YouTubes Livestreaming vor dem Aus?

Livestreaming in Deutschland

Livestreaming in Deutschland

Konkurrenz für Fernsehsender aus dem Netz. Foto: takomabibelot/Markus Hündgen

YouTubes Livestreaming-Angebot droht bereits vor der Markteinführung in Deutschland die Abschaltung. Damit nicht genug: Die hiesigen Mediengesetze könnten auch den Onlineangeboten vieler Verlage den Sommer verregnen.Bereits seit geraumer Zeit testet die Google-Tochter YouTube ein eigenes Livestreaming-Angebot. Zu besonderen Veranstaltungen, z.B. in Deutschland die hauseigene Talentshow „Secret Talents“, überträgt der Konzern eine Livesendung ins Internet. Seit April 2011 steht diese Möglichkeit nun ausgewählten Partnern in den USA zur Verfügung. Um den angekündigten Deutschlandstart ist es dagegen still geworden.

Fernsehsender von Jedermann

Die Bedienung des Angebotes ist kinderleicht und die technischen Voraussetzungen minimal – ähnlich den Konkurrenzangeboten der US-Dienste Livestream, ustream oder justin.tv. Der Unterschied: (Sender-)Standort und Zielpublikum des Angebotes lägen bei YouTube Deutschland. Und damit gilt das deutsche Rundfunkrecht mit seiner strengen Regulierung.

Dieses legt im 13. Rundfunkänderungsstaatsvertrag (§ 20) fest, dass die Veranstaltung von Rundfunk durch Private einer Zulassung bedarf. Die Zulassung und Kontrolle regeln die deutschen Medienanstalten. Die Regelung ist technologieneutral und umfasst somit Angebote, die über Antenne, Kabel, Satellit oder Internet verbreitet werden sollen.

Nicht mehr als 500 Zuschauer

Was Rundfunk im Internet ist, steht in Paragraph 2, Absatz 1 und 3 des Rundfunkstaatsvertrages. Demnach fallen Angebote, die linear und für einen zeitgleichen Empfang bestimmt sind, unter die Zulassungspflicht. Nur wer sein Angebot so gestaltet, dass es keinen journalistisch-redaktionellen Charakter hat oder dafür sorgt, dass weniger als 500 Nutzer gleichzeitig zuschauen können, ist nicht betroffen.

Die Zahl von 500 parallelen Zuschauern sorgte erstmalig 2008 für lautstarke Diskussionen. Damals wurde diese von der bayerischen Landesmedienzentrale in die Welt gesetzt und schnell von Experten als „willkürlich“ eingestuft. Und doch fand sie Einzug in den Rundfunkstaatsvertrag – von der Medienöffentlichkeit fast unbemerkt.

Große Ungewissheit – hohe Bußgelder drohen

Für Anbieter von Livestreaming-Angeboten ergeben sich daraus unklare Verhältnisse. Wer nur seine Freunde in Übersee an der Geburtstagsparty teilhaben lassen will, ist aus dem Schneider. Wer hingegen das Fußballspiel in der C-Kreisliga unbeschränkt ins Netz sendet, dies live kommentiert und vielleicht sogar Wochen im Voraus auf seiner Internetseite angekündigt hat, könnte ein Problem bekommen. Der Teufel steckt im Detail bzw. zwischen den Zeilen des Gesetzestextes.

Friederike Grothe, Pressesprecherin der deutschen Medienanstalten, erklärt deshalb: „Inwieweit konkrete Angebote betroffen sein könnten, muss im jeweiligen Einzelfall geprüft werden“. Es gelte immer abzuwägen, welche meinungsbildende Wirkung das Angebot hat.

Auch ein Verstoß gegen die Zulassungspflicht ist im Rundfunkstaatsvertrag geregelt. Wer ohne staatliche Erlaubnis als Rundfunkveranstalter im Netz sendet, der begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 500.000 Euro Bußgeld geahndet werden kann.

Google zur Zulassungspflicht: „Kein Kommentar“

Für privatwirtschaftliche Unternehmen ein unkalkulierbares Risiko. Weswegen den deutschen Top-Partnern YouTubes auch mitgeteilt worden sei, dass das Livestreaming-Angebot in Deutschland nicht starten werde, erklärt zumindest ein deutscher Top-YouTuber gegenüber Hyperland.

Google-Presseprecher Stefan Keuchel: „In der Tat bieten wir in Deutschland derzeit kein Livestreaming an.“ Ob das an den gesetzlichen Rahmenbedingungen liegt, will er nicht sagen. Weiter möchte sich Google zu dem Thema nicht äußern.

Eine Handvoll deutscher YouTube-Partner besitzt bereits Zugang zum Livestream-Angebot. Dies scheint allerdings mehr eine Panne als gewollt zu sein. Der Münchner Journalist und Medienberater Michael Praetorius gehört zu den Nutznießern. Allerdings sei das Angebot „tageweise da und wieder weg.“

YouTubes Livestreaming-Angebot steht damit in Deutschland auf wackligen rechtlichen Füßen. Denn auch die eigenen Live-Sendungen könnten Zulassungspflichtig sein. Klarheit würde ein Zulassungsantrag bei den Medienanstalten bringen. „Bis jetzt hat YouTube aber noch keinen Antrag auf Zulassung einer Rundfunklizenz gestellt“, verdeutlicht Friederike Grothe.

