher erscheinen würden ? Sicher geht es manchmal mit der amerikanischen Prüderie zu weit, aber das ist bei vielenAmis so, leider.

    • Gerhard Uhlhorn
      15.02.2012, 04:09 Uhr.

      Wo ist denn das Problem? Man muss doch nicht Apples eigenes Format für E-Books nehmen. Man kann genau so gut ein ePub-Buch in Pages erstellen. Und das kann und darf man überall vertreiben. Niemand ist gezwungen zu Apple zu gehen!

      Hier möchten einige Leute Apples Ideen und Technologie verwenden, um dann mit Apples Kunden Geld zu verdienen. Doch diese Leute wollen Apple dann aber vom Geschäft ausschließen. Und das finde ich ziemlich schäbig muss ich sagen.

  • nico
    14.02.2012, 14:36 Uhr.

    Guten Tag Herr Gischler,

    stellen Sie sich vor sie kaufen ein Auto. Nun sagt Ihnen der Hersteller:

    a) welche Personen sie in ihrem Auto mitnehmen dürfen
    b) wohin Sie fahren dürfen
    c) was sie mit Ihrem Auto machen dürfen (Umlackieren, andere Felgen
    etc.pp)

    Würden Sie bei einem solchen Hersteller ein Auto kaufen? Wohl kaum.

    Apple Hardware ist gut, keine Frage. Aber die Gängelung die Apple
    ihren Anwendern zumutet ist für mich *der* Grund, keine Apple
    Produkte zu kaufen.

    Man zahlt für die Hardware einen stolzen Preis und dafür werde ich
    obendrein in der Wahl der Software eingeschränkt bzw. muss das
    nehmen was mir Apple über ihre Stores anbietet?

    ICH möchte entscheiden, was auf meinem Rechner läuft und ICH
    entscheide was mit meinem geistigen Eigentum geschieht, die ich
    auf dieser Hardware erstellt habe.

    Gruß,
    Nico

    • Günter Gischler
      14.02.2012, 15:43 Uhr.

      Hallo Nico,

      der Vergleich mit dem Auto ist ziemlich gut, nur muß er anders aussehen: Der Hersteller schreibt mir bei einigen Marken auch vor “Schiebedach nur ohne Klimaanlge”, Sportpaket nicht in blau usw. Die Personen, die ich im Auto mitnehme schreibt mir Apple auch nicht vor: Das sind nämlich die Daten die ich auf meinem Rechner bearbeite.

      Und zum Preis: Feine Materialien und Verarbeitung kosten Geld, deswegen kostet ein VW Golf auch doppelt so viel wie ein Dacia Sandero, obgleich beide sicher ordentlich ihren Zweck erfüllen. Vergleichen Sie aber mal Software-Preise. Das Betriebssystem des Mac erhalten Sie für weniger als 25,- Euro, die “Office-Suite” kostet auch nicht mehr.

      Letzten Endes entscheidet doch der Käufer welche Kompromisse er mit welchem Produkt eingeht. Was für den einen Einschränkung der Entscheidungsfreiheit ist bedeutet für den anderen Befreiung von unnötigem Ballast.

  • Linuxhelfer
    14.02.2012, 14:44 Uhr.

    Grüß Gott Herr Gischler und Bernd,

    es geht hier nicht darum, dass es etwas böses ist, mit ibooks Geld verdienen zu wollen. Nur das nicht gute daran ist: es geht mal wieder um das Thema “marktbeherrschende Vormachtstellung”.

    Das bedeutet: Apple will mal wieder dafür sorgen, dass sein Programm keine Konkurrenz im Netz bekommt. So sind jedenfalls die Lizenzbestimmungen zu interpretieren.

    Und sowas ist durchaus eine bedenkliche Entwicklung. Denn schon wieder beansprucht Apple hier Protektionismus vor Konkurrenz auf dem Markt. Aber: so funktioniert Marktwirtschaft nicht. Marktwirtschaft lebt von der Konkurrenz und davon dass auch andere Anbieter ihre Porgramme dafür auf dem Markt anbieten können.

    • Bernd
      14.02.2012, 14:59 Uhr.

      “…. lebt von der Konkurrenz und davon dass auch andere Anbieter ihre Porgramme dafür auf dem Markt anbieten können.”.

