USA – Reden Sie mit!

Bild: dpa

Was wird aus den USA? Die jährliche Neuverschuldung liegt seit der Finanzkrise jenseits der Billionen-Dollar-Grenze. Die politischen Parteien liegen sich im Schützengraben gegenüber. Der Häusermarkt, Herzstück der amerikanischen Misere, liegt immer noch in Trümmern, die Stimmung der Kleinunternehmer im Keller.

Andererseits geht es den großen, international operierenden Konzernen glänzend. Apple sitzt auf 100 Mrd. Dollar Cash und selbst Groß-Pleitier General Motors steht wieder voll im Saft. Gestern erklärte der Autobauer aus Detroit den größten Gewinn seiner 103-jährigen Geschichte: 9,2 Mrd. Dollar. Außerdem ist man mit 9 Mio. verkaufter Autos wieder vor Toyota die Nummer 1.

Überhaupt zeigen die Konjunkturdaten der letzten Monate ein zunehmend freundliches Bild. Ausgerechnet der produzierenden Sektor, seit Jahrzehnten durch Produktionsverlagerungen in Billiglohnländer gebeutelt und auf unter 10% der Wirtschaftsleistung geschrumpft, gibt Lebenszeichen. Zum einen steigen die Produktionskosten in den Schwellenländern, zum anderen fördert die Politik des schwachen Dollars amerikanische Exporte.

Wie steht es wirklich um die USA? Werden sie uns Europäern wieder vormachen, wie man sich neu erfindet? Oder ist unter der Oberfläche alles noch viel kaputter als hier?

Prof. Max Otte, Volkswirtschaftler, Vermögensverwalter und Buchautor, ist ausgewiesener Amerika-Kenner. Er hat in Princeton promoviert, an der Boston University gelehrt und besitzt einen amerikanischen Pass.

Im Anschluss an die Sendung steht Otte den Zuschauern Rede und Antwort hier in unserem Blog.

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Hinweis: Es wird ein paar Minuten dauern, bis unser Studiogast nach der Sendung einsatzfertig an einem Rechner sitzt.

makro

makro - Jeden Freitagabend bietet makro Orientierung im globalen Wirtschaftsdschungel. Mit Blick für den Menschen und fürs Detail, aber vor allem für die globalen Zusammenhänge.

127 Kommentare | 17. Februar 2012 | 18:32 Uhr | Twittern | Facebook

127 Kommentare

  1. „Der Sparer erzeugt mehr Ware, als er selbst kauft, und der Überschuss wird von den Unternehmern mit dem Geld der Sparkassen gekauft und zu neuen Realkapitalien verarbeitet. Aber die Sparer geben das Geld nicht her ohne Zins, und die Unternehmer können keinen Zins bezahlen, wenn das, was sie bauen, nicht wenigstens den gleichen Zins einbringt, den die Sparer fordern. Wird aber eine Zeitlang an der Vermehrung der Häuser, Werkstätten, Schiffe usw. gearbeitet, so fällt naturgemäß der Zins dieser Dinge. Dann können die Unternehmer den von den Sparern geforderten Zins nicht zahlen. Das Geld bleibt in den Sparkassen liegen, und da gerade mit diesem Geld die Warenüberschüsse der Sparer gekauft werden, so fehlt für diese jetzt der Absatz, und die Preise gehen zurück. Die Krise ist da.
    Hier nun wollen die Umgestalter der Notenausgabe eingreifen. Sie sagen: warum ist die Krise ausgebrochen? Weil die Preise fielen, und die Preise fielen, weil es an Geld fehlte, d. h., weil das vorhandene Geld wegen des herabgesetzten Zinsertrages der Sachgüter nicht angeboten wurde:

    http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Zeitreihen/WirtschaftAktuell/Schluesselindikatoren/Verbraucherpreisindex/liste__vpi,templateId=renderPrint.psml

    Gut denn, so lassen wir die Sparer und Sparkassen im Besitz des Geldes. Sie mögen das Geld verscharren. Und wir drucken neues dafür. Der Staat verfertigt Geld und liefert es den Unternehmern, wenn die Sparer und Kapitalisten es ihnen vorenthalten. Sinkt der Zins der Realkapitalien, so geht der Staat mit dem Zins auch herunter. Können die Unternehmer nur noch 3-2-1% aus den Häusern, Fabriken, Schiffen schlagen, so geben wir den Unternehmern das Geld für 3-2-1%, und wenn es sein muss, zu 0%.
    Das klingt ja gut; der Vorschlag ist einfach, und man hält ihn für verständig. Aber er klingt nur gut für den Laien. Ein geübtes Ohr vernimmt da schrille Misstöne.“

    Silvio Gesell („Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“, 1916)

    Nachdem seit einem Jahrhundert alle wesentlichen makroökonomischen Zusammenhänge vollständig geklärt sind, immer noch nichts begriffen zu haben, ist eine „Leistung“, die der „hohen Politik“ so schnell keine andere Disziplin nachmachen kann:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/10/vollinvestition.html

    Stefan Wehmeier | 21. Februar 2012 | 15:37 | Antworten
  2. Verehrter Prof.Otte, ich gehe davon aus daß Sie die Bereicherung der deutschen politischen Landschaft mit den Durchbruch der Partei “Die Piraten” analysiert haben; würde eine solche politische dynamisch demokratische Organisation nicht die Lösung (insbesondere) für die USA darstellen – was halten Sie diesbezüglich von der Schwarmintelligenz-Theorie die von der Piraten-Partei praktiziert wird ?

    Trap | 17. Februar 2012 | 22:56 | Antworten
  3. Guten abend Herr Max Otte,
    Wenn es die Finanzindustrie nicht gäbe, wäre die Eurozone die stabilste Regiion überhaupt.Der Euro hätte den Dollar als Weltleitwährung abgelöst und die Wallstreetfirmen könnten nicht länger mit grün gedrucktem papier die Reichtümer der Welt aufkaufen. Die Wallstreetbanken wollen das nicht zulassen, und sie versuchen den Euro zu sprengen, sobald er dem Dollar gefährlich wird.Ein Land nach dem anderen wird gezielt angegriffen.
    Schon bei der Aufnahme Griechenlands hatte Goldman Sachs die Finger im Spiel.
    Auch werden Banker und Ableger der Goldman Sachs Bande in Länder als Regierungschefs installiert wie Papademos in Griechenland und Monti in Italien und Draghi bei der EZB Bank
    Für mich ist das alles kein Zufall.
    Sehen sie das auch so !!!!!