Auch Verlage betroffen

Nicht nur YouTube möchte zunehmend auf Livestreaming setzen: Vor allem die deutschen Verlage experimentieren seit geraumer Zeit mit der Möglichkeit, Bewegtbildinformationen kostengünstig und unmittelbar ihren Nutzern zur Verfügung zu stellen. Die beiden Branchenführer Spiegel Online und Bild sind ebenfalls gern „auf Sendung“. Im Juni 2011 startete der Hamburger Verlag unter spiegel.tv eine Mediathek aus Beiträgen von Spiegel TV und Spiegel Online, welche zudem über einen klassischen linearen Kanal verfügt, auf dem rund um die Uhr Videos gesendet werden. Für dieses Angebot wurde eine Rundfunklizenz erteilt.

Springer ohne Lizenz?

Bild.de überträgt ganze Fußballspiele der spanischen Primera Division und ist bei den Hochzeiten europäischer Adelshäuser live dabei. Zuschauerzahlen möchte die Pressestelle des Axel Springer-Verlages nicht nennen. Die Livestreams seien Versuche innerhalb des journalistischen Angebots und würden sehr unterschiedlich angenommen. Auf die konkrete Frage, ob es für diese Angebote eine Rundfunklizenz gebe, heißt es von der Pressestelle Axel Springer lapidar: „In jedem Fall verfügen wir über die entsprechenden Nutzungsrechte.“

Leider reicht es in Deutschland aber nicht mehr aus, nur die notwendigen Rechte am Material zu haben.

Update: Statement der Medienanstalten zur Problematik

(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)

43 Kommentare

  • Stefan
    11.07.2011, 11:19 Uhr.

    Das ist mal wieder typisch Deutschland – einerseits Rundfunk- und Pressefreiheit, aber andererseits wird alles reguliert, anmeldepflichtig gemacht oder gleich mal untersagt.

    Die Politik hat Angst vor den Möglichkeiten des Internets, grade vor der Mediennutzung und -verbreitung durch dieses. Vor allem, weil sie das Internet nicht versteht.

  • Rolf Krüger
    11.07.2011, 11:20 Uhr.

    Der Rundfunkstaatsvertrag passt einfach nicht mehr in die Zeit. Gut gemeint, aber da müssen neue Lösungen her.

  • Tom030
    11.07.2011, 13:08 Uhr.

    Mit den Reglungen zu den medialen Möglichkeiten, ob es die kreative Seite & das Urheberrecht bzw. deren Schutz oder den Rundfunkänderungsstaatsvertrag betrifft, was gerade auch Institutionen wie GEMA & GEZ einschließt, SIE SIND NICHT ZUKUNFTSFÄHIG.
    Sie werden sich bestimmt noch ein Weilchen halten können, doch blockieren diese Regelungen schon jetzt neue Möglichkeiten die diese Zeit & Technik bietet. Auf Dauer führen diese Regelungen nur dazu, dass wir eines Tages von einer gänzlich anderen Medienlandschaft mit völlig neuen Möglichkeiten überrollt werden.
    Es wird sich ein Schlupfloch finden, das alle Rahmen sprengt. Doch hier denkt man nur in der Kategorie, wie einst das MP3 die Musikindustrie in Bedrängnis brachte.

    Schade, …
    man steht sich leider immer noch sehr konsequent selbst im Weg & verkennt die Dimension eines durch die technischen Möglichkeiten von selbst vorgegebenen Weges.

  • D. Schmitz
    11.07.2011, 13:23 Uhr.

    Wann begreifen die Herren endlich, dass sie umdenken müssen???
    Neue Filme und Musik sollten sofort online gekauft oder per stream geschaut werden können. Das Leute dafür Geld zahlen hat man doch bei kino.to schön gesehen. Selbst für schlechte qualität waren viele bereit zu zahlen.
    Jetzt gibt es mehr Möglichkeiten sich auszutauchen und wir stehen uns mit unseren Gesetzen und veralteten festgefahrernen gewohnheiten selbst im wege.
    Warum muss ein Technologie Land wie unser Deutschland bei solchen Dingen immer hinter her hinken? In anderen Ländern funktioniert der Wandel der zeit doch auch.
    Hier wird ein ganzer Markt einfach abgewürgt.

  • cws-ef
    11.07.2011, 13:23 Uhr.

    Tja, und da wundert sich die ganze Medienwelt warum wir hier in Europa den Amis in Sachen Internet so hinterherhinken. Erstens bleiben somit viele Einnahmequellen verschlossen und auch die Werbeindustrie bleibt wo sie ist. Ich spreche hier als zum Teil Betroffener, da ich selbst eine Webseite leite die auf solche Partner setzt bzw setzen muss. Dieser Punkt, welcher hier im Artikel angeführt wird, und noch ein paar weitere mehr sind die Punkte warum Firmen sagen: “Neee, Euch in Europa geb ich nichts, ihr gebt mir ja auch nichts!”

  • Sven
    11.07.2011, 13:32 Uhr.

    Ja wo kämen wir denn hin, wenn hierzulande einfach jeder öffentlich sagen könnte und dürfte, was er denkt? Das wär’ ja noch schöner.

    Ernsthaft: eine Regulierung über “Sendelizenzen” in einem Medium, dessen Bandbreite nicht eingeschränkt ist ist Monopolismus und Unterdrückung freier Meinungsäußerungsmöglichkeiten zu Gunsten weniger. Bei Funk mit entsprechend endlichen Frequenzen war das ja noch begründbar. Im Internet ist es Willkür.