      Dann sollen die anderen Anbieter es doch auch tun und zwar zu konkurrenzfähigen Preisen, siehe z.B. Preis für Adobe-InDesign!

      Ich erinnere mich noch wie M$ sein Office-Paket in den Markt gedrückt hat (damals durfte man als Mitarbeiter der eine Lizenz für seinen Arbeitsplatz-PC hatte Office für private Zwecke auf seinem eigenen PC installieren und nutzen). Genialer Schachzug mit dem Ergebnis, dass es neben MS-Office de facto nichts mehr mit bemerkenswertem Marktanteil gibt. Dazu höre ich keine Kritik.

      Apple spielt auf verschiedenen Schauplätzen den Vorreiter und die Konkurrenz hechelt hinterher.

      • NoMicrApp
        16.02.2012, 12:39 Uhr.

        Hallo Bernd, es ist in letzter Zeit tatsächlich nicht mehr so viel Kritik an Microsoft und seiner Markt-Politik zu hören. Das dürfte aber vor allem daran liegen, dass das jahrzehntelange MS-Bashing irgendwann langweilig geworden ist und sich die hippe Konkurrenz mit dem Apfel als ein ähnlich aggressiver Monopolist erwiesen hat. Und dass sich die Nutzer so stark mit der Marke identifizieren, wirkt dieser Tendenz auch nicht unbedingt entgegen ;)

  • Daniel
    14.02.2012, 14:46 Uhr.

    Hallo

    Es gibt hier einen ganz klaren Unterschied, der leider durch den unvollständigen Artikel über die Software von Apple nicht klar wird. Apple vermarktet dieses Werkzeug nicht ausschließlich für seinen Store, sondern verkauft es den Anwendern als eine einfache Lösung Bücher zu erstellen, z. B. für Lehrer in Schulen und in anderen öffentlichen Bereichen etc.

    Und diese Klausel besagt ganz klar, dass ein mit dieser Software erstelltes Buch auf keine andere Weise vermarktet werden darf und das ist schon ein erheblicher Unterschied zum bisherigen Verlagsgeschäft.

    Meine Vorredner nutzen bestimmt auch Office-Produkte und wären sicherlich nicht gerade glücklich, wenn so eine Klausel bei anderen Office-Lösungen zu finden wäre oder in einer Email Software, die das Recht einräumt.

    Genau aus diesem Grund und viel herber Kritik an diesen schwammigen „AGB’s“ hat Apple da auch schon nachgebessert, denn jetzt heißt es ganz klar, dass diese Restriktionen nur dann gelten, wenn die Veröffentlichungen für iOS-Geräte bestimmt sind und im ibook-Format vorliegen.

    Somit sind erstellte PDF- oder Textdokumente frei zu verbreiten oder zu verkaufen, ohne dass Apple beteiligt werden muss, geschweige denn irgend so ein „dürftiger“ Store von Apple genutzt werden müsse.

    LG Daniel

  • Peter P.
    14.02.2012, 15:15 Uhr.

    Guten Tag Nico,

    auch ich würde mir solch ein Auto nicht kaufen. Aber ich arbeite mit Apple-Produkten. Seltsamerweise kann ich keine Gängelung erkennen, was die Software betrifft. Niemand ist gezwungen, im App-Store einzukaufen. Ich selbst muss weder für Programme noch für Musik den Apple-eigenen Onlineshop nutzen und darf installieren, wozu ich lustig bin. ICH entscheide tatsächlich, was auf meinem Rechner läuft und was mit meinem geistigen Eigentum passiert, das auf der Hardware erstellt habe. Boah, ich habe sogar Windows drauf, falls es doch etwas gibt, das unter nur mit Windows läuft.

    Der Zwang, in der Wahl seiner Software seitens Apple eingeschränkt oder gar gegängelt zu sein, ist eine urbane Legende, die noch aus Zeiten stammt, als Apple und das MacOS noch ein Nischendasein fristeten. Und das ist lange lange her.

