iPod: Zehn Jahre sind genug
Als Steve Jobs vor zehn Jahren den ersten iPod präsentierte, da zeigte er sich, wie bei jeder Produktvorstellung, hellauf begeistert von seinem jüngsten Produkt. Die Reaktionen waren allerdings gemischt. Während Mac-Anwender in die Begeisterung einstimmten, reagierten PC-Nutzer eher mit Achselzucken. Ein MP3-Player war nichts Neues, der iPod kostete satte 520 Euro, funktionierte nur mit einem Mac und setzte zwingend iTunes voraus. Also, was soll’s?
Entsprechend schleppend liefen die Verkäufe an, woran sich auch nichts ändert, als Apple ein Jahr später eine Windows-Version des iPods vorstellte. Im Januar 2004, gut zwei Jahre nach der Markteinführung, vermeldete Apple, man habe bereits mehr als zwei Millionen iPods verkauft. Nicht schlecht für ein überteuertes Spielzeug, aber auch keine Revolution.
Doch die ließ sich zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr aufhalten, es begann der bis heute verblüffende Siegeszug des iPods, der ihn nicht nur zum erfolgreichsten mobilen Medienplayer aller Zeiten machte, sondern die Art und Weise, wie wir Musik konsumieren, grundlegend veränderte. 2004 verkaufte Apple gut acht Millionen Stück, im Jahr drauf wechselten bereits knapp 32 Millionen den Besitzer und im Jahr 2006 war der iPod unangefochten die Nummer eins. Heute kann das Unternehmen auf über 320 Millionen verkaufte Geräte zurückblicken.
Im goldenen Käfig
Dabei hätte der iPod nach den üblichen Marktregeln eigentlich kein Erfolg werden dürfen. Nicht nur, dass er teuer war (und ist), er steckt den Anwender auch in einen goldenen Käfig. Wer Musik auf seinem iPod hören möchte, der kann die Dateien nicht umstandslos auf das Gerät kopieren, sondern braucht dazu zwingend iTunes. Ohne dieses Programm, das selbst bei hartgesottenen Mac-Fans eher auf Hassliebe denn ungebrochene Zuneigung stößt, geht beim iPod gar nichts. Alles, was auf den iPod soll, muss zuerst in iTunes importiert und dort möglichst sauber sortiert, getaggt und in Wiedergabelisten organisiert werden, ansonsten präsentiert der iPod nur ein wüstes Kuddelmuddel.
Dabei ist das ganze auch noch eine Einbahnstraße. Man bekommt Musik zwar via iTunes auf das Gerät, aber nicht mehr herunter und der iPod ist an genau eine iTunes-Installation gebunden. Wer seine Musik auf zwei Rechnern verwaltet und sie auf seinen iPod kopieren möchte, steht vor einer (fast) unlösbaren Aufgabe. Mal eben Musik von der Festplatte des Kumpels auf den iPod kopieren? Fehlanzeige. Unterwegs eine MP3-Datei aus dem Netz der Mediathek auf dem iPod hinzufügen? Vergessen Sie’s.
Bequemlichkeit siegt
Warum also konnte der iPod ein derart durchschlagender Erfolg werden? Die Antwort erhält man, wenn man sich einmal auf Apples Spielregeln und iTunes eingelassen hat: Simpler, bequemer und zuverlässiger als mit dem iPod kann man seine Musik unterwegs schlechterdings nicht dabei haben. Dank der internen Festplatte des iPods muss man sich auch nicht mehr entscheiden, welche Musik man mitnehmen will – man nimmt einfach alles mit.
Und dann ist da natürlich noch der iTunes Store, Apples Kaufhaus für digitale Musik, das perfekt auf den iPod zugeschnitten und ein Paradies für alle Impulskäufer ist. Schneller hat man noch nie Geld für Musik ausgegeben als bei einem kurzen Einkaufsbummel im iTunes Store. Es ist kein Zufall, dass Apple in den USA der größte Musikanbieter überhaupt ist.
Die Zukunft liegt in der Wolke
Doch die Zeiten des iPods sind vorbei. Seit gut zwei Jahren sind die Verkaufszahlen rückläufig, bei der letzten Produktvorstellung am 4. Oktober spielte der iPod keine Rolle mehr, Apple betrieb lediglich Modellpflege auf niedrigem Niveau. Neue Modelle gab es keine, nur ein wenig Politur an der Oberfläche, neue Farben und Preissenkungen. Der klassische Festplatten-iPod wurde überhaupt nicht mehr erwähnt.
