Klimatisierte Wohnräume, Fernreisen und das ganze Jahr Lebensmittel aus aller Welt - unser Konsumverhalten ist grenzenlos. Und es hinterlässt Spuren. Der weltweite Rohstoffverbrauch und die damit verbundenen Umweltfolgen überschreiten längst die Kapazitäten der Erde. So die Untersuchungsergebnisse des ökologischen Fußabdrucks. Um diesen zu berechnen haben die Wissenschaftler Mathis Wackernagel und William Rees zu Beginn der neunziger Jahre eine Maßeinheit eingeführt, mit der der Lebenswandel des Einzelnen bestimmt werden kann.

Hier: Artikel: Leben wir auf zu großem Fuß? finden Sie weitere Informationen sowie einige Onlinerechner, mit denen Sie Ihren eigenen ökologischen Fußabdruck berechnen können.
 

 

 

 

 


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Drei von vier Heranwachsenden (72 Prozent) zwischen 14 und 25 Jahren machen sich Sorgen um ihre finanzielle Zukunft Das geht aus einer Studie der Deutschen Bank hervor. Dabei sei die Besorgnis unter jungen Frauen (79 Prozent) deutlich stärker ausgeprägt als unter Männern (66 Prozent). Auch investierten junge Menschen insgesamt deutlich weniger Geld in Aktien und Fonds als noch im vergangenen Jahr. Dagegen sparten sie mehr als der Durchschnitt der deutschen Haushalte. Mit ihrem Ersparten wollen sich junge Menschen am häufigsten Konsumwünsche erfüllen wie Führerschein, Auto oder Reisen, wie die Deutsche Bank mitteilte. Ein Drittel (33 Prozent) lege Geld für die Ausbildung zurück. Ein Viertel (26 Prozent) spare bereits für die Altersvorsorge.

(Quelle: afp)

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Ältere Paare gehen immer häufiger zu einer Beratungsstelle, um ihre Beziehung zu retten. Diesen Trend in der Gesellschaft sieht Axel Kreutzmann, Leiter eines evangelischen Beratungszentrums in Hannover.

"Wir hatten 1995 nur 29 Klienten über 60, im letzten Jahr waren es 113", sagt der Psychologe. Gründe für den erhöhten Beratungsbedarf seien zum einen der demografische Wandel, vor allem aber ein neues Bewusstsein im Umgang mit dem Alter.

"Menschen, die heute ins Rentenalter kommen, wollen nochmal richtig Gas geben." Dazu gehört laut Kreutzmann neben einer intakten Partnerschaft auch ein aktives Sexualleben.

(Quelle: dpa)

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Immer mehr Männer beteiligen sich nach Erkenntnissen von Altersforschern an der häuslichen Pflege. Lag ihr Anteil gegenüber den Frauen vor 20 Jahren etwa bei 17 Prozent, so sind es heute 28 Prozent.

Vor allem, wenn es um ihre Lebensgefährtin gehe, würden Männer die Pflege übernehmen, sagt Altersforscher Manfred Langehennig von der Fachhochschule Frankfurt. Die kranke Partnerin zu pflegen, sei in der Regel eine sehr bewusste Entscheidung: "aus Liebe" oder "weil die Ehe so gut ist".

Die Gerontopsychologin Susanne Zank von der Universität Siegen beobachtete zudem, dass Männer sich durch die Pflege weniger belastet fühlten als Frauen. Sie bekämen aber auch mehr Anerkennung für ihr Engagement. Auch Langehennig bestätigt: Die Männer seien stolz auf das, was sie leisten. Frauen dagegen bleibe oft nicht wirklich die Wahl. "Von ihnen wird die Angehörigenpflege einfach erwartet", so der Wissenschaftler. .

(Quelle: KNA)

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Die Bundesregierung will mit deutschlandweiten Modellvorhaben das altersgerechte Wohnen vorantreiben. Ziel sei es, älteren Menschen das Wohnen in ihrer vertrauten Umgebung leichter möglich zu machen, betonte der Staatssekretär im Bundesbauministerium, Rainer Bomba.

Das Ministerium fördert 20 Projekte, die sich auf den altersgerechten Umbau von Wohnungen oder der kommunalen, sozialen und wohnwirtschaftlichen Infrastruktur beziehen. In den Modellvorhaben sollen während der dreijährigen Laufzeit neue Ansätze getestet und die Ergebnisse analysiert werden.

