Fußball: Reden Sie mit!

Christiano Ronaldo ist mit 90 Mio. Euro Marktwert der teuerste Spieler von Real Madrid.

Christiano Ronaldo (r.) ist mit 90 Mio. Euro Marktwert der teuerste Spieler von Real Madrid. Bild: ap

Das Endspiel in der Championsleague zwischen Bayern München und dem FC Chelsea war auch ein Spiel zwischen zwei verschiedenen Geldkonzepten. Hier ein solide wirtschaftender Verein, dort miliardenschwerer Interessenfußball. Soziale Marktwirtschaft gegen Fußball-Kapitalismus.

Die Vereine der 1. Bundesliga haben im internationalen Vergleich wenig Schulden, 12 der 18 Klubs machten zuletzt sogar Gewinne. So weit so gut, aber die richtig großen Umsätze, die machen die anderen. Die Ligen in Großbritannien, Spanien oder Italien sind dagegen echte Geldmaschinen. Zerstört der Kommerz den Fußball oder beflügelt er die sportlichen Leistungen? Diskutieren Sie mit unserem Fußballexperten Michael Ashelm, Sportredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Meinungen.

Hinweis: Es wird ein paar Minuten dauern, bis unser Studiogast nach der Sendung einsatzfertig an einem Rechner sitzt.

makro

makro - Jeden Freitagabend bietet makro Orientierung im globalen Wirtschaftsdschungel. Mit Blick für den Menschen und fürs Detail, aber vor allem für die globalen Zusammenhänge.

23 Kommentare | 25. Mai 2012 | 14:42 Uhr | Twittern | Facebook

23 Kommentare

  1. Liebe Zuschauer, liebe Besucher unseres Blogs,
    das makro-Team sagt danke für Ihr Interesse an unserer Sendung und für Ihre Fragen und Statements. Und natürlich auch ein herzliches Dankeschön an unseren Gast, Michael Ashelm von der FAZ.
    Nach dem Blick auf den Wirtschaftsfaktor Fußball schauen wir nächste Woche nach Indien, wo sich ein Milliardenvolk nicht ausreichend ernähren kann. Bis dahin wünschen wir eine schöne Woche.

    makro | 25. Mai 2012 | 22:13 | Antworten
  2. Hallo,
    Sie haben in der Sendung ja zu dem kriminellen Machenschaften rund um den Fußball schon Stellung genommen. Wie groß ist denn konkret die Gefahr für weitere Spielmanipulationen in den großen europäischen Ligen?
    Vielen Dank!
    Peter Pan

    Peter Pan | 25. Mai 2012 | 21:58 | Antworten
    • Die Gefahr ist groß. Das sehen wir an Italien. Besorgniserregend ist es immer dort, wo unregelmäßig Gelder an die Spieler fließen, Vereine in finanziellen Nöten und die Spieler die Versuchung sind, auf kriminelle Angebote einzugehen.

      Michael Ashelm | 25. Mai 2012 | 22:03 | Antworten
  3. Guten Abend Herr Ashelm,
    wie konnte es Red Bull eigentlich gelingen, derart stark bei RB Leipzig einzusteigen? Gibt es nicht Regeln, die das verhindern sollen?
    Danke für eine Antwort,
    L. Wallheimer

    Lukas Wallheimer | 25. Mai 2012 | 21:55 | Antworten
    • Es gibt im deutschen Fußball eigentlich die Investorenregel – aber sie wurde ganz einfach umgangen. Wie in Hoffenheim. Auch da hängt der Verein vom Mäzen Hopp ab. In Leipzig wurde einfach ein neuer Verein gegründet, der die Kapitalgesellschaft unterhält.

      Michael Ashelm | 25. Mai 2012 | 22:01 | Antworten
  4. Nur falls sie noch Zeit haben:

    Würden sie das Szenario eines Zusammenbruchs der Primera Division kurz skizzieren? Ich glaube, dass die Beträge einfach zu exorbitant sind und der Absatzmarkt, bzw. Werbemarkt für Adidas und co. nicht verloren gehen darf.

    Dario Brickart | 25. Mai 2012 | 21:55 | Antworten
    • Also: Vielleicht übernimmt der spanische Staat nicht die Steuerschulden der Vereine, weil er selber pleite ist und die Vereine können auch die anderen Schulden nicht bedienen – dann bleibt eigentlich nur bedingungsloses zurückfahren. Natürlich kennen wir auch “to big to fail”.

      Michael Ashelm | 25. Mai 2012 | 21:59 | Antworten
  5. Hallo Herr Ashelm,
    in einem Beitrag der sendung hieß es gerade, dass vom Verkaufspreis eines Trikots nur ein Bruchteil als Gewinn bei Adidas hängen bleibt. Produzieren die so teuer? Das material kann – bei allerQualität- ja nicht so teuer sein… Oder wer hält da auf dem weg die hand auf? Der DFB, die Fifa oder wer?

    Herzliche Grüße
    Tim Berger

    Tim Berger | 25. Mai 2012 | 21:54 | Antworten
    • Gute Frage! Mitverdiener sind vor allem die Lizenzenvergeber – also Vereine, teilweise Starspieler etc. Real Madrid hat über den Verkauf des Beckham-Trikots einst den Deal nachträglich finanziert.