Noch hat Apple den iPod im Programm, doch das Ende ist absehbar. Die Zukunft der digitalen Musik liegt nicht mehr im Speicher des iPods, sondern in der Cloud. Zwar stehen Dienste, die Musik direkt aus dem Internet auf das Abspielgerät streamen noch am Anfang, aber Google, Amazon, Apple und andere Anbieter arbeiten fieberhaft daran, Musik immer und überall sofort verfügbar zumachen – ohne, dass der Anwender CDs rippen, obskure Programme meistern oder Dateien kopieren muss.
Der iPod hat den Markt der digitalen Musik revolutioniert. Doch zehn Jahre sind genug. Es ist Zeit für die nächste Revolution.
(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)
33 Kommentare | 24. Oktober 2011 | 14:27 Uhr |
|

Die Cloud? Ich möchte nicht auf die Cloud angewiesen sein. Dann wäre ja Musik hören im Zug unmöglich. Oder auf meiner abseits gelegenen Jogging-Strecke. Ich glaube es wird noch ein paar Jahre dauern bis die Cloud wirklich bei den Leuten – und nicht nur bei den Nerds – ankommt. Dazu bräuchten wir als ersten Schritt (LTE lässt grüßen) eine flächendeckende Breitbandversorgung.
Und der Erfolg vom iPod hing maßgeblich an dem Lifestyle Gefühl der mit dem iPod transportiert wurde.
“Dank der internen Festplatte des iPods muss man sich auch nicht mehr entscheiden, welche Musik man mitnehmen will – man nimmt einfach alles mit.” Eine interne Festplatte ist nur im iPod Classic verbaut (mit 160gb). Alle anderen arbeiten mit einem Flachspeicher. Und ich weiss nicht wie es ihnen geht, aber mir reichen die max. 64gb vom iPod touch schon lange nicht mehr aus um all meine MP3s mitzunehmen.
Revolution beim iPod? Ja bitte: und zwar mit mehr “Festplatten Kapazität”.
Den Nagel Auf dem Kopf gehauen…!!
genu ‘ne groeseere festplate ist das einzige mankowas dieser “mp3-player” noch hatt!!
ich meine fuer mich ist er (i-pod 160gb) das A u. O an musik mitunterhaltung egal ob mann es zum joggen fittnes-center oder im auto mitnimmt. aber wenn es was besseres gibt, wo, was ??
Die Cloud kann nur jemand befürworten, der Ballungszentren und das eigene Land nie verläßt.
Die Cloud ist auch als Stromsparmodell nicht zu empfehlen.
Heutzutage ist es doch schwachsin, wenn man oder frau sich einen separaten musikplayer kauft, die smartphones könnes das auch. ich habe schon seit jahren nur noch mein handy zum musikhören dabei, überall.
Ganz so schwachsinnig finde ich das nicht:
* In vielen Autos wird nur der iPod halbwegs brauchbar unterstützt (und das “halbwegs” meine ich ernst – etwas richtig Brauchbares habe ich noch nicht gefunden, weder bei “Premium”-Marken noch bei anderen).
* Außerdem unterstützen nicht alle Smartphones die ganz großen Speicherkarten.
* Und selbst die 160GB eines iPod sind schnell voll (ja, alles legal auf CD vorhanden!)
* iTunes-Lockin: also ich beschicke den iPod mit SharePod. Das geht wunderbar.
* Nein, ich bin kein Apple-Fan. Außer iPod (wegen Autos) habe ich nichts von denen.
@Luca Eiffel: bei Google Music kann man Songs auch offline verfügbar machen, sodass auch ohne mobilen Internetzugang Musik gehört werden kann.
gottchen, wie lächerlich ein komplett überteuertes spielzeug zu huldigen. moderne autoradios haben einen usb oder sd card slot. kein problem also für “vernünftige mp3 player”. ein allerwelts player kostet 20 – 50 €, bis er kaputt geht. na und, dann kauf ich mir ‘nen neuen. fertig.
der der ein smartphone ausserhalb apple unterhält ist ebenfalls bestens ausgestattet und deutlich unabhängiger gegenüber dem apple plunder.
apple ist für mich nix weiter als chi chi wie chanel oder lagerfeld.
