Hyperland-Blog geht auf Standby

hyperlandimelreplab.jpgKnapp drei Wochen lang hat das Team um den “Elektrischen Reporter” die Netzwelt hier mit hochwertigen Berichten versorgt. Die Kommentare lassen vermuten, dass das Text-Blog neben den Videos auf großes Interesse stoßen könnte. Aber zunächst mal geht das Blog hiermit auf Standby. Die Befristung war von vornherein vorgesehen, da das Text-Blog wie die Videos ein Teil von “Elektrischer Reporter Labor” sind, wo Mario Sixtus zusammen mit dem ZDF neue Formate für die Weiterentwicklung des Elektrischen Reporters testet.

Ob und (wenn ja) wann das Blog in Regelbetrieb gehen kann, wird jetzt geprüft. Folgen Sie uns unter http://twitter.com/hyperland, dann erfahren Sie in Echtzeit, wenn das Hyperland-Blog wieder in Betriebsmodus geht.

Vielen Dank an alle, die mitdiskutiert und uns mit Ihren Vorschlägen unterstützt haben ;-)

 

Der digitale Widerspruch der Vietnamesen

Von Thomas Wanhoff

screenshot_go.vn.jpgWährend in Deutschland intensiv über die Privatsphäre von Facebook-Nutzern diskutiert wird, ist vietnamesischen Regierungsbehörden das Social Network an sich ein Dorn im Auge. Dabei geht es nicht nur um regierungskritische Gruppen auf Facebook, die vor allem von Auslandsvietnamesen gegründet wurden.

Go.Vn: das vietnamesische soziale Netzwerk (Screenshot)

Es geht zunächst um handfeste wirtschaftliche Interessen: Denn Facebook verdient zwar mit Anzeigen in Vietnam Geld, zahlt aber im Land angeblich keine Steuern. Viel lieber möchte die Regierung aber gleich den wachsenden Umsatz im Netz für sich behalten. Jüngst hat die kommunistische Regierung in Hanoi deshalb sogar versucht, ein staatseigenes Pendant zu Facebook einzuführen. Go.Vn nennt sich die Plattform, wer mitmachen will, muss sich mit seiner Personalausweis-Nummer registrieren.

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Postprivacy: Verlust der Privatsphäre als Chance?

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Von Michael Seemann

Wie würde eine Gesellschaft aussehen, wenn jeder alles über den anderen wüsste? Wie, wenn es keine Schranken der Information mehr gäbe, keine Geheimnisse?

Wie viel “Privat” brauchen wir noch?
Foto: Daquella manera, CC-BY

Wenn ich zum Beispiel von jedem wüsste, was er verdient? Wenn ich die Telefonnummer der Frau am Tisch gegenüber sofort in die Hand bekäme? Wenn meine Krankenakte für alle einsehbar ist, besser noch: per Internet abrufbar, maschinell lesbar, in Datenbanken verknüpfbar, mit Facebook kombinierbar und angereichert mit den Google-Ergebnissen zu meiner Person?

Was sich für einige Menschen wie die Erfüllung ihrer schlimmsten Alpträume anhört, ist für andere eine Utopie. “Postprivacy”, das Ende der Privatheit, halten sie für einen erstrebenswerten Zustand.

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ACTA: Netzsperren durch die Hintertür

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von Christiane Schulzki-Haddouti

Das umstrittene Handelsabkommen gegen Produkt- und Markenpiraterie (Anti-Counterfeiting Trade Agreement kurz ACTA) rückt in dieser Woche wieder ins Scheinwerferlicht.

Foto: imago

 

Das Europaparlament hat heute mehrheitlich einen Entschließungsantrag zum ACTA mit den Stimmen der Konservativen/Christdemokraten und Teilen der Liberalen angenommen.

Da mag sich der Einzelne erstmal wenig betroffen fühlen. Doch mit ACTA würde das Strafrecht in das Urheberrecht eingeführt, was wiederum Auswirkungen bis hin Bestrafung für scheinbar banale Privatkopien von Kinofilmen hat.

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Mit dem Handy auf Sendung: Livestreams kann jetzt jeder

Von Bertram Gugel

LiveStreaming_mit_AndroidHandy_tomsum_CCBY_500.jpgOnlinevideos sind so etwas wie das digitale Daumenkino im Netz und sie werden immer beliebter. Auf der “NewTeeVee live”-Konferenz in San Francisco verkündete YouTube vor wenigen Tagen, einen weiteren Meilenstein: 35 Stunden Videomaterial werde jede Minute auf das Videoportal geladen (das entspräche unglaublichen 5,75 Jahren pro Tag!).

Livestreaming funktioniert zum Beispiel
mit dem Android-Handy. Foto: tomsun, CC-BY

Das Anschauen all dieser Videoinhalte verursacht den größten
Datenverkehr im Netz überhaupt. Dabei sind Youtube und andere Anbieter nur so etwas wie eine riesige Videothek kleiner Clips, die “on demand” – also auf Abruf – von den Youtube-Servern abgespielt werden.

“Live auf dem Sender” zu sein, war dagegen bis vor kurzem ein Privileg der großen TV-Anbieter. Doch was liegt näher, den Upload eines eigenen Videos auf eine Plattform als Zwischenschritt zur Veröffentlichung einfach auszulassen und direkt live ins Netz zu senden? Technisch ist das mittlerweile möglich.

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