    Astrid Mohr | 17. Februar 2012 | 22:45 | Antworten
  4. makro

    Sehr geehrte Zuschauer, liebe Besucher unseres Blogs. Die Redaktion makro bedankt sich ganz ausdrücklich für das Interesse an unserer Sendung und die rege Beteiligung an unserem Chat. Und natürlich bei Prof. Max Otte für die ausführliche Beantwortung der Fragen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nicht alle Fragen und Stellungnahmen beantwortet werden können.

    Natürlich kann gerne weiter diskutiert werden.

    Guten Abend & ein schönes Wochenende wünscht
    die Redaktion makro

    makro | 17. Februar 2012 | 22:31 | Antworten
  5. hallo herr otte
    wie sind die gr kreditausfallversicherungen auf banken und wirtschaft zu bewerten?
    mfg

    friedrich lukas | 17. Februar 2012 | 22:25 | Antworten
  6. Ein Wirtschaftssystem reguliert sich nur dann selbst, wenn es nicht manipuliert wird und das gibt es nicht.

    Jörn Kressmann | 17. Februar 2012 | 22:22 | Antworten
  7. Sehr geehrter Herr Prof. Otte,

    Ich glaube das sich das Wirtschaftsythem von selbst reguliert, wenn die Subvention von Sinnlosen Produkten reduziert werden muss. Es ist nur eine Frage der Zeit sich auf subventionswürdige “gute Produkte” zu einigen. D. h. diese Produkte welche der Ethik einer Bevölkerung entsprechen werden sich über längere Sicht durchsetzen. Die Ethik eines Volkes ergibt sich aus der Reflexion der Wertschätzung. Ein “gutes Produkt” erzeugt durch sich selbst eine Wertschätzung. “Z. B. das selbstgebackene Brot” eignet sich wunderbar als wertschätzendes Geschenk. Und wenn es erst im kleinen gelingt, wird eine selbsterhaltende Dynamik angeregt. …Das Dynamische Prinzip der “(Selbst-) Werterhaltung mit Gottgefälligen Qualitäts-Produkten”

    Andreas Kuhn | 17. Februar 2012 | 22:17 | Antworten
    • Ich wünsche allen einen guten Abend!

      Max Otte

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:21 | Antworten
  8. Abschaffung der Todesstrafe
    Reduktion des Militärhaushaltes
    Steuereinnahmen leistungsgerecht erhöhen
    Infrastruktur-Programme
    Einrichten eines vernünftigen Sozialsystems und sozialen Wohnungsbaus
    Kaufkraft von oben nach unten
    Einführung des dualen Bildungssystems
    Kündigungsschutz erhöhen
    Waffenverbot etc….

    David | 17. Februar 2012 | 22:07 | Antworten
    • Gute Ansätze. Es wäre schön wenn wir Amerikaner unsere militärausgaben züruck schrauben könnten…aber wir sind das einzige demokratisches Land mit einer kampffähigen Armee….wer würde Nord Korea, Iran, Taliban, etc. im Schach halten sonst?

      Die Europäer haben sich den letzten 60 jahre auf unser Schutz verlassen… wenn sie ein Armee bezahlten wie wir es tun, dann würden sie nicht so viel haben für sozial Ausgaben….es ist einfach so. Ihr seid Athen aber Amerika…….THIS IS SPARTA!!!!!

      Und die Feinde sind immernoch die Perser!!!

      John Saudino | 17. Februar 2012 | 22:18 | Antworten
  9. Hallo Herr Otte,die letze Wirtschaftskrise bzw. Hyperinflation in den 20ern konnte nur durch einen Weltkrieg überwunden werden.Nun stellt sich bei mir die Frage wie wir diese weltweite Wirtschafts und Finanzkrise überwinden.Ich habe das Gefühl, dass die Überwindung dieser Krise durch ein Finanzkrieg von Seitens der USA versucht wird und bedarf es nicht an Hand vor dem herannahenden Ausgehen von Rohstoffen nicht ein völliges Umdenken der Menschen in der westlichen Welt.

    Jörn Kressmann | 17. Februar 2012 | 22:05 | Antworten
    • Etwas unruhig bin ich auch. Aber Geschichte ist ein offener Prozess.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:18 | Antworten
  10. Welche Bücher wurden Sie empfehlen die Volkswirtschaftlich die Weltwirtschaft erklärt?

    Julian | 17. Februar 2012 | 22:05 | Antworten
    • Da gibt es auf Deutsch leider nicht so viel Gutes. Robert Gilpin: The Political Economy of International Relations. Röpke: Internationale Ordnung heute. (50 Jahre alt…)

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:19 | Antworten
  11. hallo herr otte
    wie sehen sie die gefahren einer griechenland insolvenz auf
    amerikanische banken/wirtschaftweltweit durch ausfallversicherung mfg

    friedrich lukas | 17. Februar 2012 | 22:02 | Antworten
  12. In einem Ihrer Bücher Wiesen Sie auf dennächsten Crash – das Plätzen der Kreditkarten Blase – hin. Wie akut und aktuell ist diese Gefahr? MfG Gerd Simon

    Gerd Simon | 17. Februar 2012 | 22:01 | Antworten
    • Gering. Da gibt es schlimmere Blasen: Staatsanleihen weltweit, Immobilien in China, etc.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:17 | Antworten
  13. Bei allen tollen Vorschlägen darf man ähnlich wie bei Griechenland nicht vergessen, dass bei allen Maßnahmen immer auch die Kultur, die Gesellschaft des jeweiligen Landes nicht außer Acht gelassen werden darf. Spritpreise erhöhen ist wie schon erwähnt i.d.R. nicht durchsetzbar. Alleine bei der Gesundheitsreform gab es viele Amerikaner die dieses System abgelehnt haben mit dem Sazt: Ich will selbst bestimmen was ich haben will und was nicht. Selbstbestimmung und “Freiheit” ist ein sehr tief verankertes “Gut” in der amerikanischen Gesellschaft. Des weiteren muss Amerika für seine Position der “Weltpolizei” in den letzten Jahrzenten bezahlen. There is no free lunch. Irgendwer wird früher oder später für die Sünden der Vergangenheit bezahlen müssen. Und meist sind es die, die vorher nicht in dem Maße profitiert haben, wie die 1-10%. Siehe Griechenland; die politische Elite hat das LAnd dahin gebracht, sicherlich ducrh exportorientierte Nationen unterstützt, wo es jetzt steht und wer bezahlt? Das gemeine Volk, dass nicht wirklich von den letzten Jahrezehnten profitiert hat. Mein kurzes Fazit: Ohne einschneidende Maßnahmen ist Amerika am Ende, ob mit Inflation oder ohne. Jede Weltmacht in der Geschichte ist gescheitert und die USA werden es wahrscheinlich auch.