Ob 10 Jahre iPod genug sind, das vermag ich als Liebhaber von Apple Produkten zu bezweifeln. Ich würde es sehr bedauern, wenn man sich der Erweiterung dieses Produktes entzieht. Allerdings bestimmt auch der Kunde den Verlauf.
Was iCloud angeht, so möchte ich mich nicht der Datenwolke hingeben. Einmal eingeatmet besteht mir eine zu hohe Abhängigkeit. Lieber den Spatz in der Hand, als eine Taube in der virtuellen Wolke
Meine Daten und Sammlungen möchte ich im eigenem Haus weiter verwalten. Neugierige bleiben draußen. Von Apple Produkten bin ich nach wie vor sehr begeistert, aber die suggerierte iCloud-Innovation stehe ich äußerst skeptisch entgegen.
Was Hardware ohne Laufwerke angeht (Mac Mini), so schreckt auch das mich sehr ab. Hier sollte Apple sich auf bewährtes beziehen. Ansonsten hört meine langjährige Liebe zu Teilen der Produktreihe auf. Zukunft hin oder her, aber die Zügel lasse ich mir nicht aus der Hand nehmen.
test
Ich habe mir vor ca 3 Jahren einen IPod Nano mit 16 Gig gekauft – natürlich passt da nicht alles drauf aber zum Joggen musste das Gerät klein sein.
Wegen dem depperten I Tunnes muss ich mir jetzt einen neuen PC kaufen weil i Tunes alles platt macht was ein älterer PC so an Ressourcen hat (das schafft nicht mal Microsoft). Dass es bis heute keinen Nano mit mehr als 16 Gig gibt liegt auch nur an Apples Geldgier – dann muss man sich schon was großes teures kaufen…
Hat jemand Erfahrung mit dem Umstieg auf antrete Be- und Entladeprogramme? SharePod? Evtl. auch was abonnierte Podcasts anbelangt – denn etwas mehr als Musik hören tue ich schon…
Ich will auf jeden Fall weg von Apples properitärer Technologie!
@herr von s.
Apple Produkte als “chi chi” oder “Plunder” zu bezeichnen, vermag ich mit eigenen Erfahrungswerten auszuschließen. Sicherlich kann man über den Sinngehalt von einigen Produkten diskutieren. Aber über der Hardware steht eine Software/Betriebssystem, das anderen Anbietern weit voraus und somit überlegen ist. Das Betriebssystem ist schon einmalig. Dagegen kann MS und auch Hersteller von anderen Produkten einpacken. Aber das was man nicht kennt, verurteilt man voreilig. Informieren hilft!
Was das Preisgefüge angeht, so muss das Gesamtbild betrachtet werden. Mit dem Betriebssystem Mac OS X hat man bereits effektive/effiziente Tools inne, die weiteren teuren Softwarezukauf wie bei MS-Produkte überflüssig machen. Insofern hebt sich der Kostenfaktor zumindest bei den Computern auf.
Also jetzt mal im Ernst.
Ich habe einen IPOD Nano, Dritte Generation. 8GB.
Und das reicht doch wohl.
Es ist mir absolut unbegreiflich, wie man da bei 160GB nach mehr rufen kann… .
Ich muss doch nicht jedes Lied was grade in den Charts ist auch sofort auf dem Ipod haben? Ich habe mehr als 100h Musik darauf, aber höre nicht annähernd alle Lieder?
Wozu muss ich denn alle Lieder die ich besitze auch auf dem Ipod haben??
Ich habe auch ein Smartphone von Apple. Hab ja das 3GS hinterhergeworfen bekommen als das 4er rauskahm. Musik hab ich da auch, aber wenn man Musik aufm Smartphone hört, dazu noch telefoniert und mal im Internet ist, kann man die Akkuanzeige fast als Sekundenzeiger benutzen… .
Bin mit meinem “alten” IPod zufrieden und werde es auch noch lange sein. Damit kann ich bequem Musik hören und er braucht nicht viel Platz.
Vor 20 Jahren waren die Leute mit 90 Minuten tragbarer Musik überglücklich. Heute reichen 90 Tage Musik nichtmehr aus. Manche Probleme existieren nur im Kopf und die Frage ist nichtmehr “brauch ich das” sondern “will ich haben”
Achtung, hier hat sich ein kritischer Fehler eingeschlichen: Der iPod ist längst nicht mehr vom berüchtigten iTunes abhängig! Gerade wer einen “dummen” iPod ohne Apps und dergleichen sein Eigen nennt, kann andere Programme zur Musikverwaltung verwenden.