    Ebenso ist man nicht gezwungen, per iBook-Authors Bücher zu veröffentlichen. Und dass Apple sich wie ein Wald- und Wiesenverlag verhält, der auch bestimmt, was ins Programm aufgenommen wird, ist doch nicht Apple anzulasten (und was den Store für das iPhone betrifft, sehe ich das ähnlich, allerdings gibt es auch da die Möglichkeit des Jailbreaks). Sein eBook kann man als Apple-iBook verkaufen, aber ebenso als eBook anderswo über andere Vertriebswege, ich finde die inzwischen überarbeiteten Lizenbedingungen (die der Autor anscheinend noch nicht verinnerlicht hat) seitens Apple völlig in Ordung. Ich frage mich, wie es da z.B. bei amazon und Kindle-eBooks aussieht. Ich schätze, dass es da auch nicht anders läuft.

    Ach ja, Programme, die Apple aus dem Store genommen hat, laufen nach wie vor auf meinem iPhone, soviel zu Gängelung.

    Man muss Apple nicht mögen müssen, aber man kann es auch übertreiben.

    • Giesbert Damaschke
      14.02.2012, 15:34 Uhr.

      Hallo Peter,

      > ich finde die inzwischen überarbeiteten Lizenbedingungen (die der Autor anscheinend noch nicht verinnerlicht hat) seitens Apple völlig in Ordung.

      die hat der Autor deshalb nicht verinnerlicht, weil der Artikel aus redaktionellen Gründen ein wenig geschoben wurde und Apple die EULA überarbeitete, als der Artikel schon im Redaktionssystem war.

      Und der Autor sah für eine Aktualisierung des Artikels keinen Grund, weil die Überarbeitung der EULA etwas klar stellen, was eigentlich keiner Klarstellung bedurfte und im Artikel überhaupt nicht erwähnt wird: Nämlich dass der Autor eines mit iBA erstellten E-Books die Rechte am *Inhalt* behält (alle anders lautenden Spekulationen im Umfeld von iBA waren und sind schlicht lächerlich).

      Der Kritikpunkt an den EULAs, um den es in diesem Text geht und um die sich abzeichnende Tendenz bei Apple wurden von der Überarbeitung schlicht nicht berührt. Am zitierten Absatz der Lizenzbedingungen hat Apple nicht wirklich etwas geändert.

  • Reime
    14.02.2012, 15:27 Uhr.

    Apple entscheidet also, ob ein mit dem Tool erstelltes Werk was taugt oder nicht. Interessant …

    • Giesbert Damaschke
      14.02.2012, 16:13 Uhr.

      Nein, *das* entscheiden sie nicht. Sie entscheiden, ob sie ein Buch im iBookstore veröffentlichen oder nicht. Das ist soweit auch kein Problem, das macht jeder Verlag und auch jede Buchhandlung. Gleichzeitig aber verbieten sie dem Autor, seine mit iBA erstellten Titel (genauer: die mit iBA erzeugte iBooks-Datei) anderweitig zu verkaufen. Das ist – nun, vielleicht kein Problem, aber zumindest bedenklich.

  • nico
    14.02.2012, 16:14 Uhr.

    Hallo Peter,

    > (und was den Store für das iPhone betrifft, sehe ich das ähnlich,
    > allerdings gibt es auch da die Möglichkeit des Jailbreaks).

    Da beißt sich Ihre Aussage selber in den Schwanz. Weshalb
    Jailbreaken, wenn doch alles prima klappt und ich mit der
    Hardware, dich ich teuer bezahlt habe, das machen kann was ich
    möchte? ;-)
    Alleine dass ich Jailbreaken muss, ist eine Gängelung.

    > Ach ja, Programme, die Apple aus dem Store genommen hat, laufen
    > nach wie vor auf meinem iPhone, soviel zu Gängelung.

    Ich habe nicht behauptet, dass diese Software dann nicht mehr
    funktioniert.
    Ich habe gesagt, dass mir durch den Store quasi vorgeschrieben
    wird was ich installieren soll, kann, darf. Gängelung ist, dass ich vielleicht die Software die ich auf Ihrem Ei-Phone sehe, auch
    gerne hätte. Diese Software ist aber, aus Gründen die Apple
    vorgibt, dort nicht mehr zu finden.

