Ein Schuss, ein Tor

So was nennt man eine zeitweise effektive Spielweise, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat. In der ersten Halbzeit gegen Japan gelang den Schwedinnen nur einen Schuss auf das gegnerische Tor, dieser landete aber auch im Netz, eine kuriose Statistik.

Die Asiatinnen hatten bis zur Halbzeit immerhin sechs Torschüsse auf ihrem Konto, was bei einem erfolgreichen Versuch immer noch eine sehr gute Quote ergibt.

Zum Vergleich: Vor dem Halbfinale hatte es insgesamt 71 Treffer bei 814 Torschüssen gegeben, was einem Tor alle 11,5 Schüsse entspricht.

Am Ende blieb es bei insgesamt drei mageren Torschüssen der Schwedinnen und die Gelb-Blauen verloren verdient gegen Japan, die für ihre drei Treffer 14 Torschüsse brauchten.

Einen Torschuss weniger hatten am Nachmittag die USA gegen Frankreich benötigt um drei Tore zu erzielen. Frankreich dagegen hatte doppelt so oft  auf das Gehäuse gezielt, aber nur ein Treffer erzielt. Weder Effektivität vor dem Tor noch eine hohe Anzahl an Torschüssen sind also ein zwingender Weg zum Erfolg, Statstik hin oder her …

(ZDF) Stefan Baur

(ZDF) Stefan Baur - Der Online-Redakteur hat bereits 2010 bei der Fußball-WM in Südafrika für sport.zdf.de gebloggt und freut sich, nun auch bei einer WM im eigenen Land am Ball sein zu dürfen.

11 Kommentare | 13. Juli 2011 | 22:00 Uhr | Twittern | Facebook

11 Kommentare

  1. Abend auch,
    ja, Jaoan hat uns geschlagen und jetzt auch zu Recht die Schweden. Doch der Kommentator der zweiten Halbzeit ging mir so dermaßen auf den Keks. Jeder dritte Satz eine Lobeshymne auf Japan, ich hab dann irgendwann den Sender gewechselt. Das war mir zu einseitig.

    zzzz1 | 13. Juli 2011 | 22:50
  2. die beste Mannschaft im Turnier hat heute gewonnen.
    Japan wird nach meiner Meinung Weltmeister !!

    th.weidenfeld | 13. Juli 2011 | 22:52
  3. Spiel ist zu Ende und Japan hat verdient gewonnen!!!

    ABER: Der Kommentar des Spiels war mal wieder unterirdisch!

    Ein Beispiel: Japan mitten im Angriff (ich schätze ca. 75.min), ein schöner Spielzug nach dem nächsten und Herr Galeske erzählt uns was, von wegen dass der schwedische Frauenfußball unter der Wirtschaftskrise gelitten hat.

    Es gab wirklich viele schöne Spielsituationen, die man hätte kommentieren können, aber stattdessen hat man das Gefühl, dass der Kommentator mit anderen Sachen beschäftigt ist.
    WIRKLICH SCHWACH!!!

    Vielleicht sollte sich manchmal mehr auf das Wesentliche – und das ist immer noch das Spiel – konzentriert werden!
    Hintergrundinformationen sind schön und gut, aber man kann ein Spiel auch kaputt reden.

    Ich will nicht sagen, dass ich es besser könnte, aber für die Gebühren die ich zahle, erwarte ich einen vernünftigeren und professionelleren Kommentar…

    dj bigfoot | 13. Juli 2011 | 22:55
  4. Japan hat Schweden auseinander genommen, wie einen alten Kuchen. Das Endspiel wird vielleicht ein Duell der Torhüterinnen werden! Ich drücke Japan die Daumen. Dann können wir wenigstens sagen, dass wir gegen den Weltmeister verloren haben.

    Das Spiel Japan gegen Schweden hat aber auch gezeigt, was unsere Mannschaft eigentlich geleistet hat! Wir haben die Japanerinnen nicht so glanzvoll kombinieren lassen. Es gab nur wenige ungefährliche Schüsse auf unser Tor, und nur durch den krassen Fehler in der 108. Minute konnte Japan das Siegtor erzielen. Wir dagegen haben, wenn auch leider sehr effektlos und mit vielen Fehlpässen, das japanische Tor berannt. Auch hat Japan ab der 2. Halbzeit gegen uns viele Fouls gespielt, im Gegensatz zum Spiel gegen Schweden.

    Unsere Mannschaft war nicht so schlecht, wie sie immer wieder in den Medien und in diversen Blogs dargestellt wird.

    Ich wünsche Sylvia Neid und dem Team viel Erfolg für die Qualifikation zur EM 2013.

    Clemens | 14. Juli 2011 | 00:45
    • Na klar sid, Du hast die Weisheit gefressen…

      uwe | 14. Juli 2011 | 01:05
    • @Clemens: Du redest Dir das schön! Unsere Mannschaft hatte kein wirkliches Mittel gegen Japan. Und das ist bedenklich! (also im sportlichen Sinne) Dies ist kein Fehler der Spielerinnen, aber sehr wohl der Trainerin.

