SOPA: Wie das Web gegen Netzsperren auf die Barrikaden geht

Licht aus: Protest bei Wikipedia (Screenshot)

Licht aus: Protest bei Wikipedia (Screenshot)

In einer bislang einmaligen Aktion beteiligen sich heute viele Webseiten am Protest gegen die geplanten Internetgesetze in den USA: Wikipedia, Google und Greenpeace veröffentlichen auf ihren Startseiten Protestaufrufe. Auch Deutsche beteiligen sich an dem Protest – aus Angst, dass die Folgen der amerikanischen Gesetze auch Europa erreichen können.

Für viele amerikanische Internetnutzer hat der Mittwoch eine unangenehme Überraschung parat. Wollen sie wie gewohnt Fakten in der Wikipedia nachschlagen, werden sie enttäuscht. Statt Millionen Artikel zu allen möglichen Themen finden sie nur eine dunkel gehaltene Seite mit dem Aufforderung “Stell Dir eine Welt vor, in der es kein freies Wissen gibt.”

Freiheit in Gefahr?

Es ist die ultimative Protestaktion, zu der die Wikipedia fähig ist. Für 24 Stunden ist die englischsprachige Online-Enzyklopädie weltweit abgeschaltet. Um die Freiheit der Informationen auf lange Sicht zu erhalten, werden eben diese Informationen kurzfristig vom Netz genommen. In anderen Sprachversionen wie in der deutschen sind Protestaufrufe geschaltet. “Die Freiheit des Internets ist in Gefahr”, heißt es martialisch – und die Wikipedia-Community ist überzeugt, dass dies der Wahrheit entspricht.

Worum geht es? Im US-Senat und Repräsentantenhaus werden zurzeit Gesetze beraten, die tief in die bisherige Funktionsweise des Internets eingreifen. Besonders Musik- und Filmindustrie haben über Jahre schärfere Maßnahmen gegen Webseiten zu gefordert, die bis heute weitgehend unbehelligt unlizensierte Filme und Musikstücke verbreiten. Und die US-Parlamentarier reagieren auf diese Wünsche: Im Oktober 2011 hat der republikanische Abgeordneten Lamar S. Smith den “Stop Online Privacy Act” (SOPA) vorgelegt.

Unklare Vorgaben machen Willkür wahrscheinlich

Um der unlizensierten und damit unbezahlten Verbreitung von digitalen Inhalten Einhalt zu gebieten, sieht das Gesetz unter anderem Netzsperren vor. Provider sollen verpflichtet werden, ihren Kunden den Zugang zu bestimmten Seiten zu verwehren. Diese Webzensur ist eine Maßnahme, die eigentlich eher repressiven Regimen zugerechnet wird.

Google-Protest gegen SOPA (Screenshot)

Google-Protest gegen SOPA (Screenshot)

Gleichzeitig nimmt das Gesetz auch viele andere Firmen in die Pflicht. Wenn ein Angebot einmal als illegal eingestuft ist, darf niemand mehr Geschäfte mit dem betroffenen Unternehmen machen: Zahlungsanbieter, Werbedienstleister, sogar Suchmaschinen. Wer den als illegal gebrandmarkten Webseiten zu nahe steht, läuft Gefahr, für diese mit haftbar gemacht zu werden.

Kampf der Lobbyisten

Wie man auf die Schwarze Liste gerät, ist hingegen höchst unklar. Im Gegensatz zu dem bisherigen “Digital Millennium Copyright Act” enthält das Gesetz keine klaren Vorgaben, mit denen sich ein Anbieter dauerhaft vor Verfolgung schützen könnte. Anstatt erst auf Beschwerden zu reagieren, müssten die Anbieter selbst aktiv werden und Selbstzensur üben. “Um dem Verlinkungsverbot zu entsprechen, müsste die Wikipedia einen Großteil der verfügbaren Arbeitsressourcen zur Kontrolle der Weblinks aufwenden”, heißt es in der Protestbotschaft der Wikipedia.

Für die Befürworter von SOPA ist die Protestaktion bloße Panikmache. Chris Dodd, Chef-Lobbyist der Filmindustrie in Washington sieht in dem Protest vor allem eine Aktion von Google und Co: “Es ist unverantwortlich, den Menschen die auf sie vertrauen, Informationen zu verweigern”, erklärt der Chef der MPAA in einem Statemtent. Für die Rechteindustrie ist der Webprotest vor allem eine Aktion von Konzernen wie Google, die sie beschuldigen, von der Webpiraterie zu profitieren. So bezeichnete Medien-Mogul Richard Murdoch per Twitter den Webkonzern Google als “Anführer der Piraterie”: “Sie streamen Filme kostenlos und verkaufen Werbung ringsherum. Kein Wunder, dass sie Millionen in die Lobbyarbeit stecken.”

Keimzelle für weltweite Netzbewegung

Dass die Folgen von SOPA weit über die Grenzen der USA hinaus reichen, ist jedoch die Überzeugung vieler Netzpolitiker. So haben auch die Grünen auf ihrer Webseite eine Protestbotschaft geschaltet. “Diese Politik wird nicht nur in den USA betrieben, sondern auch in Europa”, teilt die Partei mit. Sie befürchtet, dass die USA ähnliche Regeln überall auf der Welt installieren, sobald Gesetze wie SOPA erst einmal in Kraft sind. So hat die Europäische Kommission mit den USA gerade das Handels-Abkommen ACTA vereinbart, das weit reichende Maßnahmen gegen Raubkopien bis hin zu Netzsperren vorsieht. Mit dem Protest gegen SOPA wollen die Grünen auch den Widerstand gegen eine Annahme dieses Abkommens im Europäischen Parlament befeuern. So könnte SOPA zur Keimzelle einer weltweiten Netzbewegung werden, so wie es einst bei den Kinderporno-Sperren in Deutschland der Fall war.

(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)

70 Kommentare | 18. Januar 2012 | 09:51 Uhr | Twittern | Facebook

70 Kommentare

  1. Es sind so viele dabei ;)

    Hoffentlich bringt es auch was.

    Martin | 18. Januar 2012 | 11:14 | Antworten
    • In eurem Artikel schreibt ihr:
      (Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)

      mit SOPA dürfte das Geschichte sein….

      Marcus | 27. Januar 2012 | 19:37 | Antworten
  2. Hallo zusammen,

    schrecklich, was die USA da schon wieder vor hat. Und gerade Richard Murdoch sollte sich bedeckt halte, wie war das noch in UK? Ich glaube das ist weit schlimmer was er gemacht hat als den arme Musikproduzenten zu schaden. Ich wüsste nicht, dass die Topstars deswegen jetzt ärmer sind? Oder fährt JayLo jetzt nen Dacia?

    Das Internet muss frei bleiben! Sonst ist das Chaos in Amerika noch größer…

    Dann gehen nämlich die 99 nicht nur gegen die Wall Street vor.

    Philipp Toyka | 18. Januar 2012 | 11:22 | Antworten
  3. Ob diese Form des Protests wirklich ernst genommen wird ist fraglich. Viel wirksamer ist ein Boykott an anderer Stelle. Wenn jeder fuer 2 – 3 Monate keine CD/DVD oder was auch immer kauft und fuer die gleiche Zeit keine Videos mehr ausleiht und auch nicht ins Kino geht, dann ist der Schaden viel hoeher und der Denkzetteleffekt mit Sicherheit viel staerker. Amerikanische Investoren reagieren sehr sensibel, wenn sie nicht den erwarteten Profit bekommen. Ausserdem tut eine finanzielle Abmagerungskur den Kuenstlern und Konzernen ganz gut.

