Hochverehrte Frau Professor Dr. Höhler, …

Die Publizistin und Literaturwissenschaftlerin Professor Gertrud Höhler hat am 22. August 2012 unmittelbar vor einem Schalt-Interview mit Kulturzeit-Moderatorin Cécile Schortmann das zugeschaltete Studio in Berlin verlassen, nachdem sie die Fragen, die wir ihr stellen wollten, angefordert und zu lesen bekommen hatte. Kulturzeit-Redaktionsleiter Armin Conrad hat dazu einen Brief an Frau Professor Dr. Höhler verfasst.

… jetzt ist das mit Ihnen für gestern vereinbarte Interview doch nicht zustande gekommen. Wir haben die Empörung auf Ihrem Gesicht mit angesehen, die Sie bei der Lektüre unserer Ihnen freundlicherweise vorher zur Verfügung gestellten Fragen empfunden haben. Uns sind nach Ihrem fulminanten Artikel in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” vom 3. August 2012 leider keine besseren Fragen eingefallen. Das Problem war wohl, wofür wir eigentlich nichts können, dass Ihr sicherlich ebenso fulminantes Buch “Die Patin” erst morgen, am Freitag, den 24. August, erscheint und uns Ihr Verlag bis gestern leider keine Fahnen zur Verfügung stellen konnte. Das ist ja das Dilemma: Dass man zu einem gescheiten Buch, das man nicht gelesen hat, keine gescheiten Fragen stellen kann. Und das ist gerade bezogen auf Ihre sicher sehr edlen Gedanken besonders schlimm.

Wir wissen jetzt, dass jedes Herunterbrechen Ihres Gedankenflusses auf den profanen Alltag von Partei- und Machtpolitik ein Missverständnis per se ist. Und wir lernen gerade, dass es bei Ihnen um etwas Höheres geht, das zu verstehen wir uns immer wieder bemühen, aber dabei doch immer wieder scheitern.

Hochverehrte Frau Professor Dr. Höhler, es ist eine heikle publizistische Geschmacksfrage, ob man Menschen des öffentlichen Interesses, an die man Fragen hat, diese Fragen vorlegt, bevor man sie stellt. Das Gleichgewicht zwischen den Teilnehmern an einem Interview bleibt dabei meistens auf der Strecke.

Wir haben es trotzdem getan. Es sollte ein Dienst von uns an Ihnen sein, eine Erleichterung für Sie, sich mental auf unser gemeinsames Vorhaben einzustimmen. Die Fragen waren ja nicht solche nach der Pflege von Usambara-Veilchen , sondern sie bewegten sich, wie man auf unserer Online-Seite lesen kann, in dem von Ihnen selbst  umrissenen Kontext. Wir wissen, dass es auch andere Wege gibt, einem Interview die gewünschte intellektuelle Harmonie zu geben. Niedersachsens Ministerpräsident hat sich die Fragen, die man an ihn haben sollte, gleich selbst gestellt, sie beantwortet und dann das fertige Produkt an die Medien geschickt. Vielleicht ist da ja ein Modell, wenn Sie Ihr nächstes Buch schreiben.

Wir haben in unsere gestrige Sendung, und besonders in den Sie betreffenden Teil, Geld und Arbeitskraft investiert. Ein Film ist recherchiert, produziert und synchronisiert worden. Wir haben viel Aufwand betrieben, um Ihnen das Mitwirken in unserer Sendung so angenehm wie möglich zu machen.

Als öffentlich-rechtlicher Rundfunk sind wir ja gehalten, mit den uns anvertrauten Gebührengeldern sparsam umzugehen. Das haben wir gestern nicht einlösen können. Aber seien Sie versichert: Wir haben den Reflex, Ihnen wegen Nichteinhaltung getroffener Absprachen eine Rechnung über die uns entstandenen Aufwendungen zuzusenden, sofort unterdrückt.

Es bedarf sicher keiner Erwähnung mehr, dass wir künftig auf jede Mitwirkung Ihrer Person in unserer Sendung verzichten werden. Es ist gut zu wissen, dass das deutsche Fernsehen,  in dessen Gesprächsformaten Sie ja seit Jahrzehnten zu Hause und dabei hoch angesehen sind, Ihnen genügend andere Gelegenheiten gibt, sich darzustellen. Hoffentlich werden dort die der Qualität Ihrer Gedanken angemessenen Fragen gestellt.

Ich wünsche Ihnen für Ihre Wirkmächtigkeit und Ihren künftigen Umgang mit Journalisten und Redaktionen das Allerbeste,

Ihr Armin Conrad

94 Kommentare | 23. August 2012 | 14:26 Uhr | Twittern | Facebook

94 Kommentare

  1. Lieber Herr Conrad,

    ich verstehe Ihren Zorn. Als passonierter Kulturzeit-Fan hätte ich das Interview auch sehr gerne gesehen. Aber muss man mit Frau Höhler gleich so hart ins Gericht gehen? Ja, es ist eine Schmähung der Redakteure, der Sendung – und der Zuschauer.
    Aber spricht Frau Höhlers Verhalten nicht für sich?
    Zudem: Kommt es nicht öfters vor, dass Studiogäste absagen, auch aus Brüskierung?
    Höhler wird es jedenfalls wahrscheinlich ziemlich egal sein. Man kann mutmaßen, dass Sie sich durch die Fragen reduziert fühlte und deswegen ging – da der Brief in dieselbe Richtung geht, wird sie vielleicht sogar erleichtert sein, die in ihrer Axiomatik ‘richtige’ Entscheidung getroffen zu haben. Leider?
    Mit den besten Wünschen für Sie und Ihre wundervoll(st)e Sendung,
    M. Werner

    Werner | 23. August 2012 | 16:33 | Antworten
    • [3sat] Armin Conrad

      Liebe(r) M. Werner ,
      vielen Dank für Ihren Kommentar. Grundsätzlich haben wir sicherzustellen, dass eine Fernsehsendung als Ergebnis dann auch gesendet werden kann. Frau Höhler ist Fernsehprofi durch und durch. Sie kann über die Formulierung von Fragen bei diesem aufgezeichneten (!) Gespräch mit der Fragerin streiten. Sie kann auch vorher schon abgesagt haben. Frau Höhler hat jedoch wortlos bis vor sich hin schimpfend, ohne mit der Redaktion, die sie eingeladen hat, den Raum verlassen. Die Gefährdung der eine Stunde später stattfindenden Sendung folgte auf dem Fuße. Beitrag neu gestalten, Ablauf umstricken, neue Stellproben, Bilder neu laden. und das alles weitgehend in die Tarifpause der Kollegen im Studiobetrieb hinein. Aus ihrer Axiomatik heraus hat sie sicher die richtige Entscheidung getroffen, aber eben nur daraus. Hoffentlich ist sie zufrieden mit ihrer Entscheidung, dann muss man darüber nicht mehr soviel reden. Würden Sie denn jemanden wieder einladen, der Ihnen abrupt Ihre Arbeitsergebnisse gefährdet. Nicht nur die zu diesem Thema. Beste Grüße, Armin Conrad

      [3sat] Armin Conrad | 23. August 2012 | 17:19 | Antworten
      • Wenn das stimmt, was Frau Cornelsen hier berichtet über den Ablauf des geplanten Interviews, sind Sie für ein öffentlich-rechtliches Fernsehen nicht mehr tragbar, Herr Conrad. Und ich hoffe, der Fernsehrat wird sich bald mit Ihnen beschäftigen!

        Heidrun Jakobs | 27. August 2012 | 02:47 | Antworten
    • Die gute Frau Cornelsen geriert sich als beißender Zwerg-Pinscher ihrer Herrin Höhler, deren PR-Beraterin sie bekanntlich ist.
      Brav ! Aber benötige ich für Angriff und Verteidigung soo viel Papier?

      Taufpatin | 30. August 2012 | 15:17 | Antworten
  2. Vielleicht ist Frau Prof. Dr. Höhler gerade noch rechtzeitig Bert Brecht in den Sinn gekommen und hat vor dem Verlassen des Studios in weiser Voraussicht die brecht´igen Sätze antizipiert: “Die Antwort, die gegeben habe, war falsch; aber eure Frage war falscher. Wer a sagt, der muss nicht b sagen. Er kann auch erkennen, dass a falsch war. … Und ich will sofort umkehren, der neuen Lage entsprechend. …” Es ist doch nicht unklug, die als falsch erkannten Fragen erst gar nicht zu beantworten. Quod erat demonstrandum: Nämlich der Brief von Herrn Fernsehjournalist Armin Conrad als beleidigte Leberwurst mit seiner zu belächelnden Drohung respektive Bestrafung, Frau Höhler nicht mehr in “unserer Sendung” zu Wort kommen zu lassen.

