makro-Reporter in Äthiopien
Erster Drehtag in der 6-Millionen-Metropole Addis Abeba am höchsten Feiertag der Muslime. Der islamische Teil trifft sich rund um den Meskal Square zum Gebet. Offiziell sind zwar nur ein Drittel der Bevölkerung moslemisch, in Wirklichkeit aber schon die Hälfte. Jeder zweite in Äthiopien ist auch jünger als 15 Jahre.
Beim morgendlichen Massenauflauf überall junge Leute so weit das Auge reicht. Familien mit sieben Kindern sind hier die Regel. Im Rücken der Betenden prangt am Meskal Square eine riesige Kondomwerbung. Denn nur eine strikte Geburtenkontrolle kann die Bevölkerungsexplosion aufhalten. Schließlich will die Regierung in Addis Abeba aus einem der ärmsten Staaten der Welt in 15 Jahren ein “Middle Income”-Land entwickeln. Eine Herkulesaufgabe zwischen islamischer Tradition und kapitalistischer Moderne.
5 Kommentare | 07. November 2011 | 17:35 Uhr |
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Doch! Und es sind im wesentlichen immer noch die Gleichen an der Macht! China hat da bloß mehr Ordnung reingebracht und vielleicht auch eine Verringerung von Menschenrechtsverletzungen geschaffen- ist ja auch nicht schwer besser als die äthiopische Regierung zu sein, wenn sie ohnehin die schlimmste der Welt war! Ob sie immer noch schlimmer als die iranische oder saudisch-arabische Regierung ist, ist gerade nicht sicher, aber zu Recht wurde jedenfalls diese Regierung sanktioniert und ihr die Entwicklungshilfe gestrichen, da die äthiopische Regierung ja ohnehin sich etwaige Förderungen selbst in die Taschen stopft! Folter und Kindersoldaten dürfte es da immer noch geben in einem sehr schlimmen Ausmaß. Ich setze jedenfalls nicht geschenkt einen Fuss in dieses Land. Auch Saudi-Arabien, Iran, Ghana, Uganda etc. und Weißrussland und inzwischen auch Russland sind für mich nicht mehr besuchbar. Bei Malta bin ich mir nicht sicher (sehr reaktionäre Katholiken, die reaktionärsten von der EU), China wäre so die Grenze. Aber um keinen Preis würde ich dort wohnen wollen. Länder, die für mich nicht als Wohnort nicht in Frage kommen, oder die für mich gar unbewohnbar oder sogar unbesuchbar sind, haben echt noch schwer was nachzubessern!
“sind für mich nicht besuchbar” statt “sind für mich nicht mehr besuchbar”
Davor übrigens vor der Verbrecherregierung, die um 2007 die Macht ergriff wegen dort verbreitetem Analphabetismus, dem sinnlosen, von den Eritreärn angefangenen Krieg um ein Wüstendreieck mit Eritrea in den neunzigern und vermutlichen Parolen wie “Wir machen die Eriträer platt!” (haben sie dann auch zumindest teilweise, und zwar auf brutalste und unmenschlichste Art!), war Äthiopien von der Regierung her für Afrika noch überdurchschnittlich gut, wenn auch durch den genannten, vorigen Krieg da schon zusätzlich verarmt. Äthiopien war schon länger das ärmste Land der Welt.
Natürlich hätte die Verbrecherregierung auch gleich die Wahlen abgeschafft, Kritiker und Gegner verfolgt etc.
“Natürlich hatte…” statt “Natürlich hätte…”
Habe ich da was verpasst? War da nicht noch vor weniger als 2 Jahren die schlimmste Verbrecherregierung der Welt mit Massakern, die auch vor Kindern nicht halt machen, wo Folter an der Tagesordnung ist, und wo Kindersoldaten eingesetzt werden? Schade, dass hier nicht mal mit einem Satz darauf eingegangen wird! Dabei war da zumindest vor kurzem die schlimmste Regierung der Welt mit den schlimmsten Menschenrechtsverletzungen – das wäre allemal auch in der Textkurzfassung eine Erwähnung wert!