Online-Werbung: Ich bin übrigens Nichtraucher, Facebook!

Facebook liefert Massenware statt individuell zugeschnittener Werbung (Screenshot Facebook)

Facebook liefert Massenware statt individuell zugeschnittener Werbung (Screenshot Facebook)

Facebook weiß einfach alles von mir: dass ich Mitte 30 bin, in Köln wohne, wen ich kenne, zu welchen Veranstaltungen ich gehe. Und Facebook weiß auch, dass ich blöd bin. Marc Zuckerbergs Algorithmen haben durch den Bildschirm geguckt und entschieden: Der Kleinz, der ist zurückgeblieben, weltfremd oder einfach bescheuert.

Und deswegen zeigt mir Facebook zuverlässig immer wieder diese Werbung an: “Orte jedes Handy!” Zwar hat sich im Rest des Internets schon lange herumgesprochen, dass solche Angebote rechtlich hochproblematisch und nicht einmal besonders genau sind, aber Facebook schlägt mir den Dienst trotzdem vor. Täglich. Immer wieder. Dass der Anbieter auf seiner Werbeseite behauptet “53.536 Personen gefällt das”, obwohl diese Zahl eindeutig nicht von Facebook kommt und die begeisterten Kundenkommentare augenscheinlich gefälscht sind, stört den Konzern wenig. Die Werbung wurde ausgeliefert, und dafür fließt Geld.

Ganz schlimmer Einheitsbrei

Der Deal war eigentlich: ich gebe Facebook meine Daten und dafür liefert mir das Ach-so-sozial-Netz die passende Werbung, punktgenau auf meine Bedürfnisse abgestimmt. Doch auf meinem Bildschirm geht der Deal nicht auf. Statt interessanter Werbung bekomme ich Einheitsbrei vorgesetzt. Und der ist von sagenhaft schlechter Qualität.

“Größere Muskeln” verspricht mir ein grotesk aufgeplusterter Bodybuilder, obwohl ich nie irgendein Interesse für sportliche Veranstaltungen zeige. Mir werden die besten Spots zum Rauchen in Köln empfohlen, gleich daneben sehe ich eine Werbung für Tipps, wie ich mit dem Rauchen aufhören. Ich bin Nichtraucher. Sogar Astrologie-Werbung bekomme ich auf den Schirm. Und “Seriös Geld Verdienen: 3000€/Woche.” Mein E-Mail-Programm sortiert so etwas in den Spamordner.

Niveau eines Shoppingsenders

Das Ergebnis wird nicht besser, wenn Facebook die Vorlieben meiner “Friends” einspannt. Nico zum Beispiel hat irgendwann bei der Rügenwalder Mühle sein “Like” hinterlassen. Deshalb bekomme ich jetzt diese Botschaft angezeigt: “Skandal – Die Rügenwalder Mühle lässt ihre Fans unter der sengenden Sonne Spaniens für sich schuften! Hier geht’s zum Video.” Dahinter steckt ein dümmlicher Werbespot über eine Aktion, bei der Kunden an irgendeinem Ferienort angeblich an der Entwicklung einer neuen Wurstsorte teilhaben durften. Wenn ich im Fernsehen Werbung auf diesem Niveau sehen will, muss ich schon das Nachtprogramm eines Shoppingkanals einschalten. NeunLive hat den Sendebetrieb eingestellt. Facebook läuft weiter.

Auch bei Werbe-Weltmarktführer Google sieht es nicht so überaus rosig aus. Zwar kann der Konzern bei meinen Suchanfragen schon relativ zielgenau Werbung anzeigen. Bei komplexeren Situationen versagen die Algorithmen jedoch gerne spektakulär. Als ich mir zum Beispiel auf YouTube ansehe, wie der US-Moderator Keith Olberman ein Manifest der Occupy Wall Street-Bewegung verliest, schaltet Google in seiner weltumspannenden Weisheit einen Werbespot davor. Der Auftraggeber: Allianz Global Investors. Die Aussage: “Wer erfolgreich investieren will, muss wissen, wie sich die Welt verändert.” Zugegeben, kontextsensitiv ist die Werbung. Nur komme ich durch die Verknüpfung kaum umhin, Allianz mit den skrupellosen Kapitalisten zu verbinden, die den Menschen ihre Häuser rauben. Kontext is king.