    Norbert F. Schaaf | 23. August 2012 | 17:25 | Antworten
  3. Lieber Herr Conrad,
    vielen Dank, nun ist es auch bildlich vorstellbar.
    Zu Ihrer Frage: Ja, ich würde Frau Höhler nochmal einladen! (bzw. müsste man vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Entwicklungen eher sagen: ‘hätte … eingeladen’) Vielleicht und ausnahmsweise mit etwas mehr zeitlichem Vorlauf … beyond suspicion natürlich. Einmal ist kein Mal. Aber das ist eine Frage der Perspektive. Ihre Position ist durchaus emotional und ökonomisch nachvollziehbar.
    Für die Zukunft mit den besten Wünschen für ‘einfachere’ Gäste, herzlich, MW

    Werner | 23. August 2012 | 18:02 | Antworten
  4. Die Fragen von Kulturzeit an Frau Höhler waren aus meiner Sicht weder schmähend noch unangemessen. Das gekränkte “Kneifen” von Frau Höhler ist schlicht nicht zu verstehen, denn wer austeilt, muss auch einstecken können. Es zeigt, dass Frau Höhler wohl ihre beste Zeit hinter sich hat.

    Wolfgang Neis | 23. August 2012 | 19:45 | Antworten
  5. Hallo Herr Conrad,
    schade, dass es so gelaufen ist. Besser wäre es m E gewesen, Fr. Höhler zu einem späteren Zeitpunkt einzuladen, wenn die Öffentlichkeit schon Gelegenheit hatte, das Buch zu lesen. Was halten Sie davon, in ein paar Wochen ein Interview mit Fr. Höhler aufzuzeichnen, es von ihr authorisieren zu lassen und dann ohne jedes Risiko auszustrahlen?
    Grüße, Klaus-Peter Karmann

    Klaus-Peter Karmann | 23. August 2012 | 19:46 | Antworten
  6. Hallo Herr Conrad,

    ich halte Ihren Ärger und auch Ihre Reaktion für durchaus angemessen. Meine erste Vermutung während der Sendung war, dass Fr. Höhler sich vielleicht durch kritisch formulierte Fragen ungebührlich behandelt fühlte. Ihre Fragen sind jedoch genaus das – kritisch und intelligent, aber auch nicht mehr. Sie verletzen keine für mich nachvollziehbare Grenze.

    Schade, dass wir Frau Höhler und ihr Buch demnächst in diversen Talk- und Gossenshow’s a la Will und Jauch erleben werden.

    Zum Schluß noch ein Dank an Sie zum gewissenhaften Umgang mit meinen GEZ-Gebühren.

    Beste Grüße
    B. Parr

    B. Parr | 23. August 2012 | 19:50 | Antworten
  7. Das Buch “Die Patin” ist auf dem Weg zum Bestseller. In ihrem Buch geht die hyperintellektuelle Gertrud Höhler mit spitzer Feder ans Werk und spricht u.a. von Angela Merkels Wertelosigkeit. Ein Armutszeugnis, dass Frau Professor Höhler das Gespräch in der höchst kultivierten 3SAT-Redaktion empört verlassen hat. Die Fragen bezogen sich ja auf Aussagen des Buches. Diese Haltung von Gertrud Höhler ist von niveauloser Arroganz. Damit ist sie vom Podest ihres hohen Selbstwertgefühls herabgestürzt. Bedauerlich!!!

    Roland R. Ropers
    Etymosoph und Publizist
    Spirituelle Sprachforschung

    Roland R. Ropers | 23. August 2012 | 19:51 | Antworten
  8. Ein sehr schöner und treffender “Brief” zu dem unwürdigen Verhalten einer sich selbst zur Richterin ernannten “Publizistin”. Es ist schon bezeichnend, das Frau Höhler genau das Verhalten an den Tag legt, dass sie bei Angela Merkel auszumachen glaubt. Sie greift an, polemisiert und zieht sich dann empört in ein Schneckenhaus zurück, wenn man sie mit Ihrer eigenen aggressiven Attitüde konfrontiert. Das ist nicht nur unsouverän, sondern schon in erschreckendem Maße “billig”. Ich glaube es war “Alt-Kanzler” Schröder der sagte: “Wer die Hitze nicht aushält, soll der Küche fern bleiben.” Dem ist nichts hinzuzufügen…

    Mike M. | 23. August 2012 | 19:55 | Antworten
  9. Liebes Redaktionsteam, lieber herr conrad.

    ich finde den brief den sie an frau Höhler geschickt haben überhaupt nicht zu streng formuliert. wer sich einem interview stellen will und noch dazu die fragen vorher verlangt ( was meines erachtens schon eine manipulation ist, da interviews doch am besten unvorbereitet geführt werden sollten), der dürfte keinen grund haben empört zu sein. noch schlimmer jedoch finde ich, das eine frau die mehr als mitten im leben steht sich so ,, kindisch ´´ verhalten kann. es ist traurig und spricht nicht für sie, das sie bei dingen, die sie stören, sofort die flucht ergreift.
    hat sie nicht selbst die fragen verlangt, bzw. provoziert?! Sie sollte sich jedenfalls mal darüber gedanken machen wie sie sich aufgeführt hat.soetwas ist im hohen maße respektlos, ich empfinde dabei soetwas wie fremdschämen!!

    ich bin jedenfalls ganz auf ihrer seite und schade das der beitrag nicht gesendet werden konnte.
    lieben gruß , nina d,

    Nina D. | 23. August 2012 | 19:55 | Antworten
  10. Sehr geehrter Herr Conrad,

    da Frau Prof. Höhler offenkundig gern öffentlich wahrgenommen wird, ist ihre Reaktion nicht nachzuvollziehen. Sie hat sich selbst keinen Gefallen getan, hinterlässt sie doch jetzt den Eindruck, sie wolle sich dem gemeinen Volk eigentlich gar nicht mitteilen. Nur keine Träne nachweinen.

    Freundliche Grüße
    Jörg Henning

    Jörg Henning | 23. August 2012 | 19:56 | Antworten
  11. Wurum ärgern Sie sich wenn ENDLICH mal jemand genug Charakter hat auf schwachsinnige, unterstellene Fragen richtig reagiert. “Sie sprechen von “autoritätem Sozialismus”. Halten Sie da Angela Merkel nicht ziemlich unverblümt ihre DDR-Jugend vor?” – JA UND? Ist die Erwähnung von Tatsachen auch schon “anrüchig”?
    “Sie sprechen vom “autoritären Schweigen” der Bundeskanzlerin. Wie unterscheidet sich das denn vom berüchtigten “Aussitzen” von Helmut Kohl – wo liegen die Unterschiede im System?” Hochintellegente Frage!
    Schmollen Sie weiter im Gebührenschutzgebiet!

    Ano Nym | 23. August 2012 | 19:58 | Antworten
    • sehr interessant das sie Kritik äußern möchten, aber dann nicht soviel Rückrat sich unter ihren Klarnamen zu äußern.

      Für Herrn Conrad kann ich nur sagen, Hut ab das sie es mit Frau Höhler aufnehmen, und sich nicht gegenüber der Armada von Anwälten die sie beschäftigt um unliebsame Kritik zu unterbinden. Ihr Offener Brief ist sicherlich eine Flucht nach vorn, sie kennen ja Frau Höhler besser als ich.
      Frau Höhlers Verhalten zum Interwive spricht jedenfalls Bände, Kritik austeilen geht leichter als sich kritischen Fragen zu stellen.
      In meiner Heimatstadt Zwickau besitzt Frau Höhler eine Büroimmobilie, in welcher sie vor einigen Jahren ein Büro an die NPD vermieten wollte, durch die Presse und couragierte Bürger wurde das öffentlich, so das sie der Hausverwaltung via Anwälte einen Maulkorp verpaste.
      Ich bin kein Sympatiesant von Frau Merkel und ihrer Politik, doch Frau Höhler hat bei Merkel sicherlich keinen lukrativen Beraterjob.
      Überhaupt, was ist Frau Höhler Berater für Politiker und Unternehmer, haben diesen Menschen keinen Intellekt, um zu wissen was sie besser tun und lassen sollten.
      Die Politiker und deren Berater scheben in ihen eigenen Orbit fern ab der Wähler, so das man sagen kann, die die wir wählen die rehieren uns nicht, aber die die wir nicht wählen regieren uns.
      Ich gehe erst wieder wählen, wenn ich die Berater wählen kann die uns regieren.

      B.Nebe | 26. August 2012 | 21:16 | Antworten
  12. sehr, sehr schwache Leistung von Frau Prof. Höhler. Vielleicht doch das Alter? Die Nerven etwas zerrüttet?
    Oder vielleicht doch nur die Praxis des “System Kohl”, er ha tja auch mit vielen Journalisten einfach nicht mehr geredet, wenn er sich über irgendetwas geärgert hat – dem sie lange gedient, evt. sogar mitgestaltet hat. Und das übrigens gar nicht sooo verschieden ist von dem “System Merkel” – bzw. umgekehrt. ‘Angie’ war halt doch nur eine Meisterschülerin.

    Jedenfalls gut, wenn Prof. Höhler in der Kulturzeit nicht mehr erscheinen wird.

