Internet-Meme: Gedanken wie Gene

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Ein Mem ist ein Gedanke, der zwischen Menschen ausgetauscht wird, sich wie von alleine verbreitet, weiterentwickelt und dadurch immer neue Anhänger findet. Und wo könnten sich Gedanken besser ausbreiten als im Internet? Das zeigte sich bei den Jugendprotesten in Spanien Anfang des Jahres, beim Arabischen Frühling oder jetzt bei Occupy-Wallstreet.

Wie Facebook den Hyperlink abschaffen will

Facebook-Chef Mark Zuckerberg im September 2011 (Foto: Dylan Tweney, Quelle: Flickr, CC BY 2.0)

Facebook-Chef Mark Zuckerberg im September 2011 (Foto: Dylan Tweney, Quelle: Flickr, CC BY 2.0)

Zurück in die Zukunft: Facebook schließt sein Universum weiter ab. “Frictionless Sharing”, also reibungsloses Teilen, hatte Mark Zuckerberg, Chef des populären Netzwerkes, vor der Einführung der jüngsten Metamorphose seiner Plattform versprochen. Die “open graph” genannte Technik soll künftig alles erfassen, was die Facebook-Nutzer im Internet machen. Doch das Ergebnis überzeugt derzeit nicht und die Nutzer fühlen sich bevormundet. [mehr]

Ägypten: Die frauenfeindliche Revolution

Sammlung im Netz: Sexuelle Übergriffe auf dem Tahir-Platz (Screenshot: harassmap.org)

Sammlung im Netz: Sexuelle Übergriffe auf dem Tahir-Platz (Screenshot: harassmap.org)

Heute beginnen in Ägypten die ersten Parlamentswahlen seit dem Sturz des Mubarak-Regimes. Unabhängig vom Ergebnis steht aber jetzt schon fest: Die ägyptische Revolution ist eine Enttäuschung – vor allem für die Frauen des Landes. Während der ersten Protestwelle spielten sie noch eine entscheidende Rolle. Nach dem Rücktritt Mubaraks sollten sie jedoch wieder an ihren alten, untergeordneten Platz in der Gesellschaft zurückkehren. Viele Frauen wehren sich dagegen, aber das Militär und religiöse Hardliner schrecken nicht einmal vor dem Einsatz sexueller Gewalt zurück, um die Frauen klein zu halten. Über das Internet organisiert sich der Widerstand. [mehr]

Thailand: Netzspione im Auftrag ihrer Majestät

Allgegenwärtig: Bild des thailändischen Königs auf einem Geldschein (Foto: Reeve Baily, Quelle: Flickr, CC BY 2.0)

Allgegenwärtig: Bild des thailändischen Königs auf einem Geldschein (Foto: Reeve Baily, Quelle: Flickr, CC BY 2.0)

Thailänder vergöttern ihren König. Sein Gold umkränztes Konterfei blickt von Häuserfassaden, ziert Banknoten und Briefmarken und selbst im Internet wird König Bhumibol Adulyadej gefeiert. Ein Grund für die Lobpreisungen ist aber auch die Angst, wegen Majestätsbeleidigung angeklagt zu werden. Selbst ein dummer Scherz über das Königshaus kann in Thailand bis zu 15 Jahren Haft bedeuten. Besonders streng wird das Majestätsbeleidigungsgesetz im Netz verfolgt. Unterstützung bekommen die Behörden dabei von freiwilligen “Internetpfadfindern”, die Foren und soziale Netzwerke nach Verstößen durchsuchen. [mehr]

„Jude oder kein Jude“: Wie eine iPhone-App Frankreich bewegte

(Foto: Steve Snodgrass, Quelle: Flickr, CC BY 2.0)

(Foto: Steve Snodgrass, Quelle: Flickr, CC BY 2.0)

Eigentlich hatte ein französischer Programmierer „Juif ou pas juif“ (Jude oder kein Jude) als amüsante iPhone-Applikation gedacht. Doch die Auflistung jüdischer Prominenter sorgte für Aufsehen. Apple hat die Software nun weltweit aus dem App Store entfernt – und vermeidet so eine gerichtliche Entscheidung. [mehr]