Nur wenige kommen durch

Es gibt die Branchenweisheit, dass 50 Prozent aller Werbeausgaben verschwendet sind. Nur wisse niemand, welche 50 Prozent. Manche sprechen auch von 90 Prozent, die sinn- und wirkungslos verpuffen. Was ich mich manchmal frage: Wo sind die restlichen zehn Prozent?

Große Hoffnungen hat die Branche zum Beispiel in das innovative “Re-Targeting” gesetzt. Das funktioniert so: als ich vergangene Woche in einem Online-Shop nach den Preisen eines bestimmten Tablets sah, bekam ich kurze Zeit später auf diversen Werbeflächen genau dasselbe Tablet angezeigt. Vom selben Shop.

Die Werbung war zwar punktgenau auf eins meiner Bedürfnisse abgestimmt. Es gibt da nur ein Problem: Das Tablet war mir zu teuer. Dass es mir danach noch mal zum gleichen Preis angeboten wurde, ändert nichts daran. Wäre mir das Tablet drei Wochen später für 100 Euro weniger angeboten worden – vielleicht hätte ich mich überreden lassen. Stattdessen habe ich die Cookies in meinem Browser gelöscht.

(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)

24 Kommentare | 13. Oktober 2011 | 10:17 Uhr | Twittern | Facebook

24 Kommentare

  1. Man lernt nie aus, ich hätte erwartet und nachvollziehen können, dass man sich über das Ausmaß von Werbung aufregt oder Werbung überhaupt zum Abgewöhnen findet und am liebsten einen Filter hätte, der diesen ganzen Müll ausfiltert, aber nein, nicht Werbung ist ärgerlich, die Art der Werbung ist ärgerlich. Herr Kleinz, ich kann mir zwar individuelle Gründe vorstellen, warum man Muskelmänner ärgerlich findet (ich vermute, der Ärger steigt mit der Distanz des eigenen Körpers zum abgebildeten Muskelpaket), aber wie stellen Sie sich denn vor, dass die Werbung für millionenfache Nutzer individuell auf Sie zugeschnitten wird? Und wären Sie nicht der Erste, der sich darüber aufregen würde, wenn eine Werbung bei ihm ankäme, der deutlich zu entnehmen ist, dass jemand individuelle Daten über Sie genutzt hat, z.B. wenn der Döner um die Ecke Sie per Facebook direkt bewirbt und fragt, warum Sie gestern abend nicht aufgetaucht sind?

    Michael Klein | 13. Oktober 2011 | 13:03 | Antworten
  2. Warum zum Teufel regt einen das überhaupt auf? Seien Sie doch froh, das Facebook und Google scheinbar noch nicht so genau sind und wirklich ALLES über Sie wissen. Wenn ihnen das nicht passt, laden Sie Herrn zuckerberg doch mal zu sich nach Hause ein, der nimmt sich dem Problem bestimmt gerne an.

    Hans Peter | 13. Oktober 2011 | 19:28 | Antworten
    • Ich wiederum kann diese Antwort nicht verstehen. Der Artikel ist doch kein ernsthaftes “Aufregen”. Ich fand den Artikel von Herrn Kleinz sehr amüsant. Mir ist das auch schon oft aufgefallen. Die Werbung auf Facebook ist wirklich sowas von überhaupt nicht passend. Mal von der schon amüsant schlechten Qualität der Werbung abgesehen. Vor allem auch, dass einem die immer gleiche, schlechte Werbung angezeigt wird. Fast kommt es einem so vor, als habe Facebook nur eine handvoll Werbepartner. :-)

      Aber mal ne andere Idee: Schon seit Wochen werde ich von Facebook quasi vergewaltigt doch bitte mein e-mail-Passwort anzugeben, sodass Facebook meine Kontakte studieren kann. (Ich mein wie bescheuschert muss man eigentlich sein?).
      Aber: Wie wäre es mal mit einem Facebook-Bezahl-Account nur um nicht ununterbrochen mit dieser Meldung penetriert zu werden? Ich bin ja schon bereit nen Euro pro Monat hinzublättern um wenigstens die aufdringlichsten Facebook-Gesuche nicht mehr angezeigt zu bekommen.