    Dagmar Schön | 23. August 2012 | 20:01 | Antworten
  13. Als langjähriger Zuschauer der vorzüglichen Kulturzeit (leider im Sommer arg verkürzt!) verstehe ich die Enttäuschung der Redaktion: Ich kenne das als Journalist nur aus Interviews bei Hofe oder Diktatoren, dass alle Fragen vorab vorgelegt werden. Zudem: das waren und sind kluge und naheliegende Fragen. Manchmal sind ja Fragen besser als die Antworten darauf, das erfahren wir jetzt nicht…Frau Prof. Höhler, Politikberaterin und renommierte Selbstdarstellerin, entpuppt sich als Mimose. Das ist peinlich für sie und nicht für den kritischen und von mir sehr geschätzten Kulturzeit-Journalismus!!

    D. Pienkny, Mitglied im ARD-Programmbeirat, Journalist, Berlin

    Dieter Pienkny | 23. August 2012 | 20:20 | Antworten
  14. Sehr geehrter Armin Conrad!

    Ich verstehe Ihre Verärgerung und den persönlichen Brief an Frau Prof. Dr. Höhler bzgl. ihrer Hals-über-Kopf-Flucht aus dem Studio.

    Auch ich war recht enttäuscht von ihr, da ich sie schätze und da ich ihre Kritik an Merkel und am Merkelsystem für richtig halte.

    Ihre vorgesehenen Fragen darf man stellen, erst recht an einen Medienprofi.
    Falls Frau Höhler zu viel Schärfe und Plumpheit in den Fragen empfand oder einfach einen schlechten Tag hatte:
    Die Antworten hätte sie ja frei nach ihrer Fason audrücken können.

    Dennoch empfinde auch ich Ihren Brief an Frau Höhler zu hart und rigeros. Vor allem, weil dadurch ein künftiges Gastsein Höhlers in Ihrer Sendung bis auf weiteres leider verbaut ist und sich Frau Höhler mit ihrer Entscheidung der Studioflucht fast noch bestätigt fühlen kann.

    Die ersten Absätze Ihres Briefes an Frau Höhler hätten es auch getan und hätten etwas mehr Größe gezeigt.

    Dennoch Kompliment an die Kulturzeit und die zauberhaften Moderatorinnen! Zum Glück gibt es noch solche anspruchsvollen Formate!

    Schöne Grüße
    Helmut Diefenbach

    Helmut Diefenbach | 23. August 2012 | 20:24 | Antworten
  15. Lieber Her Conrad.
    Liebe Redaktion.
    Vielen Dank, ich sehe, Sie gehen verantwortlich mit meinen GEZ Gebühren um.
    “Beitrag neu gestalten, Ablauf umstricken, neue Stellproben, Bilder neu laden. und das alles weitgehend in die Tarifpause der Kollegen im Studiobetrieb hinein”, das – da bin ich sicher – machen Profis in einem solchen Fall sehr viel lieber, als jemandem jammernd nachzulaufen, damit der Plan gehalten werden kann.
    Wenn Frau Höhler nichts zu sagen hat, brauche ich auch ihr Buch nicht, sie wird meinen Nichtkauf sicherlich verschmerzen können. Ich ihre Gedanken vielleicht auch. Wenn Frau Höhler auf diese einfachen Kulturzeit-Fragen keine Antwort oder Meinung hat, was soll ich dann von ihrem Buch noch erwarten?
    Nebenbei: So dramatisch waren ihre Fragen nun auch wieder nicht! :-)

    Wenn eine Redaktion vor Hinz und Kunz einknicken würde, wäre das sicherlich für uns alle ein größerer Verlust.
    Das aber können sie jeden Tag wieder und wieder verbessern, hoffentlich noch viele Ausgaben lang. Sie bekommen nicht einmal einen Cent meiner Gebühren, schätze ich, gestern hätten sie die volle Summe verdient, aber ich hab ja dazu nichts zu entscheiden. Mir gefällt es, wenn sie (die Redaktion) Stellung bezieht. Nicht alles muss ich richtig und gut finden. Sie beschreiben und sagen es aber mit feststellbarem Charakter. Das gefällt mir. Da kann man sich dran laben und reiben. Frau Höhler hat dies als Wert – zumindest gestern und von Ihnen beschrieben – allem Anschein nach nicht begriffen.
    Mit Respekt
    Christoph Hampe

    Hampe christoph | 23. August 2012 | 20:26 | Antworten
  16. Liebe Kulturzeit-Redaktion,
    die Fragen, die Sie an Frau Prof. Dr. Höhler stellen wollten, sind dezent kritisch, aber völlig sachlich. Dass Interviews bisweilen kontrovers geführt werden können (und meistens auch sollten, wenn die Sache nicht völlig lahm werden soll), ist etwas völlig Selbstverständliches. Man fragt sich, welche Fragen denn für Frau Prof. Dr. Höhler akzeptabel gewesen wären. Eventuell Pseudo-Fragen der Art: “Ihnen ist völlig zuzustimmen, dass …” oder “Sie haben völlig recht mit Ihrer Ansicht, dass …”? Es ist aus meiner Sicht eine herbe Peinlichkeit für einen Medienprofi wie Frau Prof. Höhler, sich diesem doch erwartbaren Fragenkatalog der Kulturzeit zu entziehen. Dabei wäre es so wichtig, dass endlich einmal noch jemand anderes als Urban Priol Kritik an unserer Sprechblasen-Kanzlerin vorbringt.
    Schöne Grüße
    S. Landshuter

    Stephan Landshuter | 23. August 2012 | 20:33 | Antworten
  17. lieber Herr Conrad,zu Ihrem mutigen Brief kann ich Sie nur beglückwünschen. Hoffentlich bleiben Sie dabei, Frau Höhler künftig nicht mehr einzuladen, es wäre kein Verlust. Austeilen ist leichter als einstecken, besoners bei Leuten wie Frau Höhler. Ich werde auch weiterhin die Sendung mit Interesse verfolgen.
    Mit freundlichem Gruß
    Karin Roessle

    karin roessle | 23. August 2012 | 20:40 | Antworten
  18. Es wäre interessant gewesen, wenn Frau Höhler die Fragen der Kulturzeit beantwortet hätte. Da sie dies nicht ge-
    tan hat und sich darüberhinaus noch empörte, ist sie für mich wenig qualifiziert, leider eine rückwärtsgewandte und polemisierende Gesprächspartnerin (ohne Gesprächsanteil!).

    Rita Schelden | 23. August 2012 | 20:42 | Antworten
  19. Sehr geehrter Herr Conrad,
    hätten Sie das interview von Renate Meinhof mit Frau Höhler in der SZ (S.3, vor ein paar Tagen) gelesen, dann hätten Sie gewußt, was Ihrer Moderatorin bevorsteht. Frau H. hat in Ihrer unnachahmlich arroganten Art Frau Meinhof zur Schnecke gemacht (machen wollen), wollte nach 2 Minuten unter Protest den Raum verlassen, hat die Fragen z.T. als Quatsch und Blödsinn bezeichnet und Ihre Empörung so lautstark kundgetan,dass sich der Kellner nicht mehr an den Tisch getraut hat.
    In den zahlreichen Talkshows, an denen sie teilnimmt, hält sie sich zwar etwas zurück, aber wer Helmut Kohl nach wie vor als den großen, integren Staatsmann und Heilsbringer verehrt, was soll man da noch sagen…
    Gut, dass Sie die Fragen und Ihren Brief veröffentlicht haben, und ich empfehle den SZ Artikel, da gibt es die
    Antworten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Karla Wiesenfeld

    Karla Wiesenfeld | 23. August 2012 | 20:46 | Antworten
  20. Es hat für mein schlichtes Gemüt einen besonderen Reiz, wenn sich “Bildzeitung für Intellektuelle” mit “abgehobener Vermarktung” auf allerhöchstem Niveau in die Haare geraten.
    Ich schlage eine klärendes Gespräch der beiden tief verletzten Parteien vor – am besten an einem friedlichen Ort an einem Meeresstrand auf einem roten Sofa und einem Schiffswrack im Hintergrund. (Vielleicht steht es noch da, das philosophische Möbel?)
    Man könnte aber auch eine Menschenrechtsorganisation anrufen.(Die hat man schon wegen geringerer Konflikte bemüht)
    Au Wei – hoffentlich wird alles wieder gut!

    mit freundlichen Grüßen
    Dieter Reindl

    Dieter Reindl, Herzog-Bernhard-Str. 128, 90439 Nürnberg | 23. August 2012 | 20:46 | Antworten
    • Herr Reindl, Ihren Beitrag und die Petition könnte ich ebenfalls unterzeichnen – eventuell mit einem Gruss aus Aleppo oder Timbouctou

      twangville | 24. August 2012 | 14:21 | Antworten
  21. Lieber Herr Conrad,
    wann immer mir möglich, schaue ich „Kulturzeit“, so auch diese Sendung.
    Als „gelernter DDR“ – Bürger setzt mich wieder einmal (noch) in Erstaunen, dass von „Demokraten (Frau Höhler)“ Praktiken abgefordert werden , die man so eigentlich nur aus einer unfreien Mediengesellschaft erwartet.
    In der ehemaligen DDR war das Usus –
    „Demokraten(Innen)“ diskretitieren sich damit selbst. Gut, dass Sie kompromisslos geblieben sind. Das macht mir das „kulturzeitschauen“ auch weiterhin möglich.
    D.Winkler

    Dieter Winkler | 23. August 2012 | 20:56 | Antworten
  22. Sehr geehrter Herr Conrad,

    was genau ist ihre Funkton? Sollen Sie die Zuschauer möglichst objektiv über Sachverhalte informieren oder fungieren Sie als so eine Art “Verteidiger” oder “Pressesprecher” von Frau Merkel?

