Alles ohne Euro: Griechen erfinden eigene Web-Währungen

Die Griechen können auch ohne Euro. (Foto: heipei; Quelle: Flickr CC BY-SA 2.0)

Die Griechen können auch ohne Euro. (Foto: heipei; Quelle: Flickr CC BY-SA 2.0)

“We won’t pay! We won’t pay!“ Diesen Schlachtruf hört und liest man derzeit häufig in Griechenland. Die gleichnamige Bürgerbewegung befürwortet nationales Zeche prellen. Viele Griechen sind der Überzeugung, die Staatsverschuldung ist eigentlich unverschuldet, denn sie wussten ja von nichts. Also bezahlen sie weder Bustickets, noch Steuern, noch sonstige staatliche Abgaben. Das Verhalten ist zwar wenig hilfreich, um den nationalen Schuldenberg abzubauen aber die Zahlungsverweigerer glauben ohnehin nicht mehr an eine Abwendung des Staatsbankrotts.

Das Vertrauen in die Politik und Wirtschaft ist so gründlich erschüttert, dass es zum Volkssport geworden ist, klassische Wirtschaftskreisläufe wenn möglich zu umgehen. Auf Online-Plattformen floriert der Tauschhandel. Regionale Währungen und Zeitbanken ermöglichen ein Wirtschaften ohne den ungeliebten Euro.

Ovolos oder TEM statt Euro

Die populärste Parallel-Währung ist der Ovolos. Ende 2010 gestartet, hat das Netzwerk mittlerweile mehr als 5.000 Mitglieder. Auf der Plattform ovolos.gr können diese beliebige Dienstleistungen und Produkte kaufen, verkaufen oder handeln. Das simple Prinzip ist mittlerweile sogar über die Grenzen Griechenlands hinaus bekannt. Auch in Zypern und England wechseln seit kurzem Ovoli den Besitzer.

Die virtuelle Währung TEM, von Τοπική Εναλλακτική Μονάδα (Lokale Alternative Einheit), folgt einer ganz ähnlichen Idee, beschränkt sich jedoch auf kleine Unternehmen im Bezirk Magnesia, an der Ostküste Griechenlands. Bei dem “lokalem Tausch- und Solidaritätsnetzwerk Magnesia“ geht es vor allem um die regionale Selbstermächtigung. Denn obwohl die offizielle Arbeitslosenquote mittlerweile auf rund 16 Prozent angestiegen ist, gibt es noch genug zu tun.

Die Menschen brauchen weiterhin Friseure, Gärtner, Handwerker oder auch Webdesigner. Wer dafür nicht mit Euro zahlen kann, bzw. will, bietet eben Ovoli oder TEM. Diese alternativen Währungen können entweder gegen die Zahlung eines Betrages in Euro erworben werden oder durch Transaktionen innerhalb der jeweiligen Netzwerke verdient werden. Wer aus den Ersatzwährungen wieder aussteigen will, kann sie einfach gegen Euro zurücktauschen.

Dienstleistungen handeln über die Zeitbank

Bei der Athener Zeitbank ist dies nicht möglich. In dem Netzwerk wird mit Zeiteinheiten gehandelt. So können unkompliziert Dienstleistungen ausgetauscht werden (z.B. Nachhilfe gegen Rasenmähen). Produkte kann man mit den Zeiteinheiten aber nicht kaufen.

Online-Tauschbörsen machen Shopping ohnehin überflüssig. Das Peliti-Netzwerk ist dabei besonders interessant. Die Plattform geht auf die hippieske Farm-Gemeinschaft gleichen Namens im Norden Griechenlands zurück. Das Netzwerk besteht eigentlich aus zwei getrennten Gruppen. Einer allgemeinen Tauschbörse, wo nahezu alles angeboten werden kann, und einem spezialisierten Netzwerk, in dem mit Pflanzen und Tieren gehandelt wird. Da die Peliti-Gemeinschaft sich den Erhalt der Biodiversität auf die Fahnen geschrieben hat, verschickt sie Samen und Zuchttiere sogar umsonst quer durch Griechenland.

“Swap not Shop”

Aus der Not eine Tugend – oder eine Party – wird auf den “Swap not Shop Partys“. Hier treffen sich vorwiegend junge Griechen, bringen alte Klamotten mit und werfen sich auf zentralen Plätzen wild durch die Gegend. Dazu wird getanzt und getrunken und ganz nebenbei die neue Garderobe ausgetestet. Dank solcher Partys konnte selbst Fashion-Junkie und Lifestyle-Bloggerin Thalia Geladaki sich zu dem Versprechen durchringen, ein Jahr lang nicht zu shoppen.