"Bereits heute sind rund 17 Millionen Bürger über 65 Jahre alt. Diese Zahl wird in den kommenden Jahren weiter steigen", erklärte der Staatssekretär. Mit zunehmendem Anteil älterer Menschen wachse der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum und einer barrierefreien Umgebung. "Wir werden in den kommenden Jahren rund 2,5 Millionen Wohnungen umbauen müssen", so Bomba.

Nach Angaben der Expertenkommission «Wohnen im Alter» des Deutschen Verbands für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung belaufen sich die Kosten für entsprechende Umbaumaßnahmen auf rund 39 Milliarden Euro. Neben der Schaffung von rechtlichen Rahmenbedingungen und Förderprogrammen zur Anpassung des Wohnungsbestands sieht die Kommission staatlichen Handlungsbedarf vor allem im Bereich der Beratung und Information.

(Quelle: KNA)


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Im vergangenen Jahr sind die Renten in Westdeutschland um 2,4 Prozent und in Ostdeutschland um 3,4 Prozent gestiegen. Damit erhielten die Ruheständler die größte Rentenerhöhung seit den 1990er Jahren.

Erst in diesem Jahr machen sich auch für sie die Folgen der Wirtschaftskrise bemerkbar: 20 Millionen Rentner müssen eine Nullrunde hinnehmen.

Verantwortlich dafür sind der Konjunktureinbruch und die gesunkenen Löhne. Eigentlich hätten die Bezüge ebenfalls sinken müssen, denn die Entwicklung der Rente ist an die vorangegangene Lohnentwicklung gekoppelt.

Dies verhindert jedoch die noch im letzten Jahr von der großen Koalition verabschiedete Renten-Schutzklausel.

Danach dürfen - selbst bei einer negativen Lohnentwicklung - die Bruttorenten nicht gekürzt werden. Dieser Entscheidung vorausgegangen war der erstmalige Rückgang der Bruttolöhne in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Aus Sicht von Experten zeichnet sich auch für 2011 einen Rentennullrunde ab.


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Die Europäer werden älter, und ein höheres Renteneintrittsalter ist laut einem Anfang Juli 2010 von der EU-Kommission vorgelegten Strategiepapier unausweichlich. Nach Deutschland und vielen anderen EU-Ländern reagiert nun auch Frankreich:

FRANKREICH: Das Nachbarland hat mit 60 Jahren EU-weit mit das niedrigste Renteneintrittsalter, nun wird erbittert um eine Anhebung auf 62 Jahre bis 2018 gestritten.

DEUTSCHLAND: Die Rente mit 67 kommt. Zwischen 2012 und 2029 wird das Renteneintrittsalter stufenweise von derzeit 65 Jahren angehoben. Wer mindestens 45 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann auch künftig bei vollen Bezügen mit 65 Jahren aufhören zu arbeiten. Ab 35 Beitragsjahren bleibt es zwar beim frühestmöglichen Renteneintritt mit 63 Jahren. Aber es wird ein Abschlag von 14,4 Prozent auf die Rentenzahlung fällig.

GRIECHENLAND: Im Gegenzug für die Rettungshilfen von 110 Milliarden Euro hat die Regierung in Athen auf Druck der EU deutliche Einschnitte bei den Renten beschlossen. Das tatsächliche Eintrittsalter soll trotz von den Gewerkschaften organisierten Großdemonstrationen von derzeit 61,5 auf 65 Jahre steigen. Zudem werden die Renten im Schnitt um sieben Prozent gekürzt.

SPANIEN: In der Schuldenkrise will die Regierung in Madrid das gesetzliche Rentenalter ähnlich wie in Deutschland von derzeit 65 auf 67 Jahre erhöhen. Auch dort gibt es massive Proteste gegen das Vorhaben.

ITALIEN: Konnten die Italiener bis 2007 noch frühestens mit 57 Jahren in Rente gehen, wird das Mindestalter nun bis 2013 auf 61 Jahre angehoben. Gleichzeitig setzte die Regierung ab 2012 das Rentenalter für Beamtinnen von 61 auf 65 Jahre herauf und gleicht es damit an die schon geltenden Regeln für ihre männlichen Kollegen an.

GROßBRITANNIEN: Die britische Regierung hat bisher europaweit die weitgehendsten Pläne. Die Briten müssen sich bis 2046 auf die Rente mit 68 einstellen. Derzeit liegt das Rentenalter für Frauen in der Regel bei 60 und für Männer bei 65 Jahren. Bis 2020 soll die Altergrenze für Frauen schrittweise auf ebenfalls 65 Jahre steigen. Zusatzrenten sind in Großbritannien weit verbreitet.