    - Sie werfen Angela Merkel vor, sie stelle den persönlichen Machtzuwachs über das Wohl des Landes – das ist starker Tobak! Woran machen Sie das fest? -

    Also ich bin nicht Frau Höhler, aber ich würde es daran festmachen.

    Nehmen wir nur mal das Beispiel Bundespräsidenten. Herr Köhler wurde im Wohnzimmer von Herr Westerwelle auserwählt und sollte Merkel unterstützen. Oder Christian Wulff wurde in 3 Wahlgängen gegen massive Widerstände gegen Gauck durchgesetzt.
    Oder nehmen Sie unser Wahlrecht, also zur Zeit haben wir keins, weil Frau Merkel durch das neue Gesetz sich bei den Überhangmandaten Vorteile verschaffen wollte.

    - “Wohin steuert sie Deutschland?”

    Wäre es nicht schön, wenn uns Frau Merkel diese Frage einmal beantworten würde.

    - “Halten Sie da Angela Merkel nicht ziemlich unverblümt ihre DDR-Jugend vor?”

    Warum tun Sie und Ihre Kollegen dies eigenlich nicht? In Foren konnte man nachlesen, dass Angela Merkel mit 30 Jahren noch FDJ-Sekretärin war.

    - ” Reicht das nicht als Ausweis für die Qualität ihrer Arbeit?”

    ?????

    - “Viele bewundern sie dabei – Sie dagegen sprechen davon, dass die Kanzlerin die Idee von Europa ruiniert – wieso?”

    Ich kenne die Antwort von Frau Höhler nicht, aber ich sage ihnen meine:

    Durch “Kein Cent für Griechenland” hat Frau Merkel im Wahlkampf in NRW 2010 populistisch Stimmung gegen die Griechen gemacht um im Wahlkampf als die eisenere Kanzlerin dazustehen. Aber genau dies hat die Märkte verunsichert.
    Dann kamen Rettungsmaßnahmen, aber immer zu klein und zu spät, so dass wir heute in Europa dastehen wo wir stehen. “Viele” bewundern Merkel hauptsächlich deshalb, weil nach jedem Rettungsgipfel sie im öffentlich rechtlichen Fernsehn als große Retterin gefeiert wurde.

    - “Frau Höhler, es liegt nahe, dieses Buch als persönliche Kampfansage gegen Angela Merkel zu verstehen. Diese Interpretation lehnen Sie ab. Was haben Sie denn für ein Verhältnis zur Kanzlerin – immerhin gab es zu Beginn ihrer Regierung Gespräche zwischen Ihnen?”

    Und da bin ich wieder bei meiner Eingangsfrage: Was genau ist ihre Funktion? Die Meinung “Merkel ist die Gute” stand doch schon fest. (objektiv?) Ich kann Frau Höhler durchaus verstehen, Frau Höhler wollte die Dinge aus ihrer Sicht darstellen und dies war bei diesen Fragen nur schwer möglich. Ob das Verhalten von Frau Höhler souverän und guter Stil war, ist eine andere Frage.

    Mit freundlichen Grüßen

    Erika Herzog

    Erika Herzog | 23. August 2012 | 22:08 | Antworten
  23. Lieber Herr Conrad,
    dass sie die Fragen eines Interviews vorab zeigen, finde ich einfach nur peinlich. Das ist nicht zu entschuldigen. Wie soll eine Reaktion auf eine unangenehme Frage da noch funktionieren? Im Umkreis von Kulturzeit hätte ich das nicht für möglich gehalten. DAS ist der eigentliche Skandal! Also bitte nicht ablenken. Ich will wissen, was die Frau dazu geführt hat! Und jetzt tun SIE beleidigt. Nein, das ist unprofessionell. Auch über die Probleme wegen der neu zu gestaltenden Sendung hätte ich kein Wort verloren. So professionell müssen Sie einfach sein. Sie haben hoffentlich dazugelernt und werden in Zukunft keine Interwiefragen vorab zeigen. Können Sie mir das versprechen?
    Ich mache daran die Glaubwürdigkeit und Authentizität ihrer Sendung fest, an die ich bisher geglaubt hatte und die im Moment erschüttert ist.
    Viele Grüße
    Harald Minde

    Harald Minde | 23. August 2012 | 22:10 | Antworten
  24. Wer öffentlich derartig schwere Vorwürfe gegenüber einem Politiker erhebt wie Frau Höhler in ihrem Buch “Die Patin” und in einem Zeitungsinterwiew gegenüber Frau Merkel, der muss auch bereit sein, seine Vorwürfe öffentlich zu erläutern. Dazu forderten sie die Interviewfragen in “Kulturzeit” auf, denen sie sich nicht stellen wollte. Somit ist ihre politische Haltung für mich nicht nach- vollziehbar und ich habe kein Interesse an ihrem Buch.

    Brigitte Fuchs-Bodde | 23. August 2012 | 22:26 | Antworten
  25. Die Fragen waren eher zahm als provokant. Die Erregung von Frau Höhler über z.B. ihr persönliches Verhältnis zu Frau Merkel ist daher sachlich nicht nachvollziehbar – es sei denn, dahinter steckt eine ausgeprägte persönliche Feindschaft, z.B. wegen einer früheren Kränkung. Das aber sollte ein Profi wie Frau Höhler von einem politischen Sachthema zu trennen wissen.

    Ihr Abgang kurz vor einer Sendung war nicht nur unprofessionell sondern klar schädigend. Als ehem. Chefredakteur mehrerer Zeitschriften kann ich die Reaktion von Herrn Conrad gut verstehen, zumal der Zeitdruck im Fernsehen noch weitaus höher als bei Printmedien ist.

    Persönlich bedaure ich übrigens, dass ich Frau Höhlers Ausführungen nicht hören durfte. Frau Höhler hätte darauf vertrauen sollen, dass Kulturzeit-Zuschauer sehr wohl in der Lage sind, Fragen wie Antworten selbst einzuordnen. Da beginnt man sich zu fragen, wer von den beiden Damen wohl einen autokratischeren Stil pflegt.

    Michael Lang | 23. August 2012 | 22:45 | Antworten
  26. Sehr geehrter Herr Conrad, zunächst einmal möchte ich mich bedanken für die hervorragende Idee, Frau Prof. Höhler Gelegenheit zu geben, in Ihrer renommierten Sendung sich selbst zu Ihrem neuen Buch und ihren Gedanken dazu persönlich zu äußern.
    Allein die Tatsache, dass Frau Prof. Höhler kein echtes Interview führen wollte war für mich schon unverständlich genug, dass sie sich jedoch zu so einem Schritt hinreißen lässt, schockt mich in der Tat. Wenngleich ich ehrlich sagen muss, ist Frau Prof. Höhler mir in den letzten Jahren als stetig dünnhäutiger vorgekommen und mich fragte, woran das liegen kann.
    Kurzum, ich bin ganz und gar bei Ihnen und finde Ihren Brief gut. Mit Verlaub darf ich auf die Fragen bezogen mein zugegebenermaßen weibliches Bauchgefühl sprechen lassen das sagt, dass es eigentlich keine echten Fragen waren sondern eher eine feststehende Kritikliste. Und genau das könnte auch Prof Höhler so empfunden haben. In diesem Sinne grüsse ich sie herzlich und wünsche Ihnen alles Gute. Renate G. L. Baum, 23.08.2012

    Renate G. L. Baum | 23. August 2012 | 22:52 | Antworten
  27. Sehr geehrter Herr Conrad,

    Ihr offener Brief an Frau Höhler versprüht nicht gerade ein Übermaß an Selbstbewußtsein, und die Tatsache, dass Frau Schortmann heute noch einmal auf die Sache von gestern zu sprechen kam (wohl kommen musste), schon gleich gar nicht. Die Sache mit der Rechnung und die Ausladung Frau Höhlers für alle Zeiten hat etwas ausgesprochen Kleinkariertes, ja Dämliches!

    Wie kann man einer Autorin in der Tat zumuten, ihr Buch zu besprechen, das man – egal warum – nicht gelesen hat? Und auch die Fragen waren doch sehr einseitig abweisend, leider. Warum war es Ihnen so eilig? Das Buch ist seit heute in den Läden. Über ein Buch zu reden, dass man nicht gelesen hat, erinnert obendrein fatalerweise gleichsam an Frau Merkel…, ich muß das wohl nicht ausführen.