    Alex Reich | 17. Februar 2012 | 22:01 | Antworten
  14. Ein IRC kanal wuerde sich besser eignen fuers chatten, aber nichts flashiges (von adobe)!

    Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:59 | Antworten
  15. Danke 3sat für die Doku und danke
    Herr Otte für ihre klare Sicht und Darstellung. Habe einige Male die usa bereist. Faszinierend bis Schockieren. Lebe nun die Hälfte des Jahres in Russland und empfinde das Gleiche nur mit dem Unterschied dass sich dort etwas aus der Resignation herraus entwickelt. Die Probleme die es dort real gibt ungleich poulisiert werden im Gegensatz zu den realen Problemen in usa.
    Die Situation der Menschen im mittleren Westen insbesondere der First Nation sind katastrophal. glaub im letzten Jahr erst erhielt die UN offiziell eine Genehmigung die Zustände zu begutachten….

    Dietmar | 17. Februar 2012 | 21:55 | Antworten
    • Lesen Sie mal de Toqueville von 1836 zu Russland und Amerika.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:16 | Antworten
  16. Hallo Herr Prof. Otte,

    Ihr Ausblick für die USA Klang ja recht pessimistisch. Dennoch erreichten S&P und Dow täglich neue Höchststände. Sehen Sie eine Fortführung dieses Trends? Wenn ja, welche Unternehmen würden Sie bevorzugen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Max

    Max | 17. Februar 2012 | 21:52 | Antworten
    • Apple, Amazon, Bank of America, McDonalds, Boing

      Franz Meyer | 17. Februar 2012 | 21:55 | Antworten
    • Ich investiere derzeit lieber in Europa. Die Unternehmen sind noch billiger zu haben.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:15 | Antworten
  17. Super, Prof. Otte gibt zwei, drei Antworten, und Ende.

    nauti | 17. Februar 2012 | 21:51 | Antworten
  18. Hallo Herr Otte,
    ich studiere Ingenieurwissenschaften und bin doch etwas erschrocken darüber wie schlecht wir Deutschen im Vergleich zu den Amerikaner und Nordasiaten stehen.

    Ich finde, dass in den noch nicht ganz ausgelutschten Naturwissenschaften (Licht, Optik, Halbleiter, Informationstechnik, Kameras, Bildverarbeitung, Gentechnik, Biotechnik, etc.) dort mehr gemacht wird als hier.

    Der TV-Bericht hat mich etwas schockiert über die Lage in den USA.

    Täusche ich mich Herr Otte?

    Vielen Dank
    Frank L.

    Frank | 17. Februar 2012 | 21:50 | Antworten
    • Die USA ist gut in High-Tech. In Mid-Tech sind wir in Deutschland noch Spitze. Wir bräuchten aber eine positivere Einstellung zu Naturwissenschaften und Technik. Das war es, was unser Land vor 150 an die Spitze und zum Weltmarktführer gemacht hat. Schön, dass Sie Ingenieurwissenschaften studieren. Wie bräuchten mehr von Ihnen.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:14 | Antworten
  19. Herr Otte, in den letzten Interviews erwähnen Sie Spanien öfter als vor 1-2 Jahren….. Sehen Sie die Lage meines Landes wirklich schlechter? Wenn ja, sind Sie nicht der Meinung, dass es den Euro verlassen müsste? Wenn das passieren würde, wie würde Ihrer Meinung nach die Gesamtverschuldung dieses Landes bleiben(bzw. Griechenland, Italien, Portugal usw.), wenn Spanien eine neue lokale Währung einhält….. Sind die deutsche Banken wirklich für so eine “finanzielle Supergau vorbereitet? Ich gehe davon aus mit einer Rückkehr zur Drachme, Peseta, Lira, etc… muss eine harte Umschuldung von allen akzeptiert werden, sonnst haben alle diese Länder keine Chance aus der Krise raus zu kommen. Danke im Voraus für Ihre Antwort, MfG aus Berlin

    Manuel Fernandez | 17. Februar 2012 | 21:48 | Antworten
    • Spanien hat eine relativ niedrige Staatsverschuldung und ist reformwillig.
      Ich sehe da keine Gefahr.
      Wenn, dann eher schon in Italien langfrisitg.

      Dennis Menace | 17. Februar 2012 | 22:09 | Antworten
    • Ja, ich plädiere seit langem für einen Austritt Griechenlands, Spaniens, Portugals und Irlands. Nicht Italien, das ist eine Gründungsnation der WEG. Außerdem geht es Italien relativ gut. (4,5% Defizit, USA 10,8%).

      Die Länder müssten aus der Eurozone raus, Schuldenschnitte, ggf. Rettung einiger Banken, die dann notwendig würde, Marshallplan.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:13 | Antworten
  20. Ich bin Amerikaner, wohne in Europa seit 18 Jahren. Aktuell gibt es in den USA eine Situation die änlich ist wie im antiken Rom. Barack Obama spielt die Rolle des Tiberius und Gaus Grachus. Er ist der letzte Chance für das Land. Die reichen Patrizier, die alles für sich pachten wollen bestehen auf ihre neoliberalen Wahnsinn. Sie blokieren alles im Kongress und können durch ihr Geld das politisches System kaufen über Wahlspenden und jetz durch anonym finanzierte “Attack Adds” gegen Demokraten…. Das ist was Sie irgendwie nicht erwähnt haben in der Sendung…diese idiologische Auseinandersetzung, die im November höffentlich zu gunsten des Volkes entschieden wird.