SharePod wurde bereits erwähnt. Doch das ist ein Windows-Programm; wer wie ich auf Linux setzt, kann z.B. mit Rhythmbox problemlos auf einen iPod zugreifen. Ich besitze einen iPod Touch der 2 1/2. Generation und Apps interessieren mich nur peripher. Für mich ist dieses Programm goldrichtig.
Mittlerweile ist dafür nicht einmal mehr ein Jailbreak nötig.
@Patrick
Ob iTunes die Hauptressourcen Deines Systems beansprucht, vermag ich aus der Distanz nicht zu beurteilen. Jedoch solltest Du Dir mal anschauen, wie viel das MS-Betriebssystem einverleibt. Eventuell mal die Plastikbüchse aufräumen. Bei Mac OS X ein Selbstgänger
10 Jahre sind genug.. warum denn?
Der Erfolg von Apple und eben auch des iPod ist doch das Gesamtkonzept. Es passt eben alles zusammen, IPod, IPhone, IPad und IMac. Da gibt es wenige Anforderungen aber sehr wohl Möglichkeiten zum Konfigurieren, also geringe Hürden. Dazu kommt ein unvergleichliches und konsistentes Bedienkonzept. Ich denke, dass dies auch der Grund ist, warum andere Anbieter Appel “hinterherhecheln”.
Nicht zu vergessen ist der Livestyleffekt, marketingtechnisch sind dies Meisterleistungen.
IPOD, MP3 oder Cloud – Hauptsache immer und überall die Knöpfe im Ohr und Dauerberieselung mit 100.000 Stunden Musikreserve in der Hinterhand, was für ein Schwachsinn. Auch auf die Gefahr hin, als technikfeindlich eingeordnet zu werden – mir tun die ganzen Dauerberieselten fast leid. Die zappen sich durch ihre Musikspeicher (analog zu den Fernsehzappern, die auch nicht mehr in der Lage sind, sich mal in Ruhe einen (!) Film durchgehend anzuschauen) und wissen gar nicht mehr, welcher Hörgenuss ihnen entgeht, wenn man über eine gute Anlage Musik von CD oder gar von einer Schallplatte hört (Platten aus Vinyl, stellt Euch vor, die gibt es noch). Letztere vor allem bieten akustisch (und auch haptisch) einen Genuss von ganz anderer Qualität, als dies der digitale Plunder vermag.
Juhu! ein Mensch!
Ich kann es mir zeitlich überhaupt nicht leisten, Stunden mit dem Herunterladen, Kopieren, “Absaugen”, Installieren, Konfigurieren, Rearrangieren, Markieren von ein paar digitalen Zentnern Musik zu verbringen.
Wie schön und simpel, eine CD (oder, jawohl!, eine Platte) in eine gute Anlage oder ein gutes Autoradio zu schieben und sich dem Genuss hinzugeben.
Vielleicht ist der Unterschied zwischen dieser Art des Musikhörens und der per iPod (und seiner armen Verwandten) ja der zwischen dem Dauereinflößen von Pop-Drinks und einem Glas Wein.
Vielleicht besteht aber die herbeigewünschte Revolution darin, dass die nächste Generation schon mit einem Ohrknopf zur Dauerberieselung per iPod und iPhone (oder ihren armen Verwandten) auf die Welt kommt; daran kann dann frühzeitig ein Hörgerät angeschlossen werden, damit die Kinder wieder sagen können: “ihear!”
Heilige iNFALT!
Wenn es um Apple geht sind irgendwie schon die die anfänglich gestellten Fragen komisch. “10 Jahre sind genug”. Wieso denn? Wenn’s der Kunde kauft mag er noch lange damit glücklich sein und wenn nicht – nun, dann verschwinden eben die Dinger vom Markt.
Die Reduktion auf Lifestyle und Marketing erscheint mir ebenfalls zu kurz gegriffen: Apple bedient ein Preissegment, in welchem Anfaßqualität, Haptik, eine große Rolle spielt. Die mitgelieferte Alu-Tatstatur eines iMac ist einfach was anderes als die vielen billigen Plastiktastaturen. Und wie oben bereits beschrieben: Für’s vermeintlich viele Geld gibt’s ziemlich komplette – und funktionierende! – Software.