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Die hochsommerlichen Temperaturen sind für ältere Menschen eine große Belastung und nicht ungefährlich. Die Hitze kann bei ihnen zu einer gefährlichen Austrocknung führen, die das Herz-Kreislaufsystem belastet, schlimmstenfalls schädigt. Um diesem vorzubeugen sollten einige Regeln beachtet werden:

  • Täglich zwei Liter Flüssigkeit aufnehmen. Es eignen sich Kräuter- oder Früchtetees, natriumreiches Mineralwasser oder Saftschorlen
  • Wasserreiches Obst und Gemüse essen
  • Den Tagesablauf den Temperaturen anpassen: Anstrengendere Arbeiten in den Morgen- und Abendstunden erledigen und in der Mittagszeit Siesta halten
  • Den Wohnraum morgens und abends gut durchlüften, am Tag Fenster schließen und verdunkeln
  • Mehrere kleine Mahlzeiten einnehmen, die Speisen sollten reich an Eiweißen, Vitaminen und Mineralstoffen sein
  • Bei fehlendem Appetitt ist Trinknahrung eine Alternative, um drohenden Gewichtsverlust zu verhindern.
  • Kleidung den Temperaturen anpassen. Dünne synthetische Textilien leiten den Schweiß nach außen weiter und sorgen für ein gutes Hautklima
Bei Bewusstseinseintrübung, Fieber und fehlender Schweißsekretion sollte schnellstmöglichst ein Arzt gerufen werden. Diese Anzeichen können auf einen gefährlichen Hitzschlag hinweisen.



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Lärm verursacht in Deutschland jährlich Schäden von mindestens neun Milliarden Euro. Laute Autos oder Flugzeuge schaden dabei vor allem der Gesundheit, erklärte die Deutsche Gesellschaft für Akustik (DEGA). 60 Prozent der Deutschen leiden unter Straßen-, fast jeder Dritte unter Fluglärm. Auch im Job wird es teuer: Allein die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft zahlte im Jahr 2008 knapp 19 Millionen Euro an 6.500 Geschädigte.

Das Umweltbundesamt erklärte, Lärm verursache Blutdruckerhöhungen und verstärke damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Nach mehreren wissenschaftlichen Studien sei davon auszugehen, dass allein in Deutschland jährlich bis zu 4.000 Herzinfarkt-Fälle durch den Straßenverkehrslärm verursacht würden.

Für 48 Prozent aller anerkannten Berufskrankheiten in der Bauwirtschaft sind Hörschäden die Ursache, so die zuständige Berufsgenossenschaft. Das hänge auch mit dem Freizeitverhalten der Auszubildenden zusammen: häufiger und zu lauter Musikkonsum in Diskotheken und über den MP3-Player. Die Akustik bestimme wesentlich das Wohlbefinden, unterstütze die Orientierung und entscheide insbesondere in Schulen über die Verständlichkeit von Sprache. Insofern habe eine mangelhafte Akustik direkte Auswirkungen auf die Bildung der Kinder.

Für verpflichtende Maßnahmen zur Lärmminderung im Schienenverkehr setzte sich der Verkehrsclub Deutschland (VCD) ein. Rund ein Viertel der Bevölkerung leide unter Lärmbelästigung durch Züge und werde vor allem in seiner Nachtruhe gestört. Hauptursache sei die veraltete Technik bei rund 95 Prozent der Güterzüge. Würden die Fahrzeuge auf den neuesten Stand der Technik gebracht, könnte der Lärm demnach auf ein Viertel gesenkt werden.


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Die Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007 wurde von der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen durchgesetzt. Mit dieser Leistung sollte die Zahl der Geburten erhöht werden. Insbesondere für berufstätige Eltern wollte die Regierung einen Anreiz schaffen, sich für Nachwuchs zu entscheiden und diesen selbst zu Hause zu betreuen. Seitdem erhalten Berufstätige bis zu 14 Monate lang 67 Prozent ihres früheren Netto-Monatseinkommens, wenn auch der Partner zwei Monate im Job aussetzt. Der Höchstsatz liegt dabei bei 1800, der Mindestsatz für Hartz IV-Empfänger bei 300 Euro.

Im Rahmen der Sparmaßnahmen der Regierung erwägt Familienministerin Kristina Schröder eine Kürzung des Elterngeldes. Damit will sie ihren Beitrag zu den Konsolidierungsbemühungen im Bundeshaushalt leisten. Das Elterngeld macht mit 4,5 Milliarden Euro den größten Posten im Etat des Familienministeriums von insgesamt 6,5 Milliarden Euro aus. Wie genau eine Kürzung aussehen soll, ist noch nicht endgültig entschieden.

