...was sonst so mit gutem Willen zu "Arbeitswelten" (nicht gerade CeBIT-Topthema) gepasst hätte...
Betritt man die Halle 22 in der sich nun die CeBIT Sounds befindet, dann vermutet man sich erstmal nicht auf der CeBIT; die Halle wirkt reichlich leer, es gibt kaum Stände; Um Hard - und Software soll es ja hier auch gar nicht gehen. Sondern (Zitat aus der Messezeitung "Messe direkt"):
Hier kommt die Musikindustrie und die ITK Branche zusammen, um gemeinsam die Zukunft des internationalen Musikbusiness zu gestalten. Zahlreiche Branchenvertreter erläutern in Diskussionsrunden, Panels und Präsentationen die jüngsten Trends der digitalen Produktion und Distribution von Musik."
Die Eröffnungsreden kommen von Dieter Gorny, dem BVMI Vorstand, von Harald Eisenächer, dem "Senior Vice PresidentPersonal & Social Networking, Products & Innovation, Deutsche Telekom AG" - und spätestens jetzt weiß man woher der Wind weht:
Es geht einmal mehr nicht um Musik, sondern darum wie man sie - möglichst gewinnbringend - vermarkten kann. Im ersten Panel am gestrigen DIenstag ging es dann auch gleich um neue Geschäftsmodelle. Nochmal in aller Deutlichkeit: hier treffen sich nicht primär Musiker, sondern die, die mit Musik Geld verdienen wollen.
Andererseits findet sich unter den Logos der Medien, die die CeBIT Sounds unterstützen, auch das Logo von byte.fm, einem der erstaunlichsten Webradio Angebote Deutschlands; Ruben Jonas Schnell, Initiator von byte.fm, wird am kommenden Freitag hier auf einem Panel sitzen und Erlösmodelle für solche Angebote wie das größtenteils selbstfinanzierte byte.fm diskutieren. Sollten aus diesen Diskussionen Ideen erwachsen, wie solche Angebote wie byte.fm sich auf eine finanziell solide Basis stellen lassen, dann hätte sich diese Veranstaltung gelohnt.
Man wird sehen.
Doch als erstes Fazit lässt sich sagen: eine solche Veranstaltung, in der man versucht für alle Beteiligten einen Kommunikationsraum zu schaffen, wäre, nicht nur für das Musikbusiness, sondern in allen Bereichen der CeBIT sinnvoll gewesen.
Das IT Zeitalter, und diese Erkenntnis scheint sich langsam auch in den höheren Etagen der Politik rumzusprechen, benötigt mehr als nur coole Produkte, die man für möglichst viel Kohle vertickern kann. Notwendig wäre vielmehr, über gemeinsame Strategien nachzudenken, alle Beteiligten ins Boot zu holen und die Gewinne so zu verteilen dass möglichst viele etwas davon haben. Um zurückzukommen auf die CeBIT Sounds: wünschenswert wäre, dass sich nicht nur einige Grosskonzerne die Taschen füllen, sondern dass die im Vordergrund stehen um die es eigentlich gehen sollte:
die Musiker.
kleiner werkstattpodcast (flux mit dv gedreht, grob im zug geschnitten und unvertont) von der messe-miniatursierung namens "gc-online". de facto: halbe halle!
offiziell sind es zwar zwei hallen, doch nur die erste ist wirklich messe (dabei nur halb bestückt) und die zweite ist kartbahn und leipziger kaufhausallerlei (pc-areal vom mediamarkt etc). jederman vergleicht natürlich die neue kleine messe mit jener früherer tage und vielleicht wird dank "online" irgendwann tatsächlich alles wieder gut (das ist hier allgenwärtige hoffnung), doch derzeit passt nun einmal alles auch in eine mehrzweckhalle.
hier also die meisten interessanten aussteller ... und auch einige wenige der vielen diesmal eher uninteressierten 10-euro-zahler (7 - 10eur, das ist der eintrittspreis).