Ich fände diese Diskussion – insbesondere über Qualität und Preis – mal interessant bei des Deutschen liebten Kind: Dem Automobil!
Es mag doch jeder kaufen was er will.
Definitiv darf nicht vergessen werden das man im Apple-versum sozusage “Ab Werk” vorzüglich ausgestattet ist, was sowohl Hard- als Software angeht. Und wenn dann doch mal etwas fehlt, bekommt man im App Store viel funktionale, im Vergleich zu Windows günstige, oder teils sogar Freeware… Ohne sich durch den Freeware-Wald bei Windows-Systemen zu wühlen.
> Die mitgelieferte Alu-Tatstatur eines iMac ist einfach
> was anderes als die vielen billigen Plastiktastaturen.
Wir haben diese Alu-Tastaturen in der Arbeit. Acht Stück. Wunderschön weiß. Und das zumindest drei Wochen lang. Mittlerweile sind die Tasten unansehnlich. Zudem mussten wir bereits drei dieser acht Tastaturen austauschen, weil einzelne Tasten ausgefallen sind.
Da lobe ich mir die “billigen Plastiktastaturen”. Die halten wenigsten mehrere Jahre. Hübsches Design ist halt nicht alles.
Abschliessend möchte ich wiedergeben, dass ich mir vor paar Jahren es auch nicht leicht gemacht habe, mich der Apple Welt anzuschliessen. Als Kind bin ich mit einem Commodore C16 aufgewachsen, danach ein C64, dann Amiga 500, IBM 386er mit 4 Fenster auf dem Desktop, PC mit Windows 95, 98, 2000, NT und zuletzt XP. Ich habe die Betriebssysteme auf Grund Fehlerbehebungen in unendlichen Zeiten wieder neu aufspielen müssen und mir meine PC´s zum Schluss auch selbst zusammengebaut. Doch irgendwann hatte ich von MS genug. Linux war mir zu manuell gehalten und keine Alternative. Wobei ich Linux auch zu schätzen weiß. Insofern überlegte ich ca. 6 Monate über den Kauf eines Apple Rechners nach. Sehr viele Blogs und Videos angeschaut. Ich wollte mir bei dem Preis wirklich sicher sein. Als ich dann den Kauf eines iMacs gewagt hatte, musste ich mich zuerst zurecht finden. Nicht weil es komplizierter war, sondern weil ich mit meiner gemachten Erfahrung aus der MS Zeit zu kompliziert gedacht hatte. Meine Gedanken waren wohl versaut. Beim Mac ging irgendwie alles schneller und einfacher von der Hand. Sicherlich kann man viele Programme hinzukaufen, ausser iWork (Textverarbeitung gibt es auch kostenlos als Open Source) und Aperture brauchte ich jedoch bis heute nichts. PDF´s Dateien sind zum Beispiel ohne separates Tools sehr schnell zu erstellen. Oder mal eben n Screenshot etc. Wie auch immer, ich musste auf “einfach/rational” umdenken. Nach kurzer Gewöhnung war ich begeistert. Und das Tolle, wenn ich meinen iMac nach so langer Zeit einschalte freue ich mich immer noch so, als ob es der erste Tag mit dem Gerät ist. Meine anfängliche Rückhaltung hätte ich mir aufsparen können. Im Nachhinein bedauere ich die vergeudete Lebenszeit mit der billigen Kopie (MS). – Siehe den Film “Die Apple Story”. Hätte ich doch nur früher umgestellt…
Zu diesem Zeitpunkt war die Vermarktung von Apple nicht so ausgeprägt. Ich kaufte aus eigener Überlegung. Die Optik war sekundär, aber überzeugte zudem. Kein Tower, keine Kabelstränge etc. Nachfolgend vermehrte sich mein Bestand aus Überzeugung zur Software auf ein iPod, Apple TV (mit Festplatte!) und zuletzt iPhone. Alle Geräte funktionieren optimal. Keine Probleme. Synchronisation ein tolle Feature. Was soll ich sagen: Think Different! – Einfach Optimal.
Was nun das Ausarten von iCloud oder keine Laufwerke oder Festplatte (Wie Apple TV) angeht, so bin ich hier leider von Apples Weg sehr enttäuscht. Aus Überzeugung habe ich gewechselt. Auf Grund der künstlichen von Apple gewollten Abhängigkeit sehe ich bei Beibehaltung einen erneuten Wechsel wohl (leider) erneut entgegen.