      Wohoha | 13. Oktober 2011 | 21:03 | Antworten
  3. Für wen lohnt sich Werbung im Internet?

    Der Döner um die Ecke wird z.B. nie Werbung im Internet machen. Das sind Kosten, die er nicht tragen kann. In dem Artikel geht es um den Inhalt, also die Art der Werbung. Ein Nichtraucher braucht keine Raucherwerbung. Das wäre so, als wenn ich einem Beinamputierten Schuhe verkaufen will.

    zitat:
    “Der Deal war eigentlich: ich gebe Facebook meine Daten und dafür liefert mir das Ach-so-sozial-Netz die passende Werbung, punktgenau auf meine Bedürfnisse abgestimmt.”
    –> Der eigentliche Deal ist, Facebook bekommt deine Daten und tauscht diese gegen Finanzierung in Form von Werbung ein. Naiv ist, wenn man etwas anderes glaubt.

    Heutzutage gibt es weltweit operierende Marktforschungsfirmen. Vielleicht sollte Facebook mit diesen zusammenarbeiten. Selbst die ARD greift z.B. auf comScore Inc. zurück (beim ZDF weiß ich es nicht). Schaut man sich dort die Vorabendwerbung an, so kommt dort zu 98% Werbung für Rentner. Das dürfte jedenfalls paßgenauer auf die Zielgruppe der ARD sein, als die Werbung über Facebook. … ich könnte ja hier die Werbeblöcke aufzählen, nur wär das dann Werbung. :P

    … übrigens, auf den WEB-Seiten der ARD werden Skripte von comScore Inc. ausgeführt und vermutlich Daten in die USA übertragen. Beim ZDF werden dagegen nur statistische Daten über Scripte abgerufen, die an ein deutsches Unternehmen gehen, das vom Hamburger Datenschutzbeauftragten überprüft wurde.

    Willkommen in der Welt der Datenerfassung und Weitergabe.

    Oberkobold | 13. Oktober 2011 | 19:42 | Antworten
    • Aber klar doch kann der Dönerladen an der Ecke Werbung im Internet schalten! Dafür sollte aber die Treffgenauigkeit noch besser werden, darum geht es ja in dem Artikel.

      Ohne so große Streuverluste rechnet sich das auch für die Dönerbude an der Ecke. Zudem kommt es darauf an, ob etwa für Einblendungen oder Klicks bezahlt wird. Zählen die Klicks, kommen einen sind die Streuverluste als Werbetreibenden ja nicht teuer.

      Oliver Springer | 14. Oktober 2011 | 15:36 | Antworten
  4. Herr Kleinz,

    hier eine Produktempfehlung, anhand des Artikels ganz persönlich auf Sie zugeschnitten: http://adblockplus.org/de/

    ;-)

    Thomas | 13. Oktober 2011 | 21:08 | Antworten
  5. Die wirklichen Deppen sind doch die Unternehmen die Google und fb Millionen von Werbegeldern nachschmeissen und sie zu den ‘wertvollsten Unternehmen’ werden lassen, waehrend der Erfolg doch eher mager ist, wenn man bedenkt, dass diese Unternehmen ja angeblich ‘alles’ wissen. Da wurde eine schoene Blase aufgebaut und das Mantra von dem so wertvollen Datenschatz wird immer brav wiederholt. Eigentlich kann es ja dem Nutzer egal sein…von personalisierter Werbung ist man noch weit entfernt, also kann ich Hinweise auf dating-Webseiten getrost ignorieren…

    teekay | 13. Oktober 2011 | 21:32 | Antworten
  6. Es ist doch kanns einfach,einfach sich einfach nicht in Facebook eintragen.
    Manche werden kaum glauben,aber man kann auch Ohne leben,tats frueher ja auch,und wenn schon “So Wenig wie moeglich an PeroenlichenDaten angeben”am besten nicht mal profil. Ich bin nicht drin,clicke nicht mal *gefaellt mir an,das soll ja auch bereits irgentwie Registrieren.weiss nicht genau

