-
DAX unter Schwankungen seitwärts
Die schönste Phase der Hausse an den Aktienmärkten scheint erst einmal vorbei zu sein. Der Aufschwung ist zuletzt in eine volatile, also schwankungsreiche, Seitwärtsbewegung gemündet.
Diese dürfte sich auch in der kommenden Woche fortsetzen. Neue Höchststände werden laut Händlern derzeit vom hohen Ölpreis und den Zinserhöhungsspekulationen verhindert. Diesseits des Atlantiks wurden diese von EZB-Chef Jean-Claude Trichet am Donnerstag weiter angeheizt. Aber auch in den USA könnte sich die Zeit der üppigen Liquidität langsam dem Ende zuneigen.
In der US-Notenbank ist eine Diskussion über das Fortführen des “Quantitative Easing”, also der extrem lockeren Geldpolitik, ausgebrochen. Notenbank-Chef Ben Bernanke hat in seinen Stellungnahmen vor dem Kongress angedeutet, dass er das Programm bis Ende Juni fortführen will. Andere Mitglieder der Notenbank wie James Bullard und Charles Plosser warnen dagegen bereits vor unwillkommenen Wirkungen der Anleihenkäufe und schließen sich damit dem Bernanke-Kritiker Thomas Hoenig an.Die Krux mit der laxen Geldpolitik
Verhindert wird eine geldpolitische Wende in den USA vermutlich noch von der hohen Arbeitslosigkeit. Notenbankmitglieder um Bernanke begründen die laxe Geldpolitik damit, dass der Aufschwung “moderat” verlaufe. Die Indikatoren zeigen aber ein anderes Bild: Die Beschäftigungskomponenten im Einkaufsmanager-Index Chicago und im ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe stehen auf dem höchsten Stand seit mehr als 30 Jahren. Die monatliche Arbeitsmarktstatistik gilt dagegen als sehr spätzyklischer Indikator.
Die Börse schaut bekanntlich in die Zukunft. Die stärksten Gewinne verzeichnet sie meistens vor dem Beginn der geldpolitischen Straffung. Danach wird die ohnehin weniger üppig fließende Liquidität stärker in der Realwirtschaft gebraucht, das bremst die Dynamik an den Aktienmärkten.
Marktteilnehmer sorgen sich bereits vor der Phase nach einem Ende des Quantitative Easing. Steigende Zinsen könnten die Schuldenprobleme der öffentlichen Haushalte verschärfen. Das gilt besonders für Gebietskörperschaften und Bundesstaaten in den USA. Sparzwänge oder Finanzierungsprobleme könnten in der Folge die wirtschaftliche Dynamik bremsen.
Viele Marktteilnehmer sind zufrieden
Marktteilnehmer warnen allerdings auch vor verfrühten Short-Positionen an den Märkten. Noch ist die wirtschaftliche Dynamik ungebremst. Zumindest in den USA wird die Notenbankpresse noch eine Zeit lang ungebremst weiter laufen. Und die Stimmung an den Märkten hat sich – auch aufgrund des Ölpreisanstiegs – bereits wieder stark abgekühlt. Das gilt als Kontraindikator, spricht also für Aktien.
Viele Marktteilnehmer sind mit dem Erreichten auch deshalb zufrieden, weil viele Banken in ihren Jahresausblicken Jahresendziele für den DAX von 7.400 bis 7.500 Punkten aufgestellt haben. Und da ist der DAX ja schon angekommen. Die Gemengelage deutet daher zunächst einmal auf eine uneinheitliche Seitwärtsbewegung hin. Mit Chancen auf der Oberseite, wenn der Ölpreis korrigieren sollte. Eine Entspannung in Arabien könnte die Zinsspekulationen in den Hintergrund drücken und einen Anstieg am Aktienmarkt auslösen.
Fluggesellschaften leiden
Aus technischer Sicht ist der DAX um 7.000 Punkten stark unterstützt, beim Jahreshoch bei gut 7.440 Punkten sehen Anleger einen Widerstand. Bei den Einzelwerten zeigt sich das Bild zunehmend uneinheitlich: Einer günstigen technischen Lage zum Beispiel bei Versicherern stehen verschlechterte Bilder bei europäischen Einzelhändlern oder auch bei Fluggesellschaften gegenüber. Das ist fundamental nachvollziehbar: Fluggesellschaften leiden zum einen darunter, dass Ziele wie Ägypten oder Tunesien derzeit wenig gefragt sind. Zum anderen drückt der Kerosinpreis auf die Erträge: Ein doppelter Malus. Auch bei einigen Einzelhandelsaktien wie H&M werden höhere Rohstoffpreise als Belastungsfaktor
ausgemacht. So hat sich der Baumwollpreis seit vergangenem Juli verdreifacht.Auf der Unternehmensseite veröffentlicht am Montag Salzgitter Geschäftszahlen. Am Dienstag folgt Klöckner & Co, am Mittwoch legen EADS, Hannover Rück und E.ON Zahlen vor. Am Donnerstag stehen K+S, Linde, Tognum sowie GEA und am Freitag Fraport auf der Agenda. Am Freitag hat zudem die Münchener Rück zur Analystenkonferenz eingeladen, nach endgültigen Zahlen am Donnerstag. Im Laufe der Woche wird auch BMW mit Geschäftszahlen aufwarten.