    Hallo Herr Gischler,

    und dass finden Sie gut, dass mir der Hersteller vorschreibt, dass
    ich ein Auto welches ein Schiebedach hat, keine Klimaanlage haben
    darf? Oder gehen Sie dann doch zu einem anderen Hersteller? ;-)

    Die Software die ich installieren darf schreibt mir Apple vor,
    so sagt es Peter P. in seinem Text:
    “Programme, die Apple aus dem Store genommen hat”

    Das ist die Quadratur des Kreises, die wir hier kaum durchbrechen
    werden. Apple handelt anders als andere Hersteller und da muss
    jeder für sich entscheiden. Lasse ich das als Konsument mit mir
    machen oder nicht?

    Gruß,
    Nico

    • Peter P.
      14.02.2012, 16:44 Uhr.

      Okay, das ist einzusehen, dass Ihnen das nicht gefällt mit den iPhone-Apps. Dass man Programme für das iPhone bei ungejailgebreakten (wattn Wort) Geräten NUR im Apple-Store kaufen kann, darf man Apple ruhig vorwerfen, ich kann aber damit leben, weil mir das nicht so wichtig erscheint (wäre es das, griffe ich zu einem anderen Produkt).

      Ganz anders der Rechner, mit dem ich arbeite, und darauf bezog sich meine Antwort eigentlich. Dort stimmt Ihre Aussage einfach nicht. Wäre das so, hätte ich keinen Mac mehr, und zwar ganz schnell.

      Dritthersteller ziehen sicher schon mit guten Shareware- oder Open-Source-eBook-Editoren nach, insofern würde ich das Theater um Apple-iBook nicht so eng sehen.

    • Günter Gischler
      14.02.2012, 17:07 Uhr.

      allo Nico,

      es geht doch nicht darum ob ich das gut finde oder nicht. Es geht darum, daß ich persönlich entscheide, welche Kompromisse für mich unbedeutend sind und was mir wichtig ist.

      Apple aschreibt mir nicht vor, welche Software ich installieren darf. Übrigens: Windows läuft auf dem Mac, das Mac OS aber nicht auf Windows-rechnern. Schon mal so betrachtet?

      Und drittens: ich fühle mich nicht als Konsument, mit dem etwas gemacht wird. Kaufen Sie’s einfach nicht, schon ist doch zumindest ihr Problem gelöst, und glauben Sie mir: Andere Konsumenten entscheiden genauso selbstverantwortlich und wollen dies auch in Zukunft tun.

  • Baumann
    14.02.2012, 16:27 Uhr.

    Naja das Apple ein abgeschlossenes System ist, sollte hinlänglich bekannt sein. Ich finde nicht, dass man Apple verbieten sollte. Stattdessen muss es Alternativen geben die auch effektiv sind. Android versucht es, auch wenn sie damit zu kämpfen haben. Aber ich habe Hoffnung und die Styleikone Apple hält auch nicht ewig. Schließlich geht es um Trends und Konsum.

    • Peter
      14.02.2012, 17:23 Uhr.

      Zunaechst einmal zur allgemeinen Diskussion: Jede Buch muss auch einer Pruefung durch den Verlag bestehen, bevor es veroeffentlicht wird. Jeder Verlag hat da seinen eigenen Massstaebe.
      Zudem kann immer nur (internationals Urheberrecht) das Nutzungsrecht veraeussert werden. Das geistige Eigentum bleibt immer bei dem Autoren.
      Hier tritt Apple als normaler Buchverlag auf, ohne Unterschied. Und das die “Amis” besonders pruede seien, so wie es der Text und einige Kommentatoren suggerieren, ist Ansichtssache und hat mit einem anderen Kulturkteis zutun (ich habe zehn Jahre in den USA gelebt). Vielleicht sind die Deutschen ja zu frei. Hier kann wirklich nichts mehr ohne Sex oder nackte Haut verkauft werden. Schon mal darueber nach gedacht?
      Zu Baumann: Was ist das fuer eine Ueberlegung, Apple verbieten zu wollen? Nicht nur, dass das schlecht moeglich sein sollte, ist diese Ueberlegung auch abstrus.
      Und Android als Alternative: Android ist unsicher und nun -schon rein vom optischen her- keinerlei Alternative zu IOS. Google/Android klaut immer mit schoener Regelmaessigkeit alle innovativen Ideen von IOS (kennen wir das nicht schon von MacOs X und Windows?). Aber die breite Zustimmung zu Android in Deutschland passt zu der typischen deutschen “Geiz ist geil” Mentalitaet.
      Apple folgt keinem Trend, sondern setzt Trends. Und das nun schon seit 35 Jahren und vermehrt, seit Jonathan Ive die Designgeschicke lenkt (davor auch, man denke nur an Frog Design). Ich denke mal, Apple wird noch lange die Trends bestimmen.