    Aber wie ist das mit dem wieder austragen?
    Geht das auch soeinfach nur anklicken und es ist Fertig.??

    gerd | 13. Oktober 2011 | 22:28 | Antworten
    • …weil es früher auch ohne Computer ging. Oder davor auch ohne Strom und fließendes Wasser?

      Oliver Springer | 14. Oktober 2011 | 15:43 | Antworten
  7. Ach wie schön, das keiner weiß, dass ich auf die Facebook-Werbung (ja auch auf Grammatik) sch*** :)
    ich sag nur Adblock Plus addon für Forefox.
    Aber an sich ein sehr unterhaltsamer Beitrag, auch wenn ich von Google, Facebook und so wirklich mehr erwartet hätte. Was ist nun besser? Sich von Facebook verarscht vorzukommen oder verfolgt?

    und noch en dickes “Like!” für Oberkobold :P genau mein Gedanke

    Medicate | 13. Oktober 2011 | 22:35 | Antworten
  8. @Thomas, @Medicate, … wenn hier schon Adblock Plus genannt wird, so geb ich hier noch den Tipp für NoScript und CookieMonster für Firefox. Die Teile runden die Sache noch etwas ab. … und Flagfox ist eine nette Spielerei, um sich Infos vom Server, auf dem die Seiten gehostet werden, anzeigen zu lassen.
    Jedenfalls weiß ich inzwischen, dass die Video- und Audiodateien der ARD auf Cloudserver einer US-Firma gespeichert werden. Vielleicht erklärt auch das ganze Outsourcing der ARD, warum dort die Performance manchmal schlechter ist, als beim ZDF. (Sorry, der Seitenhieb mußte mal sein.)

    @gerd, zur Datensammelwut von Facebook, Google, Yahoo und Konsorten. Man muss gar nichts anklicken und es werden schon Daten von Usern gesammelt. Dazu müssen lediglich Scripte auf Webseiten vorhanden sein, wo diese Partner sind oder Verträge abgeschlossen haben. Somit werden auch Daten über Leute erhoben, die keine Kunden bei den genannten Diensten sind. Da helfen nur Script- und Cookie-blocker.

    … und wer seine IP maskieren will, kann z.B. auf TOR zurückgreifen. Jedoch wird von diesem Dienst nichts illegales unterstützt. Bei anderen IP-Maskierungsdiensten, wo theoretisch Illegales möglich wäre, gibt es keine Garantie, dass dort nicht jemand anderes mithört/liest/speichert.

    … übrigens, erwähnt man bei der ARD die Firmen oder Techniken, mit denen die ihre Webseiten betreiben, so werden diese Kommentare dort nicht gebracht. (bei themenbezogenen Kommentaren)

    Oberkobold | 13. Oktober 2011 | 23:20 | Antworten
  9. Vielleicht ist das der Stein des Anstoßes, zu erkennen das die so hoch gelobten “Social-Networks” nichts anderes sind als Datenvermarktene Wirtschaftsuntenehmen, die den Benutzer nur als Ware sehen.

    Je mehr Daten der Benutzer freigibt, desto mehr verdienen diese Unternehmen. Nur darum geht es.

    Möchte man sich seine Privatsphäre sichern, bleibt nur das nichtbenutzen dieser Datensammler und per Browser-Addons Radikal jegliche Werbung/Skripte/Tracker im Netz zu Blockieren.

    Seitdem ich mein Anonymisiertes! Facebook Konto gelöscht habe und auch kein Googlekonto mehr habe, fühle ich mich freier als je zuvor.