    Bernd Weber | 18. Januar 2012 | 11:24 | Antworten
    • Der BlackOut hat zwei große Ziele:

      1. Viele “normale” Internetnutzer in den USA wissen gar nicht dass es SOPA und PIPA überhaupt gibt. Heute werden sie so darauf aufmerksam gemacht, dass sie es gar nicht mehr übersehen können. Hoffentlich beschweren sich viele bei ihren Abgeordneten im Congress. Wenns nämlich genug sind, dann werden sich die Abgeordneten im Wahljahr gut überlegen ob sie das auch machen wollen.

      2. Viele “traditionelle” Medien haben bisher zu dem ganzen Thema geschwiegen, weil sie zu irgendeinem Unternehmen gehören, das darauf drängt die Gesetzesentwürfe durchzubringen. Wenn Wikipedia und Google sich in der Öffentlichkeit so gegen SOPA/PIPA stellen, dann kommen diese alten Medien nicht mehr um einen Berichterstattung drumrum.

      Außerdem haben anscheinend viele Abgeordnete erst durch die bereits zahlreichen Anrufe/e-Mails ihrer Wähler erfahren wie weit die Gesetze gehen sollen. Obwohl sie nächste Woche darüber abstimmen hätten sollen, wussten die nämlich gar nicht worum es geht (aber das kennen wir ja in Deutschland auch).

      Kristina | 18. Januar 2012 | 13:02 | Antworten
  4. Sehe ich auch so! Das Internet muss frei bleiben! Ich finde es besonders beschämend, dass einmal als “illegal” abgestempelte Unternehmen keinen Handel mehr betreiben dürfen…

    Lukas Ritzer | 18. Januar 2012 | 11:26 | Antworten
  5. Wer ist denn Richard Murdoch?

    Rupert | 18. Januar 2012 | 11:39 | Antworten
  6. Ich sage nur “1984″ – Wehret den Anfängen!

    Dieter | 18. Januar 2012 | 11:45 | Antworten
  7. hi ihr lieben Poster,

    auch ich sehe es so, dass dieses SOPA-Gesetz und dieses Gesetz zur Speicherung der IP-Adresse (PIPA) wohl wirklich des Guten zu viel sind. Und soweit ich lese, will auch Obama diese beiden Gesetze in ihrer bisherigen Form nicht unterzeichnen. Richtig so!!

    Denn die liebe Musik- und Filmindustrie und überhaupt die lieben Geheimdienste sollten mal nachdenken, was diese Film- und Musikindustrie erst groß gemacht hat: nämlich gerade die sogenannten “bösen” Film- und Musikpiraten, das weitersagen der Namen der guten Schauspieler und das Weitersagen der Namen ihrer guten Filme!!

    Und die Geheimdienste sollten mal nachdenken, was hier ihre Zensur bedeutet: sie wollen eine Welt des unfreiem Wissens schaffen. Aber: Wissen muss für alle frei zur Verfügung sein. Wissen gehört allen und nicht nur einigen wenigen!!

    Diese Gesetze dienen zu nichts anderem als zum Schutze von Hollywood und dem Protektionismus der USA! Aber: das Schlimme daran ist, dass es in anderen Ländern und leider auch in unserer EU bereits Pendants zu diesem Gesetz gibt, die sogar bereits durchgewunken wurden. Wovon ich rede?? Ich rede hiervon: ACTA!!

    Und das spielt doch genau wieder den Politikern in die Hände, die am liebsten die sogenannte weltweite VDS (weltweite Vorratsdatenspeicherung) hätten und die totale Überwachung weltweit (frei nach Gutdünken der CIA und des FBI und des Ministry for Homeland-Security).

    Aber liebe USA: wenn ich euch schon abschotten wollt: warum müsst ihr dann anderen Ländern solche Gesetze aufzwingen?? Was soll das bitte??

    Daher meine Forderung an die USA: Bitte kommt zur Einsicht, dass nämlich wir sogenannten “bösen” Film- und Musikpiraten und Fileshater eure Film- und Musikindustrie sowie auch die weltweite Film- und Musikindustrie erst groß gemacht haben!! Bitte seht ein, dass ihr mit euren Anwalts-Abmahnungen bei uns auf Granit beißt!! Denn: so schlecht wie es diese Industrie behauptet, geht es ihr nämlich gar nicht mal!! Immer noch haben die Herren und Damen Schauspieler genug Geld, um sich protzige Villen, teuere Privatyachten und Glamourveranstaltungen wie BAMBI, Goldene Kamera und ähnliches zu leisten.

    Wenn es den FIlmstudios nicht gut gehen sollte, dann liegt dass daran, dass sie unwirtschaftlich und unrentabel arbeiten!! Aber: das ist nicht die Schuld von uns “Film- und Musikpiraten”, die wir von euch mit diesen Anwalts-Abmahnungen und Beträgen von mehreren tausend Euro überzogen werden!! Wie gesagt: wir sind daran nicht schuld!!

    OK, wir geben zu, dass es hier möglicherweise ein Problem mit schwarzen Schafen gibt! Aber: auch ihr profitiert von diesen schwarzen Schafen!! Also: überlegt euch gut, mit wem ihr euch anlegen wollt!! Wir sind stärker als ihr!!! Denkt daran!!

    Und dann gibt es andere, friedliche Möglichkeiten als solche Gesetze, um dieses Problem zu lösen. Mein Gegenvorschlag zur Güte: Kulturflatrates und Angebote wie Netflix und andere gute Portale auch in Europa, bei denen eventuell die Film- und Musikindustrie und die Ersteller dieser Werke gesponsert werden könnten. Wie wäre es mit diesem Vorschlag???

    Grüße
    Linuxhelfer

    Linuxhelfer | 18. Januar 2012 | 11:49 | Antworten
  8. Wann wird endlich die Freiheitsstatue abgerissen?

    Strongbow | 18. Januar 2012 | 11:51 | Antworten
  9. Wo ist da der Unterschied zur Stasi und zum Kommunismus?
    Antwort: Es gibt keinen. Heute wird die Internetfreiheit beschnitten morgen die Meinungsfreiheit und übermorgen die Grundrechte. Bald sind wir Bei Stasi, Gestapo und Konsorten.

    Jogi | 18. Januar 2012 | 11:52 | Antworten
    • @Jogi: Es gibt keinen Unterschied, die USA haben bloß eine bessere Marketingabteilung ;-)

      Strongbow | 18. Januar 2012 | 11:55 | Antworten
  10. Wer erinnert sich an die McCarthy-Ära?
    Eine moderne Hexenjagd auf alle, die kommunistisch dachten oder die Option bestand, dass sie dem Gedankengut nahestanden.
    Mir scheint das Amerika bei weitem nicht so frei ist, wie es sich gerne der restlichen Welt demonstriert.

    Ein paar wenige Reiche mit viel Macht stricken sich eine Freiheit zurecht, die es ihnen erlaubt, noch reicher zu werden auf Kosten der breiten Masse, deren American Dream bitteschön ein solcher bleiben mag.

    Wer braucht da ein freies und vor allem kritisches Netz?

    Tuklov | 18. Januar 2012 | 11:58 | Antworten
  11. Seit Jahren gehen in Russland gerüchte über KGB ähnliche Maßnahmen in den USA. Die meisten schenken dem Schwachsinn – über Chips und Wltuntergang, etc – keine Beachtung. Aber irgendwie gehen SOPA und PIPA doch in diese Richtung. Auch wenn es angeblich gutem Zwecke dienen soll, so bestehen zu grosse und zu wahrsceinliche Möglichkeiten des Missbrauchs und Zensur – und dass es gerade in den USA, dem ‘Land der Möglichkeiten und Träume’ passiert…

    Ich hoffe Obama wird sie nicht unterzeichnen – aber er ist kein starker Politiker in meinen Augen, und wie lange und wie gut er sich widersetzen kann, ist wirklich fraglich.

    Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass die Proteste irgendetwas bewirken werden – es wird alles auf politischer Ebene entschieden – und das enfache Volk wird darauf kein Einfluss werfen können.