    Eine Sendung wie Ihre hat nicht die Aufgabe, etwas im Sinne der aktuellen Kanzlerin zurechtzurücken – da sollten Sie und können Sie auf die Zuschauer vertrauen. Beschädigen Sie bitte Ihre Sendung nicht mit noch mehr Konformismus gegenüber den Diskursen vom Dienst. Dies ist die sehr ernst gemeinte Bitte eines Anhängers der “Kulturzeit”, widmen Sie sich mehr Ihrem eigentlichen, im Titel versprochenen Thema.

    Mit ausdrücklich freundlichen Grüßen – insbesondere an Frau Schortmann, Ihre beste Moderatorin überhaupt!
    Holmeor Kowa

    PS. Warum gibt es hier bislang nur einen Eintrag?! Ich hoffe, hier wird keine Meinungsäußerung unterdrückt, auch meine nicht.

    Holmeor Kowa | 24. August 2012 | 00:38 | Antworten
    • Herr Kowa,

      Sie haben ja so recht. Wie kann man einer Autorin in der Tat zumuten, einen Tag vor Erscheinen Werbung für ihr Buch zu machen? Warum war es Frau Höhler so eilig?

      Aber nee, war ja nicht die Schuld von Frau Höhler. Sie wurde bestimmt von irgendwelchen finsteren Mächten (am Ende Herr Conrad persönlich?!!!) unter Gewaltandrohung gezwungen, dieses Interview geben zu wollen! Eine Bitte, das Interview erst zu machen, wenn das Buch schon eine Weile in der Geschäften liegt, wurde ihr natürlich verweigert!

      Mit sarkastischen Grüssen,
      Jürgen Erhard

      Jürgen A. Erhard | 24. August 2012 | 16:32 | Antworten
  28. Lieber Herr Conrad,
    das Verhalten v. Fr. Prof. Höhler ist überraschend unprofessionell; erstaunlich, dass sie mit Ihre Fragen nicht umzugehen weiss.Sie hat damit deutlich an Glaubwürdigkeit verspielt.
    Beste Grüße B. Kindler

    Beatrix Kindler | 24. August 2012 | 08:14 | Antworten
  29. Lieber Armin Conrad,

    Sie haben völlig Recht, wenn Sie Getrud Höhler in Zukunft in Ihrer Sendung keine Plattform mehr bieten mögen. Früher habe ich diese Dame sehr geschätzt, in letzter Zeit oft kopfschüttelnd den Fernseher ausgeschaltet, wenn sie sich zu Wort meldete. Und daß dann ausgerechnet Frau Höhler, die auch schon mal öffentlich über die unpünktliche Lufthansa geschimpft hat, weil sie nicht rechtzeitig zu Beginn einer Sendung eintraf, vor einem Interview, ausgerechnet in einer Sendung wie der “kulturzeit”, kneift, läßt tief, tief blicken. Schlechte Manieren und, vermutlich (habe es ja auch noch nicht gelesen), schwache Argumentation in ihrem Buch. Ich hätte dieser Frau eine solche Stutenbissigkeit nicht zugetraut. Ihre Haltung in dieser Angelegenheit begrüße ich sehr und bleibe eine geneigte Zuschauerin Ihrer Sendung, eine der wenigen, für die man noch gerne das TV-Gerät einschaltet.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Uta Vogtt Bonn

    Uta Vogtt | 24. August 2012 | 09:58 | Antworten
  30. Wo ist mein Kommentar von gestern abend ca. 22.00 hingekommen?

    Sehr geehrter Herr Conrad,

    mein Kommentar von gestern abend, war zwar kurz zu lesen, aber jetzt kann ich diesen hier nicht mehr finden.

    Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie dies nochmal überprüfen würden.

    Es gibt hier doch keine Zensur, oder?

    Mit freundlichen Grüßen

    Erika Herzog | 24. August 2012 | 10:37 | Antworten
    • kulturzeit

      Liebe Frau Herzog,

      wir haben keinen Eintrag gelöscht, schauen gerne nochmal nach.
      Beste Grüße, die Kulturzeit-Redaktion

      kulturzeit | 24. August 2012 | 11:51 | Antworten
      • Ich habe gerade nochmal nachgeschaut. Jetzt kann ich meinen Beitrag wieder im Forum lesen. Allerdings steht darüber:

        “Ihr Kommentar wird moderiert. Bitte haben Sie etwas Geduld.”

        Wirklich alles sehr dubios.

        Es wäre wirklich schön, wenn Sie dies nochmals überprüfen könnten und bei den neuen Kommentaren freischalten.

        Vielen Dank für Ihre Mühe

        liebe Grüße

        P.S.
        Was den Link angeht, hat das Morgenmagazin, den Beitrag von Frau Höhler etwas versteckt. Man muss die graue Zeile verschieben und auf “Höhler: Unter Merkel Wertverlust” drücken.

        http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/446#/beitrag/einzelsendung/1715228/Morgenmagazin-vom-24-August-2012

        Es ist doch interessant zu sehen, wie nachdenklich die Zuschauer im Forum sitzen.

        Erika Herzog | 24. August 2012 | 12:25 | Antworten
  31. Die Höhlerschen Destruktions-Thesen (nach ihrem Art. in der FAZ), die in der von der Autorin erhobenen Frage gipfeln, ob der Wertekonsens, den bisher alle bürgerlichen Parteien geteilt haben, seine Gültigkeit zugunsten situativer Unberechenbarkeit der politischen Akteure verliere, seien zu Ihrem besseren Verständnis, wie unten stehend, genannt.

    1. Europa werde durch Rechtsbrüche und Verfassungsverstöße zunichtegemacht und aufgelöst

    2. Zertrümmerung der demokratisch politischen Säulen, auf denen Europa und seine Staaten ruhen

    3. Die vermeintliche €-„Rettung“ sei ein Abbruchunternehmen Europas

    4. Demokratische Werte haben für Merkel keine Verbindlichkeit

    5. Merkel sei die Protagonistin in einem dämonischen Spiel

    6. Brechen aller Spielregeln, die den Geist Europas garantieren

    7. Politische Führung sei ein under-cover-Stück, das von den Missverständnissen seiner Beobachter lebt

    8. Entwicklung eines autokratischen Systemes

    9. Merkel verfolge ein werteentleertes Politik-Konzept

    10. Merkel pflege einen Relativismus der Werte

    11. Merkel habe eine Meta-Ebene der Relativierung der Normen eingeführt

    12. Merkel verfechte einen ethischen Relativismus

    13. Merkels Utilitarismus schwemme das gesamte Wertepotential der Gesellschaft hinweg, sie verfolge ein utilitaristisches Wertekonzept

    14. Merkel führe ihr Amt wie einen Gemischtwarenladen

    15. Merkel degradiere Normen und Werte der demokratischen Gesellschaft zu einer Manövriermasse, sie arbeite an dem Zerfall der Demokratie

    16. Merkel verlasse den demokratischen Grundwertekonsens

    17. Merkels Regierungsstil impliziere einen autoritären Sozialismus

    18. Merkel verfestige Deutschland zu einem Parteienstaat

    Was werden Sie aber sagen, sollte Höhler Recht behalten? Ich finde, sie ist die einzige, die mutig die Wahrheit sagt.