Und bevor ich es vergessen tue, als ich neulich mein altes Notebook eingeschaltet hatte, die Windows Start-Melodie ertöne, lief mir es wirklich kalt den Rücken hinunter. Aber nicht weil ich gute Erinnerungen daran knüpfen konnte
– Wirklich wahr!
Du bist halt ein Noob geblieben, obwohl du so lange schon mit “richtigen” Pcs arbeitest. Deswegen passt die schöne bunte Apple-Gefängniswelt auch zu dir…
@Christian
Sry, aber eventuell sollten Deine Arbeitskollegen sich die Hände waschen, wenn sie vom Pipi-machen oder größeres an die Tastatur zurückkehren. Vorteil: Bei weissen Tastaturen ist es wie bei weissen Unterhosen. Man sieht den Schmutz sofort
Was die Qualität der Tastatur angeht, so ist diese wirklich stabil. Wenn natürlich Personen mit 10kg-Anschlagskraft reinkloppen, so geht langfristig jede Tastatur kaputt. Was ich gelten lasse ist die qualitätslose kabelgebundene Apple-Maus, wo das Mausrad (kleiner Ball) schnell verschmutzt und somit “Out of order” gehen kann. Aber auch hier sei gesagt, eine gepflegte Hand trägt zur Langfristigkeit bei. Stell Dir einfach vor, die Maus hätte paar Haare. Wobei ich persönlich gesehen eine glatte und saubere Oberflächen bevorzuge. Klar ist allerdings, dass ein Mac nicht in Halle einer Werkstatt oder Lager gehört. Hier gibt es sicherlich effizientere Lösungen. Der Mensch macht den Unterschied.
Zur Kabel-Apple Mouse möchte ich hinzufügen, eine Magic Mouse ist wohl die bessere Variante. Aber wer Übungen mit dem Scroll-Ball hat, der kann ggf. auch in seinem Liebesleben punkten
Ich sehe jetzt schon wie einige User nicht nur mit dem Finger navigieren, sondern Ihre Zunge spitzen. Ich hoffe mich einigermassen Jugendfrei ausgedrückt zu haben.
Super ZDF und schon wieder kostenlose Werbung für Apple…
Der IPod ist ein Produkt von Apple, die wollen damit Geld verdienen! Der IPod ist kein gesellschaftlich notwendiges Accessoire!
“Wer seine Musik auf zwei Rechnern verwaltet und sie auf seinen iPod kopieren möchte, steht vor einer (fast) unlösbaren Aufgabe.”
ums mal so auszudrücken: dummes Gelaber. Man kann durchaus auf einem iPod (ich besitze einen Touch 2G) Musik von mehreren PCs draufkopieren. Man sollte halt nicht seine gesame Musik sysnchronisieren, sondern es manuell verwalten. Klar, es ist einiges mehr an Arbeit, aber ich kann Musik von jedem Rechner mit iTunes draufziehen. Leider geht das nicht mit Fotos…
iTunes is aber sonst ne Sache an sich. Es zwar ganz nett zum Musik verwalten (vorallem einfaches editieren von Liedinformationen) aber ansonst in meinen Augen nur nervig (weil es sich auch die ganze Zeit updaten muss -,-).
@Medicate
Updaten in welcher Hinsicht? Ist wohl eine vom User bedingte Einstellungssache. Eventuell mal in einschlägigen Hilfeforen beraten lassen bzw. unter Einstellungen paar Haken setzen/herausnehmen. Bei mir auf einen Mac läuft es wunderbar. Hin und wieder ein Update in Bezug auf Neuerungen, aber das ist normal und gut so.
Ipott?
Ein modernes Taschentelefon kann auch Musik mitnehmen und abspielen, dank moderner mini-Sd Karten sogar sehr viel Musik. Meiner Meinung schon überflüssig das Ganze…
Wer nicht nur eine Neiddebatte betreiben möchte, sondern auch Information über Apple zu schätzen weiß, der kann sich gern das hier anschauen und seine persönliche Meinung ausbauen:
http://www.youtube.com/watch?v=GBVc4pLb8IM
Was ist das denn für eine lächerliche Seite hier?
Nur weil der Autor zu arm ist, sich Apple Kram zu kaufen, obwohl er eindeutig besser ist.
Das Problem ist doch ganz einfach. Keine Cloud = keine Daten, keine Musik. Man wird dann zukünftig permanent auf eine bestehende Online-Anbindung angewiesen sein.