    übertrieben gesagt – willkommen in der US Diktarur – bitte machen Sie es sich einfach, und vergessen Sie alles was mit Rechten und Freiheit zu tun hat – Sie werden es nicht mehr brauchen.

    Irina | 18. Januar 2012 | 12:02 | Antworten
  12. Unliebsame Webseiten einfach mal die Liste schicken.

    Der Missbrauch ist jetzt schon spürbar, wenn diese “rote Liste” nicht wirklich sich auf fundierte Raubkopienseiten beschränkt. Es können ja praktisch jetzt ein Link auf eine Seite reichen, die nur u.a. AUCH Raubkopien anbietet.

    Wenn ich dann als Homepage Betreiber nur einen solchen Link habe, kann ich mein Webangebot einstellen und ich würde dann USA verklagen wegen Vernichtung meiner Existenz bei einer Webseite, die überhaupt nichts mit Raubkopien zu tun hat, ausser einem versehentlichen Link .

    Also das ist doch wohl absolute Brechstange.

    Ausserdem sind wir die Kunden, die Könige. Die industrie macht wirklich genug Geld und wird jede Gelegenheit nutzen, weiter und mehr Geld zu machen.
    Alleine diese Nötigung, dass es immer um Konzerne fast nie um uns geht, bah.
    Als ob die Welt aus Konzernen bestünde. Aber das müssen die meisten auch deutschen Politiker leider noch lernen, in ihrem andauernden Realitätsverlust, wenn sie nur mit Zahlen aber nicht zB mit Lebensqualität zu tun haben.

    Denn das Filesharing ist eine Zunahme der Lebensqualität. Viele Leute könnten sich auch sonst nichts anschauen. Filesharing ist sozusagen die erzwungene Almose der Konzerne, die wirklich genug Geld machen. Allein die Schauspieler werden grosszügist entlohnt. Da bleibt doch auch was für den Zuschauer.-

    Wieso die Musikpreise viel höher sind wie die Filmpreise, soll mir jemand erklären, der mit Kosten argumentiert. Denn ein Film ist viel teurer, als eine Musik-CD – aber für eine Musik-CD muss ich generell viel mehr hinblättern als für eine Film DVD.
    Also.-

    HierUnten | 18. Januar 2012 | 12:05 | Antworten
  13. @strongbow: Da hast du vollkommen recht das ist auch meine Meinung.

    Jogi | 18. Januar 2012 | 12:10 | Antworten
  14. Der Disclaimer “(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)” ist vor dem Hintergrund dieses Artikels geradezu brilliant satirisch.

    Constantin | 18. Januar 2012 | 12:22 | Antworten
  15. In jahrelanger engagierter Kleinarbeit wurden diverse Wissensdatenbanken in dieser Welt mit Wissen für die Zeit gefüllt – jetzt wollen die USA sich aufschwingen, hier restriktiv einzuschreiten ? Kritisch.

    Danke für die Anregung . . . ich habe das auch als BLOG-Beitrag bei uns aufgenommen:

    http://brachinaimagepress.wordpress.com/2012/01/18/stellt-euch-vor-das-wissen-dieser-welt-ist-weg-heute-aktionstag-imagine-a-world-without-free-knowledge-bei-wikipedia/

    DANKE ZDF !
    Viele Grüße,

    BrachinaImagePress.de – Der BLOG für Brechen und Umgebung!

    Peter Ehrlich

    Peter Ehrlich | 18. Januar 2012 | 12:33 | Antworten
  16. Hierzulande werden Politiker und Beamte wegen Inanspruchnahme von Geschenken > 10€ an den Pranger gestellt oder gar, wie bei kleinen Beamten, aus dem Dienst entfernt (rausgeschmissen).
    Lobbyismus ist eine legale Art der Bestechung und hat weit aus größere Auswirkungen, als wir hier absehen können. Was, außer viel Geld, bewegt einen Politker mit sozialem Empfinden, einer solchen Bitte mit Nachdruck nachzugehen, Milliadäre noch reicher zu machen? Da möchte ich nicht wissen, wie viel Milionen $ dort geflossen sind. Solch’ einschneidende Gesetze, die nur für Superreiche gemacht werden sollen, kann doch kein freier Politiker mit reinem Gewissen ernsthaft wollen. Grundrechte aufgrund von Profitgier einzuschränken hat was kapitalistischer Diktatur zu tun. Also, was hat die Politker in den USA bewegt darüber überhaupt nachzudenken? Natürlich nur der eigene Vorteil und nicht das Volkswohl. Ich könnte kotzen………
    Da wir auf dem besten Wege sind, die amerikanischen Strukturen in Europa zu übernehmen, sehe ich die gleichen Gesetze für Europa gar vor lauter Gier? Die Superreichen vergessen, dass ihr Vermögen nur vom Volk kommt, das durch Übervorteilung von denen ausgebeutet wurde. Jetzt will man noch mehr aus der Bevölkerung rausquetschen,denn die vorhandenen Milliardengewinne reichen anscheinend noch nicht aus. Um nur mal ein Beispiel zu nennen, ich meine auch, dass ein Hollywoodschauspieler mit einem Jahreseinkommen von ca. 70 Millionen $ krass unterbezahlt ist. Wo soll das noch alles hinführen? Und zahlen tun alles wir.
    Ich kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte.

    Mario Berger | 18. Januar 2012 | 12:38 | Antworten
    • “kann doch kein freier Politiker mit reinem Gewissen ernsthaft wollen”

      Das problem ist in den USA nur leider, dass ein solcher Politiker nie gewählt werden würde. Wenn schon jeder Congressman 5-10Millionen Dollar für den Wahlkampf sammelt sieht man worauf das ungefähr hinausläuft. Und da sind dann die Super PACs mit zusammen wahrscheinlich fast schon einer Millarde Dollar noch gar nicht mit eingerechnet.

      Andi | 18. Januar 2012 | 13:47 | Antworten
  17. Diese Aktion finde ich super.
    Allerdings sollte man es dann auch richtig machen und nicht so wie Wikipedia.

    Javascript abschalten und schon funktioniert wieder alles.

    Thorsten | 18. Januar 2012 | 13:03 | Antworten
    • Wer in der Laga ist Javascript abzuschalten weiss vermutlich auch schon über SOPA & PIPA bescheid.

      Andi | 18. Januar 2012 | 13:48 | Antworten
    • wie meinst du das?

      markus | 18. Januar 2012 | 22:01 | Antworten
  18. Dies ist auch meine Meinung. Die Regierenden haben auch in den USA gemerkt das “Washington ist weit” in einem freihen Internet nicht mehr stimmt.
    Ihrer Pseudodemokratie, die längst von Lobbies in eine Wirtschaftsdiktatur umgewandelt wurde, wird jede versuchte direkte Internetdemokratie gefährlich.

    Diese wohlbekannte Satz wird nicht oft genug gesagt:
    “Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.”

    So weit weg sind wir gar nicht von diesem Ende, wenn Lobby und Sicherheitswahn uns in allem bestimmen und beschränken.

    Welch verlotterte menschliche Ethik und Menschensicht hinter dem bloßen Ansinnen steckt die Freiheit aller, wegen der Gier weniger und fragwürdiger “Eigentumszustände” brutal zu vernichten. Da fehlen mir die Worte.

    Schöne Grüße

    AndersDenken

    AndersDenken | 18. Januar 2012 | 13:05 | Antworten
  19. Hallo,
    Ich wollte an dieser Stelle dazu anregen, dass nun endlich auch mal in den “heute”-Nachrichten um 19 Uhr im Fernsehen über SOPA, PIPA und vor allem auch über die geheimen ACTA (Verhandlungen) berichtet wird.
    Die aktuelle Aktion von Wikipedia, Google usw. stellen einen legitimen Grund für eine Berichterstattung dar!
    Die USA bzw. die US-Medienindustrie versucht das Internet wie wir es kennen, zu einem Internet nach Amerikas Regeln umzugestalten. Und solange nicht der “Mainstream” davon erfährt (wie jetzt zum Teil (Internetnutzer) durch Wikipedia), wird das immer stärker werden.