    Gerhard Lindenthal | 24. August 2012 | 11:05 | Antworten
  32. Hochverehrter Herr Kulturzeit-Redaktionsleiter Conrad,
    Sie haben als “Sicherstellungsbeauftragter für den sparsamen Umgang mit Gebührengeldern und für von Ihnen schon vorher festgelegte Arbeitsergebnisse” eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Und ich kann ihre Empörung darüber verstehen, dass es jemand wagt, einen Beitrag Ihrer Redaktion platzen zu lassen, wo doch so viele vor Ihrer Tür stehen und nur darauf warten, ihre für die Menschheit so wichtigen Gedanken versprühen zu dürfen. Dieser Haltung entspricht auch Ihr von Ironie triefender, offener Brief. Herr Schmiese, auch ein Angstellter ihrer Sendeanstalt hatte heute Morgen dann doch die Gelegenheit, Frau Höhler Fragen zu stellen, und man merkte ihm an, wie angespannt er war und dass er innerlich befangen war und Mühe hatte, seine journalistische Neutralität zu wahren, zumal diese Frau ihm nicht den Gefallen tat, ihre stoische Haltung zu verlieren.
    Was mich stört, ist dass das ZDF – und es ist nicht die einzige “öffentlich rechtliche Anstalt – beginnend mit dem ersten Buch des Ehepaars Sarazin Reklame für Bücher mit politischen Inhalten macht, die noch nicht einmal auf dem Markt sind und die ein politisch interessierter und belesener Mensch weder kauft noch liest, um dann gezieltes “Bashing” zu betreiben, weil Ihnen deren Inhalt missfällt(was die Auflagen dann noch mehr in die Höhe treibt). Sie haben – und das mussten Sie wissen – Herrn Sarazin wie auch jetzt Frau Höhler eine Aufmerksamkeit verschafft, die deren Bücher nicht verdient haben, die aber für den Verkaufserfolg wichtig ist.
    Was mich noch mehr stört, ist, dass Journalisten öffentlich rechtlicher Anstalten immer häufiger versuchen, Meinung “zu machen”, und zwar eine, die der Grundhaltung der Führungsetagen entspricht (Beispiel: Peter Frey. Grundhaltung der Berichterstattung: Merkel ist der “Engel der Demokratie”, beinahe ein Gottesgeschenk für die BRD, auch, weil sie alternativlos ist, und Putin ist der “Teufel mit dem nackten Oberkörper”, eigentlich der “neue Stalin”. Noch ein Beispiel: “Wir reden doch besser nicht darüber, dass wir die “Pussy Riots”, als Vordenkerinnen und Sprachrohr aller freiheitsliebenden Russen mit “gemacht” haben, und wir wollen deshalb auch nicht darüber nachdenken, welchen Aufstand es bei allen “anständigen deutschen Demokraten” gegeben hätte, hätte eine deutsche Frauen-Punkband mit dem Namen “Mösen-Aufruhr” eine heilige Messe im Kölner Dom mit dem Sprechgesang “Merkel fahr zur Hölle!” gestört.” Die “Bild-Zeitung” zumindest wäre wortgewaltig eingestiegen, um die Verwahrlosung und Verrohung der deutschen Wohlstandsjugend anzuprangern und hätte sicher drastische Strafen wegen “Entweihung einer der wichtigsten heiligen Stätten Deutschlands” gefordert.
    Alles in allem: “Bitte vergessen Sie Ihren angestauten Ärger so schnell wie möglich, kommen Sie aus Ihrer “Schmollecke” wieder heraus und fangen Sie an, darüber nachzudenken, wie Sie in Zukunft möglichst objektive und damit bessere neue Sendungen machen.
    Mit vorzüglicher Hochachtung
    Volkmar Vieser
    P.S. Das ist mein richtiger Name, also kein “Avatar”!
    Übrigens schönes Fremdwort, das Wort “Axiomatik”. Vielleicht haben Sie in Ihrer Redaktion auch schon ein “Axiometer” – ich wäre an einem solchen Gerät interessiert.

    Volkmar Vieser | 24. August 2012 | 11:31 | Antworten
    • Hallo Herr Vieser,

      unglücklicherweise haben Sie ein wenig an der Thematik vorbei kommentiert und sich zu sehr in die von Ihnen so wahrgenommenen “allgemeingültige Praktiken” der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten verbissen. – Darauf geh ich nicht näher ein.

      Allerdings dürfen Sie sich gern einer Fragen meinerseits stellen: Ist ein offener Brief nicht eher das probate Mittel, um jemanden (der im Licht der Öffentlichkeit steht und den man ja ganz offensichtlich nicht zu einer vernünftigen Kommunikation bewegen kann) in einen Dialog zu lenken, als – wie es u.U. andere Massenmedienteilnehmer veranlasst hätten – eine reißerische Schlagzeile zu verfassen? Und um es Ihnen gleich vorweg zu nehmen: ja, ein offener Brief von Person zu Person einhält *immer* eine persönliche Note, ob man es nun will oder nicht. Dennoch stellt das in meinen Augen eine gewisse Professionalität seitens des Redakteurs nicht zwingend in Abrede.

      —–

      @Herrn Conrad: Vielen Dank für die zivilisierte Courage auf gesellschaftsverträglichem Niveau in Form des gelungenen Briefes.

      Grüße

      C~Web

      C~Web | 27. August 2012 | 14:27 | Antworten
  33. Sehr geehrter Herr Conrad,

    mein Link zum Morgenmagazin ist auch irgendwo verschwunden.

    Meine Frage im Kommentar war: Was ist ihre Funktion?
    Soll der Moderator die Inhalte des Buches von Frau Höhler vermitteln oder sind Sie eine Art “Pressesprecher” oder “Verteidiger” von Frau Merkel. Danach habe ich anhand der Fragen meine Bemerkungen gemacht. Leider war der Kommentar spontan und ich hatte ihn mir nicht kopiert. Aber seit diesem Kommentar haben sie meine e-mail. Also nicht angekommen oder sowas geht nicht.

    Ich möchte Sie bitten, meinem Kommentar von gestern als neuen Kommentar zu veröffentlichen, weil er sonst unter “bereits gelesen” untergeht.

    Ich habe den Stil von Frau Höhler in ihrem Abgang durchaus kritisiert, aber ihr “Nichtfreischalten” meines Kommentares wäre nicht ein Deut besser.

    Wenn mein Kommentar zwischenzeitlich freigeschaltet wurde, bedanke ich mich recht herzlich.

    Mit freundlichen Grüßen

    Erika Herzog | 24. August 2012 | 11:32 | Antworten
    • kulturzeit

      Liebe Frau Herzog,

      der Link zum “Morgenmagazin” war leider der falsche, er verwies auf deren Griechenland-Berichterstattung. Deshalb haben wir diesen Kommentar nicht freigeschaltet.
      Beste Grüße, Ihre Kulturzeit-Redaktion

      kulturzeit | 24. August 2012 | 11:55 | Antworten
    • kulturzeit

      Liebe Frau Herzog,

      wie bereits erwähnt, Ihr Kommentar ist freigeschaltet. Zur Erklärung: Wir moderieren Blogs, weil wir aus rechtlichen Gründen zur Sorgfaltpflicht angehalten sind – das hat nichts mit Zensur zu tun.
      Beste Grüße, Ihre Kulturzeit-Redaktion

      kulturzeit | 24. August 2012 | 14:44 | Antworten
    • Sind wir ein bisschen hysterisch und leiden unter (Zensur-)Verfolgungswahn? Oder nehmen wir uns einfach nur selber zu ernst?! Wie peinlich ist das denn?

      Ernst Kolonaka | 25. August 2012 | 10:25 | Antworten
  34. Sehr geehrter Herr Conrad,

    ich stimme dem Verhalten von Frau H. zu. Sie hält es wohl mit Wilhelm Busch, der da sagte: Man erkennt die Absicht und ist verstimmt!

    Mfg
    Rolf Ullrich Wiesbaden

    Ullrich, Rolf | 24. August 2012 | 11:43 | Antworten
  35. Sehr geehrter Herr Conrad,
    vielen Dank, dass Sie Ihr “Erlebtes” bez. Frau Prof.
    G. Höhler bekannt gegeben haben.
    Das gezeigte Verhalten dieser Frau, passt genau zu deren (über Jahre) gezeigten Arroganz, ausschließlich einiger Kenntnisse sowie Verdienste von ihr.
    Wenn man aber nicht erkennt, dass alles (incl. Äußeres !) nicht mehr so ist, wie es mal vor ca. 20 Jahren war, sollte man wegen “weniger Nichtbeachtung” seiner ehemaligen Fans, nicht überzogenen Neid dazu nutzen, um andere Menschen
    –in diesem Fall die erstaunlich starke Dr. A. Merkel–
    versuchen mieserabel madig zu machen.
    Das passt einfach nicht, weshalb ich von der –wie sie sich immer zeigte– Frau “Alleswisserin” Prof. G. Höhler jetzt voll “auf Abstand” gehe! Ich bin sicher, dass dies bei vielen anderen (Normal-)Leuten ähnlich kommen wird.
    Ihnen nochmals vielen Dank und gute Zeit!
    Mit bestem Gruß, Bernhard Auge, 24.08.2012

    Bernhard Auge | 24. August 2012 | 13:36 | Antworten
  36. Sehr geehrter Herr Conrad,
    Sie haben es selbst bemerkt: Vorher Fragen an zu Interviewende zu liefern, ist eine Abkehr von gutem Journalismus. Beim Öffentlich Rechtlichen ist das besonders verwerflich.
    Frau Höhler wird seit Jahrzehnten sowieso zuviel Aufmerksamkeit geschenkt. Soll sie ihre Bücher schreiben, sollen diese unabhängig rezensiert werden. Das reicht. Auf jedem Talkshowsofa muss sie nicht auch noch zu sehen und zu hören sein. Als Unternehmensberaterin findet sie ohnehin das Ohr der wahrhaft Mächtigen – das ist ja keineswegs Frau Merkel. Da sollten wir Normalbürger bitte von ihren Ratschlägen verschont werden. Sie sind es meistens nicht wert. Insofern ist es gut, wenn in Ihrer sehenswerten Sendung Frau Höhler nicht mehr zu Wort kommt.