Zuletzt hatte die Bundesregierung bei ihrer Sparklausur beschlossen, Empfängern von Hartz IV künftig das Elterngeld in Höhe von 300 Euro zu streichen. Der Höchstbetrag von 1.800 Euro soll dagegen erhalten werden. Ab einem Nettoeinkommen von 1.240 Euro sollen Eltern aber nur noch 65 statt 67 Prozent Elterngeld erhalten.

Jetzt dringt die FDP auf eine stärkere Kürzung des Elterngeldes. So fordert die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Gruß am 18. Juni, auch den Höchstsatz von 1800 Euro auf 1500 Euro pro Monat zu reduzieren. Dadurch könnte etwa eine halbe Milliarden Euro im Bundeshaushalt eingespart werden. Zudem sei es sozial gerecht, wenn nicht nur bei den Hartz-IV-Empfängern, sondern auch bei Höherverdienenden die 300 Euro Elterngeld eingespart würden.

Was halten Sie von den Einkürzungsvorschlägen der Bundesregierung?
Schreiben Sie uns ihre Meinung.

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Vor 16 Monaten bin ich Vater geworden - kaum zu glauben.

Inzwischen ist Lina kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. Ein kleiner Mensch mit einem eigenen Willen und einem reichhaltigen Instrumentarium, diesen durchzusetzen. Ihr Lieblings-"Druckmittel": Mit dem Finger zeigen und mit Glockenstimmchen "daaa" rufen. Natürlich springe ich. Wie sollte es auch anders sein? Ob Kullertränchen oder ein strahlendes Lächeln, herzzerreißendes Weinen oder gluckerndes Lachen - sie wickelt mich um den Finger.

Den größten Sprung nach vorne machte unsere noch so junge Vater-Tochter-Beziehung in der Elternzeit. Zwei Monate war ich zu Hause mit Lina allein, konnte endlich ganz für sie da sein. Und es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Unglaublich, weil ich es selbst nicht geglaubt hatte, dass ich neun Wochen zu Hause sein kann, ohne vor lauter Unausgelastetheit die glatten Wände hochzugehen.

Nichts davon. Ich habe es genossen, mich ganz auf Linas Rhythmus einzulassen, von aufwachen, kuscheln, Fläschchen machen, waschen, spielen, wickeln, Mittagsschlaf, Brei kochen, essen, spielen - völlig fremd bestimmt, aber glücklich. Vor allem darüber, dass ich in dieser Zeit zu Linas Nummer Eins wurde, dass sie zu mir kam, um sich trösten zu lassen, selbst wenn wir beide: Papa und Mama, zu Hause waren. Ein billiger Triumpf - aber soo wichtig. Zu spüren, dieser Mensch braucht dich und liebt dich - ein Wunder!
Für mich waren das die schönsten zwei Monate in meinem Leben.


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Deutschland verharrt im Geburtentief: Während es in vielen Industriestaaten zumindest Ansätze für einen neuen Babyboom gibt, erreicht die Bundesrepublik mit der niedrigsten Geburtenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg einen neuen Negativrekord. Selbst die Einführung des Elterngeldes sorgte nicht für den gewünschten Effekt.
Ist die Familie ein Auslaufmodell?


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In der letzten Folge des Erziehungsschwerpunktes wirft vivo in einer Reportage einen Blick in eine Region der Welt, wo es völlig andere Vorstellungen von Erziehung und Werten gibt. Im westafrikanischen Benin bleiben Kinder nur die ersten Lebensjahre bei ihren leiblichen Eltern. Dann - so schreibt es die Tradition vor - werden die Kinder zur Erziehung an eine Pflegemutter oder einen Pflegevater abgegeben. Häufig ein Abschied für immer.

Eine Methode, die für Europäer kaum nachvollziehbar ist.

Vielleicht kennen Sie auch ähnliche Erziehungsmodelle aus anderen Ländern? Schreiben Sie uns.

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Wie viel Förderung brauchen unsere Kinder? Und wo liegt dabei das richtige Maß, damit es bei der Erziehung nicht zur Überforderung von Kindern und Eltern kommt?
Hans-Jürgen Stapelmann ist Psychologe und ist seit Jahrzehnten in der Familienberatung tätig. Seiner Meinung nach brauchen Kinder heute mehr Rückzugmöglichkeiten und weniger Fremdbestimmung durch die eigenen Eltern.


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Kinder brauchen Grenzen um sich zu orientieren. Aufgabe der Eltern ist, diese Grenzen klar und sinnvoll zu setzen und deren Einhaltung zu kontrollieren. Dies sollte in einem liebe- und verständnisvollen Rahmen geschehen.

Nicht immer eine leichte Aufgabe.