    Dadurch würde auch die “älteren” Fernsehzuschauer davon erfahren und auch die werten Politiker, die – abgesehen von der Piratenpartei – nicht gerade internetaffin sind.

    Bitte lasst diese Informationen nicht in diesem Blog schlummern und verstauben, den doch auch wieder nur die Leute lesen, die schon einigermaßen informiert sind!

    Danke

    Anregung | 18. Januar 2012 | 13:26 | Antworten
  20. hi Leute,

    was ich gerade merke ist (obwohl ich NoScript installiert habe in meinem FF) mag Flash bei Videos über die Proteste in Ungarn und in ein paar anderen Berichten schon wieder nicht richtig (hakt). Ohh man…ist dass etwa schon sowas wie eine Art kOntrolle??

    Schluss mit dieser Zensur, sage ich da nur!! Der amerikanischen Regierung und auch unserer Regierung muss klar sein, dass sich das Volk hier genauso erheben wird wie in Ungarn, sollten diese Gesetze doch verabschiedet werden!!

    Es reicht!! Wie viel wollen wir uns noch gefallen laseen??

    Grüße
    Linuxhelfer

    Linuxhelfer | 18. Januar 2012 | 13:26 | Antworten
  21. Eine kleine Fehlerkorrektur: Der Gesetzesvorschlag heißt “Stop Online Piracy Act” und nicht, wie im Artikel geschrieben, “Stop Online Privacy Act” – ein kleiner aber feiner Unterschied. :-)

    Steffen | 18. Januar 2012 | 13:29 | Antworten
  22. Mindestens in die “heute”-Nachrichten.

    Ich finde das sogar einschneidend genug für eine Laufschrifteinblendung. ;)

    Ein freies Internet ist Teil vieler elementarer Grund- und Menschenrechte. Kann also nicht nachdrücklich genug gesagt werden.

    Die bislang noch nicht den Weg ins Internet gefunden haben, gehören in besonderer Weise geschützt. Sie sind ja bislang stumm und bekommen nur eine Auswahl an Informationen.

    AndersDenken | 18. Januar 2012 | 13:37 | Antworten
    • Guter Gedanke? Hier bin ich richtig !!Sie meinen wir müssen es ihnen ala..Salamitaktik; schonend beibringen,damit sie nicht gleich durchdrehen was ; ) ?? .

      Ben | 19. Januar 2012 | 02:34 | Antworten
  23. Es gilt tatsächlich, wie im gesamten menschlichen Bereich, Schaden Dritter mit Kultur (= Kontrolle, Kontrolle, Kontr…(soviel wie möglich), sowie Ordnung und Recht (soviel wie nötig)), zu begrenzen.
    Dies gilt für alle, sonst geht’s nicht!
    Deshalb darf Niemandem und schon gar nicht einer Institution ein Instrument in die Hand gegeben (ein Recht eingeräumt) werden, mit dem möglicherweise Kontrolle eingeschränkt werden könnte!
    Denn jeder und jede Institution die ja auch immer nur von Menschen vertreten wird, wird früher oder später, wissentlich oder unwissentlich, gewollt oder ungewollt, auf jeden Fall aber, je mächtiger die Institution, desto größeren Schaden an Dritten anrichten.
    Beispiele gibt es zu Hauf im Hier und Heute (Schaden von groß nach klein) von Regierungen bis Banken, Industrien, Sekten, Vereine und einzelne.
    Mit der Formulierung eines weiteren Rechtes im Internet etwas einzuschränken anstatt die Kontrolle zu verbessern, werden wir wieder den Teufel mit dem Belzebub austreiben, werden wir weiter vom Regen in die Traufe kommen!

    Ich stehe daher voll und ganz hinter dem Protest!

    Ich glaube, das wir viel, viel, viel mehr Schaden an Dritten vermeiden können, indem die Rechte kontrolle ausübender Medien gestärkt und Abhängikeiten geschwächt werden, wie zum Beispiel bei öffentlich rechtlichen Medien oder dem Internet.
    Ich möchte mich deshalb ebenfalls dagegen wehren, dass sich weitere Rechte etablieren, die quasi Einzelnen Möglichkeiten eröffnen, aufgrund eigener interner (willkürlicher) Interessen, Einschränkungen an dem öffentlichen Kontrollwerkzeug Internet tatsächlich durchsetzen zu können.

    Joachim Staretzek | 18. Januar 2012 | 14:01 | Antworten
  24. hi AndersDenken,

    ich sehe es auch so, dass dieses Thema mit PIPA, SOPA und ACTA in die Nachrichtenblöcke reingehört!! Die Menschen müssen endlich merken, welche Schweinereien da abgehen und dass dieses ACTA-Gesetz in Deutschland schon unterzeichnet wurde…:)

    Übrigens gleich noch eine Frage: ich bin Forenbetreiberin und würde gerne auch mein Forum so schwarz überlagern, wie das bei den Protestseiten gemacht wurde. Bei mir nutze ich die Software PHPbb3. Jetzt würde ich gerne wissen, wie dass technisch geht, meine Seite auch so schön schwarz zu machen, um zu zeigen, dass ich mich diesem Protest anschließe???

    Ich würde mich über eine kleine technische Hilfe bedanken!!

    Grüße
    Linuxhelfer

    Linuxhelfer | 18. Januar 2012 | 14:30 | Antworten
  25. Ach ja: ich frage mich, wann auch das ZDF-Blog endlich abschaltet und schwarz wird zum Zeichen des Protests!! Wann wacht das ZDF auf???

    Grüße
    Linuxhelfer

    Linuxhelfer | 18. Januar 2012 | 14:38 | Antworten
  26. ““Es ist unverantwortlich, den Menschen die auf sie vertrauen, Informationen zu verweigern”, erklärt der Chef der MPAA in einem Statemtent.”
    Wenn man aber auf der englischen Wikipedia-Seite auf “learn more” klickt und sich das durchliest bzw. sich die Überschriften angugckt entdeckt man bald folgendes:

    “Is it still possible to access Wikipedia in any way?
    Yes. During the blackout, Wikipedia is accessible on mobile devices and smart phones. You can also view Wikipedia normally by disabling JavaScript in your browser, as explained on this Technical FAQ page. Our purpose here isn’t to make it completely impossible for people to read Wikipedia, and it’s okay for you to circumvent the blackout. We just want to make sure you see our message.”

    Finde den Fehler…

    Steffen | 18. Januar 2012 | 14:44 | Antworten
  27. Da wird die Intention der reinen Scheinblockade als
    schlagkräftiges Tränendrüsenargument ( all die armen dummen Menschen… ) gegen die pöse Lobby der freies internet Chaoten und Geldscheffler^^ verwendet ;)
    Widerspruch ? Nie nicht!!!
    Da argumentiert jemand erfolgreich gegen sich selbst.

    @linuxhelfer ist dabei was Du suchst ?

    http://reagan-was-a-horrible-president.tumblr.com/post/16044741691/how-to-black-out-your-blog

    Schöne Grüße

    AndersDenken

    AndersDenken | 18. Januar 2012 | 14:57 | Antworten
  28. Link: Schwarz sehen

    [...] Unsere Kollegen von Hyperland erklären, was diese Internetaktion soll und weshalb viele User, die b… [...]

  29. Die Ohnmacht verbreitet sich.
    Zweifel ist fast verboten geworden.
    Es wird als subversiv betrachtet, etwas in Frage zu stellen.
    Die Kunst zu retuschieren trübt die Substanz der Fakten.
    Wir sehen nur reflektierten und gespalteten Erscheinungen.
    Es gibt keine unfiltrierte Komunikationskanäle,
    sogar die Straßen werden gefilmt.
    Also zurück auf die Bäume.
    Die Entwicklung führte uns in eine Sackgasse.
    Das Vertrauen ist zu einem Fremdwort geworden.
    Es Lebe unsere Präsident.
    Übrigens ich war für Hillary.