    Ein leben ohne Facebook und Google funktioniert. Man muss nur den Mut haben, den ersten Schritt zu machen.

    Maximilian | 14. Oktober 2011 | 01:40 | Antworten
  10. Ich lache über alle, die Facebook mit irgendwelchen Daten beliefern.

    Jürgen | 14. Oktober 2011 | 06:42 | Antworten
  11. Danke für den schönen Beitrag. Das kennt wohl jeder. Ich und Sport – nein. Aber die Werbeanzeige bekomme ich auch zu sehen. Dass man mich ebenfalls für total bescheuert hält beweist folgende Einblendung: “Der Schraubstock – ein unverzichtbares Tool für Profis und Bastler. Infos, Innovationen, Historie und Trends erwarten euch hier.” … ohne Worte ;-)

    sylsch | 14. Oktober 2011 | 09:26 | Antworten
  12. Mei, die größten Schimpfer und Datenfreaks lästern nun, dass es nicht punktgenau ist. Bei mir zumindest trifft´s bei FB mehr die Bedürfnisse, wie das Zeugs, welches ich ständig in meinem Briefkasten vorfinde. Oder die Massen hochentwickelter CRM Systeme von Toppagenturen, die mir Straßenkreuzer verticken möchten, oder Premium Motorräder obwohl ich nicht mal einen Führerschein habe. Schön ist auch das Sorryschreiben des Marketingleiters, dass der 911er Bildband noch produziert wird ich ihn aber bald bekommen werde. Nur gut, dass dieses Buch dann doch schon vor diesem Schreiben im Briefkasten gewesen ist. Unterschrieben vom gleichen Meister. Jungs und Mädels jetzt regt´s Euch eben nicht so auf. FB ist ein Kanal, hier gibt es genaus soviele Ausfälle wir in anderen Kanälen auch. Außerdem hängt auch nicht jede Großfläche an der Maximillianstr oder der Kö. Streuverluste**

    Urbanaut | 14. Oktober 2011 | 09:44 | Antworten
  13. Es ist doch ganz einfach: Nicht Facebook legt die Key-Words/Kriterien/Zielgruppen fest, sondern das werbende Unternehmen. Und wenn “Handy-Ortung” alle ansprechen will, dann können sie das so festlegen. Facebook ist doch lediglich die zur Verfügung gestellte Plattform, was für ein “Müll” dort läuft liegt beim Unternehmen – das Problem hat jedes Medium. Werbung für rechtlich nicht einwandfreie Produkte, wie die der Handy-Ortung zuzulassen, ist ein anderes Thema.

    OR | 14. Oktober 2011 | 10:21 | Antworten
  14. Ich verwende keinen Werbeblocker (mehr). Allerdings scheine ich eine Art “Bannerblindness” entwickelt zu haben. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich auf den letzten Banner geklickt habe.
    Dass Facebook-Werbung unpräzise angezeigt wird, ist mir auch schon aufgefallen. Da kann sich das Unternehmen noch eine Scheibe von Google abschneiden.

    Daniel | 14. Oktober 2011 | 14:07 | Antworten
  15. Das Problem kommt weniger von Facebook als von den Werbetreibenden selbst, die die Anzeigen dort schalten. Filtermöglichkeiten, um Anzeigen zielgerichtet auszuliefern, bietet Facebook viel mehr als z.B. Google AdWords. Nur muss man diese auch nutzen. Bei AdWords hat es lange gedauert, bis die Leute das verstanden haben und haben dadurch tausende von Euro zum Fenster herausgeworfen. Mit der Zeit haben es die einen dann aber doch noch gelernt – und die anderen haben aufgehört, bei Google Werbung zu schalten aber nicht aufgehört, über die viel zu teure Werbung bei Google zu meckern.