    • Franzi
      11.07.2011, 20:25 Uhr.

      So ist es.

  • Edward Black | QUDA.tv
    11.07.2011, 13:44 Uhr.

    Aufgerüttelt von dem Artikel von Markus Hündgen haben wir uns heute noch einmal intentiv mit dem dem Rundfunkstaatsvertrag (RStV) beschäftigt und uns mit der für uns zuständigen Landesmedienanstalt zusammengesetzt.

    Ergebniss: Uns wird eine reine “Internetzulassung” wahrscheinlich 5.000-15.000 EUR kosten. In anderen Bundesländern können die Kosten abweichen.

    Für uns als im Herbst an den Start gehedes Internet StartUp eine stange Geld – mal schauen wie es weitergeht…

  • Klaus-Dieter Hinck
    11.07.2011, 13:51 Uhr.

    Verfassungsklage könnte Sinn machen, gibt es dazu schon Urteile und Vorhaben? ePetition im Bundestag und Initiativen von Medienunternehmen die im Webbereich aufgestellt sind neben Google?

    • Daniel
      11.07.2011, 14:08 Uhr.

      Das ePeditionen sinnlos sind und lediglich eine vorgegaukelte Möglichkeit sind etwas zu “unternehmen” dürfte doch mittlerweile selbst der Grundschüler mitbekommen haben.

      Deutschland wird noch an seiner eigenen Gesetzesgebung ersticken – und ich hoffe das passiert bald und in naher Zukunft.

  • mori
    11.07.2011, 14:57 Uhr.

    Das könnte aber die LiveStreams für die Bayreuther Festspiele sehr behindern.

    https://live.bfmedien.de/pre.html

  • mori
    11.07.2011, 15:04 Uhr.

    http://blogfraktion.de/2011/03/18/parlaments-tv/

    Die Arbeit des Deutschen Bundestages, dessen Debatten und Ergebnisse müssen zu jeder Zeit für interessierte Bürger zugänglich sein.

    Im Falle des Parlamentsfernsehens geschieht das mit größtmöglicher Transparenz. Diese Form der Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bundestages bedarf keiner Rundfunklizenz. Der große Aufruhr um den Bundestagskanal ist somit unbegründet.

    • JoSchaefers
      15.07.2011, 16:22 Uhr.

      @mori:

      Die Arbeit des Deutschen Bundestages, dessen Debatten und Ergebnisse müssen zu jeder Zeit für interessierte Bürger zugänglich sein.

      Selbstverständlich. Aber das ist auch gar nicht das Problem. Wir sind uns zwar einig, dass das Parlaments-TV nützlich und wichtig ist, nur sonderlich staatsfern ist es in der aktuellen Form formal halt nicht.

      Im Falle des Parlamentsfernsehens geschieht das mit größtmöglicher Transparenz. Diese Form der Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bundestages bedarf keiner Rundfunklizenz.

      Das sieht die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) durchaus etwas differenzierter: http://netzpolitik.org/2011/medienwachter-bundestagsfernsehen-illegal/

  • Bertram
    11.07.2011, 16:24 Uhr.

    Die Regelung ist natürlich nicht Ideal auf der anderen Seite kann man die Angebote in Deutschland, die es schaffen mehr als 500 GLEICHZEITIGE Streams auszuliefern und keine Sendelizenz haben oder sich keine leisten können wohl an einer Hand abzählen …

    • Markus Hündgen
      11.07.2011, 16:42 Uhr.

      @Bertram: Es geht hierbei um die technische Möglichkeit, 500 oder mehr gleichzeitige Streams auszuliefern. Ob tatsächlich so viele Zuschauer vor dem Bildschirm sitzen, ist zweitrangig.

      • Bertram
        11.07.2011, 17:04 Uhr.

        Naja diese “technische Möglichkeit” lässt sich relativ leicht implementieren für YouTube und Co. Soweit ich weiß machen das einige der großen Livestreaming Anbieter sowieso um sich vor Piraterie zu schützen – dort liegt die Grenze jedoch bei 50 gleichzeitigen Nutzern.

    • Arno Nym
      07.08.2011, 12:48 Uhr.

      Um 500 Leute gleichzeitig mit zB mit einem Audiostream zu versorgen mietet man sich für 50€/Monat Server und bastelt einen Nachmittag.

      Gegenüber diesem Aufwand sind 5000-15000€ und die nötige Zeit für die Zulassung mehr als unverhältnismäßig.

  • Uwe
    11.07.2011, 18:45 Uhr.

    Auch mir fällt instinktiv “Typisch Deutschland” ein.

    Ggf. könnte man ohne diesen Reflex mal analysieren, ob es tatsächlich einen Sinn gibt, und etwas Positives davon abzuleiten ist?

    Nur so eine Ide…

  • Anon
    11.07.2011, 20:48 Uhr.

    Hier haut das ZDF mal wieder schön auf die Propaganda-Kacke.

    Sie merken nämlich, dass sich mit dem Internet auch beim Rundfunk einiges ändert und sie langsam überflüssig werden.

    Und dabei bin ich im Prinzip nichtmal dagegen, dass der öffentlich rechtliche Rundfunk *auch* im Internet veröffentlichen darf, mit Tagesschau app und allem Pipapo, aber sie sollen gefälligst den Ball flachhalten.

  • Mithos
    11.07.2011, 21:13 Uhr.