    John Saudino | 17. Februar 2012 | 21:47 | Antworten
    • und was machst du jetzt hier?

      Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:50 | Antworten
    • John Saudino. Kluge Worte. Lesen Sie mal Oswald Spengler zu dem Parallelen zwischen Rom und der Neuzeit.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:11 | Antworten
  21. Hallo Herr Otto,
    wie oben bei Nguyen interessiert mich, wie Fitch, S&P, etc. für die USA AAA noch halten kann – gibt es hierfür einen einzigen rationalen Grund oder ist es wie man es selbst als mehr wahrscheinlich hält: Der Vogel … nicht ins eigene Nest, also hier eben nicht in den dogmatischen Finanzmarkt ?!

    Johannes | 17. Februar 2012 | 21:46 | Antworten
    • das sind nur meinungen, niemand ist daran gebunden und staaten bezahlen nicht dafuer. die waeren in der lage selbst fuer ein imagineres land AAA zu halten :-D

      Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:51 | Antworten
    • Ich sage ja immer wieder, dass die Ratingagenturen eigentlich Instrumente der Planwirtschaft und nicht der Marktwirtschaft sind und dass auch gewisse politische Abhängigkeiten bestehen. Amerika steht Haushaltstechnisch viel schlechter da als Europa.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:10 | Antworten
      • Guten Abend herr Otto,

        wundert mich nicht, die USA haben lieber in einen dummen und sinnlosen Irakkrieg investiert, anstatt sich um ein vernünftiges Sozial- und Gesundheitssystem zu kümmern, mich schokiert es immer wieder, das dort zu geht wie in der 3. Welt.

        Mfg Dragos

        Dragos | 17. Februar 2012 | 22:42 | Antworten
        • …und was hälst du Dragos von der Durchsetzung einer politischen Organisation die nach dem Modell der Schwarmintelligenz-Theorie dynamisch durch und durch demokratisch als Lösung für alle EU-Staaten die in finanziellen Problemen geraten sind – gehe davon aus daß Sie dem Vornamen nach aus RO stammen, das sollte doch wohl auch eine Lösung für RO sein !? Grüße, aus dem Banat.

          Trap | 17. Februar 2012 | 23:24 | Antworten
    • Die Ratingangenturen arbeiten für den Amerikanischen Staat. Das ganze ist doch ein Währungskrieg geworden.

      Julian | 17. Februar 2012 | 22:10 | Antworten
  22. Was ist die Rolle Chinas in dieser Amerikanischen Schuldenkrise, halten sie doch die meisten Amerikanischen Staatsanleihen und sind somit the flip side of the coin ?

    Jochen Drahorad | 17. Februar 2012 | 21:46 | Antworten
    • Ja, aber die Chinesen sind ja in einer Symbiose: sie können die Devisen nicht einfach abstoßen, dann wäre ihr Außenhandel gefährdet. Also sind sie eher vorsichtig.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:09 | Antworten
  23. Ein Weg für die USA, das Defizit zu reduzieren wäre doch, den gigantischen Militär-Etat zu reduzieren.

    Wird das denn auch diskutiert oder ist das Thema Tabu?

    Oliver Nowak | 17. Februar 2012 | 21:44 | Antworten
    • Der Militär-Etat wird stark reduziert.
      War heute in den Nachrichten!

      Anna | 17. Februar 2012 | 21:51 | Antworten
      • heute? die sind ja schon seit 2009 am militaer etat zu reduzieren, allerdings nicht besonders stark und deswegen ist alles zu wenig. und wenn die drastisch kuerzen wuerden, dann koennten die alles ausserhalb vergessen, vor allem polizisten in der welt spielen. das wuerde nicht mehr gehen.

        Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:57 | Antworten
        • Kürzungen im Verteidigungshaushalt sind keine Kürzungen im Militär-Etat insgesamt. Zum Beispiel werden Ausgaben für die Nuklearwaffenforschung unter dem Energiehaushalt verzeichnet, Geheimdienstausgaben werden gar nicht aufgeführt.

          Darüber hinaus sind die Sparmaßnahmen wohl kaum langfristig angelegt, Tendenzen dieser Sparmaßnahmen im Militär gab es bereits früher zu “Krisenzeiten”, sobald es den USA wirtschaftlich wieder besser ging, wurde dies allerdings wieder rückgängig gemacht.

          Die wirtschaftlich-militärische Verpflechtung ist in den USA in einem erschreckenden Maß ausgeprägt, der Einfluss des Militärs und der Militärindustrie auf die politische Entscheidungsfindung sehr groß, eine tatsächliche Reduzierung des Militärs ist daher gar nicht wirtschaftliches Interesse – und schon gar nicht außenpolitisches Interesse der USA.

          Alissa | 19. Februar 2012 | 13:09 | Antworten
  24. Ich habe gerade einige Bemerkungen zu Kondratieff gemacht und würde mich über eine Antwort Herrn Prof. Ottes freuen…

    Waltomax | 17. Februar 2012 | 21:44 | Antworten
  25. Lieber Herr Professor Otte, wie ist es möglich, dass in einem Land, in welchem der Spitzensteuersatz sogar mal über 80% bzw. sogar mal über 90% lag, selbst moderate Steuererhöhungen für Spitzenverdiener mit dieser Vehemenz abgelehnt werden? Und diese Ablehnung mindestens teilweise auf viel Zustimmung stößt, obwohl die übergroße Mehrheit der Amerikaner in einer prekären oder mindestens gefährdeten wirtschaftlichen Lage ist und weit davon entfernt ist, zu den Spitzenverdienern zu gehören?

    Alexander Koch | 17. Februar 2012 | 21:44 | Antworten
    • Das ist eines der großen Rätsel der amerikanischen Psyche, das ich auch nach 10 Jahren dort nicht gelöst hatte. Wahrscheinlich geht es immer noch auf die Pioniermentalität, darauf, dass jeder unbedingt nur für sich selbst verantwortlich sein soll, zurück.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:08 | Antworten
      • danke für Ihre Antwort.

        Alexander Koch | 17. Februar 2012 | 22:23 | Antworten
  26. Herr Professor Otte, hat der Dollar noch eine Perspektive als Leitwährung?

