Allgemein
ePolitik [Dummy 01]: Open Data – Abschied vom Amtsgeheimnis?
Internet und Politik stehen in einer wechselseitigen Beziehung zueinander: Einerseits hat sich das Web zu einem politischen Raum entwickelt, zum neuen Ort für politische Debatten, Kommunikation und Protest. Andererseits ist das Netz an vielen Stellen selbst Gegenstand von Politik und Gesetzgebung geworden, wie beispielsweise die Debatte um Netzsperren zeigt. Verändert also die Politik das Netz oder ist es umgekehrt? Entwickelt sich beides aufeinander zu? Mit diesen und anderen Fragen aus der Schnittmenge von Internet und Politik beschäftigt sich ePolitik.
Das Thema der ersten Folge lautet Open Data – ein Beispiel dafür, wie das Internet die Politik verändern kann. Denn Open Data ist so etwas wie der Abschied vom Amtsgeheimnis. Die Idee: Behörden stellen ihre nicht-personenbezogenen Datenbestände
online zur freien Nutzung zur Verfügung und erlauben nicht-amtlichen
Entwicklern sogar, für diese Daten eigene Applikationen zu
programmieren. Das Ergebnis ist ein nie gekanntes Maß an Transparenz,
neue Sichtweisen auf die Informationen und vielfältige Möglichkeiten der
Bürgerbeteiligung. In USA und Großbritannien gehören offenen Daten
daher bereits zum Regierungsprogramm. In deutsche Amtsstuben dringt die
Idee erst langsam vor.
Diskutieren Sie mit uns über das Thema oder auch über die Umsetzung
von ePolitik – wir sind gespannt auf Ihre Meinung.
Links zum Video:
opendata-network.org
www.frankfurt-gestalten.de
www.data.gov
www.geoplatform.gov
www.wheredoesmymoneygo.org
Das ZDF ist für den Inhalt externer Webseiten nicht verantwortlich
Credits: Autor: Julius Endert; Kamera und Schnitt: Markus Hündgen; Grafik: Fritz Gnad; Sprecher: Nadine Schaub, Petra Bröcker, Torsten Altenhöner; Mitwirkende: Daniel Dietrich, Richard Allan, Christian Kreutz, Thomas Jarzombek, Rufus Pollock; Titelmusik: Josta; Musik: Sven Klitsch; Redaktion ZDF: Bernhard Fritsch, Realisierung: Blinkenlichten Produktionen im Auftrag des ZDF. (c) 2010 ZDF, Creative Commons BY-NC-SA
22 Kommentare | 25. Oktober 2010 | 10:06 Uhr |
|
Open Data ist absolut wünschenswert!! Absolut unverständlich ist, dass D. hier so weit hinterherhinkt ….
O P E N D A T A NOW!!!
Was für eine super Idee! Habe durch den Beitrag das erste Mal von Open Data gehört und bin total begeistert.
sehr gut gefällt mir die visuelle leit-idee, webseiten als objekte in die realwelt zu versetzen.
akustisch und von der art der präsentation her geht das vielleicht zu sehr im normalen rhabarber all der tv-magazinbeiträge unter, bei denen man kaum mehr zuhört. wenn man sich nicht brenned dafür interessiert, klingt es wie ein ARD-Ratgeber beitrag über irgendwas.
ich weiß auch keine lösung (der comedy-stil von ER I geht wohl auch nicht mehr), aber die tonspur ist im TV extrem wichtig. eher wichtiger als die bilder. da sollte man IMHO die neutrale professionelle präsentationsstimme irgendwie brechen. vielleicht bei der OFF-stimme bleiben, aber die tonspur irgendwie rauher, ungewöhnlicher, o-ton-hörspielhafter machen? nur meine 2 euro-cent.
Guter Beitrag, interessantes Thema das ich zum ersten Mal gehört habe. Ich hätte mir aber noch eine etwas kritischere/ tiefgehendere Betrachtung über Chancen und Risiken von Open Data gewünscht: z.B. ob extreme Transparenz auch dazu führen kann, dass Bürger sinnvolle Vorhaben blockieren, da ihnen trotz aller Informationen der Zusammenhang fehlt oder das Vorhaben für sie persönlich ungünstig wäre. Wäre Open Data also ein probates Mittel um der “Dagegenrepublik” zu begegnen oder würde es zu einer Verschärfung des Problems führen?