      • Manfred
        15.02.2012, 13:42 Uhr.

        Hallo Peter,
        Sie behaupten Android ist unsicher, recht haben Sie, iOS ist aber genauso unsicher, auf einem Programmiererkongress haben wir ein IPad innerhalb von 10 Minuten geknackt, auf allen iPods, iPads und iPhones verwendet Aplle das gleiche root-Kennwort(!!).
        Und was die Aussage angeht, auch Verlage können Bücher ablehnen, dann ist das zwar richtig, aber ich habe dort dann wenigstens die Möglichkeit, mich an einen anderen Verlag zu wenden, das habe ich mit der Software von Apple nur dann, wenn ich das Buch komplett mit einer anderen Software neu bearbeite.
        Ich habe eine große Vorliebe für offene Standards, denn Sie erleichtern das Leben.
        Und zu der Politik von Apple kann ich nur sagen, ich habe den iTunes-Store lange genutzt, aber irgendwann hies es, ich könnte die benutzten Rechner in meinem Account erst in vier Monaten wieder freischalten, da ich das nur einmal im Jahr dürfe und konnte dann nicht einmal mehr kostenlose Apps aus dem Store beziehen, danach war das dann für mich erledigt.

    • Peter P.
      14.02.2012, 18:01 Uhr.

      Lustigerweise geht es hier aber nicht um das iPhone und den entsprechenden Store. Das Mac OS für die Rechner ist nicht abgeschlossener als Windows (die ich beide nutze, das Frickelsystem Linux mal außen vor). Stellen Sie sich vor, Apple schreibt mir nicht einmal vor, welches System ich auf meinen Mac installiere.

      Es geht um EIN Apple-Angebot (das zugegebenermaßen in sich geschlossen ist) für das Betriebssystem Mac OS, das man nutzen kann oder eben auch nicht. Diese Entscheidung liegt aber nicht bei Apple, sondern bei Anwender.

  • Christian Felber
    14.02.2012, 16:33 Uhr.

    Ich meine mitbekommen zu haben, dass Apple die Nutzungsbedingungen bereits entsprechend entschärft hat (?) Es gab deswegen sogar Updates für iBooks und ibook Author, oder?

    • spiritus
      14.02.2012, 18:06 Uhr.

      Genau. Das ist schon länger her! Scheinbar hat der Autor nicht gründlich recherchiert. Das die Lizenzbedingungen geändert worden sind wird sogar explizit im Update erwähnt….

      • Giesbert Damaschke
        14.02.2012, 18:37 Uhr.

        Doch, doch, der Autor hat recherchiert. Der Artikel blieb aus redaktioniellen Gründen leider ein paar Tage liegen, in denen Apple die EULA überarbeitet hat. Da diese Änderungen den Kritikpunkt nicht berühren, sah der Autor auch keinen Grund, seinen Beitrag nachträglich zu überarbeiten.

  • spiritus
    14.02.2012, 18:04 Uhr.

    Leider ist dieser Blogeintrag längst überholt!

    Apple hat mit dem Update auf iBooks 1.0.1 die Lizenzbedingungen geändert. Es ist möglich mit iBooks Autor erstellte Dateien auch außerhalb des iBook store zu verkaufen.

    Einzige Bedingung: Die Datei darf nicht das proprietäre *.ibook Format verwenden. So etwas kennt man schon von Adobe. Nicht zuletzt, darf eine *.ibook Datei nur auf Apple hardware gelesen werden.

    Also wo ist das Problem?

    • Giesbert Damaschke
      14.02.2012, 18:35 Uhr.

      Um genau diese “einzige Bedingung” geht es im Posting – weshalb die Änderung der EULA das Posting überhaupt nicht berühren ;-).

      • Meister
        14.02.2012, 19:04 Uhr.