    Rainer Lippert | 17. Februar 2012 | 21:43 | Antworten
    • Er ist im Abstieg begriffen. (Teilweise) deswegen auch die Kriege in Nahost. Die nächsten Jahre werden spannend und nicht ganz ungefährlich.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:07 | Antworten
  27. Guten Abend.
    Herr Prof. Otte, können Sie mir die Frage beantworten, ob es gegenwärtig gute Möglichkeiten (evtl. staatlich geförderte) einer Unternehmensgründung (Dienstleistungsbereich/einige Arbeitnehmer) in den Vereinigten Staaten gibt? Welche Bundesstaaten?
    Ist eine solche Investition jetzt, eher als erhöht riskant zu bewerten?
    Vielen Dank.

    Ulf Kuller | 17. Februar 2012 | 21:43 | Antworten
    • Das kommt doch ganz auf Ihr Geschäftsmodell an… dazu kann ich nicht sagen. Wenn Sie aber 1-2 Mio. Investition mitbringen und einige (7) Arbeitsplätze schaffen, dürften Sie eine Genehmigung bekommen können.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:06 | Antworten
    • Sehen Sie lieber Herr Kuller!
      Das meine ich! Warum investieren Sie nicht hier im Lande und schaffen hier Arbeitsplätze?? Sind unsere Unternehmer allesamt inzwischen verantwortungslose, vaterlandslose Gesellen???
      Gruss aus Köln!
      Hans Grunwald Managementtrainer
      http://www.hans-grunwald.de
      Wertemanagement
      Ethische Unternehmensstrategien

      hans grunwald | 18. Februar 2012 | 08:56 | Antworten
  28. hallo herr otte!
    Das Problem der weltweiten ständigen Arbeitsplatzvernichtung durch ständige Verlagerung und Rückverlagerung wie jetzt in USA, liesse sich doch einfach, klar und radikal lösen wenn man das Recht auf Arbeit weltweit als MENSCHENRECHT einführen würde!!! Unternehmer haben eine gesellschaftliche Mitverantwortung, was sonst, in jedem Land. Machen wir eine Kampagne dafür! Ich mache mit!! Gruss aus Köln!
    Hans Grunwald
    Managementtrainer

    hans grunwald | 17. Februar 2012 | 21:43 | Antworten
    • Keine Schlechte Idee. Allerdings Recht = Pflicht. Bei Bismarck waren wir in Preußen schon fast soweit. Aber unsere Kampagne alleine würde wenig bewirken, wenn sich nich einige führende Regierungen dahinter stellen.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:05 | Antworten
  29. Eine Frag an Herrn Prof. Otte:

    Wie lange, denken Sie, wird Amerika noch brauchen, bis sich das Land einigermaßen von der Wirtschaftskrise erholt hat?

    Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus.

    Mfg,

    Minh

    Minh | 17. Februar 2012 | 21:43 | Antworten
    • Eine zyklische Erholung vielleicht in 2-3 Jahren, wenn alles gut geht (kann aber auch nicht gut gehen). Eine grundlegende Strukturreform: 1-2 Jahrzehnte.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:04 | Antworten
  30. Die USA kiönnen nur noch eines sich Gesund schrupfen vor allem im Millitär -Bereich dort sind so viele Milliarden einzusparen kein anderes Land in der Welt kann sich über 10 Flugzeugträger leisten!Genau das gleiche mit der großen Nuklearbewaffnung, diese Waffen in Stand zu halten kosten extrem viel Geld!Und ganz zu schweigen von der großen Air Force! Wenn man den Millitärposten auf 1/4 bringen würde wäre ein Großteil der 400Milliarden Millitärhaushalt einzusparen!Zudem muss man wieder ein Produktives Gewärbe aufbauen.Dafür dürfen aber die Lohnkosten nicht hoch sein.Die Arbeitnehmer müssen sich dann daran gewöhnen das sie auf Jahre keine Lohnzuwächse mehr bekommen.Streiks müssen verhindert werden.Nur so kann man ein Produktives Gewerbe aufbauen.Zudem müssen die USA sich auf eine Energie Politik einlassen entweder Nuklear oder die Güne Enmergie Politik.Eines vón beiden. Ich wäre für die Grüne Energie Politick dadurch könnten weitere Jobs entstehen.

    Francis | 17. Februar 2012 | 21:43 | Antworten
    • Mit dem Militär sicher sich Amerika aber seinen Zugang zu billigen Rohstoffen und seine dominante Rolle in Europa. Professor Bachevich von der Boston University spricht von einem imperialen Habitus, und dass die Amerikaner nur noch außenpolitisch konsensfähig sind, innenpolitisch aber nicht mehr.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:03 | Antworten
  31. Ich finde es immer wieder interessant wie jeder Ökonom im TV das Desaster USA darstellt zugleich aber sagt es wäre nicht so schwer aus diesem Loch wieder herauszukommen.

    - 15 Billionen Schulden
    - Über 10% Arbeitslose
    - Kaum noch Industrien außer Orte wie Silicon Valley die auch nur für Hochqualifizierte zugänglich sind
    - Infrastruktur ist in einem mieserablen Zustand ( Sowohl Straßen und Brücken wie auch das Stromnetz)
    - Militärhaushalt bläst weiterhin zu viel Geld in den Wind
    - Nach über 20 Jahren Deregulierung der Börse gibt es Finanzprodukte die kaum einer versteht und keinen reelen Hintergrund haben
    - usw..

    Woher soll das Geld kommen??

    Julian | 17. Februar 2012 | 21:42 | Antworten
    • Oder können die Amerikaner ewig Geld drucken?

      Julian | 17. Februar 2012 | 21:44 | Antworten
    • Ich denke, dass ich schon angedeute habe, dass es schwer werden wird. Der Wiederaufbau kann auch nur langsam vonstatten gehen: über erste produktive Firmen, Jobs, erste Ersparnisse, mehr Ersparnisse, harte Arbeite. Sowas kann 1-2 Jahrzehnte dauern.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:01 | Antworten
    • Nur durch die Einsparung eines Drittels der Militärausgaben – ohne die kriegsführenden Kosten in Betracht zu ziehen, haben die USA 15Billionen in einer Dekade um die Hälfte eingespart, es liegt aber nur am Willen und an der unbändigen (anscheinend nicht kontrollierbaren) Gier nach noch mehr Reichtum der Kapitalisten, die hinter dem Steuerpult sitzen – jedwelcher USA-Präsident ist anscheinend nur eine weitere Person die von den Kapitalisten in Schach gehalten wird!