Also ich glaube Deutschland wird dieses RICHTIG SCHWER machen. Aus einfachengrund den Staat vertrauen den Bürger ja sehr wenig. Als Beispiel sehen wir ja bei dem Stuttgart 21 oder das Wohnungsproblem in HH, wenn alle mit offener Karte spielt wäre. Dann sind die Demo nicht in diese Umfang.
Den Staat macht den Bürger angst und wenn Angst da ist, kommen irgendwann die gegen wehr. Darauf sollt den Staat nicht wetten, es ist immer Hässlich den Amtierende Regierung.
me² 4 OPENDATA NOW!!
MfG
P.S. Ich bin Ausländer aber ich höre zu, weil DE auch meine zu Hause ist. Und sorry wenn ich etwas Falsch schreibe.
Ich finde das ganze sehr erstrebenswert. Eine wirklich gute und sinnvolle Sache.
Hallo,
der gesamte Staat müsste eigentlich komplett transparent sein, denn er ist keine private Firma sondern gehört jedem Bürger zum gleichen Teil – auch wenn Ihn nur wenige regieren.
Der Staat muss gläsern sein, nicht der Bürger.
Ich denke auch das das ein seht wichtiger Schritt währe und besonders finanziell viel geld in sinvollere dinge gesteckt werden würden.
Ich glaube man muss da kritischer herangehen.
Sicherlich ist die Idee Staatsverschuldung visuell darzustellen ganz nett, aber irgendwie ist das auch Aufgabe der Presse, denn die nackten Zahlen liegen ja da und irgendwie sehe ich nicht ganz ein, wieso der Staat, nachdem wir ja schon GEZ-Gebühren zahlen, auch noch das bezahlen sollen. (Das soll keine Kritik an dem System des öffentlichen Rundfunks sein, sondern nur der Hinweis, dass – in meinen Augen- gerade dieser für die Diagramme da ist.)
Außerdem muss man daran denken, dass hier auch mehr gefordert wird, als nur ein paar Daten frei zu geben, die der Bürger benötigt um seine Regierung zu bewerten. Nein hier wird verlangt, dass es auch Daten sein sollen, die Unternehmen nutzen. Nun ist das auch nicht nur negativ, wenn ein gemeinnütziges Unternehmen Beschlüsse zusammenfasst und über eine Geo-App aufbereitet, aber da gibt es ja auch Unternehmen, insbesondere Versicherer, die an den exakten Daten sehr interessiert sind und die sie nur dafür nutzen wollen, ihre Gewinne zu maximieren. Und das ist auch nicht in meinem Interesse.
Also ich würde mir viel mehr Kritik wünschen. Insbesondere die Meinung des Innenministers würde mich interessieren, da er ja für Datenschutz zuständig ist/ sich zuständig fühlt.
Sehr geehrtes ZDF Team !
Ich finde es schade, dass sie die deutsche Website http://bund.offenerhaushalt.de/ nicht erwähnt haben, welche auch einige Informationen bietet
Gruß
@Leo als das Projekt “offener haushalt” online ging, war der Beitrag schon fertig gestellt, so dass wir das Projekt leider nicht mehr erwähnen konnten. Weil es sich bei ePolitik um ein neu zu entwickelndes Format handelte, hatten wir eine etwas längere Vorlaufzeit als üblich.
Julius Endert, Autor des Beitrages
Soweit ich das mitbekommen habe wird OffenerHaushalt.de durch die Auswertung von Dokumenten, die mehrere hundert Seiten umfassen, erstellt. Also wirklich eine mühsame Arbeit.
Bei opendata geht es auch darum, dass die Daten schon maschinenlesbar zur Verfügung stehen. Und da der Bund die Daten ja sowieso schon hat, ist das vom Aufwand überschaubar.
Beispiel:
Das ist wie mit deinen Kontoauszügen. Wenn du die noch in Papierform bekommst und dazu bisschen was ausrechnen möchtest, dann musst du alles mühsam z.B. in eine Excel Tabelle eintippen.