Die Vielzahl an Online-Tauschbörsen bietet die Möglichkeiten ohne auch nur einen Euro auf dem Konto, die Grundbedürfnisse zu stillen – wozu auch die Teilnahme am sozialen Leben gehört. Grundsätzlich galt bislang: Auf die Arbeitslosigkeit folgt der soziale Ausschluss. Das Projekt “Mapping the Commons in Athens“ bricht mit diesem scheinbaren Automatismus. Das Projekt, dass auf eine Zusammenarbeit der spanischen Gruppe Hackitectura zurückkehrt und von der Medienkunst-Kuratorin Daphne Dragona zusammen mit Athener Studenten umgesetzt wurde, verortet so genannte Commons, also Gemeingüter, auf einer interaktiven Stadtkarte Athens.

Ins Kino ohne Geld

Wie bei Creative Commons geht es bei dem Projekt um das Teilen und Zusammenarbeiten. Die analogen Commons sind dabei ein schwammig definierter Begriff, die von öffentlichen Filmvorführungen im Hinterhof über Volksküchen und besetzten Häusern alles Mögliche sein können. Durch den Eintrag auf einer Karte, kann man nun theoretisch jeden Abend “ins Kino“, “ins Restaurant“ oder in die Squat-”Disko“ gehen, ohne dabei Geld ausgeben zu müssen.

Auch wir können ja schon mal für den Ernstfall eines Euro-Crashs üben. Alternative Währungen gibt es auch hierzulande in vielen Regionen. Bislang werden sie nur von wenigen als Zahlungsmittel eingesetzt – aber das kann sich ja ändern, falls sich die Euro-Krise zuspitzen sollte.

(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)

36 Kommentare | 11. August 2011 | 10:33 Uhr | Twittern | Facebook

36 Kommentare

  1. Wir sollten langsam einsehen und verstehen, dass das Geldsystem am Ende ist. Es gibt gar nicht so viel Geld, wie uns die Banken weismachen wollen. Also alles Blasen. Wie der Name Geldschein sagt, alles Schein! Deshalb ist diese Art des Tauschhandels eine gute Möglichkeit, aus der Abhängigkeit in die Unabhängigkeit zu gehen. Das ist die wahre Freiheit. Alles hat wieder seinen Wert z.B. eine Stunde ist eine Stunde, ob Rasenmähen oder Unternehmertun… Vielen Dank für Ihren Beitrag..

    Peter | 11. August 2011 | 12:54 | Antworten
  2. We won´t pay schreien die Griechen?

    Prima wir sind uns einig, sage ich. Auch für mich gilt daß ich nicht zahlen will… nämlich die Schulden Griechenlands.

    Raus mit den Betrügern aus dem Euro, ein Ende mit Schrecken ziehe ich dem Schrecken ohne Ende vor.

    HG | 11. August 2011 | 13:39 | Antworten
    • Wenn wir “die Betrüger” aus dem Euro “rauswerfen” wollten, müssten das internationale Wirtschaftsspekulanten sein. Allen voran Großbanken die Staaten Kredite in Milliardenhöhe gewähren, die dermaßen hoch verzinst sind dass für eine Deckung der Raten entweder
      a) ein unrealistisch hohes Wirtschaftswachstum oder
      b) weitere Kredite
      nötig sind, und die dann mit den Staatsanleihen spekulieren. Das griechische Volk kann nichts für die Verschuldung des Staates, die wurde unter dem kurzsichtigen Blick der Selbstbereicherung von Griechenlands Staatsoberhäuptern initiiert.
      Ganz ehrlich, ich habe auch nicht die geringste Lust Griechenland, Irland, Portugal, Italien und Spanien zu finanzieren. Aber der Fehler liegt einfach im System der weitestgehend globalisierten Marktwirtschaft, nicht bei einem Volk.

      R.H. | 11. August 2011 | 14:36 | Antworten
    • Auf jeden Fall, denn wir müssen ja auch selbst sehen,dass wir über Wasser bleiben.Wenn die Griechen nicht verstehen, wozu die Steuern sind und was damit finanziert wird,werden sie nie eine vernünftige Wirtschaft hinbekommen.

      M.G. | 11. August 2011 | 20:52 | Antworten
      • @M.G.

        Bevor es den Euro gab kamen die Griechen recht gut klar! Sie haben mit anderen Ländern Handel getrieben und haben von Devisen profitiert.

        Und wenn sie nicht klarkamen haben sie ihr Geld entwertet. Sie haben ne NULL an die Drachme gehängt und sich damit entschuldet.