    Ich kenne ein paar Video-Streams aus Deutschland und auf deutsch, die regelmäßig über 500 Zuschauer und ab und an sogar über 3-4tausend Zuschauer kommen. Auf denen läuft auch deutschsprachige Werbung für Produkte in Deutschland, zum Beispiel für eine deutsche Automarke. Die Streaming-Dienstleister/-Plattformen selbst sitzen aber natürlich im Ausland.

  • Tim
    11.07.2011, 21:56 Uhr.

    Kann bitte mal jemand unsere Politik abschalten? Bitte vor 2022, das Restrisiko ist einfach zu groß.

  • Anderer Gregor
    11.07.2011, 23:38 Uhr.

    Ich muss sagen: Glückwünsche für diese wunderbare Konterattacke gegen die peinlichen Angriffe auf die “Tagesschau-App” der Raubtier-Presse. Weiter so!

  • Katja Becker
    12.07.2011, 06:05 Uhr.

    Verordnungen einfach ignorieren ist immo der beste Weg mit Bürokratien umzugehen.

  • paul
    12.07.2011, 09:50 Uhr.

    Es wird euch nicht ewig geben seht es doch endlich ein ;) Die neue Generation wird keinen Müllschauen. Das Internet ist die Zukunft.

  • Markus Sommer
    12.07.2011, 11:28 Uhr.

    @Markus Auf den Punkt! Danke!

  • Treater
    12.07.2011, 14:03 Uhr.

    Die Zulassungspflichtigkeit begründet sich immer noch aus der Auffassung des BVerfG ob der Bedeutung des Rundfunks und des, zur damaligen Zeit noch, großen Aufwandes, Rundfunk zu betreiben. Sie ist längst hinfällig.

    Der Artikel verschweigt, dass § 2 I RStV auch besagt, dass es sich nur dann um Rundfunk handelt, wenn es einen “Sendeplan” gibt.
    Vereinzelte Liveübertragungen, wie z.B. ein Fußballspiel, sind somit kein Rundfunk. So könnte es auch bei bild.de sein.

    Auch ist dann § 2 II Nr. 1 nicht einschlägig. Demnach ist ein “Rundfunkprogramm” eine nach einem Sendeplan zeitlich geordnete Folge von Inhalten.

    Es geht um die Bindungswirkung, die ein Programm besitzt. Die bei einer einzelnen Liveübertragung auch nicht vorliegt.

    • Treater
      12.07.2011, 14:09 Uhr.

      ps:

      “(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)”.

      Bei Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten schon.

    • Markus Hündgen
      12.07.2011, 14:17 Uhr.

      Laut Pressestelle der Medienanstalten ist die Definition eines Sendeplans ähnlich zu behandeln wie die Zuschauerzahl, die Bindungswirkung oder die redaktionelle Ausgestaltung. Wer demnach regelmäßig zu gewissen Zeiten “auf Sendung” geht, dem kann ein Sendeplan unterstellt werden. Die Pro- oder Contra-Entscheidung treffen nach Prüfung die Medienanstalten.

      • Gerd Benn
        14.07.2011, 22:30 Uhr.

        “Regelmäßigkeit” bei Adelshochzeiten? Es wird immer absurder. #ZDF-fail

  • Kand.in.Sky
    12.07.2011, 14:12 Uhr.

    Man macht es so wie die meisten inzwischen:
    Raus aus Deutschland und Angebote im Ausland aufbauen. Egal ob Videostreams oder Foren: Deutschland ist kein sicherer Internetstaat.

    #k.

  • Visiongold
    12.07.2011, 14:58 Uhr.

    Ja, ja, alle habt Ihr Recht! Und was nützt es?

    Was nützt es, wenn das Mediengesetz zeigt, wie sehr da einige Angst haben vor Informationen! und deshalb kontrollieren sollen?

    Was nützt es, wenn jemand liebt, 300.000 Menschen in 35 Jahren heilt, und als Erwiderung seiner Liebe in die Obdachlosigkeit vertrieben wird (wegen Korruption im Bauamt Dornbirn), verspottet wird (vom eigenen Anwalt), weil ER nicht dem Raubtier-Kapitalismus dienen will, eine bessere Ordnung erstellt und sie nicht umgesetzt wird, weil die Menschen ihr individuelles Bewusstsein (eigenständige Liebe) nicht entwickelt haben, lieber vom anderen profitieren, weil das im Gruppenbewusstsein normal ist.
    Was nützt die Info? Wenn die Taten dennoch der Geldmoral entsprechen müssen, die eben keine Ethik in sich trägt, und soo dem Leser ein schlechtes Gewissen machen?
    Was nützt es? Wenn mancher soo viel machen könnte, aber das eigene Wesentliche nicht angeht, aus Angst zu versagen? Dieses darum der Gemeinschaft fehlt und alle somit verarmen.
    Auf welche Zukunft wartet Ihr? Dass sich etwas ändert –
    in Systemen die vom Leid eines anderen erhalten werden? durch weitermachen wie bisher? Die da oben werden nichts ändern, die nicht – die sind erstarrt und haben Angst und dürfen sich für ihre Taten /Gesetze schämen. Dafür nehmen sie sich ein schönes Leben auf eure Kosten zum Ausgleich!
    Das ist Gerechtigkeit im Gruppenbewusstsein
    Der Wandel geht friedlich nur durch Entwicklung des individuellen Bewusstsein:
    der Königsweg -> http://aum.visiongold.eu/

  • Felix H
    12.07.2011, 17:54 Uhr.