In Basel treffen sich am Sonntag die Notenbankgouverneure bei der Bank für internationalen Zahlungsausgleich. In den USA werden am Donnerstag wöchentliche Arbeitsmarktdaten und die Handelsbilanz veröffentlicht sowie am Freitag Einzelhandelsumsätze und der Michigan-Index für das Verbrauchervertrauen. Außerdem werden in den USA am Dienstag zehnjährige und am Mittwoch 30-jährige Anleihen versteigert.
Quelle: Dow Jones Newswires
Kommentieren | makro | 04. März 2011 | 19:09 Uhr |
|
-
Teil 6: Erste Probesendung
Das Licht ist gesetzt, die Kameras stehen bereit, die erste Probesendung kann starten. “makro” ist natürlich live, aber eine Trockenübung muss sein. Schließlich müssen sich alle Beteiligten in ihrem neuen “Wohnzimmer” erst einleben.
1 Kommentar | makro | 02. März 2011 | 17:53 Uhr |
|
-
Teil 5: Der Studiodesigner
Jürgen Bieling heißt der Mann, der das neue “makro”-Studio entworfen hat. Jetzt ist er dabei, wenn das Baby erwachsen wird. Was ist die Idee dahinter? Und wofür stehen da diese ganzen Spiegel?
Kommentieren | makro | 28. Februar 2011 | 16:42 Uhr |
|
-
Teil 4: Die neue Videowall
Die Videowall ist das Herzstück des neuen Studios. Bei den ersten Proben stellt sich heraus: Das Ding ist wirklich verdammt groß. Bilder, die dort gezeigt, oder Filme die dort abgespielt werden, müssen farbstark sein und von hoher Qualität. Alles andere fällt sofort auf. Insgesamt ein belebendes Element und eine tolle Spielfläche.
Kommentieren | makro | 25. Februar 2011 | 17:28 Uhr |
|
-
makro goes Lerchenberg!
Die vielen, vielen Bauteile wachsen endlich zusammen, unser makro-Studio bekommt ein Gesicht! Und das ist hell, freundlich, offen! Im Mittelpunkt des Studios ist künftig eine riesige Videowall. Denn makro zeigt die Großaufnahme! Nah ran ans Geschehen, das ist unser Leitbild nicht nur in der makro-Filmen. Bereits in den Studiomoderationen werden uns erste Eindrücke von Menschen, Ländern oder Unternehmen mit dem weltweiten Wirtschaftsdschungel verbinden. Wir reden nicht über Eindrücke, wir liefern sie!
Kommentieren | [3sat] Eva Schmidt | 24. Februar 2011 | 11:46 Uhr |
|
-
Teil 3: Die Moderatorin
“makro”-Moderatorin Eva Schmidt kommt zum erstenmal ins neue Studio. Damit der Boden nicht gleich verkratzt, muss sie in ”schicke” Filzpuschen schlüpfen. Die vorsichtige Annäherung trägt Früchte. Moderatorin und Studio scheinen gut miteinander zu können.
Kommentieren | makro | 23. Februar 2011 | 15:44 Uhr |
|
-
Börsenausblick
Korrekturen im DAX sollten glimpflich verlaufen
Zumindest ein Teil der Anleger ist zunehmend frustriert. Sie hoffen auf eine Korrektur im DAX, die bislang ausgeblieben ist. Auch wenn die Aufwärtsbewegung an den europäischen und amerikanischen Börsen zuletzt ins Stocken gekommen ist, so fallen doch die Konsolidierungsbewegungen immer moderater aus. Grund hierfür dürften die seit Jahresbeginn zu beobachtenden Umschichtungen aus den Anleihe- in die Aktienmärkte sein
.Denn während die Investoren zunehmend Gelder aus den Schwellenländern abziehen, fassen die Anleger in den alten Industriestaaten wieder beherzter zu. Mit den deutlich verbesserten Wirtschaftsaussichten der USA ist das Schreckgespenst der Deflation aus den Handelssälen verschwunden – stattdessen machen sich einige Anleger schon wieder Sorgen um eine zu stark anziehende Inflation.
