Buddha feiert Weihnachten
Am Abend bietet sich in den Shopping-Malls rund um den Siam Square ein befremdliches Bild. Überall riesige, kitschige Weihnachtsdekorationen und aus den Kaufhaus-Lautsprechern erklingt auch noch Weihnachtsmusik.
Die Thailänder sind voll auf dem Konsumtrip, zumindest wer es sich leisten kann. Die Weihnachtsidee dient nur dem Kommerz in einem Land, wo 95% der Bevölkerung Buddhisten sind. Die weltweite Wirtschaftskrise versucht auch Thailand mit einer großen Konsumwelle hinter sich zu lassen. Shoppen gehen ist besonders bei den jungen Leuten zur liebsten Freizeitbeschäftigung geworden.
Vor 15 Jahren, so erinnere ich mich, gab es nur ein paar wenige Hochhäuser. Heute wachsen unzählige Wolkenkratzer à la Manhattan in den Himmel. Dieses gigantische Wachstum der Mega-Städte in Asien, quasi im Zeitraffer, wo soll das noch hinführen? In Bangkok hat sich die Einwohnerzahl in zwei Jahrzehnten einfach mal so verdoppelt, gerade ist angeblich die Schallmauer von 10 Millionen durchbrochen worden.
Anders als im alternden Deutschland gibt in Bangkok die Jugend den Ton an. Die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 30. Das wird auch in den ausufernden Slums Bangkoks deutlich, der armen Seite von Thailands einziger richtigen Stadt. Zusammen mit einem inzwischen einheimischen Holländer durchstreifen wir mit dem Fahrrad das andere Bangkok. Darum geht es im nächsten Blog-Eintrag.
Kommentieren | 30. November 2009 | 16:54 Uhr |
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