Aber ob es wirklich an der Krise liegt, kann man auf Anhieb nicht sagen. Es ist vielleicht auch ein Signal, hervorgerufen durch die Messe-Vielfalt und die Häufigkeit, mit der die Computer- und Unterhaltungsindustrie inzwischen ausstellt. Was diese Woche nicht auf der CeBIT zu finden ist, kann vielleicht im Spätsommer auf der IFA bestaunt werden.
Die Games Convention konzentriert sich ab sofort auf das Marktsegment der Online-, Browser- und Handyspiele. Die bislang größte Messe für Computer- und Videospiele in Europa kann zwar nicht mehr auf die Unterstützung des Branchenverbandes BIU zählen, der ab diesem Jahr die GamesCOM in Köln unterstützt - mit dem neuen Konzept gehen die Leipziger aber einer direkten Konkurrenz aus dem Weg. Deshalb wird der Messetermin auch vorgezogen. Als „Games Convention Online" findet die Messe nun vom 31. Juli bis 2. August 2009 statt. Bisher sollten beide Messen gleichzeitig stattfinden, nachdem die Kölner Messe ihren Termin vorgezogen hatte.
Unterstützung bekommt die Leipziger Messe dabei von zwei führenden Unternehmen in dem Bereich, Gameforge und Bigpoint. Gameforge wurde erst kürzlich vom Weltwirtschaftsforum zum „Technology Pioneer 2009" ernannt und ist dieser Tage auch beim Jahrestreffen in Davos dabei, angeblich als erster Vertreter der Spielebranche überhaupt.
Allerdings gibt es noch keine feste Zusage von Blizzard, dem Hersteller des beliebtesten Massive Multiplayer Onlinespiels (MMO) „World of Wacraft". Blizzard ist Teil von Activision-Blizzard, dem weltweit größten Spielepublisher und Mitglied im BIU, der offiziell ja die GamesCOM in Köln unterstützt. Auch andere große Namen im Bereich der kostenpflichtigen MMOs wie etwa Sony Online Entertainment („Everquest"), EA Mythic („Warhammer Online") oder Turbine („Lord of the Rings Online") haben noch nicht zugesagt. Ob die Veranstalter von E-Sports Turnieren, wie die WCG oder ESL, auf der Messe präsent sein werden ist ebenfalls noch nicht bekannt.
Partnerland der GC ONLINE 2009 ist Korea mit dem weltweit größten Markt für Onlinespiele und Mobile Games. Wie gewohnt wird die Messe in drei Bereiche geteilt, für jeweils Fachpublikum, Entwickler und Gamer. Es wird also neben den öffentlichen Messehallen weiterhin das Business Center und eine Developers Conference geben, letztere wird sich besonders an unabhängige Entwickler richten.
[Andreas Garbe]
Bis zum 28. September haben die Besucher nun wieder Zeit die neuesten Entwicklungen aus der Welt der Fotografie zu bestaunen. Neben unserem kleinen Vorgeschmack von letzter Woche, werden wir auch am kommenden Freitag einen zweiten Podcast und unsere komplette Sendung am 28.09. der Messe widmen. Für Messe-Besucher hier nun ein paar Zahlen und Fakten:
Öffnungszeiten
Für Besucher täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr
(Fachbesucher und Publikum haben an allen Tagen Zutritt)
Preise für Eintrittskarten & Katalog
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Preise in Euro |
Tageskasse |
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Tageskarte |
28,00 € |
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Tageskarte Wochenende |
16,00 € |
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2-Tage-Karte |
47,00 € |
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Dauerkarte |
79,00 € |
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Sondertageskarte |
9,00 € |
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Katalog |
19,00 € |
Sondertageskarte
Schüler, Studenten, Auszubildende, Bundeswehrgrund- und ersatzdienstleistende, Rentner und Schwerbehinderte gegen Vorlage des Ausweises






