Soundtrack für die Stadt

EMESS installiert Sound im öffentlichen Raum. Für ihn ist die Stadt ein Raum, den es auszufüllen gilt. Wie das aussieht, zeigt der erste Beitrag aus unserer Reihe “urban creatives”:

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Ein Volgelhaus mit Klingelspiel, irgendwo an einem Baumstamm an der Spree. Ein unauffälliges Objekt mitten im urbanen Raum. EMESS schafft Kunst, die in ihrer Umgebung wirkt und erst beim näheren Hinsehen ihre Wirkung entfaltet. “Das ist ganz bewusst so gewählt”, sagt er. “Ich stelle mir vor, wie die Leute frühmorgens aus einem Club kommen um irgendwo an einen Baum zu pinkeln. Plötzlich ist dann da diese Musik und mit einem Mal entdecken sie das Vogelhaus.”

EMESS will irrtieren und zum Nachdenken anregen. Der Bandbreite seiner Mittel sind dabei keine Grenzen gesetzt. Von spontanen Schablonenarbeiten über Betonplastiken im öffentlichen Raum bis hin zu den Soundinstallationen seiner jüngsten Werkserie hat der 40-jährige mit allen möglichen Materialen und Techniken experimentiert. Die Stadt ist für ihn ein Raum, der von der Präsenz lebt: “Wenn die Leute ihre Stadt in Besitz nehmen würden, dann bräuchte man keine Überwachungskameras mehr und auch keine Security.”

Seit knapp einem Jahrzehnt ist der Street Artist mit seinen Werken in der Öffentlichkeit präsent. Obwohl sich seine Themenwahl aus seinen direkten Lebensumständen ableitet, sind die Arbeiten meist auch politisch motiviert. EMESS will auf gesellschaftliche und städtebauliche Veränderungen aufmerksam machen – ganz nach seinem Credo: Art is the solution.


Alexander Glodzinski | Kommentieren | 08. Mai 2011 | 16:17 Uhr | Twittern | Facebook

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