    Ralf | 14. Oktober 2011 | 15:32 | Antworten
    • Entschuldigung wegen noch einem Kommentar, aber der Vergleich zwischen Google und Facebook ist nicht gerade wirklich passend. Denn wie soll Google bitte gezielt targeten? Facebook hat da durch die Profilangaben deutlich mehr Möglichkeiten.
      Außerdem behaupte ich mal, dass man durch AdWords viel gezielter steuern kann, welchen Traffic man einkauft. Und in gewisser Art ist es ja auch ein Targeting, wenn man bestimmte Begriffe bucht. Verschiedene Altersgruppen suchen teilweise unterschiedlich.

      Dennis | 14. Oktober 2011 | 15:39 | Antworten
      • Dennis, Du schreibst “Facebook hat da durch die Profilangaben deutlich mehr Möglichkeiten.” und damit hast Du ja Recht – zumidnest auf der Empfängerseite. Aber Facebook weiß nun mal nicht viel über die Anzeige (woher auch, bei max 135 Zeichen für den Text). Hier muss der Werbetreibende Facebook schon mitteilen, für welche Zielgruppe die Anzeige sein soll. Ein Matching kann man nun mal nur erreichen, wenn man von beiden Seiten genug Informationen bekommt. In den vielen Fällen scheint das aber bei den werbenden Unternehmen zu viel Arbeit zu sein. Also nehmen die lieber die Schrottflinte und knallen auf alles, was ein Facebook-Account hat.

        Ralf | 14. Oktober 2011 | 16:20 | Antworten
  16. Einige der Kommentatoren haben es schon gesagt, aber es stimmt, dass Facebook an sich keinerlei Einfluss auf die Anzeigen hat. Jenachdem, welches Produkt man bewirbt muss man auf bestimmte Zielgruppen targeten. Das ist eine Voraussetzung von Facebook. Somit versuchen sie relevante anzeigen auszuliefern. Ich denke es ist klar, dass Facebook nicht bei allen Produkten passende Filter erstellen kann. Außerdem werden Anzeigen, welche eine schlechte CTR (Klickrate) haben nach bestimmter Zeit automatisch nicht mehr ausgeliefert, da sie ja selber auch nur von Klicks profitieren und Geld verdienen. Somit optimieren sie die Anzeigen von sich aus schon. Dennoch muss man auch sagen, dass Facebook in Sachen Werbung noch einiges besser machen kann. Gerade Publisher haben es schwer gezielt Werbung zu platzieren, zu targeten und zu optimieren. Aber das sind alles Dinge von denen wir Konsumentennichts mitbekommen. Lediglich die Publisher müssen sich damit rumschlagen…

    Dennis | 14. Oktober 2011 | 15:34 | Antworten
  17. Eben, das ist nicht in erster Linie eine Schwäche von Facebook oder Google, sondern von denen, die beispielsweise die “falschen” Keywords buchen für ihre Kampagne.

    Gerade die Google-Anzeigen passen meistens ziemlich gut – zumindest zu den Inhalten, in deren Umfeld sie gezeigt werden.

    Tipp für alle, die sich von Google besser passende Anzeigen wünschen: Nutzt den “Anzeigenvorgaben-Manager”. Dort könnt Ihr Einstellungen vornehmen, damit Google die Werbung besser auf Euch ausrichten kann.

    Oliver Springer | 14. Oktober 2011 | 16:00 | Antworten
  18. Was soll dieses Facebook-Bashing? Mir scheint eher, dass es manchen Institutionen unheimlich ist, dass man sich über die sozialen Netzwerke finden und Meinungen äußern kann – eben auch über den “Gefällt mir”-Button. Werbung kann man ignorieren, man muss seine Sockenfarbe und sonstwas nicht angeben, wenn man nicht will. Solche “Datenschützer” verhindern bloß Meinungsäußerung.

    Tami | 23. Oktober 2011 | 12:00 | Antworten
  19. Angeblich gibt es eine Methode, um seine Daten mitsamt aller querverbundenen Daten zu löschen (lt. Radio-Interview auf d-radio wissen vom 4.11.2011): als Profilbild einen erigierten Penis o.ä. verwenden.

    BERND | 6. November 2011 | 23:50 | Antworten

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