      Trap | 18. Februar 2012 | 01:32 | Antworten
  32. Sehr geehrter Herr Otte,

    der Bericht gerade nannte als Lösungsmöglichkeit für die Schuldenmisere der USA: Inflation.

    Die Geldumlaufgeschwindigkeit sinkt und die Inflationsrate bleibt unterhalb des historischen Mittelwertes trotz der Buchgeldflut der FED. Das Versagen der Zentralbank wird immer deutlicher. Ich sehe keine Lohn-Preisspirale.

    Herr Otte, wie könne die Kredite der FED nachfragewirksam werden, wenn das “”Geld”" nicht im Geldbeutel der Leute ankommt?

    Danke sehr

    MFG
    Stefan Petry

    Stefan Petry | 17. Februar 2012 | 21:40 | Antworten
    • die inflation allein loesst das problem der staatsverschuldung nicht!

      Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:46 | Antworten
    • Das stimmt ganz genau. Man müsst den Geldsegen breiter streuen und die Regeln im Finanzsystem so schreiben, dass produktive Kredite und nicht Kapitalmarktgeschäfte begünstigt werden. Leider sind wir weit davon weg.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 22:00 | Antworten
      • Hallo Herr Otte,

        Ist ein Deleveraging unvermeidbar oder kann das Kreditvolumen Ihrer Meinung nach auf dem heutigen Niveau zementiert werden?

        Danke
        MFG
        Stefan Petry

        Stefan Petry | 17. Februar 2012 | 22:14 | Antworten
  33. Pardon, hier kam die Info, die Nachricht wäre zu schnell abgeschickt worden.

    Rainer Lippert | 17. Februar 2012 | 21:40 | Antworten
  34. Hallo Herr Otte,
    wie bewerten Sie die Möglichkeit mit einem erneut silbergedecketen Dollar “neu durchzustarten”.

    Was könnte als Indiz für ein derartiges Bestreben gewertet werden ?

    MfG
    T.Berger

    Thomas Berger | 17. Februar 2012 | 21:39 | Antworten
    • Die letzte Komission zur Wiedereinführung des Goldstandards hat Ronald Reagan eingesetzt. Aber selbst er konnte sich nicht durchsetzen. Silber wäre etwas ähnliches. Ich glaube nicht, dass die modernen Industrienationen zur Edelmetalldeckung zurückkehren werden. Sie werden u.U. eine Währungsreform durchführen, dann geht es aber mit fiat money weiter.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:58 | Antworten
  35. Hallo Herr Prof. Otte,
    wie sehen Sie die Chance von deutschen Arbeitnehmern in Amerika eine Arbeitsstelle zu finden?
    Sehen Sie bessere Chancen in Kanada, oder anderstwo, durch die hohe Arbeitslosigkeit und Arbeitsbestimmungen in Amerika?

    Armin | 17. Februar 2012 | 21:39 | Antworten
    • Kanada ist gut, wenn Sie qualifiziert sind. Amerika geht am besten über Heirat oder Familiennachzug, sonst ist es doch sehr schwer.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:56 | Antworten
  36. Wie groß ist etwa der Anteil der Amerikaner , die mit nur einem Job nicht über die Rundern kommen an der Gesamtbevölkerung?

    Marc | 17. Februar 2012 | 21:39 | Antworten
    • Geht wahrscheinlich mittlerweile auf die 50 Prozent zu. Geschweige denn von den Familien, die mit einem Job über die Runden kommen sollten (was früher mal Standard war).

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:54 | Antworten
  37. Hallo Herr Otte, wird es in Deutschland letztendlich so kommen wie es heutzutage in den USA ist? Keine oder kaum Sozialversicherung, Waffenbesitz erlaubt, Verarmung breiter Schichten mit allem was dazu gehört, sozialer Abstieg ins Bodenlose, etc…? Vielen Dank, Andreas

    Andreas | 17. Februar 2012 | 21:39 | Antworten
    • Ich hoffe, dass sich Europa seiner Stärken besinnt und dass es nicht so enden wird. Leider ist es aber nicht auszuschließen. Ich habe gerade einen Aufsatz zur ökonomischen Selbstbehauptung Europas für das österreichische Verteidigungsministerium geschrieben. Da skizziere ich die Herausforderungen. Wir müssen schon aktiv werden, damit es bei uns nicht so kommen soll.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:55 | Antworten
  38. Wie wird das enden? Ausweg Krieg ums Öl?

    nauti | 17. Februar 2012 | 21:38 | Antworten
    • Ist leider nicht ganz auszuschließen.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:53 | Antworten
  39. Herr Professor Otte, halten Sie es für richtig, die vermögenden Amerikaner stärker in die Finanzierung des Landes einzubeziehen? Und falls ja, welchem Präsidentschaftskandidaten würden Sie die Umsetzung zutrauen?

    Rainer Lippert | 17. Februar 2012 | 21:37 | Antworten
  40. Guten Abend!
    Sehen Sie in den nächsten 5 Jahren mehr die Gefahren einer Inflation oder gar einer Deflation?
    Wie beurteilen Sie den Geldschöpfungsprozess der FED?
    Welche Rolle spielen in Ihren Augen die Währungsreserven der Chinesen, bzw. welche Rolle sollten diese einnehmen?
    Danke vorweg, viele Grüße!

    Stefan Spranzel | 17. Februar 2012 | 21:36 | Antworten
    • ich wuerde es toll finden wenn wir wieder eine richtige krise haetten mit grosser deflation, weil diese inflation hier ist ja nicht auszuhalten.

      oder wir machen inflation und machen eine waehrungsreform, also strechen wir ein paar nullen.

      Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:45 | Antworten
    • Die Notenbanken wollen Inflation. Leider besteht immer noch auch ein Restrisiko der Deflation, wenn die Stimmung kippt und niemand mehr investiert. Der Geldschöpfungsprozess der Fed ist natürlich eigentlich inflationär. Die Chinesen gehen eigentlich sehr verantwortlich mit ihren Devisen um. Sie müssen den Remnimbi tief halten um zu exportieren, und bekommen dann Dollars. Sie wissen aber, dass das nicht ewig so weitergehen kann.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:52 | Antworten
    • ewig Inflation geht aber auch nicht, denn wenn die Chinesen eine Billion Kredit geben und bekommen eine entwertete Billion zurück, machen die das auch nur einmal und geben nächstes Mal kein Geld mehr

      Franz Meyer | 17. Februar 2012 | 21:59 | Antworten
  41. In den USA schafft des die Minderheit der Reichen immer noch die Armen zu unterdrücken, indem sie die Republikaner fördern. Jeder weiß, dass in den USA die Steuersätze für Reiche steigen muss, doch wie soll man es schaffen?

    Hier ist es aber auch nicht anders. Die Mittelschicht spaltet sich. Die Aufgabe der Politik ist es, sie zusammen zu halten. Extreme sind nie gut.

    Je größer die Konzerne werden, desto fragiler wird die Wirtschaft, desto schwieriger wird die Aufgabe der Politik.

    Geleeme | 17. Februar 2012 | 21:36 | Antworten
    • Das sehe ich auch so.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:50 | Antworten
    • Das die Us Regierung für die Wall Street arbeitet ist sowieso klar. Die meißten waren mal bei Goldman Sachs oder bei einer anderen Bank.

      Julian | 17. Februar 2012 | 21:52 | Antworten
  42. Herr Professor Otte, halten Sie es für richtig, die besserverdienenden Amerikaner stärker in die Finanzierung des Landes mit einzubeziehen? Und falls ja, welchem Präsidentschaftskandidaten würden Sie die Realisierung zutrauen?

    Rainer Lippert | 17. Februar 2012 | 21:35 | Antworten
    • ich finde den ron paul, oder wie der alte heisst cool.

      Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:36 | Antworten
    • Absolut. Die Verhältnisse sind katastrophal. 1% aller Amerikaner haben 40% des Volksvermögens. In dieser Hinsicht Dritte Welt. 50% des Zuwachses der letzten 10 Jahre ging an die reichsten 1%. Natürlich müsste man die Reichen (und auch die Unternehmen) viel massiver besteuern.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:48 | Antworten
  43. http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Otte

    Armin | 17. Februar 2012 | 21:35 | Antworten
  44. Ich hätte noch eine andere Frage an Herrn Otte. Ich interessiere mich sehr für Graham und Fisher´s Ideen. Ich habe auch ein paar Ihrer Bücher gelesen und fande diese sehr gut. Lehren Sie noch an irgendeiner Uni persöhnlich? Im Buch Superinvestoren aus Graham und Doddsville stand etwas von der HS Worms.

    Sören | 17. Februar 2012 | 21:32 | Antworten
    • Das freut mich. Sie können auch die Bücher von Bruce Greenwald, Charles Brandes kaufen. Ich bin jetzt Professor an der Karl-Franzens-Universität Granz. Dort lehre ich aber Management.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:46 | Antworten
      • Danke für Ihre Antwort. Von Bruce Greenwald habe ich auch schon etwas gelesen. Schade, dass es in Deutschland gar keinen Studiengang mit Schwerpunkt Value Investing gibt.

        Sören | 17. Februar 2012 | 21:49 | Antworten
  45. Hallo Herr Otte,

    wo kann man Häuser in Detroit für $ 5.000,– kaufen, über wem und wie?

    Thanks and regards Pedro

    Pedro | 17. Februar 2012 | 21:32 | Antworten
    • also das ist ja nicht normal, das sich hier so schnell einer findet, der hier trittbrettfahren will. es geht nicht um die 5K USD, es geht darum, dass die verhaeltnisse so schlecht sind.

      Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:35 | Antworten
    • Bei jedem Makler in Detroit. Aber das sind Wüsten, wie Sie das aus dem Film “Die Klapperschlange” kennen. Wenn Sie ein solches Haus kaufen, kaufen Sie nur Ärger. Daraus wird nie was. Also lieber etwas mehr investieren und in Gegenden mit Zukunftspotential kaufen.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:45 | Antworten
  46. 1. Konzerne besteuern
    2. Millionäre besteuern
    3. Militärhaushalt um 70% kürzen
    4. NASA-Haushalt um 1000% erhöhen
    5. Mondbasen errichten
    6. He³-Abbau auf dem Mond betreiben

    Franz Meyer | 17. Februar 2012 | 21:31 | Antworten
    • Franz Meyer, ich bin bei Ihnen. Ich finde, dass die Wirkungen der Raumfahrt unterschätzt werden. Aber so visionär scheinen derzeit kaum Politiker zu sein. Beim Bildungs- und Sozialsystem müssten die USA aber auch was machen.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:42 | Antworten
      • Bei ca 1Bill Militärhaushalt würden nach meiner Rechnung pro Jahr 700 Milliarden frei gesetzt werden. Die ISS (Internationale Raumstation) hat in 10 Jahren insgesamt 100 Milliarden gekostet. Also könnte die USA theoretisch mit den Einsparungen pro Jahr 7 ISS bauen, dh in 10 Jahren 70. Ein bemannte Mondbasis kostet ca genauso viel. Also in 10 Jahren 70 bemannte Mondbasen. Das ist eine richtige Stadt. Es gibt in den USA eine Menge Competitions zu autonomen Mondstaub(Regolith)Schürfern oder autonomen Landern und Forschung für Treibstoffdepots im Mondorbit. Das Wissen ist da, es fehlt nur der finanzielle Startschuss.
        Allerdings schläft Europa in der Raumfahrt unheimlich. Das wird sich rächen. Bestimmte Entwicklungen kommen in unterschiedlich schnellen Phasen, dh manchmal passiert 50 Jahre nichts und dann in 10 Jahren sehr viel. Bsp Erfindung Auto, Flugzeug usw
        Der Weg der im Moment beschritten wird hin zu privaten Raumfahrtfirmen ist auch sehr wichtig. Leider schläft auch hier Europa.

        Franz Meyer | 17. Februar 2012 | 21:50 | Antworten
  47. Was ist zur Zeit das größte Problem in den USA?