        Nun sind sie gefangen im Euro Korsett. Können ihr Geld nicht entwerten. Das heisst die Preise in diesem Land steigen unweigerlich auf deutsches Niveau. Die Löhne bleiben (ähnlich wie bei uns) leider auf unterem Niveau.

        Zudem sind sie Spielball und Opfer der Internatonalen Spekulanten und der Dollar Retter! Der Doller befindet sich auf Talfahrt. Damit das keiner mekrt greift man den Euro an sodas er auch an Wert verliert!
        Dollar und Euro sind wie 2 Falschirmspringer! Sie fliegen Richtung Boden. Analysten messen die ganze Zeit den Abstand zueinander um einen Wert zu ermitteln und blenden uns mit gefälschter Stabilität. Dabei sollte man nach der Fallgeschwindigkeit und der Entfernung zum Boden ausschau halten! Indikatoren sind die Edelmetalle und der CHFranken!! Gold steigt nicht wesentlich! Nein DER EURO FÄLLT!

        Ausserdem möchte ich noch dieses Video empfehlen. Es gibt in einfachen Worten wieder, wie der Exportweltmeister Deutschland den Importländern der EU das Geld entzieht!
        http://www.youtube.com/watch?v=lyg1lp9kU_s

        Zudem möchte ich Empfehlen die Bild Zeitungspropaganda über Bord zu werfen und das Klischee des faulen Griechen über Bord zu werfen!! Dies hat den einzigen Zweck, die wahren Hintergründe zu vertuschen!

        Dennis | 12. August 2011 | 20:21 | Antworten
        • Das Video sagt wirklich alles. Und nach diesem wird es wohl noch irgendwann ein Zusammenbruch geben unweigerlich.

          M.G. | 12. August 2011 | 21:55 | Antworten
          • nein es sagt nicht alles. Es verweist nicht darauf, daß die Exportgüter produziert wurden und zwar in Deutschland. Hier liegt die Produktion und die erfordert Fleiß und zwar hauptsächlich von Arbeitnehmern mit Migrationshintergund. In den Werkhallen finden sich kaum mehr Deutsche, nur als Chefs. Das Video zeigt auch nicht, wie lange Deutschland der kranke Mann Europas war, mit niedrigen Löhnen und Arbeitplatzexporten nach Polen, Tschechien, Ungarn, Asien mit exorbitanten Arbeitsplatzverlusten. Wie haben sich 15 Jahre lang die deutschen Arbeitnehmer dabei gefühlt, davon hört man nichts im Video. Wir profitieren von den Mühen der vergangenen Jahre. Diese Mühen haben ca. 17 EU-Staaten eben nun vor sich.

            Raimund | 17. August 2011 | 17:26 | Antworten
        • wahr ist aber auch, daß der Konsumwille an den Mittelmeerstränden mit Krediten vom Nettozahler gestillt wurde und wenn der dicke Mercedes noch Geld übrig gelassen hat vom noch dickeren Kredit, der ja so billig war, weil getragen vom dicken Nettozahler sprich deutschen Arbeitnehmer, dann hat man sich eben noch einen BMW dazugestellt und nicht die notwendige Infrastruktur selbst mal was bauen zu können. Die Produktion hochwertiger Güter befindet sich nach wie vor in Deutschland und wird von fleißigen Händen mit Migrationshintergund durchgeführt. An sowas denkt man am Mittelmeer nicht. Steuern zahlen, damit ein Staat vielleicht mal was unternehmen könnte ist bei den Demokratieerfindern geradezu verpönt. Dieses Volk benötigt sehr wohl einen Nachhilfekurs in Demokratie und stellt wie kein anderes ein typisches Ebenbild seiner Regierung dar wie nirgends anderswo in der Welt.
          Nichts für ungut..