Wenn du aber ein Konto mit online Zugriff hast, dann kannst du die Infos zwar online anschauen aber um etwas sinnvolles mit den Daten anstellen zu können bringt es dich noch nicht weiter. Erst wenn du deine Kontoaumsätz z.B. im Excel Format herunterladen kannst, kannst du mit den Daten “spielen”.
Das ist derzeit meiner Meinung nach das Grundproblem, denn es gibt bereits viele öffentliche Informationen nur sind diese oft nicht maschinell/automatisiert zu verarbeiten.
Der zweite Schritt ist dann, dieses Prinzip auf weitere Bereiche auszudehnen.
Das hört sich wirklich interessant an. Da wäre ich auch gerne bereit mitzumachen. Ich habe schon lange den Eindruck, dass zwar Wissen offiziell vorhanden ist (also nicht in Geheimakten schlummert), aber kein einzelner Mensch es für sich selbst effektiv und im notwendigen Umfang strukturieren und verwerten kann.
Wissen ist eben Macht und sollte allen gleichermaßen einfach zugänglich sein.
Open Data ist ein guter Ansatz, um politische Entscheidungen für Bürger transparenter zu machen! Ich würde das sehr begrüßen. Die Frage ist allerdings erstens, inwieweit die These stimmt, dass die Bürger nicht etwa politikverdrossen sind, sondern politiker-verdrossen! Werden sich BürgerInnen mit Open Data also überhaupt mehr mit Politik auseinandersetzen? Und zweitens ist die Frage, inwieweit Open Data von den politisch Herrschenden manipulierbar sein werden! Allein die Filterung der Daten, die in Open Data zugänglich gemacht würden, könnte ein falsches Bild der Realität erzeugen. Bestes Beispiel für Manipulation der wahren Verhältnisse sind schon jetzt die Arbeitslosenstatistiken! Und das ganz ohne Open Data!!! Insofern wäre es wünschenswert, wenn Open Data durch einen vollständigen Zugriff auf Daten der Öffentlichkeit die ganze Wahrheit präsetieren könnte! DAS werden die sog. Volksvertreter der BRD allerdings sicher nicht wollen!
Super Beitrag. Ich würde die Einführung von Open Data in Deutschland sofort unterschreiben.
Schluss mit der Geheimhaltung von Daten, die durch unsere Steuergelder finanziert werden und lediglich einzelnen Ämtern zur Verfügung stehen, die nur einen Bruchteil des Potentials nutzen können/wollen. Natürlich dürfen keine persönlichen Daten veröffentlicht werden, das ist ganz klar.
Gerade als Entwickler sehe ich hier ein enormes Potential diese Daten für die Bürger aufzubereiten und nicht nur neue Arten der Visualisierung zu schaffen oder auf Probleme im Haushalt hinzuweisen. Man kann mit diesen Daten ganz konkrete Probleme lösen und den Menschen durch die Kombination der Daten (z.B. mit Twitter, Maps, Facebook) oder Zusammenführung der bereits vorhandenen Daten eine echte Hilfe für den Alltag schaffen.
Ich würde begrüßen, dass dieses Thema in den Bundestag kommt oder sogar über einen Volksentscheid voran getrieben würde.
Der Pilot war interessant gemacht und kurzweilig zu schauen.
Allerdings fände ich es gut, wenn man mit der Einbettung der Webelemente in die Bilder (was an sich eine sehr gute Idee ist) lockerer umgehen würde. Warum muss das auf Pappkartons? Warum war das nicht auf Passantenrücken, Kaufhausfassaden oder in den Händen der Interviewpartner? Mit Augmented Reality und ein paar Codestickern könnte man da viel mehr draus machen. So sah es noch ein bisschen nach Internetausdrucker aus.
Inhaltlich hätte dem Beitrag wieder einmal ein bisschen mehr Pro und Contra gut getan. War der CDU-Mensch der einzige deutsche Politiker, der sich dazu äußern konnte? Was sagen denn die Parteien dazu, denen die Bevölkerung normalerweise mehr Kompetenz bei “Daten” zuweist (Piraten, Grüne, FDP)?