    Frage zu dem 500 Leute gleichzeitig:

    Wenn mensch einfach immer nach 500 Leuten den Stream um 0,1-1 Sek. verzögert ist es ja nicht mehr “gleichzeitig”. Könnte das so umgangen werden?

    Die Idee ist von Berlusconi(unsympatischer Typ) geklaut…
    So konnte er irgendwelche ähnlichen Beschränkungen in Italien umgehen.

    Kann da mal jemand eine Einschätzung abgeben, ob das gehen würde?

  • Linuxhelfer
    14.07.2011, 14:58 Uhr.

    @ Stefan,

    deinem Kommentar kann ich mich nur vorbehaltlos anschließen.
    Youtube ist nur ein Beispiel dafür, wie wir von Medieninhalten ausgeschlossen werden. Immer mehr Videos auf YouTube werden gesperrt mit dem Hinweis: die GEMA hätte die erforderlichen Rechte nicht gewährt. Aber nicht nur auf YouTube wird dieses Spiel getrieben. Auch andere Seiten sind betroffen.

    Und wenn wir dann auf Grund dieser Sachen auf Bittorrent-Angebote ausweichen, müssen wir User damit rechnen, dass die Downlaod-Seiten längst von den Staatsanwaltschaften, von der GVU und deren Helfershelfern unterwandert sind, da ihnen Filesharing ein Dorn im Auge ist und Filme streamen sowieso.
    Da hagelt es sofort Abmahnungen z.B. von Walldorf & Frommer oder gar von anderen dieser Abzock-Industrie in Zusammenarbeit mit der lieben GVU. Und dabei wendet die GVU sogar noch verbotene Wege an. Angeblich darf die GVU nämlich seit 2006 nicht mehr gegen uns User ermitteln, da sie bereits zu diesem Zeitpunkt ebenfalls dem Betrieb einer illegalen Warez-Seite überführt wurden.

    Beweis hier: http://www.heise.de/newsticker/meldung/GVU-soll-Raubkopierer-gesponsert-haben-168523.html

    Damals wurde es ihnen untersagt, die ermittelten IPs an die Staatsanwaltschaften weiterzuleiten (Entscheidung LG Kiel)

    siehe hier: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Staatsanwaltschaft-darf-GVU-nicht-bei-Urheberrechtsermittlungen-beiziehen-113454.html

    oder auch hier:

    http://www.gulli.com/news/8835-die-gvu-darf-nicht-mehr-mitermitteln-2006-11-02

    (Damit das ZDF mir endlich glaubt, was ich in meinem gestrigen Kommentar geschrieben habe. Liebes ZDF: ihr arbeitet mit einer Verbrecherfirma zusammen!!! Wacht bitte endlich auf!). Damit hat sich die GVU nämlich selbst strafbar gemacht und derzeit laufen erneut aktuelle Ermittlungen gegen die GVU

    Link hier: http://www.onlinekosten.de/news/artikel/19848/0/Razzia-Ermittlungen-gegen-die-GVU

    Aber sie tun es weiterhin und die Herren Staatsanwälte nehmen diese Hilfe sogar noch dankbar an

    Deswegen wird es allerhöchste Eisenbahn, dass sich die Fernseh-sender und auch unsere Zeitungen endlich an das Internet-Zeitalter
    anpassen!!! es ist richtig, dass der Rundfunk-Staatsvertrag nicht mehr in die Zeit passt. Aber nicht nur der. Auch das Urheberrecht muss endlich an die moderne Internetzeit angepasst werden.

    Dieses Untersagen von Film-streaming und verbieten von Streaming-Portalen zeigt, wie unsere Medien ticken: bitte keine Konkurrenz!!! Dabei sind sie selber Schuld an der Misere. Hätten wir nicht so teure Kinopreise und hätten wir Netflix hier in Deutschland, dann wäre der Katzenkammer jetzt nicht so groß.

    Aber nein, unsere Medien wollen gleich mal die Tagesschau-App und andere solche Angebote verbieten, nur damit sie überleben und uns User kontrollieren können. Außerdem versuchen die Printmedien auch bei uns mit ungesetzlichen Methoden, uns genauso auszu-spionieren und uns vorgefertigte Meinungen vorzugeben. Unsere Medien sind schon lange nicht mehr objektiv und von objektivem und ermittelndem Journalismus kann schon lange keine Rede mehr sein.

    Die Medien wollen uns vorgeben, wie wir deren Angebote zu nutzen haben. Aber: wir lassen uns nicht mehr vorschreiben, wann wir welche Medien wo und wie konsumieren!! Wir wollen unsere Freiheit im Internet zurück. Denn das Internet ist und bleibt die Zukunft. Und alle kritischen Kommentare im Internet werden strengstens rauszensiert, damit nur ja die Politik keine Kritik bekommt!! Das ist Untergrabung der Meinungs-freiheit und damit ein Verfassungsverstoß erster Güte und das ZDF macht da auch noch mit und spielt den Vorreiter!!! Bei denen wird jeder kritische Kommentar zensiert, Beweislinks werden mit dem genannten Hinweis ebenfalls zensiert:” Das ZDF ist für den Inhalt externer Quellen nicht verantwortlich”.