    Walter Manzey | 24. August 2012 | 13:40 | Antworten
  37. ich würde die frau tatsächlich verklagen! was könnte peinlicher sein für sie, als den prozess mit der begründung eines unabhängigen richters zu verlieren? und wenn Sie verlieren, haben Sie trotzdem noch eine schöne geschichte, die ihr geld wert ist.

    thomas leon heck | 24. August 2012 | 13:53 | Antworten
  38. hach die höhlerin …. olle spassbremse!

    frank-christian | 24. August 2012 | 14:22 | Antworten
  39. Der ganze Vorgang ist erstaunlich und auch ärgerlich. Wenn Sie allerdings von den Gebühren und deren sinnhafter Investition sprechen, dann frage ich mich, wie diese Haus-Zerstörungssendung der zwei Chaoten (“Bloss nicht nachmachen” oder so ähnlich) in einen öffentlich-rechtlichen Sender produziert werden kann. Ich habe das einmal versehentlich angeschaltet und fühle mich als ordentlicher Gebührenzahler wirklich betrogen. Die öffentlich-rechtlichen machen Fernsehen aus der untersten Schublade, dafür müssen wir demnächst alle zahlen, ob wir wollen oder nicht. Der Abgang eines Interviewpartners fällt da wohl kaum ins Gewicht.
    Sehr schade…

    Claudia Haider

    Claudia Haider | 24. August 2012 | 14:32 | Antworten
  40. Was Sie schreiben, Herr Conrad, ist alles richtig. Aber wenn der Verlag (aus welchen Gründen auch immer) keine Fahnen zur Verfügung gestellt hat – warum nehmen Sie sich dann überhaupt dieses Themas an und warten nicht, bis da Buch erschienen und von einem Redakteur gelesen werden konnte? Und, um es dann doch ein bisschen pointiert zu formulieren: Wie kann jemand überhaupt Fragen zu einem Buch nur aufgrund einer Vorabveröffentlichung in der FAZ stellen? Ich nehme an, Frau Schortmann hätte nicht offenbart, dass das Buch nicht zur Verfügung stand. Wie so oft wäre wohl ein Wissen vorgetäuscht worden.

    So bleibt der Eindruck: Hier sollte ein Buch promotet werden – zur Not auch ohne redaktionelle Kenntnis dessen, was man kritisch begleiten wollte. Daher nehmen Ihre Fragen auch Bezug auf den FAZ-Artikel. Das ist aber zu wenig, zumal Urteile generalisiert werden. Die Fragestellungen sind tatsächlich suggestiv (was nicht schlimm ist, aber in Verbindung mit der Unwissenheit schon ein bisschen dreist). Sie haben, wie Sie süffisant schreiben, mit Gebührengeldern umzugehen. Hätten Sie diese Aufgabe in diesem Fall wörtlich genommen, hätten Sie gewartet. Und sich zur Not einen neutralen Politikwissenschaftler als Gesprächspartner ausgesucht. Der dann vielleicht auch das Buch gelesen hätte.

    Gregor Keuschnig | 24. August 2012 | 14:34 | Antworten
  41. Werter Herr Conrad, für mich wirft der Vorfall mit Frau Höhler vor allem die Frage auf, wie sinnvoll es ist, Interviewfragen vorab abzusprechen. Auch wenn derartige Zugeständnisse in Redaktionen gang und gäbe sein mögen, sind sie doch fragwürdig, insofern dem Zuschauer vorab überdachte Antworten als spontane Reaktionen verkauft werden.
    Wer sich solcherart vor den Promotion-Karren von ‘Prominenten’ spannen lässt, muss sich dann eigentlich nicht wundern, wenn diese sich Mappus-like ihre Fragen gleich lieber selbst stellen.

    Lea Ernst | 24. August 2012 | 14:44 | Antworten
  42. Guten Tag , Herr Conrad,
    mit großer Verwunderung habe ich Ihren offenen Brief (http://blog.zdf.de/3sat.Kulturtube/2012/08/23/hochverehrte-frau-professor-dr-hoehler/) im Internet gesehen.
    Im Unterschied zu Ihnen war ich live vor Ort dabei, als Frau Professor Höhler das ZDF-Studio der Sendung “Kulturzeit”(3SAT) empört verlassen hat. Ich kenne die Gründe und will Sie Ihnen gern erläutern. Es war fast so wie Sie es darstellen:
    Der Redakteur Ralf Rättig hatte Frau Höhler – übrigens unaufgefordert – mit “herzlichen Grüßen” eine knappe Stunde vor der Aufzeichnung des Interviews die Fragen zugeschickt, die man ihr stellen wolle. Vier kurze sachliche Fragen, nämlich diese:
    - Was kennzeichnet das System Merkel?
    - Wohin steuert sie Deutschland? Gefahr für die Demokratie?
    - Werterelativismus, ein Problem der CDU oder der Zeit?
    - was unterscheidet das System Merkel vom System Kohl?
    Als sie bereits verkabelt vor der Kamera saß, legte eine Studio-Mitarbeiterin Frau Höhler einen Zettel vor. Dies seien die Fragen, die man ihr stellen würde: Acht lange und sehr polemische Fragen, die Sie (bis auf die Korrektur der zahlreichen Grammatik- und Schreibfehler) sauber hier im Netz dokumentiert haben.
    Sie müssen zugegeben, dass in Quantität und Qualität ein erheblicher Unterschied zwischen den zuerst vorgelegten Fragen und den tatsächlich beabsichtigten Fragen besteht. Allein die Masse der „echten“ Fragen übertrifft das Volumen dessen, was in einem (auf acht Minuten angesetzten) aufgezeichneten Gespräch, das später auf drei Minuten gekürzt gesendet werden soll, bewältigbar ist.
    Ist das nicht seltsam? Warum sagen Sie erst A, dann B? Muss man da nicht misstrauisch werden? Wird da jemand bewusst auf eine falsche Fährte geführt? Wer mit Tricks versucht einen Gesprächspartner vor die Kamera zu locken – was führt der im Schilde?
    Und bedenkt man nicht nur die Zahl der neuen Fragen, sondern auch ihre Tonart, dann muss man erheblich ins Grübeln kommen (wozu im Studio keine Minute Zeit war, weil bereits die Techniker die Geräte einschalteten):
    Wie soll man mit den zahlreichen Unterstellungen, die Ihre langen Fragen enthalten, in der Kürze der Zeit umgehen? Um alles richtigzustellen, bräuchte es sehr viel länger: Nein, Frau Höhler wirft Frau Merkel NICHT unverblümt ihre DDR-Jugend vor. Nein, „autoritäres Schweigen“ ist NICHT dasselbe wie „Aussitzen“. Nein, das Buch ist KEINE persönliche Kampfansage gegen Frau Merkel. usw.
    Wer im allerersten Fernsehinterview (Frau Höhler hatte Ihnen das Interview in Wertschätzung Ihrer Sendung zugesagt und zwar VOR allen anderen Fernsehsendern in Deutschland, die ebenfalls alle angefragt hatten, sich aber alle bis zum offiziellen Pressegespräch am Folgetag gedulden mussten) nicht ausschließlich als „Nein-Sagerin“ auftreten will, der MUSS an dieser Stelle aufstehen und das Gespräch abbrechen. Das ist das einzig richtige und angemessene. Ich habe Frau Höhler deswegen sehr zugeraten, das zu tun. Sie hat nur einmal “Nein” gesagt und das richtig.
    Der Umgang mit Journalisten ist prinzipiell Vertrauenssache: Man weiß nicht, welche Fragen gestellt werden. Man weiß nicht, wie einzelne Sätze später zusammengeschnitten werden. Man weiß nicht, in wlechem Kontext sie später gesendet werden. Wenn man da nicht sicher sein kann, dass bei dieser Arbeit fair und ehrlich gearbeitet wird, kann man solche Gespräche nicht führen.
    Dass Sie jetzt bei Ihren Kollegen verbreiten, Frau Höhler weiche unangenehmen Fragen aus, ist pure Legendenbildung, ja, bei Licht betrachtet üble Nachrede!
    Frau Höhler hat gestern in einer zweistündigen Pressekonferenz allen Fragen ausführlich Rede und Antwort gestanden. Es gibt eine Aufzeichnung davon, die ich Ihnen und der interessierten Öffentlichkeit gern zur Verfügung stelle. Heute morgen saß Frau Höhler wieder im ZDF-Studio, live und hat im MorgenMagazin den kritischen Fragen von Wulf Schmiese geantwortet, die sie übrigens im Vorfeld selbstverständlich nicht kannte. Aber Ihre Kollegen vom MorgenMagazin machen eben sauberen, ehrlichen und vertrauenswürdigen Journalismus und den bedient Frau Höhler gern, wenn es ihre Kräfte erlauben.
    Um die Chronologie der Ereignisse, anders als Sie es tun, sauber und historisch korrekt darzustellen, sei Folgendes hinzugefügt:
    Ihre Redaktionskollegin Andrea Maurer hatte am 20.8. (also mitnichten nach Erscheinen des FAZ-Artikels am 3.8., wie Sie in Ihrem offenen Brief nahelegen, sondern erst diesen Montag) nachmittags beim Verlag per E-Mail ein Rezensionsexemplar angefordert, weil man die Woche drauf (!) am Dienstag oder Mittwoch ein Interview führen wolle. Dafür wurden sie in die übliche Liste aufgenommen und hat inzwischen wie alle Medien-Kollegen sicher ein Buch erhalten.
    Diese Interviewanfrage wurde am Dienstag-Morgen an mich weitergeleitet, wo ich sie auf den großen Stapel aller Anfragen legte – in aller Ruhe, weil ja noch eine gute Woche Zeit bis zum angefragten Interviewtermin war.
    Doch schon am Nachmittag hinterließ mir der Redakteur Ralf Schmitz um 14.24 Uhr eine ungeduldige Nachricht auf der Mailbox, man wolle schon VOR dem Erscheinungstermin ein Interview führen. Er bat außerdem um Zusendung einer pdf-Datei. Ich muss dazu sagen, dass sowohl im Verlag, wie auch in meinem kleinen Ein-Personenbüro an jenem Tag die Telefone heißliefen; ich also nicht auf jeden Anruf unmittelbar reagieren konnte. Die zweite vom selben Redakteur hinterlassene Nachricht um 16:21 Uhr blieb ohne Text. Ich selbst habe um 16.23 und 16.24 Uhr zweimal vergeblich versucht, Herrn Schmitz zu erreichen. Ich erinnere mich nicht, jemals mit jemandem aus Ihrer Redaktion real gesprochen zu haben.
    Um 16.40 bekam ich stattdessen eine denkbar knappe Mail aus Ihrer Redaktion, nunmehr von Ralf Rättig, „wie Ihnen Herr Schmitz schon gesagt hat: wir würden sehr gerne morgen mit Frau Höhler über ihr Buch sprechen (und gehen auch davon aus, dass das klappt). Damit wird uns angemessen vorbereiten können, möchten wir sie bitten, uns heute noch das Buch als pdf zur Verfügung zu stellen.“
    Ich weiß nicht, wie lange eine Interviewanfrage sonst bei Ihnen dauert. Aber nach meiner Wahrnehmung können Sie nicht mehr als eine halbe Stunde investiert haben. Das nur zur Frage, wieviel „Aufwand“ Sie angeblich betrieben haben, um Frau Höhler „das Mitwirken in unserer Sendung so angenehm wie möglich zu machen“.
    Und: Der Verlag hat sich aus vielerlei Gründen entschieden, prinzipiell keine pdf-Dateien des Buches auszugeben – in Zeiten, wo man derlei per Mausklick weiterleiten kann, nicht ganz abwegig. Das wurde auch von allen Journalisten widerspruchslos akzeptiert. Auch ich selbst verfüge über keine pdf-Version des Buches. Andere Redaktionen haben sich geduldet, bis sie die gedruckten Fahnen oder später auch das fertige Buch in der Post hatten. Ihrer Kollegin der ZDF-Aspekte-Redaktion Anna Riek – das wird Sie Ihnen sicher bestätigen – habe ich das Buch auf den letzten Drücker sogar noch persönlich vorbeigebracht. Da Sie, Herr Conradi und ich, nie miteinander gesprochen haben, konnte ich nichts Vergleichbares für Sie tun.
    Trotz der extremen Kurzfristigkeit ist es gelungen, dass Frau Höhler – die anderthalb Stunden Fahrzeit nicht scheuend – schon am nächsten Nachmittag bei Ihnen im Studio saß. Sie hatte übrigens ein Buch dabei, dass Sie zum Abschied einem der Techniker überlassen hat. Der Rest ist bekannt.
    Das traurige Fazit der Geschichte: Sie bekommen eine extrem bevorzugte Behandlung durch die Autorin. Sie täuschen ohne Not andere Gesprächsinhalte vor, als sie im Sinn haben. Hinterher brüsten Sie sich, „es sollte ein Dienst von uns an Ihnen sein, eine Erleichterung für Sie, sich mental auf unser gemeinsames Vorhaben einzustimmen“. Übrigens in einem Brief, den die Autorin bis jetzt nicht erhalten hat, weil Frau Höhler über keinen Internetzugang verfügt, was Sie in Ihrer Ignoranz nicht einmal bemerkt haben.
    Dass Sie sich jetzt hier im Internet als Opfer inszenieren und mit zynischen Kommentaren gegen Frau Höhler über Ihre eigene Dumm-Dreistigkeit hinwegjammern, ist an Niedertracht kaum zu überbieten!
    Das mag für Sie professioneller Journalismus sein; in meinen Augen ist es eine Attacke auf einen ehrbahren Beruf, den ich auch mal gelernt habe. Schade.
    Claudia Cornelsen
    PS: Frau Höhler hatten Sie gesagt, dass die Sendung erst am Freitag laufe und allein aus technischen Gründen vorab aufgezeichnet werden müsse. Dass Sie vorhatten, das Interview bereits am Mittwochabend zu senden, erfahre ich jetzt erst anhand Ihrer Kommentare zu den Blogkommentaren: „Die Gefährdung der eine Stunde später stattfindenden Sendung folgte auf dem Fuße. Beitrag neu gestalten, Ablauf umstricken, neue Stellproben, Bilder neu laden. und das alles weitgehend in die Tarifpause der Kollegen im Studiobetrieb hinein.“ – Sie Ärmster. Da wollten Sie still und heimlich die allseits beachtete Sperrfrist unterlaufen und jetzt kommt auch das noch raus…