          Raimund | 17. August 2011 | 16:54 | Antworten
    • das ist mal wieder typisch deutsch! -und ich bin Deutsche und lebe seit 9 Jahren in Kreta, kann diese Haltung aber nachvollziehen und verstehen! Aber…Glaubt ihr vielleicht, die BEVOELKERUNG von Gr. ist mit dem momentanen Zustand einverstanden?23% Mehrwertsteuer, 1,80Euro/l Benzin, 1,20Euro/l Milch,…zu zahlen? Bei 600Euro Verdienst im Monat (verh., 2Kinder), bei 26Tagen a’8-12 Stunden ohne Zuschlaege? Und das nur in der Saison…
      Solange sich die Wirtschaft profilieren und bereichern kann, werden Laender wie Griechenland in die EU aufgenommen, selbst unter falschen Umstaenden, denn der eigene Reibach steht hier ganz deutlich im Vordergrund. Wer hat denn den Beitritt zur EU und der Waehrungsreform Griechenlands forciert??? Na, dreimal darf man raten!Wer zahlt denn KEINE regulaeren Steuern und Abgaben an den gr. Staat, obwohl man sich hier niederlaesst, Filialen eroeffnet o.ae.? Wer zahlt denn Korruptionsgelder, die dann auch angenommen werden? Natuerlich ist es gut, dass sich hier Konzerne ansiedeln, aber man sollte an einem Fortschritt interessiert sein und nicht nur am Abschoepfen von Resourcen. Den anderen befaehigen, seine eigenen Staerken zu nutzen und dann “in Handel treten” koennen, das waere gut und fair?!
      Es ist sehr einfach, ueber ein Land zu urteilen, wenn man nicht dort lebt und naehere Umstaende kennt. Wer weiss denn schon, dass z.B. deutsche Kredite an Gr. an Bedingungen geknuepft sind, die einen rein wirtschaftlichen Hintergrund haben?!Inetwa so: Ja, ich geb dir 10 mio. Kredit, aber dafuer musst du 100 Panzer von … dazukaufen. In den Medien heisst es dann, dass Gr. soooo Angst vor den Tuerken hat, dass sie nur das Neuste und Modernste WOLLEN. …
      Es ist nicht alles Sein, was scheint…
      Griechenland ist in meinen Augen der Vorreiter eines globalen politischen Problems: Wirtschaftliche Aspekte stehen an erster Stelle und das Beduerfnis einer Globalisierung entspringt dem Wunsch/Gier(?) einiger Weniger, die sich daran bereichern. Und das, ohne den Status Quo einzelner Staaten zu beruecksichtigen. Will man denn in Griechenland ein zweites Deutschland? Ein Urlaubsland, genau dessen Mentalitaet und Lebensstil zur Erholung gestresster Deutscher dient…? Apfel oder Birne.
      Industriestaat ist nicht gleich Agrarstaat und man setzt nun mal keinen Feta mit einem Auto gleich. Griechenland ist nicht Deutschland, allein schon die Bevoelkerungszahl!
      Ich koennte noch viel weiteres anbringen, sowohl Positives, alsauch Negatives ueber beide Laender, aber das wuerde den Rahmen sprengen.
      Wenn sich die Politiker an ihre einstigen Versprechen halten wuerden, braeuchte kein Staat fuer den anderen einspringen, aber da sie die Konsequenzen nicht bedacht haben und nicht konnten, …, zahlt der Steuerzahler der “begueterten” Staaten. Es ist nicht fair, denn auch hier zahlen im Endeffekt doch wieder die kleinen Leute am meisten drauf. Aber wir waehlen unsere Regierungen und damit auch dessen Entscheidungen …
      Und ich denke, dass man ein Volk und dessen Wille nicht mit den Regierungsvertretern gleichsetzen kann, ebenso sollte man sich dessen bewusst sein, dass man im Ausland nur ausgewaehlte Informationen – ueber Medien- erhaelt. Und glauben Sie mir, oft erscheint alles in einem ganz anderen Bild und nachvollziehbarer, wenn man direkt im Land ist.

      ulla | 18. August 2011 | 11:52 | Antworten
  3. Diesen regionalen oder lokalen Tauschgeld- oder Ersatzgeldbörsen sind leider nur oft ein vorrübergehender und begrenzter Erfolg gegönnt.
    Sie haben nur eine geringe Bedeutung. Nationale wirtschaftliche Probleme können sie in keinem Fall lösen.
    Entscheidener ist Bereitschaft für erhaltene Leistung zu
    bezahlen. Entscheidender ist die Bereitschaft den steuerlichen Verpflichtungen nachzukommen. Das gilt für
    alle gesellschaftlichen Schichten. Zugegeben manche können
    sich dieser Verpflichtung leichter entziehen als andere.
    Aber das kann keine Entschuldigung sein.

    Die Flucht in eine Tauschgeld -(Scheingeld)-Welt ist auf
    jeden Fall keine Lösung.

    Manfred | 11. August 2011 | 14:16 | Antworten
    • Keine Lösung – da sind aber Verwender von Komplementärwährungen schon lange anderer Meinung – solche Systeme hat es schon vor ca. 100 Jahren gegeben; sie haben lokal Menschen über schwierige Zeiten hinweggeholfen, weil das Geld innerhalb z. B. einer Gemeinde blieb und ein weiteres Handeln und Wirtschaften ermöglichte. Nur wurden sie über kurz oder lang dann behördlich “kassiert”.

      Ganz Südamerika scheint voll von Komplementärwährungen, die zusammen mit Mikrokreditvergaben die Situation der Nutzer erheblich verbessert haben.