        Dieses proprietäre Format kann übrigens nur über den iBook Store verkauft werden.

        Ein Verkauf außerhalb ist daher gar nicht möglich. Und der Artikel behauptet übrigens was anders.

        Aber geschenkt.

        • Giesbert Damaschke
          14.02.2012, 20:39 Uhr.

          > Dieses proprietäre Format kann übrigens nur über den iBook Store verkauft werden.

          Weil Apple das so will, nicht weil es technisch nicht möglich wäre. Es ist völlig problemlos möglich, eine DRM-freie iBooks-Datei (oder auch Epub oder PDF) auf jedes beliebige iPad zu kopieren. (Ohne Jailbreak oder irgendwelche Tricks, das ist ein normales Feature von iBooks.)

          Ohne die Lizenzbestimmung wäre ein Verkauf am iBookstore vorbei daher doch möglich 8-).

  • Frieder
    14.02.2012, 19:53 Uhr.

    Hallo

    Das große Monopoly hat gerade erst begonnen.
    und was Apple schon lange kann, holt Microsoft jetzt im Eiltempo nach. Ich fand das monopolistische Verhalten von Apple schon immer höchst gefährlich, aber bis jetzt gab es wenigstens immer die Möglichkeit dort einfach nicht mitzumachen.
    Das hat sich inzwischen leider gründlich geändert.
    Mit den neuen Bestimmungen von MS für Windows 8 fähige PC´s
    und vor allem für Win8 fähige ARM Systeme.
    Mit dem sogenannten Secure Boot,
    und dem neuen Windows Store will MS sämtliche Konkurrenz
    ( vor allem aus der Open-Source Zene) vom Markt verdrängen.
    Zusätzlich wird durch Online-Zwang und den Zwang die MS-Claude zu nutzen der absolut gläserne Bürger
    (und Kunde) Realität.
    Ja Apple hat es vorgemacht (Trend setting), und alle haben mitgemacht, ohne zu merken, das sie dem Rattenfänger von Hameln aufgesessen sind.
    Ich gebe dem Autor des Artikels volkommen recht, wenn er schreibt, das Apple sich wie ein Diktator verhält.
    Das ist für mich auch keine Neuigkeit.
    Mann kann das Apple (und auch Microsoft) aber in in unserer Gesellschaftsform wohl kaum zum Vorwurf machen.
    Denn in unserer Gesellschaftsform ist Profit und Macht immer noch und unumstritten das höchste Ziel.
    Den Käufern, Anwender und Bürgern unserer Welt hingegen ist es nicht zu verzeihen, dass sie sich das gefallen lassen, dass sie mit Freude und Stolz solch ein Verhalten
    der Konzerne unterstützen.
    Denn Konsumenten und Bürger sind es, die solch ein verhalten unterdrücken und verhindern können.
    Aber leider ist der Bürger noch immer nicht reif für wahre Demokratie, und mit Freuden wählt er den bequemeren Weg der Modernen Sklaverei, in der Hoffnung so seiner Verantwortung zu entgehen.
    Wenn andere für mich entscheiden, dann tragen doch sie die Verantwortung und nicht ich, oder etwa nicht?
    Wenn ich mich für das entscheide, für was alle um mich herum sich entscheiden, dann liege ich wenigstens nicht alleine falsch mit meiner Entscheidung.

    Gruß Frieder

    • Bernd
      15.02.2012, 15:55 Uhr.

      “Aber leider ist der Bürger noch immer nicht reif für wahre Demokratie, und mit Freuden wählt er den bequemeren Weg der Modernen Sklaverei, in der Hoffnung so seiner Verantwortung zu entgehen.”

      Diese Äußerungen sind -unabhängig von der Kritik – verachtenswert !
      Der Bürger ist also zu dumm. Was versteht denn Friedet unter “wahrer Demokratie”, eine die man dem Bürger vorsetzt? So was hatten wir schon – den “real existierenden Sozialismus”.

      Wieso ist Apple ein Monopolist bei den bekannten Marktanteilen von MacOS und IOS ? Wer zwingt mit Apple-Geräten zu arbeiten? Es gibt genug (schlechtere) Alternativen.
      Das wäre aber schon was anderes, wenn “wahre Demokraten” sagen wo es lang geht.
      Gruß Bernd

      • Frieder
        15.02.2012, 18:16 Uhr.