Goldilocks”-Szenario für Aktien
Noch sieht die Deutsche Bank aber ein “Goldilocks”-Szenario für Aktien, also kräftiges Wirtschaftswachstum bei geringer Inflation. Solange sich der Preisanstieg in einem Rahmen zwischen 1% und 3% bewegt (aktuell bei 1,6% auf Jahressicht), sollte es für Aktien tendenziell weiter nach oben gehen. Die in der Zwischenzeit erreichten Stände bei den ISM-Indizes implizierten ein Kurspotenzial bis um die 1.400 beim S&P-500.
Zugleich gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass die Federal Reserve angesichts der weiterhin sehr hohen Arbeitslosigkeit in den USA die Zinsen kurzfristig anheben wird. Angesichts der Schwere der Finanzkrise werden die Zentralbanken vermutlich äußerste Vorsicht bei der Einleitung des Leitzinserhöhungszyklus an den Tag legen. Diese Politik könnte sich natürlich im Nachhinein rächen, und zwar in Form deutlich höherer Inflationsraten.
Kleine Korrektur ist wahrscheinlich
Die Historie zeigt, dass ab einem Renditeniveau von 5% bei zehnjährigen US-Anleihen die realen KGVs an den Aktienmärkten anfangen unter Druck zu geraten. Noch besteht also Luft nach oben für die Bewertungen an den Börsenplätzen. Kurzfristig droht eine Korrektur eher aufgrund der technisch stark überkauften Situation und der bullishen Stimmung der Anleger. Nach Einschätzung der Société Générale ist eine Gegenbewegung längst überfällig.
Angesichts des Wunsches vieler Investoren, billiger in den Markt einzusteigen, sollte eine solche aber glimpflich verlaufen. Dennoch ist es sicherlich ratsam, sich gegen schärfere Bewegungen nach unten abzusichern. Angesichts sehr niedriger Volatilitäten ist dies über entsprechende derivative Instrumente aktuell günstig zu bewerkstelligen.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
Zwar könnte im weiteren Jahresverlauf eine sich abzeichnende Topbildung bei den wirtschaftlichen Frühindikatoren zu Turbulenzen an den Börsenplätzen führen. Für die kommenden Wochen erscheint die Aufwärtsbewegung aber – auch aufgrund der guten Geschäftsberichte der Unternehmen – gut unterstützt, wenngleich kurzfristig Korrekturen wie bereits erwähnt jederzeit möglich sind.
Dabei dürfen die übergeordneten Risiken wie die ungelöste Schuldenkrise in der Eurozone oder das aus dem Ruder laufende Staatsdefizit der USA von den Anlegern aber nicht aus den Augen verloren werden, denn diese werden sicherlich irgendwann auf die Börsen zurückfallen. So deuten die Rekordspreads auf portugiesische Staatsanleihen bereits an, was viele Kreditanalysten ohnehin für unvermeidlich halten – den Gang unter den Rettungsschirm.
Quelle: Dow Jones Newswires
Kommentieren | makro | 18. Februar 2011 | 15:04 Uhr |
|
-
Teil 2: Das Puzzle fügt sich
Die roten Studiowände bilden einen markanten Farbklecks. “makro” will schließlich eindeutig Position beziehen. Die Spiegelwände reflektieren das Geschehen von allen Seiten. Das will auch “makro”.
1 Kommentar | makro | 16. Februar 2011 | 15:58 Uhr |
|
-
Teil 1 – Der Aufbau beginnt
Das neue “makro”-Studio im Rohbau. Fertig ist anders, aber es ist ein Anfang. Wenn nur diese Rollen nicht wären…
Kommentieren | [3sat.makro] Carsten Meyer | 14. Februar 2011 | 11:30 Uhr |
|
-
Es wird ernst
Die Möbelpacker rücken an. Mit dabei: das nigelnagelneue Design von makro. Das 3satbörse-Studio wird ab heute Nachmittag endgültig abmontiert, ausgemustert und eingemottet. Ab morgen früh wird dann das neue makro-Studio aufgebaut. Wenn alles glatt geht, gibt es bereits nachmittags erste Lichtproben. Am Sonntag wollen wir bereits eine komplette Sendung durchspielen, damit es beim Sendestart am 4. März keine unangenehmen Überraschungen gibt.Unser Redakteur Markus Böhnisch wird die Auf- und Umbauten über das Wochenende mit der Kamera begleiten. Ab Montag stellen wir die Kurzvideos online. Dann kann jeder schon einmal einen virtuellen Blick hinter die Kulissen werfen.
Kommentieren | makro | 11. Februar 2011 | 15:48 Uhr |
|