      (Ich schreib weiter unten noch was dazu…)

      PS: Außerdem hatten wir wohl gedacht, wir könnten uns “zur Not” auf unsere Tugenden verlassen: Ausdauer und Glück. Nur leider waren die Japanerinnen ausdauernder und hatten am Schluss auch mehr Glück. Pech gehabt.

      whim | 14. Juli 2011 | 07:50
  5. Nochmal kurz dazu, warum die Japanerinnen uns (und jetzt auch die Schwedinnen) geschlagen haben:

    1) Die Japanerinnen mögen zwar etwas kleiner sein, als andere (unsere deutschen oder auch die blonden schwedischen Hüninnen), aber die Ballsicherheit, Ausdauer, Spieltaktik und Geschlossenheit hat eindeutig überzeugt. Darum ein verdienter Final-Teilnehmer (bzw. Teilnehmerin – man(n) muss ja immer geschlechtlich korrekt bleiben ;-)

    2) Silvia Neid hat es nicht verstanden, unsere Mannschaft (sorry, Frauschaft) gegen Japan richtig einzustellen, geschweige denn die richtige Aufstellung zu finden.

    Frau Neid mag eine gute Trainerin (gewesen) sein – bei der WM hat sie sich spätestens ab dem 2. Spiel eklatante Fehlentscheidungen geleistet.

    Man nimmt z. B. eine verdiente Spielerin wie Birgit Prinz nicht vor heimischem Publikum (Frankfurt) so kurz nach der Halbzeitpause aus dem Spiel! Wenn (es denn sein muss), dann tut man dies dezent IN der Halbzeitpause, aber nicht 7 Minuten danach. Dies war eine Anprangerung!

    Und auch danach: Keine Selbsteinsicht, kaum Ideen, handwerkliche Fehler (z. B. wie mit einem Ausfall von Kim Kulig umzugehen ist). Da nützt auch das gute Verhältnis mit DFB-Küsschengeber-Theo nichts. Dies ist reine Sport-Politik.

    Es sollte jemand Neues ran. Es findet sowieso ein Generationswechsel statt. Und da wir bei Olympia nun auch nicht dabei sind: 2 Jahre Zeit. Diese Zeit mit Frau Neid zu bestreiten – sorry: Rückschritt.

    Der DFB will hier nur sein Gesicht wahren bezüglich der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Frau Neid. Tut mir leid. Falsche Entscheidung!

    PS: Und dass Frau Neid sich jetzt “plötzlich” vor Tatendrang kaum bremsen kann. Reine PR-Maschinerie…

    whim | 14. Juli 2011 | 07:59
  6. Frage: Ist das hier ein sid09-Blog? Ich habe mir erlaubt, auch mal was zu schreiben…

    whim | 14. Juli 2011 | 08:01
  7. Schröder,Trainer von Turbine der angeblich gegen den Ehrencodex verstoßen hat da versucht man einen Gleichwertigen wenn nicht besseren Mundtot zu legen.
    Aber kuckt euch bitte das Endspiel Turbine geg.Lyon an.
    Ein Spiel mit vielen Aktionen gewesen, Schnelligkeit so hätte es aussehen müssen mit den Besten Spielerinnen.
    Und jetzt vergleicht bitte diese WM-Spiele mit unserer Leistung Japan ist gut,aber darauf Vorbereitet waren Sie nicht wirklich.
    Torschützenkönigin lässt man auch noch zu Hause Mittag die sicherlich auch sehr viel Erfahrung im Team gebracht hätte wird degradiert und auf den Platz steht eine Mannschaft die nichteinmal Teamgeist vom Anfang bis zum Ende entwickeln konnte.Also ich wüsste nicht worauf ich bei der jetzigen Mannschaft was gutes sehen sollte,ein Schritt ins nirgendwo.

    id | 14. Juli 2011 | 14:40
  8. Oder was glaubt ihr warum Schröder in den letzten Jahren so erfolgreich seine Fauen-Vereinsmannschaft voran gebracht hat?Er hat eine klare Vorstellung von Weltklasse die er in Zukunft bei den Frauen konzepetieren kann siehe Potsdam.
    Aber da wird nichts war genommen,wir wollen die besten Trainer sehen und nicht nur Halbherzige Mitläufer.
    Wir wollen Trainer die sich Identifizieren können mit dem Aufbau von moderne Weltklasse Spielerinnen, dass ist nur mit Leidenschaft möglich und die fehlt bei Frau Neid in allen Maßstäben.

    id | 14. Juli 2011 | 14:58
  9. Fussball ist nicht gleich Fussball das steckt vielmehr dahinter als ihr es euch Vorstellen könnt.
    Es gibt viele Lehrnhilfen,die machen den geringsten Teil aus.
    Sucht Ihr ersteinmal nach der Perfeketion Eurer Charaktereigenschaft bevor ihr euch zum Gespött der Medien macht.
    Schnell wachsene Keime welken geschwinde,zu lange Bäume brechen im Winde.
    So ist;s in alter Zeit gewesen,so ist es,fürcht ich,auch noch heut,wer nicht besonders auserlesen,den macht die Tugend Schwierigkeit.
    Aufsteigend muss Du Dich bemühen,doch ohne mühe sinkest Du,der liebe Gott muß immer ziehen,dem Teufel fällts von selber zu.

    id | 14. Juli 2011 | 15:17