      Hinter solchen Währungen steht immer eine Leistung/ein Zeiteinsatz, das lässt keinen Raum für Spekulation; sie wird kleinräumig eingesetzt – so bleibt alles übersichtlich. Schauen Sie sich den Basler WIR an.

      Sibylle | 11. August 2011 | 14:42 | Antworten
  4. Falsch, lieber HG. Wir zahlen nicht die Schulden Griechenlands, sondern die Raffsucht der reichen “Elite” Griechenlands und der Banken in Frankreich, Deutschland und anderswo. Die griechischen Geldschmarotzer haben eine Zeitlang nur besser getrickst als andere, übrigens mit Hilfe amerikanischer Kreditsauger, wie Goldman-Sachs.

    Geld ist nicht mehr wirklich ein Gegenwert für Material oder Leistung, sondern hat sich zu einem Machtfaktor verselbständigt. Also zurück zu den Wurzeln des Tauschens: Ware gegen Leistung oder umgekehrt.

    Nero | 11. August 2011 | 14:18 | Antworten
    • Nicht falsch, weil es meinem Geldbeutel wurscht ist wer in Griechenland die Schulden verursacht hat. Es waren jedenfalls die Griechen.
      Wenn Sie dort im Vorgarten ein Mariendenkmal haben zahlen Sie keine Steuern.
      Der Olivenbauer gibt nur ein Drittel des Ertrages an und zahlt so auch keine Steuern.
      Die größten Verbrecher dort sind aber die Reichen, darin sind wir uns einig.

      Grüße!

      HG | 11. August 2011 | 14:30 | Antworten
    • Eines steht fest,ob wir die Raffgier zahlen oder die Griechen.Auch wir werden mit in die Miesen gerissen und dann bricht alles zusammen.

      M.G. | 11. August 2011 | 20:48 | Antworten
  5. IN diesem Artikel fehlt noch die virtuelle Währung “BITCOIN”.

    pulse | 11. August 2011 | 14:23 | Antworten
    • @pulse: Bitcoins sind eine spannendes Zahlungsmittel mit ihrem deflationärem Ansatz und der eingebauten Unabhängigkeit von Banken oder Regierungen. Jedoch bieten sie als Zahlungsmittel im Alltag im Geschäft um die Ecke noch keine wirkliche Alternative, da sie nur in elektronischer Form existieren. Allerdings könnte sich das ja in Zukunft ändern und ich könnte mir gut vorstellen, in einigen Jahren per Handy im Kiosk mit Bitcoins zu bezahlen und dann fängt die wirklich interessante Entwicklung erst an.
      Das Beispiel aus Griechenland zeigt, dass die Nachfrage nach unabhängigem Geld vorhanden ist und dieses Verlangen sowie der Wunsch nach einer “neuen”/anderen wirtschaftlichen Orientierung treten aktuell mehr denn je zu Tage und folglich ist ein Erfolg von Bitcoins auf breiter Basis meiner Ansicht nach alleinig eine Frage der Zeit.

      kopernikus | 12. August 2011 | 17:34 | Antworten
  6. Lieber HG,
    klar sind da Fehler unterlaufen, aber es gibt auch ehrliche Griechen. UND wenn man als Regierung einem Volk weismachen möchte, dass es ihm gut geht und es keine Schulden gibt, so soll dies möglich gewesen sein. Das griechische Volk wusste doch gar nicht so recht, dass es über seinen Verhältnissen lebt. Und zu ihren letzten Beispielen, sagen Sie mir doch bitte einmal was Sie machen würden. Bestimmt würden Sie auch alles daran setzen weniger Steuern zu zahlen und versuchen durch Schmiergelder an den Entscheidungen mitbestimmen zu können. Wer nämlich die Möglichkeiten hat, nutzt diese auch. Solange keiner was sagt, kann es ja munter weitergehen. Wir tun hier in Deutschland nichts anderes, wir leben auch weit über unseren Verhältnissen und haben hohe Schulden. Wir könnten auch die nächsten sein, die PLEITE gehen. Und dann bin ich mir sicher, dass dann ALLE die gesagt haben, sie wollen den Griechen nichts bezahlen sofort schreien werden: WIR BRAUCHEN MEHR GELD, WIR WOLLEN MEHR GELD!
    Und Sie möchten doch auch auf nichts verzichten, dass Sie in Ihrem Leben haben, die Straßen, die KOSTENFREIE Schulbildung, Kindergärten, etc. Sie sollten sich mal bitte in einen Griechen hineinversetzten und versuchen zu verstehen warum die Griechen so handeln. Es muss sehr schwer sein, wenn die Mehrwertsteuer so rapide steigt, es muss hart sein, seinen Job zu verlieren.
    Bitte machen Sie sich erst Gedanken und schreiben Sie dann einen Kommentar!