    Damit macht sich auch das ZDF der Unterdrückung der Meinungsfrei-
    heit mitschuldig. Aber nicht nur ihr. Sondern auch andere Meiden. Auch bei uns gibt es längst einen solchen Medienskandal wie in GB!! Daher liebes ZDF und liebe Medien: wacht endlich auf und erkennt, was hier läuft!! Wir User sind es, die hier betrogen werden und die hier die gestraften sind!! Das freie Internet und das Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet stirbt!! Unsere Verfassung wird gebrochen und ausgehölt!!! Es ist 5 vor 12 in dieser Angelegenheit!!!

    Wir müssen jetzt das Ruder herumwerfen, bevor es zu spät ist.

  • Dennis
    14.07.2011, 22:21 Uhr.

    Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber dieses Portal hier ist doch schon eigentlich Presseähnlich, darf das ZDF das überhaupt?

  • Stefan
    15.07.2011, 10:29 Uhr.

    Oh,die Ns probagndabteilung ist mal wieder Aktiv.
    Im Internet findet kein rundfunk statt,und da es keine begrentzte bandbreite gibt,ist auch keinerlei lizenz nötig.

    Eine Lizens ist beim rundfunk verständlich da dort die Bandbieter trotzt Digitalisierung beschränkt ist.

    Das ZDF will hier nur in guter alter Hitler Manier verhindern,das andere von ihrem grudnrecht gebrauch machen können.

    Artikel 5GG des Grundgesetzes ist eindeutig!

    >Artikel 5 Grundgesetz

    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

    • Markus Hündgen
      15.07.2011, 13:54 Uhr.

      Merke: Personen, die leichtfertig Hitler-Vergleiche bringen, sind nicht ernst zu nehmen.

      • Stefan
        07.03.2012, 17:15 Uhr.

        Gibt es eigentlich bei Hyperland eine Person, die für die Spamkommentare verantwortlich ist?
        Dieser Artikel ist mittlerweile voll damit.

        Gruß
        Stefan

  • Goodbye, Sendelizenz
    31.08.2011, 10:51 Uhr.

    [...] zudem oberster Sendelizenzwächter der 14 deutschen Medienanstalten. Und hat nach der Diskussion hier im Blog und in diversen Fachmedien eine Arbeitsgruppe mit dem Thema betraut – intern würde zudem [...]

  • Oliver Grün
    31.08.2011, 14:32 Uhr.

    Es ist wirklich ine vertrackte Situation. Im Grunde rennt der Gesetzgeber schon seit jahrzehnten hinter den Innovationen her. Das bleibt bei der rasanten technischen Entwicklung auch nicht aus.

    Es gilt aber auch hier genauer hinzuschauen, da gibt es neben der – wie bereits angesprochen – Fragen um Bildrechte (damit verbunden auch Übertragungsrechte), der Stellung der Broadcaster, auch noch moralisch – etische Fragen zu beantworten. Es gibt auch so schon genügend Müll im Netz, der leider auch zur bewußten Verdummung der Leute beiträgt. Darüber sollte man zuerst einmal nachdenken.

    Nach meiner Überzeugung ist das Internet jetzt schon ein, sowohl für Behörden, als auch für den “normalen” User, nahezu undurchdringlicher Dschungel. Vom inhaltlichen bzw. intellektuellem Anspruch möchte ich gar nicht erst reden.

    In jedem Falle müsste in diesem Falle eine Genehmigungsbehörde ins Leben gerufen werden, die das ganze auch kontrolliert. Aber wer soll das dann bezahlen?

    Das diese Sparte liberalisiert werden wird, ist wohl unausweichlich Aber ein noch weiter und steiniger Weg.

  • marcel
    08.10.2011, 12:51 Uhr.

    es bleibt eigentlich nur eine chance: wählt nicht mehr die, die immer wieder das gleiche machen.

  • Tobias Claren
    20.10.2011, 12:23 Uhr.

    Die Regelung ist natürlich nicht Ideal auf der anderen Seite kann man die Angebote in Deutschland, die es schaffen mehr als 500 GLEICHZEITIGE Streams auszuliefern und keine Sendelizenz haben oder sich keine leisten können wohl an einer Hand abzählen …

    Bei Livestream, Ustream, Stickam und Justin kostenlos.
    Da habe ich schon einen leeren Teller gesehen der erreichte 1000+ Zuschauer (ist einsehbar). 500 sind da kein Problem, wahrscheinlich auch 500.000.
    Nur weil da angeblich ein Hund zu sehen sein soll.
    Der Computerclub im WDR hatte 100.000 Zuschauer.

    Das einzige was da noch unprofessionell ist, ist die Bildqualität. Evtl. ein Viertel von PAL.
    Da sollten sie wenigstens mal sauberes PAL senden. Besser 1080p. Notfalls für einen kleinen monatlichen beitrag. Man bezahlt ja auch für Webhosting, wenn einem die kostenlosen Angebote nicht reichen.
    Wenn man sich mal Rhein-Main-TV über Astra ansieht… Das ist evtl. vergleichbar.