    Werker | 18. Januar 2012 | 15:25 | Antworten
  30. hi AndersDenken,

    dass mit dem schwarz machen funktioniert bei meinem Forum leider nicht. Aber: ich habe einen Eintrag über diese Aktion vorgenommen unter “Offener Themenbereich”.

    Wnn du möchtest, dann kannst du dir mein Forum gerne hier:

    http://mintforum.forumieren.com/forum

    anschauen.

    Den Eintrag findest du wie geschrieben im Offenen Themenbereich.

    Grüße
    Linuxhelfer

    Linuxhelfer | 18. Januar 2012 | 15:57 | Antworten
  31. Liebe Amis, wie wäre es, wenn Ihr mal vor Eurer eigenen Haustüre kehren würdet. Der erste Kandidat wäre schon einmal Google Books, der millionenfach geistiges Eigentum raubkopiert und raubpubliziert und auf Beschwerden arrogant und in US-weltherrschaftlichen Tönen reagiert. Die USA sind schlichtweg ein Schurkenstaat geistigen Eigentums, wenn nicht US-Interessen betroffen sind.
    Die deutsche Staatsanwaltschaft bekommt es indes nicht einmal fertig auf Strafanträge gegen die US-amerikanische Raubkopiermaffia zu reagieren, solange keine milliardenschwere Lobby Druck macht (bei kino.to ging es ja) – Recht gibt es in der BRD heutzutage nur für die, die es sich leisten können oder eine stark genuge Lobby besitzen.

    Ben Christoph | 18. Januar 2012 | 16:15 | Antworten
  32. hi Ben,

    also was dass mit GoogleBooks angeht, widerspreche ich dir hier mal. Denn: wer würde denn dann dafür sorgen, dass Bücher auch in elektronischer Form und nicht nur in Papierform zur Verfügung stehen?? Die elektronische Form hat nun mal den Vorteil, dass sie bei solchen Sachen wie bei Einstürzen von ganzen Bibliotheken (ich erinnere nur mal an das Archiv in Köln, das eingestürzt ist auf Grund eines Tunnelbaus) nicht vernichtet würde, sondern noch zur Verfügung stünde. Die Papierform allerdings wäre danach auf jahre verloren!!

    Insofern muss man hier Google mal loben! Aber hier geht es um weit mehr als nur um angebliche kleine “Raubkopierer”.

    Es geht darum, dass Netz unter die Kontrolle der großen Industrielobby zu bekommen, Meinungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit und die Kritikfreiheit zu beschneiden und Bürgerrechte auszuhöhlen!! Das mit dem Raubkopieren und dem Urheberrecht ist hier nur vorgeschoben!! Merkst du dass denn nicht??

    Grüße
    Linuxhelfer

    Linuxhelfer | 18. Januar 2012 | 16:45 | Antworten
    • Dann sch…en Sie wohl auf die geistigen Grundrechte von Urhebern, wenn Sie der Raubkopier-Maffia von google books auch noch recht geben. Ich habe als geistiger Schöpfer und Eigentümer eines Werkes gewisse unveräußerliche Eigentumsrechte. Google books schädigt durch seine Raubpublikation meine potentiellen Veräußerungsgewinne, sondern auch mein negatives Publikationsrecht. Grundsätzlich ist jeder Verlag verpflichtet auch bei bereits publizierten Werken die weitere Publikation und den weiteren Vertrieb einzustellen, wenn der Urheber dies fordert.
      http://www.textkritik.de/urheberrecht/index.htm

      Ben Christoph | 18. Januar 2012 | 16:54 | Antworten
      • Was regen SIE sich denn so auf? Google bietet Ihnen doch eine Möglichkeit Ihre Werke entfernen zu lassen, wenn Sie damit nicht einverstanden sind! http://support.google.com/books/partner/bin/answer.py?hl=de&answer=43756

        Und falls Sie mit der Publikation auf Google Books einverstanden sind, können Sie sogar bestimmen ob das Buch vollständig oder nur in Auszügen veröffentlich wird und auch über die Werbeeinahmen mitverdienen.

        Hauptsache es wird erstmal rumgemeckert!

        Constantin | 18. Januar 2012 | 17:47 | Antworten
        • Toll, da dürfen Sie erst einmal Ihre persönlichen Daten einschließlich Geburtsdatum bekanntgeben. Nach Urheberrecht haben DIE erst einmal sich um die Erlaubnis BEI MIR zu kümmern und nicht ich die darum anzubetteln! Lernen Sie erst einmal die Urheberrechte kennen.

          Ben Christoph | 19. Januar 2012 | 11:13 | Antworten
        • Nach etlichen Streit-Korrespenenzen bin ich inzwischen der Überzeugung, DIE EINZIGE LÖSUNG IN BEZUG AUF GOOGLE BOOKS IST, DENEN DEN SAFT ABZUDREHEN!!!

          Ben Christoph | 19. Januar 2012 | 11:14 | Antworten
    • PS: Es ist meine Angelegenheit, wie und in welcher Form meine Werke publiziert werden. Wenn ich es als Urheber nicht möchte, daß meine Werke nicht digital publiziert werden, dann hat dies zu unterbleiben.

      PPS: Zum Erhalt der Werke kann ich nur sagen, daß digitale Publikationen das Geschäft mit Büchern schädigen. Doch setze ich für die künftigen Generationen auf gedruckte Exemplare in wissenschaftlichen Bibliotheken, da wir aufgrund der Digitaltechnik mit ihren kurzen Haltbarkeitszyklen in der Zukunft zu einem dunklen Zeitalter herunterkommen werden.

      Ben Christoph | 18. Januar 2012 | 16:59 | Antworten
    • PPPS: Ich wußte nicht, daß wir uns kennen, daß Sie mich duzen und beim Vornamen nennen.

      Ben Christoph | 18. Januar 2012 | 16:59 | Antworten
    • PPPPS: Im PS muß beim letzten Satz das zweite “nicht” entfallen – keine Edit-Funktion vorhanden.

      Ben Christoph | 18. Januar 2012 | 17:01 | Antworten
  33. Weitere Informationen zu PIPA, SOPA, ACTA und BREIN (siehe Blackscreen vom Chaos Computer Club) wären durchaus für die Allgemeinheit von Interesse und sollten doch bitte mal im Fernsehen zur Hauptsendezeit erklärt werden. Liebe Redakteure vom ZDF, euer “Bildungsauftrag” als Staatsfernsehen sollte hierbei relevant sein.

    ACTA wird ja praktisch totgeschwiegen bis es dann unterschrieben wird, um Proteste zu verhindern. Bitte seid nicht Teil dieses Systems.

    Anregung | 18. Januar 2012 | 17:40 | Antworten
  34. @ Ben Christoph,

    Was Ihren Namen angeht, so wird der hier im ZDF-Blog unterhalb Ihres Textes eingeblendet. Daher kann ich hier Ihren Namen sehen und ich dachte, es ist erlaubt, die User mit dem eingeblendeten Namen anzusprechen. Entschuldigung, wenn dass nicht so sein sollte.

    Dann zum Thema Google Books: diese Kopien von Google sind insofern keine Raubkopien, weil auch diese elektronischen Bücher im Internet gekauft werden müssen zusammen mit dem Gerät, dass dafür erforderlich ist. Und dafür gehen schon deutlich mehr als 100 € über den Ladentisch. Insofern ist es keine Raubkopie. Allerdings gibt es inzwischen in dem opensourse-Betriebssystem eine Anwendung, die den Kauf dieses Hardware-Gerätes zum Lesen von e-books zum Glück überflüssig macht. Aber den Kauf des e-books als solches macht es nicht überflüssig!! Das muss man nach wie vor kaufen. Aber: dabei hat der Käufer nicht die gleichen Rechte wie beim Kauf eines auf Papier gedruckten Werkes. Zum Beispiel darf ich ein gekauftes e-book weder verleihen noch sonstwie weitergeben!! Das ist für mich als Käufer verboten. Aber ich frage mich ehrlich: warum soll das bitte so sein??? Warum können mit einem gekauften e-book nicht die gleichen Rechte verbunden werden, wie mit einem auf Papier gedruckten Buch, das ich kaufe??