Der Deutsche Kinderschutzbund bietet spezielle Kurse für Eltern an, in denen die Erwachsenen in Rollenspielen lernen, wie und wo sie sinnvoll Grenzen setzen. Geschäftsführerin Barbara Ameling ist Sozial Pädagogin und weiß, worauf es dabei ankommt.

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"Beim Grenzensetzen ist eine Haltung wichtig, die nicht darauf erpicht ist Recht zu bekommen, sonderen eine mir wichtige Grenze zu ziehen, die auch sinnwoll ist. Beispiel: Kind will mit dem Bobbycar eine Strasse runter fahren, die gefährlich ist. Hier muß ich einschreiten - nicht aus Prinzip, sondern um Gefahren zu vermeiden. Dabei ist es wichtig mit dem Kind auf Augenhöhe zu gehen, es anzufassen und ruhig (geht manchmal nur nach dreimaligem Durchschnaufen) und klar mit einfachen kurzen Worten zu erklären warum, es nicht geht. Dabei Verständis zeigen, "macht ja auch Spaß soooo schnell zu sein" und dann maximal zwei Alternativen anbieten: Wir können hinter dem Haus oder auf einer anderen Strasse fahren. Oder auch das Kind fragen, wo es sonst fahren möchte. Wenn das Kind trozdem weiter fährt. notfalls auch das Bobbycar wegnehmen. Nicht aus Strafe, sondern weil es gefährlich ist, dann aber auch die Wut und oder Enttäuschung des Kindes verstehen und aushalten."

Welche Situationen gibt es bei Ihnen, in denen es schwer fällt Nein zu sagen?


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Die Pubertät ist das Lebensalter, in dem die Grenzüberschreitung zur Entwicklung dazu gehört. Für Jugendliche, die in schwierigen Verhältnissen groß geworden sind, kann sie zur entscheidenden Phase ihres zukünftigen Lebens werden. Philip von Platen ist Leiter einer betreuten Wohngruppe eines SOS-Kinderdorfes in Detmold. Nicht selten werden die Bewohner dort zum ersten Mal mit klaren Vorgaben konfrontiert.

"Wir haben ein Kerngerüst an Regeln und Grenzen, da das Miteinander sonst nicht funktionieren würde. Wir versuchen mit jedem Jugendlichen individuell über diese Regel zu reden. Für die Entwicklung und die persönliche Entfaltung eines Jugendlichen ist es wichtig, auch einmal eine Grenze zu überschreiten.
Wir gehen mit Grenzüberschreitungen so um, dass wir nicht die Person bewerten, die sich nicht an die Regel gehalten hat, sondern wir bewerten die Grenzüberschreitung und versuchen entsprechend darauf zu reagieren. Wenn beispielsweise ein Jugendlicher zwei Stunden zu spät nach Hause gekommen ist, muss er am nächsten Tag zwei Stunden früher ins Bett gehen."

Philip von Platen

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0805_mod04.jpgOhne Werte fühle ich mich geradezu verloren! Dazu gehören vor allem Verantwortungsgefühl, Vertrauenswürdigkeit und Respekt. Durch meine Auslandsaufenthalte als Kind und Jugendliche in Togo und Pakistan gilt das besonders, wenn man auf Menschen und Kulturen trifft, die einem nicht vertraut sind. Nur dann ist der Umgang für beide Seiten lebenswert, finde ich. Als Halbafrikanerin möchte ich ja auch, dass mir Menschen offen begegnen."

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Wer sich bei der Erziehung seiner Sprösslinge nicht nur auf sein Bauchgefühl verlassen möchte, findet im Buchhandel eine Menge Literatur zu diesem Thema. Die Titel sind vielversprechend - und die Qual der Wahl ist groß.

Haben Sie ein Buch gelesen, dass Sie weiterempfehlen können, oder dass Ihnen nicht geholfen hat? Hier können Sie Ihre Rezension veröffentlichen.


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Erziehung funktioniert über Beziehung. Deshalb ist es auch so wichtig, dass Werte von jedem Einzelnen von uns vorgelebt werden und wir die Verantwortung nicht abschieben. Welche Werte sind Ihnen wichtig? Das können Sie mit uns und mit Samy Deluxe diskutieren.


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Mit "Empathie statt Egoismus - welche Werte braucht mein Kind?" beginnt unser vierteiliger vivo-Schwerpunkt zum Thema "Erziehung heute". Aber was sind Werte eigentlich? Und welche Werte sind Eltern in der Erziehung ihrer Kinder wichtig?

Wir haben uns in der Innenstadt von Hannover umgehört.


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