    Liebe Grüße!

    Max | 11. August 2011 | 14:54 | Antworten
    • Danke Max, ich denke genau das trifft es auf den Punkt. Ich befürchte leider, dass es bei uns auch nicht mehr lange dauert bis wir die (inzwischen ja so gut wie weltweiten) Entwicklungen dessen was sich an den Finanzmärkten abspielt als persönlich unangenehm empfinden. Und damit meine ich nicht Deutschlands liebstes Reizthema, den Spritpreis… ;-)

      R.H. | 11. August 2011 | 15:37 | Antworten
  7. Ein Tipp, um aus dem babylonischen Wirrwarr rauszukommen – und Pflichtlektüre für ganz Deutschland:

    Max Otte – Stoppt das Euro Desaster!

    Ich habe selten in den vergangenen Jahren ein intelligenteres Büchlein gelesen.

    Ernst Lipps | 11. August 2011 | 15:57 | Antworten
  8. Und was sagen die Finanzämter dazu?

    Hier im Beamtenparadies Deutschland würde so ein Tauschsystem doch mit Sicherheit die Aufmerksamkeit des Fiskus erwecken, wenn es auch nur ansatzweise über die unscheinbare Größe einer Schrebergartengemeinschaft wachsen würde.

    Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit, ab hinter Gitter.

    mcbexx | 11. August 2011 | 18:43 | Antworten
  9. Ich sehe hier ein gewaltiges Problem.
    Hier werden Sündenböcke gemacht wo gar keine sind.

    Das Geldsystem an sich ist ein Riesen-Schwindel.
    Geld wird aus dem nichts durch Kredite erschaffen (Fiatgeld)
    Das Geld um die Zinsen zu bezahlen existiert gar nicht innerhalb des Systems.
    Es muss durch ‘neue’ Kredite geborgt werden.
    Dadurch ist es nie möglich alle Kredite zurückzuzahlen.

    Die Schwächsten im System trifft es dann irgendwann und sie werden enteignet.

    Wie bei der ‘Reise nach Jerusalem’. Es fehlen Stühle.
    Das ist der grundlegende Betrug im System.
    Es kann einfach nicht funktionieren genau wie ein Schneeballsystem nicht dauerhaft funktionieren kann.

    Griechenland hat einfach Pech gehabt keinen Stuhl mehr erwischt zu haben. Sie hatten das Pech zu den langsameren oder schwächeren zu gehören.

    Und jetzt passiert das Schlimme: Es wird Neid und Hass geschürt….

    H.L. | 11. August 2011 | 18:45 | Antworten
  10. @H.L.
    Ein Währungssystem ist ein Gesellschaftsvertrag, bei dem (weitgehend) Jeder verpflichtet ist mitzumachen.
    In Griechenland haben sich erst die, die die großen Umsätze machen den Regeln entzogen und nun die tragende Schicht der Mittel- bis Geringverdiener.
    Dies mit “Pech” zu kommentieren und mit “Reise nach Jerusalem” oder “Schneeballsystem” zu vergleichen mag für einzelne betroffene Griechen passend sein und die Ohnmacht gegenüber einem riesigen Schuldenberg zum Ausdruck bringen, allerdings ignorieren diese Begriffe, daß sich für die Wirtschaft wesentliche Teile der Bevölkerung einfach nicht an den Gesellschaftsvertrag gehalten haben.
    Den Satz “Sie hatten das Pech zu den langsameren oder schwächeren zu gehören.” kann man nur so stehen lassen, wenn man die Attribute “langsam” und “schwach” auf das geistige Vermögen bezieht wirtschaftliche Zusammnehänge zu erkennen. Es ist ja keinesfalls so, daß keine Umsätze gemacht wurden, nur wurden diese per Korruption und eigennützigem Denken am staatlichen Wirtschaftssystem vorbeigeschleust.
    Um den Vergleich mit dem Spiel “Reise nach Jerusalem” noch einmal aufzugreifen: Wenn alle Mitspieler ihre Stühle verkaufen und sich dann beschweren, daß sie keinen Stuhl haben – dann ist der Begriff “Pech” wohl fehl am Platz.

    david | 11. August 2011 | 22:04 | Antworten
    • Gesellschaftsvertragsbrüchige gehören aus dem Vertrag genommen, wenn sie sich der Kurruption schuldig machen.