    Philipp Schöning | 17. Februar 2012 | 21:31 | Antworten
    • Die USA haben etliche Probleme: Immobiliensektor im Koma, schlechte Bildung in der Breite, extrem ungleiche Vermögensverteilung, Staatsdefizite. Da braucht es tiefgreifende Strukturreformen.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:41 | Antworten
  48. so, aber das der max otte ja staendig studiogast ist, das klingt so, als ob es keinen kompetenten in deutschland geben wuerde.

    aber es kann durchaus sein, dass er der einzige ist, der kompetent ist, und das ist nicht lustig, denn das waere armutszeugnis fuer die deutsche elite.

    also da ist deutschland auch nicht viel anders als USA, wo auch viele idioten in fuehrenden wissenschaftlichen posten sind.

    Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:31 | Antworten
    • Ich bin unabhängig und in keinerlei wissenschaftlichem Posten oder Beirat. So kann ich meine Meinung sagen, und das scheinen einige zu honorieren.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:40 | Antworten
      • ja, das sehe ich auch so!

        nur das ist nicht gut, wenn man nur dann die meinung ehrlich sagen kann, wenn man unabhaengig ist und das sind die meisten nicht.

        Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:54 | Antworten
  49. Wie geht es weiter mit den massiven Aufkäufen der FED und den hohen Staatsdefiziten?

    Dennis Menace | 17. Februar 2012 | 21:29 | Antworten
    • Irgendwann muss es massive Inflation geben. Ich habe ja bei Bernanke studiert, der schon damals die die These vertrat, dass man im Zweifelsfalle Inflation schaffen müsse. Da China, Japan und Europa viele U.S.-Anleihen halten, zahlen wir dann mit.

      Die Fed wird weiter aufkaufen.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:39 | Antworten
      • oh gott, das sind aber leute :-(

        Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:43 | Antworten
      • Ich denke, dass mann so viel gar nicht Aufkaufen kann um massive Inflation zu erreichen.
        Bei sinkendem Multiplier und hoher Arbeitslosigkeit

        Dennis Menace | 17. Februar 2012 | 21:50 | Antworten
        • weiter hoher Arbeitslosgkeit meinte ich,

          Oder stimmen die Shadow Government Statistken?

          Dennis Menace | 17. Februar 2012 | 21:52 | Antworten
  50. Ein Sache vergessen wir in Europa immer, wenn wir über USA reden, nämlich das H1-Visum und die Pioniergeist. Was halten Sie diese beiden Fakten, Hr. Otte?

    Nguyen | 17. Februar 2012 | 21:29 | Antworten
    • Das verstehe ich nicht ganz. Ich hatte ja H-1, dann eine Green Card und wurde Staatsbürger. Wenn Sie meinen, dass wir in Europa auch einen Einwanderungspolitik für qualifizierte benötigen, dann stimme ich zu.

      Vom Pioniergeist ist allerdings derzeit nur in einigen Bereichen etwas zu spüren.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:36 | Antworten
      • so ein quatsch. wenn qualifizierte leute nach europa kommen oder in die USA, dann entzieht man das potenzial aus den anderen laendern. die amerikaner sollen sich selber an die nase fassen und die unis reformieren und qualifikation erschwinglich machen.

        Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:39 | Antworten
      • und zweitens ist ja eine US staatsbuergerschaft kein gewinn, denn die gesetze da, also das ist ja schlimmer als in deutschland, das ist kein land in dem man leben moechte!

        Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:41 | Antworten
  51. @ Christian: Die Amies haben kaum S und U-Bahnen wie wir. Das Auto ist bei denen viel nötiger als in Europa. Steuer erhöhen geht politisch nicht denk ich. Ich versteh jedoch nicht wieso USA noch immer mit AAA oder AA bewertet wird, einfach lächerlich…

    Sören | 17. Februar 2012 | 21:26 | Antworten
  52. Warum erhöht die US Regierung nicht wie bei uns den Spritpreis und die Energiekosten durch Steuern? Wenn das geschehen würde, müssten die Ölimporte sinken.

    Christian Rutz | 17. Februar 2012 | 21:00 | Antworten
    • hast du in dem dokument gesehen, was die neben den hausern, die absolut schlecht aussehen, wo die fenster rausfallen fuer autos haben?

      Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:32 | Antworten
    • die amerikaner sind verrueckt, die wohnen in einem erdloch, muessen aber daneben einen SUV haben, also wenn man da die sprittpreise erhoehen wuerden, dann wuerden die sich gegenseitig umbringen, aber auch dazu kommt es, dass die die SUVs mit pferden ziehen werden.

      Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:33 | Antworten
      • “Die Amerikaner” als verrückt zu bezeichnen finde ich ein wenig hart.
        Es gibt genug Menschen in Deutschland, die einen Fernseher wichtiger finden als gesundes Essen auf dem Tisch.
        Ausserdem ist ein funktionierendes Auto in schlecht Nahverkehr ausgebauten Gegenden eine Notwendigkeit und da würde sich bestimmt niemand auf einen alten Fiat Punto verlassen.

        Anna | 17. Februar 2012 | 21:41 | Antworten
        • aber ich sehe schon in der jungen generation, dass die auch in deutschland nicht mehr so auf statussymbole wie autos oder fernseher setzen. ich habe auch kein TV, ich gucke ueber USB DVB-T :-D

          Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:42 | Antworten
          • und der kostete 20 eur

            Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:42 | Antworten
          • Das ist wohl kein konstruktiver Diskussionsbeitrag.

            Anna | 17. Februar 2012 | 21:49 | Antworten
          • nein. :-)

            Lars Schotte | 17. Februar 2012 | 21:55 | Antworten
    • das waere fuer obama politisches hirakiri

      Christoph Wortberg | 17. Februar 2012 | 21:33 | Antworten
    • Der Spritpreis ist ein Politikum. Das würde keine Regierung schaffen, den zu erhöhen. Richtig wäre es.

      Max Otte | 17. Februar 2012 | 21:34 | Antworten
      • Das Ende großer Reiche ging historisch sehr oft mit Kriegen einher, in Mesopotamien 2000v, bei den Majas, Alexander in Griechenland, Rom, Spanien, Holland, beim britischen Imperium.
        Wird der Militärisch-industrielle Komplex (der Begriff wurde von Präsident Eisenhower nach dem 2. Weltkrieg geprägt als er nicht mehr im Amt war) den USA zum Verhängnis?

        Tom C. Zak | 17. Februar 2012 | 21:56 | Antworten

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