Für mich dennoch bisher der zweitbeste Pilot hinter uebermorgen.tv
Das wäre fast zu schön um wahr zu sein, wenn in unserer von Lobbyismus (=institutionalisierte Korruption) zerfressenen Pseudo-Demokratie mal etwas mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung (=echte Demokratie) stattfinden würde, aber ich fürchte es scheitert wie so viele andere sinnvolle Projekte an der Gier des Kapitals und seiner Befehlsempfänger in Politik und Verwaltung, die lieber ihre eigenen Pfründe sichern.
Kleines Beispiel:
Wenn man die Bürger in den umliegenden Städten und Gemeinden mit darüber entscheiden ließe, ob dort ein AKW betrieben oder ein Atommülllager eingerichtet werden soll, dann wäre diese gemeingefährliche Technologie von heute auf morgen verschwunden … aber da richtet man sich in der Regierung doch lieber nach den Wünschen (oder sind es eher Befehle?) der steinreichen Energiemonopolisten, denen man damit weitere 2-3-stellige Milliardengewinne zuschachert … solange man als Politiker mit davon profitieren kann, lohnt sich das allemal mehr als auf den Willen und die Interessen des von Hartz4 gebeutelten “Kleinen Mannes” zu achten.
Mein Fazit:
Transparenz und Mitbestimmung wird höchstens da realisiert, wo man damit keinem (Einfluß)Reichen auf die Füße tritt, also wenn überhaupt, dann nur in völlig belanglosen Aspekten, die man dafür aber dann den Bürgern in den Medien als Riesenerfolg und Fortschritt verkauft.
Also ich finde allgemein, um auf dieses Format einzugehen, diese Kurzfilme sehr gut um sich einen kurzen ersten Eindruck von einem Thema zu verschaffen nach dem man sonst so konkret wahrscheinlich nicht gesucht hätte.
Sicherlich ist dieser erste Eindruck noch nicht all umfassend und stellt alle Pro und Contra Argumente da, aber man kann sich bei Bedarf ja auch von verschiedenen Quellen ein breiteres Bild zusammensuchen.
Ich würde mich also freuen wenn dieser Blog auch über das Jahr 2010 hinaus erhalten bleibt.
Um auf das konkrete Video “ePolitik…” einzugehen muss ich sagen das ich die Idee an sich sehr gut finde. Das ist ein interessanter Teilansatz unsere Demokratie und unsere Informationsgesellschaft ins 21.Jahrhundert zu führen.
Eine Idee die mir während des Filmes gekommen ist wäre das man vielleicht den jeweils verantwortlichen Politikern und Beamten noch die Chance geben sollte, neben den Daten, ihre Entscheidungen zu begründen, aber gegen diese Begründung auch wieder Bürgerkommentare zuläst.
Alles in allem ist das aber durchaus eine sehr interessante Idee und ich würde mich freuen wenn Sie so oder so ähnlich auch in Deutschland verwirklicht werden würde.
PS: Ich habe mich zugegebenermaße jetzt allerdings noch nicht aus weiteren Quellen informiert bevor ich dieses Kommentar geschrieben haben.
die Sendung trifft den Kern.
Sind Entscheidungen im kleinen Zirkel (Behörde/Amt oder Stadt/Stadtrat) im Mittel richtig oder wurden wichtige Dinge einfach nicht berücksichtigt, weil nicht erkannt oder waren mit dem bisherigen demokratischen Verfahren in Deutschland einfach nicht mess- oder erkennbar?
Man kommt zur Überlegung, dass derartige Verfahrensfragen gar nicht mal so sehr etwas mit Politik zu tun haben, sondern es ist Wirtschaftsgut. Wie gut oder wie viel besser kann sich eine Region entwickeln, wenn man das richtige Verfahren hat?
Doch kommen wir zur Veränderung,…wie kann es in Deutschland zur Wirtschaftskraft werden und was hat die erste teilnehmende Stadt davon?
Lösung: Mehr Individualität der Städte. Man muss anders sein können, um Unterschiede zu sehen, Erfolg zu spüren und Machbares ausloten zu können. Ich bin für Pilotprojekte und für eine erste Stadt. Vielleicht würde man in der Industrie sagen “Sonderprojekte” mit einer “Sonderbeantragung” — also gezieltes Abweichen vom üblichen Standard. Inflationär wird dafür der Begriff Innovation verwendet.