      M.G. | 12. August 2011 | 22:11 | Antworten
      • Die Konsequenzen können vielfältig sein, auch wenn ich einen Ausschluß Griechenlands oder eine Auflösung des Euros nicht in Erwägung ziehen würde, sind das sicher auch potentiell mögliche Konsequenzen.
        Nicht vergessen sollte man, daß das Handeln Weniger nun einen ganzen Staat in die Knie zwingt, daher auch die massiven und nachvollziehbaren Proteste und Nutzung von Alternativwährungen in Griechenland.
        Die Kommentare hier im Blog hier entwickeln langsam einen griechenland- und eurofeindlichen Grundtenor – dagegen möchte ich mich verwehren – so war mein Kommentar nicht gemeint, allerdings sind die Probleme nun in einer Dimension weltwirtschaftlichen Ausmasses, so daß drastische Maßnahmen durchaus angemeßen sind.

        david | 14. August 2011 | 13:18 | Antworten
  11. Es ist ein existenzieller Strukturmangel demokratischer Systeme, bei Haushaltsbeschlüssen mehr Geld auszugeben als Einnahmen generieren zu können. Da man nach vier oder fünf Jahren wieder gewählt werden möchte, neigt man zu “Wahlgeschenken”. Weiter spielt die Bedienung bestimmter Interessen durch momentane Mehrheiten eine wesentliche Rolle. Das Schlimme ist, dass die politische Klasse zum großen Teil wegen fehlender Kompetenz unter dem Scheffel der Lobyisten steht.

    Karl Dötze | 12. August 2011 | 10:02 | Antworten
  12. Was man hier über die verlotterte, griechische Mentalität lesen kann, übertrifft alle meine Vorstellungen. Mir ist heute noch unbegreiflich, wie man so einen korrupten, verlogenen Staat überhaupt in die EU aufnehmen konnte. Den Beitritt hatten sie sich außerdem mit gefälschten Bilanzen erschlichen. Sie haben fleißig Staatsanleihen verkauft obwohl sie die wahrscheinlich nie zurückzahlen können/wollen. Unsere transferierten Milliarden sehen wir nie wieder. Sie beschimpfen Deutschland und tragen Fr. Merkels Foto umrahmt von einem Hakenkreuz in der Demno. Mir fehlen weitre Worte…

    Wutbürger | 12. August 2011 | 21:10 | Antworten
  13. Sehr gut, die Griechen haben das nötige Mißtrauen gegenüber dem Staat und den Banken. Alle raus aus dem Euro. Bei den Kommentaren sieht man leider daß einige immer noch auf “Teile und herrsche” reinfallen, und jetzt auf die Griechen geifern. Ist das denn so schwer zu verstehen daß das ein globaler Prozeß ist, und die Griechen nun halt mal mit die Ersten sind? Immer dieses Gerde vom Schuldenzahlen. Wer hat denn jemals im Euroland auch nur einen Euro seiner Staatsschuld getilgt? Wie kommen Leute, die sich allen Anschein nach auch noch für intelligent halten darauf daß die Staatsschuld zurückgezahlt werden soll/kann ? Ich will sofort auf einen entzombiefizierten Planeten, sofort !

    Christian Meiller | 12. August 2011 | 21:40 | Antworten
    • Die Leute,welche sich für intelligent halten, haben auch nur Traumwünsche sonst nichts.
      Wenn es den entzombiefizierten Planeten geben sollte, muss strikt auf das selbe Klima, wie auf der Erde geachtet werden, sonst ist ein Leben darauf unmöglich. Ach ja, eine Mitteilung bei Auffindung solchem Planeten, wäre sehr nächstenliebend gegenüber anderen.

      M.G. | 12. August 2011 | 22:06 | Antworten
    • eigenartige Sicht der Dinge …

      david | 14. August 2011 | 13:21 | Antworten
  14. Prof. W. Hankel: “Raus aus dem Euro”
    Hankel: „Die EZB ist weder glaubwürdig noch unabhängig.” und „Die Notenbanken bekämpfen, was sie selbst herbeigeführt haben”.

    http://goo.gl/wA3zt

    Hongmund | 12. August 2011 | 22:11 | Antworten
    • Ja,Geld kann sehr schnell abhängig machen, sonst würde ja keine gierig sein danach und es gäbe keine Kriese.