Apple macht nichts anderes als eine alte Idee aufzupeppen. Sie geben dem ein neuer Name, verringern den Funktionsumfang und verkaufen es dann. Die Produkte sind weder eine neue Idee noch besonders umfangreich. Sie sind wegen den wenigen Funktionen nur ziemlich einfach zu bedienen.
All das was dieses iCloud kann, und noch viel mehr – können Windows PCs in einem Domänen-Netzwerk (Unternehmensnetzwerk) schon seit Windows NT und nennt sich Roaming-Profile. Wenn man es so will, können die Server in einem Unternehmen als Cloud bezeichnet werden. Das hat nur keiner gemacht. Der Begriff “Cloud” ist nichts anderes als pures Marketing. Nicht mehr, nicht weniger.
Die Idee einer Cloud ist gut, aber wenn ich Apple wäre – würde ich die “Cloud als Gerät” verkaufen. In Form eines Routers mit Festplatten…. aber auch das wäre keine neue Idee
Das, was ich an Apple beurteilen will, sind die Geräte, die Software und das Verhalten der Nutzer.
Was auf keinen Fall zu bestreiten ist: Apple macht tolle Geräte!
Ja, Geräte…..
Die Software und die Bedienung ist was anderes. Das Gesamtpaket halt.
Wenn man sich ein Apple-Gerät kauft, ist man noch frei, aber das “unfreie” lässt nicht lange auf sich warten.
Man packt es aus, und schwupp braucht man eine Verbindung zu Apple, und das geht nur über Itunes und eine Internetverbindung!
Auch Klar, Itunes lässt sich leicht bedienen, auch für Laien, aber genau da ist der springende Punkt! Laien merken nicht, dass Apple dieses “Monopol” hat.
Die Musik z.B. wird in .m4a gespeichert, ein unübliches Format und auf anderen mp3-Playern nicht zu gebrauchen!
Zwar kann man das ändern, aber wer weiß das schon?
Und was interessiert es meine Freunde, wie oft ich welches Lied höre??? Wenn ich es sagen möchte, dann tue ich das, aber nicht über Ping.
Selbstverständlich gibt es auch Software, um dies zu umgehen, aber diese sind eher unbekannt, und bieten auch nicht den komfort des App-Stores.
Wobei wir schon beim nächsten Thema wären, der App-store.
WER kontrolliert die Apps und entscheidet, ob sie “in Ordnung” sind.
WER bekommt die Rechte an den Apps???
APPLE
Alles Streitfragen, auch wenn Apple sagt, dass dadurch die Qualität und die Virenfreiheit garantiert wird.
Es gibt zwar auch verschiedene Möglichkeiten, eigene Programme zu laden, aber ist das legal??? Und man verliert die Garantie! Noch mehr zum Streiten.
Und dann noch der Skandal, dass Apple die Aufenthaltsorte von IPhone-Besitzern speichern lässt, das gleiche mit den Daten wie bei Facebook, aber darauf will ich hier nicht näher eingehen.
Ganz aktuell, die Arbeiter in Asien, es ist EGAL, ob andere das auch machen! Wenn sich alle mit nem´ Hammer auf den Kopf hauen, mache ich das dann auch???!
Man sollte einfach dran denken, dass das Menschen wie wir sind und auch ein Recht auf ein anständiges Leben haben, und dazu gehört auch anständige Arbeit mit anständigen Löhnen und Arbeitszeiten.
Und zuletzt möchte ich noch was zum Komfort, der Freiheit und der Gebundenheit sagen: Vielleicht ist es nicht jedem bewusst was ICloud heißt. Für diese: Ich nehme meine persönlichen Daten und schiebe sie Apple ins Maul. Zwar kann ich dann von Überall drauf zugreifen….. aber ist es mir das wirklich wert??? Wer versichert mir, dass die Daten doch nicht gelesen werden??? Zum Beispiel durch Hacker?
Ich spiegele mich ja in meinen Daten ab, und ist das Für jedermann?
Absolut klar, jeder ist selbst verantworlich, wie viel er von sich Preisgibt, oder ob er sich so einschränken will, Apples Geräte haben viele Vorteile, die aber wegen den Streitthemen nur mit Vorsicht genossen werden sollten.
Mit welcher Vorsicht? DAS entscheidet jeder selbst!
ascore 5000