    Was die Freiheit des Wissens angeht: ich meine wirklich, dass das reine Wissen, das im Internet über Wikipedia und viele andere Datenbanken zur Verfügung gestellt wird, frei für alle zugänglich sein sollte und nicht nur für die obere Elite. Das kann es nicht sein. Wenn Sie sich für eine Einschränkung des Zugangs zu Wissen aussprechen, dann untergraben Sie die Chancengleichheit im Bereich Bildung!! Und damit wird den zukünftigen Generationen diese Chance genommen.

    Und was auch richtig ist: die Zukinft wird opensource sein.

    Grüße
    Linuxhelfer

    Linuxhelfer | 18. Januar 2012 | 17:55 | Antworten
  35. Auf die inhaltlichen Ergebnisse kann jeder referieren, wenn er sich an die Regeln hält. Auch Kurztitate sind in Ordnung. Aber Volltexte sind und bleiben das geistige Eigentum des Urhebers. Bei Werken mit beschränkter Käuferzahl sind elektronische Publikationen eine Konkurrenz, die die Herstellung gedruckter Exemplare unattraktiv machen, so daß aufgrund der Kurzlebigkeit digitaler Daten der Erhalt der betroffenen Werke für die folgenden Generationen gefährdet ist: Lieber in 100 Jahren drei erhaltene Druckexemplare in Bibliotheken, als 300 digitale Kopien, die in 15 Jahren unlesbar sind – da vergrabe ich lieber einen Papyrus in der ägyptischen Wüste.
    Des weiteren hat die Google-Raubkopier-Maffia (in Verbund mit der Indiana University und der University of Michigan) ohne Nachfrage eine digitale Vollkopie erstellt, die jeder mit entsprechender Geschicklichkeit herunterziehen kann (“Snippet-Ansicht”). Ich sehe keinen Pfennig davon.
    Grundsätzlich sind die Werke für jedermann erhältlich. Falls Ihre Bibliothek kein Exemplar besitzt, so gibt es die Institution der Fernleihe. Auf die Weise kam ich auch an die notwendigen Werke für Magisterarbeit, Dissertation etc., die nicht vor Ort erhältlich waren, und zwar auch seltene Exemplare aus dem 18. und 19. Jh.
    Grundsätzlich ist google books angenehm für Werke, die inzwischen gemeinfrei sind und nicht immer einfach per Fernleihe erhältlich sind.
    Auch ist es meine frei Entscheidung, ob ich die Ergebnisse meiner geistigen Arbeit publizieren will oder nicht, und wenn, in welcher Form. Sonst könnte ich ja bei Ihnen einfach mit 100 Mann auftauchen und eine wilde Grillparty feiern, um Sie dann mit dem Müll zurückzulassen – denn Eigentum ist Eigentum, und Sie halten anscheinend nicht viel von geistigem Eigentum.
    Schließlich greift das Argument mit dem Preis für den E-Reeder nicht, da die Autoren auch bei einem Preis von EUR 1000 keinen einzigen Pfennig von den Einnahmen für diesen Elektronikschrott sehen.
    OpenSource ist der Versuch Urheber zu entrechten: http://www.textkritik.de/urheberrecht/index.htm

    Ben Christoph | 18. Januar 2012 | 18:13 | Antworten
    • Wie ich schon oben geschrieben habe, liegt es weiterhin in Ihrer Macht ohne großen Aufwand Ihre Werke von Google Books zu entfernen.
      Wenn Sie das nicht tun, sondern weiter Ihr Werk von Google nutzen lassen, können Sie sogar am finanziellen Erfolg von Google Books teilhaben – sofern Sie oder Ihr Verlag sich darum kümmern und sofern das Werk auch tatsächlich angesehen wird.

      Das Google erst gescannt hat und sich dann mit den Verlagen in Amerika geeinigt hat, ist vielleicht unkonventiell aber dennoch vertretbar. Die Identifizierung des Rechteinhabers (der ja nicht gleichzeitig Autor sein muss) ist bei einem Großteil der Bücher sehr schwer bis unmöglich. Umgekehrt ist die Überprüfung ob sein eigenes Werk bei Gooogle Books liegt und bei Bedarf das Stellen ein entsprechender Antrag es zu entfernen ein relativ überschaubarer und vertretbarer Aufwand.

      Ich finde es übrigens interessant, dass Sie kein Problem mit Bibliotheken haben. Diese dürfen ohnehin Ihre Werke ausstellen und verleihen und in Ausschnitten Kopien für die Leser anfertigen – ohne dass Sie hiervon (anders als bei Googlebooks) Kenntnis bekommen oder Mitspracherecht haben. Eine Kopie oder ein Scan von geliehen Bücher ist zudem genau so leicht anzufertigen wie eine digitale “Kopie” aus Google Books zu beziehen.
      Scheinbar fällt Ihnen die geistige Transferleistung vom analogen Modell hin in die digitale Welt sehr schwer… Schade. Nichtzuletzt sind die vermeintlich “Kreativen” wie Sie, die an archaische Denkmodellen festhalten und Ihre eigene Unflexibilität als Ungerechtigkeit empfinden der Grund, warum es Gesetze wie SOPA, PIPA, ACTA & co. gibt, durch die die Meinungsfreiheit und schöpferische Energien im Internet gefährdet werden.

      Constantin | 18. Januar 2012 | 23:10 | Antworten
      • Es gibt hier rechtlich und sachlich relevante Unterschiede.
        Einerseits erlaubt das deutsche Urheberrecht Privatkopien. Außerdem dürfen für wissenschaftliche Zwecke Teilkopien angefertigt werden. Hierfür werden die Autoren in der BRD durch die VG Wort entschädigt, die z.B. für jeden in der BRD verkauften Scanner, Drucker oder Kopierer gemäß Leistung eine Gebühr enthält (vgl. GEMA bei Musikdatenträgern). Jede seriöse wissenschaftliche Bibliothek stellt von urheberrechtlich geschützten Werken nur Teilkopien her (z.B. im Rahmen der Fernleihe), die bei Sammelwerken aus einem Aufsatz bestehen oder bei Monographien maximal 15-20% ausmachen.
        Wenn ein Student oder ein Privatmann sich für ein spezielles Thema nicht das Buch für EUR 60 kauft, weil er es nur einmal braucht, verstehe ich es; wenn aber ein Professor sich ein Nachschlagewerk kopiert, das er dauernd braucht oder die Kosten für die Erstellung der Kopie einen wesentlichen Teil des Kaufpreises des Buches ausmachen, verstehe ich es nicht.
        Google books stellt eine kommerzielle Kopie her und publiziert diese zu kommerziellen Zwecken. Hierbei handelt es sich um eine nicht genehmigte und urheberrechtlich nicht legitime Raubkopie und Raubpublikation. Des weiteren handelt es sich um eine neue Publikationsform. Ich würde auch gegen einen Buchladen oder einen Händler vorgehen, der illegale Kopien meiner Werke vertreibt.