        Hallo Bernd

        Zitat Bernd :”Diese Äußerungen sind -unabhängig von der Kritik – verachtenswert !
        Der Bürger ist also zu dumm.”

        Du scheinst ja tief von meiner Äußerung getroffen zu sein. Aber verstanden hast du sie nicht. Ich habe nirgends geschrieben, dass der Bürger zu dumm für wahre Demokratie sei. Vielmehr habe ich geschrieben, dass er zu bequem ist, und dass er die die Verantwortung für sein eigenes Handeln scheut. Viele Menschen machen sich keine Gedanken darüber, was für Konsequenzen ihr Handeln auf die Zukunft der Menschheit und unseren Planeten haben.
        In der Regel interessieren wir uns nur dafür, was für Konsequenzen unser Handeln für uns selber hat.
        Natürlich trifft dies nicht zu 100% zu.
        Viele Menschen versuchen auch an die Zufunkt zu denken, indem sie z.B. regenerative Energien unterstützen, oder vermeintlich nachhaltig produzierte Produkte, oder sparsamere Autos kaufen.
        Dies geschieht aber meistens nur da, wo es gesellschaftlicher Konsens ist, und um dass eigene Gewissen zu beruhigen. Ein echtes Nachdenken findet in der Regel auch dann nicht stad. Wie viel mehr an Energie verbraucht die Herstellung eines Hybrid-Autos? Warum sollte ich die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, mein Auto ist doch sparsam. …
        In Bezug auf die Umwelt hat, zumindest in Deutschland, ein gewisses Umdenken stad gefunden, wenn auch noch nicht in ausreichendem Maße.
        Gegen das ausbeuterische Verhalten von großen Konzernen (Wie z.B. Apple*) und die Bestimmung der Weltpolitik und Weltwirtschaft durch eben diese Konzerne wird hingegen von den Bürgern nichts unternommen. Dabei liegt es in der Macht der Kunden (Bürger), dieses Treiben zu fördern, oder zu hemmen.

        Zitat Bernd :” Was versteht denn Friedet unter “wahrer Demokratie”, eine die man dem Bürger vorsetzt? So was hatten wir schon – den “real existierenden Sozialismus”.”

        Ganz im Gegenteil. Wahre Demokratie ist für mich dann erricht, wenn die Mensch nur nach bestem Wissen und gewissen handeln, auch wenn sie dafür auf eigene Forteile verzichten müssen. Kurz: Wenn die Menschen nach dem Knatschen Imperativ handeln. Dies kann niemals durch äußeren Zwang erreicht werden.
        Natürlich ist es eine Utopie, und jede Utopie muss mit Vorsicht genossen werden.
        Aber etwas mehr verantwortungsvolles Handeln, kann uns Menschen auf keinen Fall schaden.

        *die Produkte von Apple werden , wie die meisten Elektro Geräte, unter unmenschlichen Bedingungen in China produziert, obwohl der Endverbraucher-Preis oft doppelt so hoch ist, wie der von anderer vergleichbarer Hardware.

        Gruß Frieder

        • Bernd
          15.02.2012, 20:03 Uhr.

          Hallo Frieder,
          Du hast ja einiges klar gestellt was den Beitrag in einem anderen Licht erscheinen lässt.
          Ich kenne da auch ganz andere tendenziell totalitäre Ansichten die zu den Befürchtungen die in meinem Beitrag kund getan wurden führen.
          Gruß Bernd

  • Fritz
    15.02.2012, 07:04 Uhr.

    Lasst Euch nicht verapplen.

    (Meine Empfehlung)

    -> Wie man sich bettet, so liegt man.

    • Peter P.
      15.02.2012, 10:02 Uhr.

      Origineller Spruch. Hut ab. :-)

  • Lolig
    16.02.2012, 12:21 Uhr.

    jo passt voll zu daumen hoch^^

  • Lolig
    16.02.2012, 12:25 Uhr.

    sowas nenn ich keinen Wettbewerb mehr sondern krankhafter Kapitalismus der unsere civilisierte Gesellschaft kaputtmacht und versklavd und neue ideen schon im keim erstickt.

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