Wenn das Verfahren und die dargestellte Analogie stimmen, müsste die Wirtschaft in einer solchen Stadt im Mittel viel besser “brummen” als als anderswo. Das kreative Milieu einer solchen prosperierenden Stadt käme ggf. auch mit Themen wie S21 / Waldsschlösschenbrücke oder Hochwasser viel besser zurecht.
Es ist ein Versuch wert – ein Fall für die Wirtschaftsförderung und die Verwaltungsfachleute.
Mit der POLIS Bewerbung polis.the-digital-city.eu (Präsidentschaft)hat Dresden eine Chance und ein Grundlagenprojekt und kann es nutzen. Dresden hat ein konkretes Beispiel für perfekte Organisation und Vernetzung mit hoheitlichen oder open data structure.
Dazu passt der Beitrag von Prof. Beck in der letzten Ausgabe von ProFirma “structure follows strategy”
Kann eine Struktur folgen und wie groß muss eine Chance sein?
Projektleiter AG DIE DIGITALE STADT
Mario Lehmann
Dresden
Hallo,
zum Beitrag:
Ich schließe mich der Meinung einiger Vorredner an, hier etwas mehr mit Pro/Contra zu arbeiten!
Zum Thema:
Die Forderung private Daten zu schützen und öffentliche Daten zu nützen bzw. die Forderung die vom Steuerzahler finanzierten Daten diesem auch maschinenlesbar zur Verfügung zu stellen ist meiner Meinung nach richtig und wichtig, ABER auch schon ziemlich alt.
Da mit der geforderten Transparenz jedoch manipulative (Des-)Informationen leichter entlarvt werden könnten, kann sich jeder der sich mit dieser Thematik nicht erst seit gestern auseinandersetzt denken wer warum vehement dagegen ist.
Leider neigen viele unserer Entscheidungsträger dazu oft nur noch mit geschönten oder wissentlich unwahren Zahlen/Fakten zu arbeiten.
Getreu dem Uralt-Motto:
“Die herrschenden Gedanken sind zu allen Zeiten die Gedanken der Herrschenden”!
Interessanter Ansatz zum Umsetzung von abstrakten Netzthemen. Teilweise sehr gelungen, teilweise etwas bemüht und auf die Dauer von 7 Minuten werden die Pappschilder irgendwann langweilig. Etwas mehr Bewegung und Dynamik würde gut tun. Hier würde ich auch den Mut haben, zu Mashups aus Grafiken und echten Bildern zu greifen.
Die Interviews sind sehr schön eingesetzt und bestechen durch tolle Tiefenschärfe.
Die Sprecherin ist mir zu erklärend/sprecherinnenhaft. Wirkt etwas oberlehrermäßig.
In manchen Unternehmen, die vergleicht man es grob doch einer kleinen Stadt gleichen, gibt es erste Ansätze der Offenheit (insbesondere in den Anfangsbauphasen neuer Werke oder Großprojekte).
In etablierten Strukturen, wie es gewachsene Stadt- und Verwaltungsstrukturen nun einmal darstellen (dessen kann man sich nicht verschließen) ist es allemal schwieriger den Nutzen der OpenData Ausrichtung umzusetzen. Zuviele Protagonisten agieren in einem “eingeschwungenem” Zustand und jede Öffnung von Informationen (gleich welcher Art) sorgt nur für “Trubel”.
Wie also ohne den immanenten Widerstand von Personen und Gruppen den Vorteil von OpenData in die Realität bringen?
Ein erster Weg ist sicherlich – und dies stets – der Beginn bei sich selbst. Transparenz im Web, Aufzeigen der Verbindungen, Netzwerke, erst dadurch kann bei anderen der Blick auf mögliche Vorteile gelenkt werden (auch wenn diese noch skeptisch sind).
Sir Tim Berners Lee hat im vergangenen Sommer eine herausragende Rede beim 4. Dresdner Zukunftsforum in Dresden gehalten. Hier http://bit.ly/aJ6Bf7 sein Beitrag (in Englisch; wenn sich weitere Mitmacher finden, lässt sich dies mittels http://dotsub.com mit deutschen Untertiteln versehen – ein Beispiel für OpenData [der Film] und was man daraus macht [Untertitel und somit Bereitstellung für breiteres Publikum]).