        Ben Christoph | 18. Januar 2012 | 23:31 | Antworten
        • Zunächst, das Wort “Raubkopie” ist inhaltlich schon einmal komplett falsch und wird auch in keinem Gesetzestext erwähnt. Es ist weder Diebstahl noch Raub, sondern eben eine nicht genehmigte Kopie. Raubkopie ist ein Kunstwort das hochgradig polemisch ist.
          Das Urheberrecht gibt Ihnen die Möglichkeit bei einer solchen unrechtmäßigen Kopie eine Unterlassung zu verlangen. Dies können Sie auch im Falle Google Books ohne weiteres tun und müssen hier nicht einmal Rechtsbeistand dafür bezahlen. Wo liegt ihr Problem?
          Ein Recht zu haben, bedeutet nicht dass der Schutz dessen ohne eigene Initiative vom Staat sichergestellt wird. Es ist Ihr Recht, aber Sie müssen dafür eintreten und dazu haben Sie in diesem konkreten Fall beste Möglichkeit.

          Verwertungsgesellschaften (Die übrigens auch für Datenträger, wie die Festplatten der Google Server und die Festplatten der Internetbenutzer kassiert) sind auch ein nettes Thema. Hier wird nämlich ein generelles Mistrauensvotum gegenüber der Bevölkerung ausgesprochen. Jedem bezahlt hier (unter Umständen auch gerne mehrfach) für eine vermeintlich genutzte Leistung. Wenn ich meinen Drucker nur für den Ausdruck meiner privaten oder geschäftlichen Korrespondenz benutze, zahlen ich trotzdem an die VG Wort. Wenn ich mein Computerfestplatte nur für das Speichern von legal gekauften Ebooks oder MP3s Benutze, bezahle ich ebenfalls neben dem Kaufpreis einen Obolus an die VGs.
          Die VGs waren übrigens diejenigen, die sich gegen einen Deal mit Google gestellt haben, so dass Sie in diesem Fall nicht automatisch über diese beteiligt werden; die Amerikanischen Autoren werden entsprechend über ihre Interessenverbände entlohnt.

          Constantin | 19. Januar 2012 | 08:27 | Antworten
          • Wie wäre es mal mit lesen. Die deutsche Justiz hält es doch nicht einmal wert meinen Strafantrag zu bearbeiten, da ich nicht die dazu notwendige Lobby habe!!! Und google books sitzt schlichtweg auf dem hohen Roß.
            Wenn Leute wie Sie auch noch diese Raubkopiermaffia unterstützen, werden Bücher demnächst nur noch auf rotbraunem Papier und in verschnörkelter Fraktur erscheinen (bei den alt-englischen Büchern 17xx ist bisher keine Texterkennung zu erkennen).
            Und das google agreement war schlichtweg eine Unverfrorenheit und ein Enteignungsversuch, abgesehen davon, daß es auch ein Phänomen des US-weltherrschaftlichen Denkens war, indem beansprucht wurde, daß US-Institutionen über die Rechte von Individuen beschneiden können, die nicht ihre Untertanen sind. Die einzige Möglichkeit für die Autoren war schlichtweg der Widerspruch.
            ES IST MEIN ALLEINIGES RECHT ZU ENTSCHEIDEN, WAS VON MIR WO PUBLIZIERT WIRD.

            Ben Christoph | 19. Januar 2012 | 10:58 | Antworten
          • PS: Wenn google nicht die Rechte anderer achten will, dann wäre die letztendliche Konsequenz nun einmal die Sperrung oder Löschung dioeser Angebote… (Die Maffia in Italien hat auch gewisse gute Aspekte im sozialen Bereich, also lassen wir sie weiterwüten)

            Ben Christoph | 19. Januar 2012 | 11:02 | Antworten
  36. Vielleicht werden einige Menschen ins Grübeln kommen wegen der weltweit stattfindenden Aktionen. Vielleicht.

    Angebote, die über Werbeseiten finanziert werden, könnten m.E. von ihren Gewinnen an die Urheber
    zurückfließen lassen.

    Letztlich könnte es dazu kommen, dass jegliche Informationen, die man haben möchte oder gar braucht, bezahlen muss.
    Dies wäre eines heutigen Internets nicht würdig. Es wäre wie in den ersten Tagen des Internets, wo für Zugang, Aufruf, Einwahl und Besuchsdauer bezahlt werden musste.
    Eine Umkehrung, die etwa den Wesen der heutigen Krankenkassen entspricht.

    Ich denke, dass jeder der Informationen nutzt, etwas der Internetgesellschaft über kurz oder lang zurückgeben wird.

    Zuletzt frage ich, was ist schlimmer? Der Verlust von Gewinnen der Urheber, Lobbyisten und ihrer
    Sympathisanten, oder der Verlust von Kreativität und Entwicklungsfreudigkeit der innovativen
    Köpfe, die darum wissen, dass ihre Ideen ins elektronische NULL verschwinden, wenn einige Individuen
    meinen wesentliche Funktionsvariabeln vom Internet austauschen zu müssen.

    John K.

    John K. | 18. Januar 2012 | 22:09 | Antworten
    • Es geht hier nicht nur um die Lobby. Es geht hier um die Geisteswissenschaftler, die erhebliche Kosten bei der Herstellung ihrer Werke haben, die aber mangels Lobby und Milliarden nicht gehört werden, wenn ihre Grundrecht VERGEWALTIGT werden. Die Filmindustrie weiß sich zu wehren, die Fachbuchautoren können sich aber keine Armada von Superanwälten oder gekaufte Politiker leisten.

      Ben Christoph | 18. Januar 2012 | 23:34 | Antworten
    • PS: Ein Hollywoodfilm oder ein Werk oder großen Musikfirma illegal bei Youtube hochgeladen wird, reicht eine Nachricht und alles ist vom Server. Bei google books und diversen amerikanischen Universitätsbibliotheken kommen nur arrogante Antworten nach dem Motto: Ist uns scheißegal, was Sie für Rechte haben, wir Amis beherrschen die Welt und treten allen anderen in den Arsch…

      Ben Christoph | 18. Januar 2012 | 23:38 | Antworten
      • Hören Sie auf so dreißt zu lügen. Bei Google Books können Sie als Autor genauso einfach Ihre Werke entfernen lassen.

        Constantin | 19. Januar 2012 | 13:03 | Antworten
        • Ha, ha, ha, außer arroganten Antworten bekommen Sie da gar nichts…

          Ben Christoph | 19. Januar 2012 | 13:48 | Antworten
        • Oder sind Sie Chef-Propagandist von dieser Diebesbande?

          Ben Christoph | 19. Januar 2012 | 13:49 | Antworten
        • PS: KAPIEREN SIE ENDLICH, DASS DIE ERST GAR NICHT OHNE MEINE ERLAUBNIS HÄTTEN SCANNEN UND PUBLIZIEREN DÜRFEN.
          GOOGLE BOOKS MUSS IM NOTFALL ZWANGSABGESCHALTET WERDEN.

          Ben Christoph | 19. Januar 2012 | 13:51 | Antworten
        • “wir haben Ihre Beschwerde erhalten und geprüft. Gemäß den Richtlinien für die Entfernung von Inhalten hat Google entschieden, vorerst keine Maßnahmen bezüglich [Linkadresse] [...] Beachten Sie, dass der betroffene Titel nur in der Metadaten-Ansicht angezeigt wird. Diese Ansicht enthält keine urheberrechtlich geschützten Seiten aus den Büchern selbst, sondern zeigt nur Informationen über das Buch, ähnlich den Informationen, die Sie in einem Bibliothekskatalog finden würden. Hierzu gehören zum Beispiel ‘Metadaten’ wie die ISBN, der Name des Autors, der Verlag und das Jahr der Veröffentlichung sowie Suchergebnisinformationen von öffentlichen Websites. Gemäß den Datenschutzbestimmungen von Google werden derzeit keine Ergebnisse aus dem Index entfernt, die nur Metadaten enthalten, da die Anzeige dieser Angaben legal und für unsere Nutzer hilfreich ist.”
          Die einzige Sorge von denen war “Sollten Sie bereits ein rechtliches Verfahren eingeleitet haben möchten wir Sie bitten, uns eine Kopie der Zivilklage oder eines ähnlichen Dokuments zuzusenden.”
          VERHÖHNEN KANN ICH MICH SELBER!!!!!

