Brasiliens Viagra-Problem
Die brasilianische Rentenkasse hat ein Problem. Sie leidet unter dem Viagra-Effekt. Und das nicht etwa, weil die alten Herren dank eines gesunden Sexlebens länger leben würden. Ganz im Gegenteil. Die brasilianischen Männer mögen es nun einmal jung und knackig. Und so heiratet über die Hälfte der geschiedenen Männer über 50 Jahren eine deutlich jüngere Frau. Dabei gilt offenbar: Je älter, desto häufiger soll es beim zweiten Eheanlauf eine besonders junge Frau sein. Wobei die Altersgrenze hier bei maximal 30 Jahren liegt.
Dank der Potenzpille Viagra greift der Trend um sich. Der Pharmakonzern Pfizer macht in Brasilien ein Viertel seiner Umsätze allein mit der blauen Pille. Die Kehrseite des späten Glücks: Dem Rentensystem droht nun die Pleite. Sterben die Greise, bekommen ihre jungen Witwen eine lebenslange Rente, die nahezu dem letzten Gehalt des Mannes entspricht. Und das kann ziemlich lange sein. Statt den im System geschätzten 15 Jahren können das leicht 35 Jahre werden. Deshalb soll das Rentensystem jetzt reformiert werden.
Kommentieren | 04. Februar 2011 | 21:07 Uhr |
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