    Die Piraten bekämen aktuell bei einer Bundestagswahl 10%. Mal sehen wo die 2013 stehen.
    Ein eigener Sender (aus Protest natürlich ohne Lizenz) wäre für so eine Partei eigentlich schon obligatorisch.
    Da könnte aber auch jeder Anhänger machen.
    Da könnte man die Partei so schlecht belangen oder zur Einstellung zwingen, wie die Sinn Fein für die Anschläge der IRA…

    Google hat sich gegen China entschieden, und kann das auch mit Deutschland machen.
    Wozu braucht Google die Niederlassung in Hamburg?
    Nur wegen der de-Domain?
    Pffft, das geht auch über die com-Domain mit Umleitung nach de.Google.com. Ist doch aktuell genau so.
    Die Deutschen Behörden sollen froh sein dass Google beim StreetView-Schwachsinn mitgemacht hat.
    Aber kein YouTube Live, das ginge zu weit.
    Könnte YoUTube überhauot eine Sendelizent beantragen? Das ist ja kein Sender.
    Das wäre so, als ob Astra eine Deutsche Lizenz beantragt, und dann jeder Deutsche da ohne Lizenz senden könnte.
    Ich bin auch gegen Lizenzpflicht bei Astra (was für Rechte hat Deutschland an einem ausländischen Satelliten?), aber der Vergleich dürfte verständlich sein.

    Und wenn das tatsächlich ginge, wie läuft das dann ab? Sperrt YouTube den Kanal eines Deutschen, wenn eine Deutsche Behörde das verlangt.
    Wenn ein US-Bürger einen Deutschsprachigen Kanal betreibt aber nicht?

    YoUTube-Live würde doch mit Sicherheit auch in Google-TV integriert.
    Dann ist jeder dieser Kanäle auf einem Sendeplatz gleichberechtigt neben ARD, ZDF, RTL und co. möglich.
    Denn den Sendeplatz bzw. die Programmnummer bestimmt ja der Zuschauer auf dem eigenen Gerät.
    Da kann Krawall-TV auch auf Platz 4 zwischen WDR und RTL liegen.
    Naja, wenn YouTube Live nicht für Deutsche verfügbar ist, könnte ein anderer US-Anbieter dies ermöglichen.
    Und da Google-TV “alle” Streams im Netz einbinbar machen will, könnte der Deutsche “Piratensender” doch noch auf Google-TV-Geräten Online gehen.
    2012 soll Google TV auch in Deutschland durchstarten. Evtl. schafft es Google im TV-/TV-Receiver-Bereich ählich erfolgreich einen Standard durchzusetzen wie die Vielfalt an Anbdroid-Geräten verschiedener Hersteller.
    Dass es immer noch massig kleine Insellösungen im TV-Receiver-Bereich gibt stört mich.
    Auch wenn man ein Gerät mit Engma2 hat (Vu+ oder Dreambox…) wünscht man sich etwas dass eine größere Gemeinde hinter sich hat. So wie bei Android. Gerade wenn man Enigma2 mit seinem “PlugIns” (quasi “apps”) kennt, weiß man was eigentlich möglich sein könnte, würde z.B. eine Google-TV-Firmware auf vielen Boxen diverser Hersteller existieren.

    „Inwieweit konkrete Angebote betroffen sein könnten, muss im jeweiligen Einzelfall geprüft werden. Es gelte immer abzuwägen, welche meinungsbildende Wirkung das Angebot hat.“

    Soll heißen dass man z.B. den Sendebetrieb verbietet, wenn man damit Meinung bilden kann. Evtl. politische Stimmung gegen die etablierten Parteien erzeugen kann. Was ja absolut legitim währe. Demokratischer als wenn Wahlkampf aus gephotoshopten Grinsebildern mit Inhaltsloses Floskeln daneben besteht.

    Wenn ich schon “Meiunungsbildende Wirkung” lese, kriege ich das kotzen.
    Was sagt das aus? Dass der ungebildete Meinstreampöbel keine “echte” eigene Meinung haben kann.
    Dass man hier Kleinkinder vor dem “schlechten” Einfluss schützen muss.

    Ich wünsche mir für Deutschland, dass durch die Verbreitung von schnellen Internetzugängen und TV-Receivern und Geräten die Internet-TV bzw. Streams empfangen können, “Guerilla-Sender entstehen.
    TV-Sender die aus privaten Kellern/Wohnzimmern… betrieben werden. Die von Deutschen Behörden nicht zurück zu verfolgen sind.
    Denn es ist ja nötig dass sie über einen Streaminghoster senden. Das ist vergleichbar mit einem Webhoster. Man könnte als Privatperson auch seine Webseite (wie diese hier) auf dem Rechner daheim ablegen, nutzt aber meist so genannte Webhoster (T-Online, 1und1, All-Inklusive…) dafür. Das liegt an der begrenzten Bandbreite mit der man von daheim senden kan.
    Mit maximal 10Mbit Upload bei einem 50Mbit-Anschluss (50Mbit ist nur der Download) kann man schon in bester Standard-Auflösung, oder HD wie es aktuell gesendet wird senden, aber nur für einen Empfänger.
    Jeder Empfänger braucht ein paar Mbit.
    Nur 1000 Zuschauer wären schon an die 10.000 Mbit Upload (und 10 sind aktuell Maximum).
    Daher sendet man an einen Streming-Provider, der das Live-Video dann an jeden Zuschauer sendet. Aktuell gibt es z.B. Livestream, Ustream, Stickam usw..
    Da kann jeder seinen eigenen Kanal eröffnen vergleichbar mit YouTube in der Aufmachung, aber es ist Live. Wenn ich da jetzt online gehe, können mit tausende oder zigtausende oder mehr zugleich zusehen. Leider aktuell in recht mieser Bildqualität, da auch für solche Provider mit verhältnismäßig dicken Leitungen die Datenmengen sehr hoch sind.