      M.G. | 13. August 2011 | 08:30 | Antworten
  15. wir sollten uns die frage stellen, wer die wahren betrüger in diesem “weltmonopoly” sind:

    DER “WELTGELDBETRUG” von Prof. Dr. Eberhard Hamer, Mittelstandsinstitut Hannover
    quelle: http://neofeudal.ne.funpic.de/weltgeldbetrug.htm

    Die Rückzahlung der Systemverschuldung ist unmöglich.
    quelle: http://www.steuerboykott.org/

    Die Geld-Lüge
    quelle: http://www.wahrheiten.org/blog/geld-luege/

    nwo | 13. August 2011 | 16:13 | Antworten
  16. Die alternative Währung gibt es in Österreich und Deutschland schon lange:
    http://www.lex-press.at/content/Lexpress70_Art7.pdf

    2404babsi | 13. August 2011 | 20:31 | Antworten
  17. Thema: BRD ein Staat?…

    Internationaler Gerichtshof Den Haag: Ist die Bundesrepublik Deutschland ein Staat oder nicht ?
    Erstellt am 31. August 2011 von cottamagazin
    Der Internationale Gerichtshof Den Haag (IGH) verhandelt in wenigen Tagen über eine Klage der Bundesrepublik Deutschland, die gegen Entschädigungsansprüche griechischer und italienischer NS-Opfer gerichtet ist. Die große Bedeutung des Verfahrens, in dem vom 12. bis 16. September mündlich verhandelt wird, liegt letztendlich in dem Vorhandensein oder dem Nichtvorhandensein der Bundesrepublik Deutschland als Staat.
    Seit Jahrzehnten verweigern bundesdeutsche Regierungen den Opfern militärischer Massaker während der Besetzung europäischer Staaten durch Nazideutschland eine entsprechende Entschädigung. Und das obwohl in den jeweiligen Ländern die höchsten nationalen Gerichte über diese Ausgleichszahlungen rechtskräftig entschieden haben. So traf der Oberste Gerichtshof Griechenlands – Aeropag – bereits im Jahr 2000 in einem rechtskräftigen Urteil die Entscheidung, den Überlebenden einer Vernichtungsaktion deutscher SS-Gruppen im griechischen Ort Distomo eine Entschädigung in Höhe von 28 Millionen Euro plus Zinsen zukommen zu lassen. Die Bundesregierung hintrieb die Durchsetzung des Urteils und veranlasste die griechische Regierung, die bereits begonnene Zwangsversteigerung deutscher Immobilien in Griechenland zu blockieren.
    Ähnliches vollzog sich gegenüber Opfern in Italien, die ihre Entschädigungsansprüche beim höchsten italienischen Gericht – dem römischen Kassationshof – erfolgreich im Jahre 2008 eingeklagt hatten. Dort war zugunsten der Anspruchsteller die Beschlagnahme deutschen Vermögens eingeleitet worden. Dazu gehörte die Villa Vigoni, eine bebaute Liegenschaft am Comer See in Oberitalien.
    Die von der Bundesrepublik Deutschland vorgebrachten Gegenargumente lassen sich darauf reduzieren, dass sie ihre staatliche Immunität verletzt und damit den Frieden gefährdet sieht. Infolge dessen wird der Internationale Gerichtshof Den Haag umfassend zu klären haben, ob die Bundesrepublik Deutschland letztendlich im Sinne des Völkerrechts überhaupt ein Staat ist oder nicht.
    Nach Einschätzung des in Hamburg anmsässigen Arbeitskreises Distomo würde ein Urteil zugunsten der Bundesrepublik Deutschland einen Rückfall hinter die in Nürnberg beim internationalen Kriegsverbrecherprozess beschlossenen Grundsätze Ende der 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts bedeuten. Das hätte erhebliche Wirkungen auf die gesamte internationale Rechts-Architektur. Kriegsverbrecher hätten dann auch in der Gegenwart keine Strafe zu befürchten.

    Eigenbeitrag von Matthias Günkel vom 31.08.2011;
    Informationsquellen: Eigenrecherchen; Arbeitskreis Distomo
    Quelle: //wemepes.ch/

    Mit besten dank vom Zusteller weitergeleitet vom Brockenwaechter

    Stalins Machenschaften & Co.

    //www.youtube.com/watch?v=0qp-bi__STU&w=640&h=390

    Alle Diktatoren sind das Hindernis der Freiheit.

    Seht es euch selber an die 1,25 Std. und bildet eure Meinung.
    Schon die ersten 10 min sind krass.
    Wir wollten die Wahrheit und nun bekommen wir sie.
    Auch wen sie uns nicht passt, sie real.
    Mit besten dank vom Zusteller weitergeleitet vom Brockenwaechter

    brockenwaechter | 5. September 2011 | 12:58 | Antworten
  18. That’s good that we can take the loan and it opens new chances.

    Lorraine26David | 6. Oktober 2011 | 08:23 | Antworten
  19. I’ve been browsing online more than three hours today, yet I never found any interesting article like yours. It’s pretty worth enough for me. In my view, if all website owners and bloggers made good content as you did, the web will be a lot more useful than ever before.

    Design Agency London | 12. November 2011 | 08:26 | Antworten

Was sagen Sie dazu?