          Ben Christoph | 19. Januar 2012 | 14:11 | Antworten
        • PS: Diese E-Mail ist der Höhepunkt einer wochenlangen Korrespondenz mit längeren Schweigepausen von Seite von google gewesen. Auf die Antwort meiner Erwiderung warte ich seit einem Monat…
          Erzählen Sie da mal bessere Witze!

          Ben Christoph | 19. Januar 2012 | 14:14 | Antworten
        • PPS: Stand November 2011 war übrigens, daß das Online-Formular unter mehreren gängigen Browsern auf verschiedenen Browsern technisch nicht funktionierte. Das war nämlich die erste Masche von diesen Verbrechern.

          Ben Christoph | 19. Januar 2012 | 14:27 | Antworten
    • …und die deutsche Justiz kümmert sich einen Scheißdreck um die Rechte von Urhebern, wenn man nicht mit einem Anwälteteam der Maffia bzw. korrupte-Politiker-Freipauker-Liga kommt. Ich warte seit Monaten auf eine Reaktion auf einen Strafantrag gegen einen dreisten Urheberrechtsverletzer…

      Ben Christoph | 18. Januar 2012 | 23:40 | Antworten
  37. Auch ich meine, dass dieses Gesetzesvorhaben der USA so nicht mal verfassungskonform ist!!

    Denn dieses Gesetz würde nicht nur die Freiheit des Internets aushebeln, sondern es würde auch gegen wesentliche Punkte unserer Verfassung verstoßen. Und hier meine ich nicht nur das Recht auf Informationsfreiheit,das Recht auf freie Meinung und das Recht auf frei zugängliches Wissen.

    Nein ich meine darüber hinaus auch noch den erweiterten Schutz von Haus und Wohnung. Denn bei der Ermittlung dieser sogenannten “Raubkopierer” wird über den elektronischen Weg in Ihre Wohnung eingedrungen zur IP-Feststellung. Und genau hier sollte eigentlich dieser – von unserem Bundesverfassungsgericht im Jahre 2008 geschaffene – erweiterte Schutz von Haus und Wohnung gelten.

    Ergo: die Ermittlung der IP durch Eindringen in den Router mittels elektronischen Möglichkeiten ist illegal!!

    Dann ist es leider auch gängige Praxis, dass wir User (mich hatte es auch schon mal erwischt) nicht darüber in Kenntnis gesetzt werden, wenn über das Landgericht Köln hinter unserem Rücken ein Ermittlungsverfahren angestrengt wurde. Wir werden hier um unser Recht beraubt, zum Vorgang auch Stellung nehmen zu dürfen!! Aber: jeder kleine Verkehrssünder bekommt dieses Recht mittels Anhörungsbogen eingeräumt!! Warum funktioniert dass hier nicht?? Warum erfahren wir User erst davon, wenn die Abmahnung ins Haus flattert???

    Außerdem werden unsere deutschen Telefon- und Internetprovider zur Herausgabe der IP-Adressen gezwungen. Auch dass ist nicht gesetzes- und verfassungskonform!!! Denn die IP-Adresse fällt unter die persönlichen Daten und hier müsste es eigentlich eine Zustimmungsregel zur Herausgabe geben!!!

    Daher fordere ich die us-Administration auf, dieses nicht verfassungskonforme Gesetzeswerk aufzuschnüren und in die Beratungsgremien zu verweisen, damit es in ein anderes verfassungskonformes Gesetzeswerk umgearbeitet werden kann!!

    Und dann fordere ich die Musik- und Filmindustrie auf: redet mit uns über eine friedliche Lösung anstatt das komplette Internet mit der Rundum-Keule zu überziehen!! Es gibt andere, bessere Lösungen siehe die legalen Angebote im Bereich Musik. Warum soll sowas nicht im Bereich “Film” funktionieren??? Hallo, liebe Musik- und Filmindustrie: wacht endlich auf und erkennt die aktuellen Entwicklungen!! Ihr droht hier eine aktuelle Entwicklung zu verschlafenn!! Bitte öffnet euch endlich auch dem elektronischen Markt!! Denn hier warten eure Kunden auf euch!!! Hier gibt es eine riesige nicht bediente Nachfrage. Daher wandern die User zu solchen illegalen Portalen ab und bringen diese zur Blüte.

    Und was ich mich auch frage: warum sollte es nicht gesetzeskonform sein, Filme die man sich mittels Festpatten-Videorecorder direkt vom Fernsehen oder vom Internet heruntergeholt und gespeichert hat, miteinander zu sharen?? Sowas sollte eigentlich nicht verboten sein!!

    Daher liebe Musik- und Filmindustrie: redet endlich mit uns!! Setzt euch mit uns an einen Tisch und redet mit uns!!

    Aber nochmal: dieses Gesetzeswerk ist der Tod für das freie Internet, für die Informations- und Meinungsfreiheit und für die Wissensfreiheit!! Dieses Gesetzeswerk ist keine Lösung!!!

    Gruß
    Linuxhelfer

    Linuxhelfer | 18. Januar 2012 | 23:01 | Antworten
  38. Dann wollte ich noch anmerken, dass wir User auf solche Angebote wie etwa Netflix auch hier in Europa warten. Warum dürfen wir europäischen User nicht an Netflix teilhaben?? warum werden wir von diesem Angebot ausgeschlossen??? Wann kommen endlich auch legale Angebote für Kinofilme zum kaufen, herunterladen und angucken auch in Europa, die dann weltweit verfügbar sind??

    Liebe Musik- und Filmindustrie: wir warten im Netz schon lange auf eure Angebote.

    Aber da diese bisher ausbleiben, gebt ihr uns keine andere Wahl, als zu solchen angeblich illegalen Portalen auszuweichen.

    Also: bitte macht eure Hausaufgaben und schließt endlich den elektronischen Markt auf!! Dort warten Millionen von Kunden weltweit auf euch!!

    Grüße
    Linuxhelcer

    Linuxhelfer | 18. Januar 2012 | 23:24 | Antworten
  39. liebe us-Musik- und Filmindustrie: Ich weiss auch über eure lahmende Wirtschaft und die ansteigende Arbeitslosigkeit bei euch.

    Aber: mit dem Aufbau solcher legalen Filmangebote in Form solcher online-Shops würdet ihr sogar etwas gegen eure eigene Arbeitslosigkeit tun!! Denn mit solchen online-Shops schafft ihr euch nämlich neue Arbeitsplätze: Arbeitsplätze im Internet!! Dafür würden Grafiker gebraucht für den Aufbau von Webseiten, dann Vertriebsleute und Marketingleute für das Einstellen und die Pflege der Angebote in diese Webseiten, dann würden auch Website-Administratoren gebraucht und viele mehr.

    Von daher: hier würden beide Seiten gewinnen von solchen legalen Filmangeboten im Netz: auf der einen Seite gewinnen die Nachfrager (also wir Kunden als User) und auf der anderen Seite eure Wirtschaft in Form von neuen Arbeitsplätzen und einer sinkenden Arbeitslosigkeit!! Schon mal soweit gedacht, liebe Film- und Musikindustrie in den USA???

    Grüße
    Linuxhelfer

    Linuxhelfer | 18. Januar 2012 | 23:40 | Antworten
  40. http://youtu.be/xEWoX7RqnOU

    Ben | 19. Januar 2012 | 03:31 | Antworten
  41. Link: Megaupload-Schließung: Warum das Netz plötzlich Kopf steht

    [...] – seit Wochen gibt es Proteste im Internet und auf politischer Ebene. Bisheriger Höhepunkt: Am Mittwoch demonstrierten weltweit Internetnutzer sowie Unternehmen wie Google oder die Online-Enzyklopädie Wikipedia mit [...]

Was sagen Sie dazu?