    Was, solche Internet-Streams erreichen nicht die Masse?
    Ja, dafür müsste es gleichbereichtigt neben ARD, ZDF, WDR, RTL usw. auf die TV.Bedienung gelegt werden können.
    Und genau das plant z.B. Google-TV Die wollen als Alternative zu Kabel oder Sat die TV-Sender kostenlos über das Internet empfangbar machen. Über spezielle Empfänger oder TV-Geräte.
    Sony hat z.B. einen solchen Empfänger. Das läuft wie bei Google Android auf Geräten diverser Hersteller.
    Egal ob Sony, Philips, Samsung usw., die können das alle integrieren.
    Der Nutzer hat dann nicht nur die großen TV-Sender auf eseinem Gerät, sondern könnte auch so einen Livestream aus einem nicht zurückverfolgbaren keller auf eine Programmnummer legen.
    So kommt der Guerilla-TV-Sender die kein Gesicht, keine Stimme und keine Firmenschilder verfremdet (außer natürlich der Personen die sie vor der Deutschen staatlichen Verfolgung schützen wollen) und sogar noch Klarnamen und Personalien nennt auf jeden TV.
    Auch auf den von Oma Erna. Entweder stößt sie im intuitiven Menü selbst auf den Sender, oder ihr Kind oder Enkel setzen es ihr rein.
    Denkbar wären auch Händler die solche Fernseher oder Boxen mit fertigen Listen versehen, und so diese Sender verbreiten. Der Käufer kann sie ja immer noch löschen, wenn er sie nicht mag.
    Aber ich “befürchte” (hoffe) dass so ein Sender der Behörden, einzelne Beamte usw. ohne Zensur anprangert einen gewissen Reiz auf die meisten Menschen hätte.
    Ein wenig der Reiz des “verbotenen”. Auch wenn der Sender selbst von Polizei, Justiz und Geheimdienst unter Verfolgung stünde, wäre es auch in Deutschland schlecht möglich es zu verbieten ihn zu sehen.
    Das hätte was von “Hört keine Feindsender”.

    Ich glaube ich schätze die große Masse richtig ein, wenn ich behaupte dass sie es gut finden, wenn es in anderen Ländern so genannte “Oppositionssender” gibt.
    Z.B. einen Sender der aus Frankreich (ich meine es war FR) ein Programm für Weißrussland macht. Gegen das dortige Regime.
    Das findet der Mainstreamgutmensch in Deutschland ganz toll. Ganz tolle “Demokratie”.

    Aber was würde der Deutsche zu Deutschen Sender dieser Art sagen?
    Da kommt dann die Nazikeule. Es dürfe in Deutschland keine Radio/TV-Sender geben die politische Interessen (und damit meine ich nicht speziell auf eine Partei bezogen) verfolgen, Propaganda im Dritten-Reich, bla-blubb…
    Das ist doch absolut verlogen. Es ist kein Zeichen von Demokratie wenn man so etwas ablehnt oder verbietet (Sendelizenzen).
    Im Gegenteil, es ist demokratisch wenn es so etwas gibt.
    Und da darf man Deutsche Gesetze nicht einfach als durchgehend legitim ansehen.
    “Legitim” bedeutet nich legal. Legitim bedeutet dass etwas “richtig” ist.
    Das bedeutet dass z.B. ein Oppositionssender in Weißrussland auch gegen dortige Gesetze verstoßen kann, wenn diese nicht legitim sind. Genau so in Thailand. Deren Oppositionssender wurde ja schon mal zeitweise lahmgelegt.
    In Deutschland wäre das nicht anders. Da verstößt man dann halt auch gegen StGB 185 und Co..
    Verunglimpft evtl. auch mal Flagge und Hymne der BRD (90a), beileidigt den Bundespräsidenten (“Mayestätsbeleidigung” nach StGB 90) usw.. Oder veröffentlicht unzensiert heimlich gemachte Aufnahmen ohne “nachsprechen” oder “nachgestellt” (201).
    Oder prangert Misstände an, und nennt Klarnamen mit Wohnort oder Dienststelle.

  • Sport Jobs
    19.03.2012, 13:39 Uhr.

    Anscheinend hat Youtube das Live-Angebot für Deutschland ad acta gelegt oder gibt es hier was Neues? An wen muß man sich z.B. als kleiner Webseitenbetreiber wenden, wenn man ein regionales Sport-Event per Live-Stream auf der eigenen Site anbieten möchte? Ist das immer im Einzelfall vorab zu klären? Es muß doch eine geneue Definition vorliegen, was man darf und was nicht. Die Berichterstattung von einem Sportevent ist doch kein meinungsäussernder Akt…

  • Manhattan Scout
    20.03.2012, 23:29 Uhr.

    Mich wundert das mal überhaupt nicht. Bürokratie und Gesetze haben in Deutschland oft einen guten Grund und helfen mehr als sie schaden. Nicht so wenn es um das Internet geht. Das Internet ist und soll frei für alle sein mit geringer Regulierung. Die Betonung liegt auf gering. Denn gewisse Regulierung sind ein Muss. Doch am 13. Rundfunkänderungsstaatsvertrag (§ 20) sieht man, dass es zu weit mit der Regulierung geht. Länder wie Amerika haben fast keine Regulierungen und beherschen mit der Silicon Vallez Gang 90% des gesamten Internets. So schade für Deutschland… Schönen Gruß aus NYC

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