Drogenhauptstadt: Ankunft in Juarez

Schon die Ankunft in der Drogenhochburg Juarez ist gespenstisch: ein leerer Flughafen, dafür aber jede Menge schwer bewaffneter Soldaten, die uns in Empfang nehmen. Kameramann Andreas Buhrow, Tonmann Tim Lewerth, Producerin Alexandra Muz und ich sind die einzigen am Gepäckband. Unsere 10 Koffer mit Ausrüstung sind schnell gefunden. Doch hinaus geht es noch lange nicht.

Zuerst werden wir wieder und wieder von Soldaten mit merkwürdigen Antennen in feierlichem Storchengang umkreist. Als ich neugierig nachfrage, erklärt man uns, dass die Antennen hochsensible “Molekulardetektoren” sind, die auch noch kleinste Drogenpartikel in der Luft registrieren. Drogenspürhunde gibt es natürlich außerdem, auch in Juarez haben sie dafür deutsche Schäferhunde. Ein passender Empfang in dieser Stadt, die so gefährlich ist wie keine andere auf diesem Planeten. Wir sind alle sehr gespannt auf unsere Zeit in diesem zerrissenen Land.

1 Kommentar | 07. April 2011 | 17:59 Uhr | Twittern | Facebook

Ein Kommentar

  1. Sehr geehrte Autorin, ich bin sehr auf die Machart ihrer Dokumentation gespannt. Der Artikel liest sich leider sehr im “RTL2 Stil”, sprich typische Boulevardberichterstattung. Fakt ist: In den Medien wird idr nicht! von den Sandstränden in Cancun oder den Maya-Pyramiden in der nähe von Mexiko berichtet. Das Gegenteil ist der Fall, in unseren westlichen Gesellschaft besteht nach wie vor das Bild eines über alle Maßen gefährlichen Mexikos. Und klar, Juarez ist berüchtigt für Drogenkriminalität, aber wer in ein Autogeschäft geht, wundert sich doch auch nicht über die vorhandenen Autos ;) Kurzum: Es wirkt als würde das Bild eines Landes wie Mexiko mal wieder aufs neue extrem verzerrt.
    Mit besten Grüßen

    tomas | 8. April 2011 | 08:57 | Antworten

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