      Michael Ashelm | 25. Mai 2012 | 21:56 | Antworten
  6. Sehr geehrter Herr Ashelm,

    wie schätzen Sie den Grad der Manipulation bei den Spielen der Bundesliga ein?

    Vielen Dank,
    Anna Berger

    Anna Berger | 25. Mai 2012 | 21:47 | Antworten
    • Die Bundesliga als Topliga leiet wohl nicht so sehr unter der “Krankheit”. Grund: Die Spieler verdienen sehr hohe Gehälter, deshalb ist die Versuchung nicht so groß. Problem ist in den Ligen darunter.

      Michael Ashelm | 25. Mai 2012 | 21:49 | Antworten
  7. Hallo Herr Ashelm.

    Mit Interesse habe ich die Sendung verfolgt. Nun habe ich eine Frage zur aktuellen Situation in der Bundesliga:

    Borussia Dortmund stand vor einigen Jahren vor einem wirtschaftlichen Scheiterhaufen – und ist nun auf einmal sehr erfolgreich.
    Ist es auf Dauer realistisch, dass der Verein aus dem Ruhrpott an den wirtschaftlichen Erfolg des FC Bayern anknüpft? Wie schätzen Sie überhaupt die momentane wirtschaftliche Situation bei Dortmund ein?

    Vielen Dank

    Blutgrätsche | 25. Mai 2012 | 21:43 | Antworten
    • Dortmund hat eine sehr gute Chance, an den FC Bayern aufzuschließen. Die Rahmenbedingungen passen: große Fanbase, riesiges Stadion, gute Vermarktungsmöglichkeiten etc. Mit klugen wirtschaftlichen und sportlichen Entscheidungen ist da was drin – vielleicht ähnlich der Situation in Spanien zwischen Real und Barca.

      Michael Ashelm | 25. Mai 2012 | 21:47 | Antworten
  8. Hallo Herr Ashelm,

    wir haben gerade das Live-Gespäch mit Ihnen verfolgt. Danke für die guten Informationen und anregenden Gedanken!
    Hoffentlich sehen wir Sie bald mal wieder…

    Herzliche Grüße,
    Baerbel Ebner

    Ebner | 25. Mai 2012 | 21:42 | Antworten
  9. Interessant habe ich ihre These des möglichen Zusammensturz eines hochverschuldeten Systems wie das der Primera Division gefunden.
    Dennoch finde ich es sehr gewagt, davon zu sprechen, dass diese Finanzpolitik der Vereine als verschwindend geringer Teil der Wirtschaft Spaniens tatsächlich mit den deutschen Steuergeldern zusammenhängt.
    Meine Frage: Wie hängen ihrer Meinung denn die wirtschaftlichen Krisen mit dem wachsenden kommerziellen Erfolg des Fussballs zusammen? Monetäres Opium für das verarmte Volk?

    Dario Brickart | 25. Mai 2012 | 21:40 | Antworten
    • Hallo,

      es ist sicherlich etwas zugespitzt, wenn ich die deutschen Steuergelder ins Gespräch bringe. Bezüglich Ihrer Frage: Als in den USA die große Wirtschaftskrise ausbrach im vergangenen Jahrhundert, war Hollywood der größte Profiteur. Die Leute wollten unterhalten werden. Da gilt auch für den Fußball…..

      Michael Ashelm | 25. Mai 2012 | 21:45 | Antworten
      • Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

        Dario Brickart | 25. Mai 2012 | 21:49 | Antworten
  10. Guten Abend, Herr Ashelm!
    Kann die EM in Polen un der Ukraine einen Wirtschaftsschub bewirken?
    Vielen Dank!

    Rubbermaid | 25. Mai 2012 | 21:40 | Antworten
    • Hallo,

      natürlich geht es da auch um einen Wirtschaftsschub in gewissen Bereichen. Interessanter bei der Ukraine ist aber wohl eher die Wirkung auf die Situation der Menschenrechte.

      Michael Ashelm | 25. Mai 2012 | 21:42 | Antworten
      • Heißt das aus Ihrer Sicht, dass eine EM als Wirtschaftsmotor total überschätzt wird? was kann man den rückblickend zur WM in Südafrika sagen? Hat das Land was davon gehabt?

        Rubbermaid | 25. Mai 2012 | 21:48 | Antworten
        • Ein Fußballturnier hat seine wirtschaftliche Wirkung – aber kostet auch sehr viel für den Ausrichter. Interessant sind eher die weichen Faktoren: identiättsstiftend für eine Gesellschaft, globale Aufmerksamkeit, Fokussierung auf Probleme eines Landes, Modernsisierung der Infrastruktur (Verkehr)….die sonst nie in Angriff genommen worden wäre.

          Michael Ashelm | 25. Mai 2012 | 22:10 | Antworten
  11. Hallo liebe Zuschauer,

    stehe jetzt zur Verfügung, Ihre Fragen zu beantworten.

    Michael Ashelm

    Michael Ashelm | 25. Mai 2012 | 21:36 | Antworten

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