    Claudia Cornelsen | 24. August 2012 | 16:31 | Antworten
    • @Claudia Cornelsen
      Ich habe schon zehntausende Blogbeiträge in den letzten Jahren gelesen,
      aber dieser fundierte Beitrag von Ihnem war bisher der Beste. Bravo!
      Ich schliesse mich 100%tig Ihrem Beitrag an. Wer lässt sich schon gern
      im Studio überfallen, obwohl man noch nicht das Buch gelesen hatte.
      Ich habe gestern das Buch gekauft und heute Morgen fertiggelesen.
      Ich hoffe, dass man Merkel auch mal Fragen stellt und nicht immer auf
      kritische Köpfe in unserem Lande einschlägt. Für mich das beste Buch in
      meinem Regal. Warum darf man ein “System M”. nicht kritisch hinterfragen.
      Ich wünsche mir noch viele Höhlers und nicht angepasste Mitläufer.
      MfG
      Walter Schmid

      Walter Schmid | 25. August 2012 | 12:45 | Antworten
  43. Sehr geehrter Herr Conrad,

    ihren Ärger kann ich gut verstehen und möchte mich ihrem Blog-Eintrag anschließen. Hoffentlich hat Frau Höhler Ihren Eintrag auch gelesen.

    Da bietet man/frau an, für das Buch von Frau Höhler “Werbung” zu machen und dann so was. Wahrscheinlich ist sich Frau Höhler gar nicht bewußt, was für eine Chance ihr da entgangen ist, sich in der kulturzeit interviewen zu lassen. Die Fragen gehen hundertprozentig in Ordnung. Und wenn sich das Interview dann doch anders entwickelt hätte, dann wäre das erst recht spannend geworden. Ich kann mir auch vorstellen, dass Frau Höhler nichts schlechtes über ihr eigenes Buch sagen will. Schade ist es schon, dass das Interview nicht stattgefunden hat. Aber eine zweite Chance hat Frau Höhler auch nicht verdient. Da gebe ich Ihnen ebenfalls Recht.

    Mit den besten Grüßen an das Team der kulturzeit, dem Lichtblick im grauen Fernsehdschungel.

    Gisèle van Elsbergen

    Gisèle van Elsbergen | 24. August 2012 | 16:55 | Antworten
  44. Als treue Zuschauerin des Kulturjournal möchte ich Ihnen mitteilen, daß ich sehr schockiert bin über Ihre Art und Weise mit der “hochverehrten Frau Prof. Dr. Höhler” umzugehen. Ihr Brief, Herr Conrad,ist voller Häme und Arroganz. In einem Punkt haben Sie recht: Es ist gut zu wissen, daß das Deutsche Fernsehen Frau Prof. Dr. Höhler andere Gelegenheit geben wird, sich zu äußern.
    1. Was ist, wenn Sie in Zukunft erkennen müssen, daß Frau Höhler recht hat mit ihrer Meinung, daß Frau Merkel “Normen und Werte einer demokratischen Gesellschaft zur Manövriermasse” macht und der Zerfall der Demokratie eintritt? Diese Meinung wird doch auch bereits von anderen kritischen Beobachtern vertreten.
    2. Man muß Frau Merkel ihre DDR-Jugend nicht vorwerfen. Tatsache ist, daß sie in dem Land geprägt wurde. Kennen Sie die inneren Motive von Frau Merkel für ihren autoritären Machtstil?
    3. Bundeskanzler Kohl hatte ein Ziel, den Weg dorthin konnte er aussitzen. Wohin Frau Merkels “Schweigen” führen soll, kann man immer nur erraten.
    4. Wie viele andere (sogar wir Normalbürger) merken, braucht man Frau Merkel nicht vorzuwerfen, situativ zu entscheiden, je nachdem, was beim Wähler gut ankommt. Es ist eine Tatsache, die sie immer wieder selbst vermittelt.
    Gehören Sie, Herr Conrad, auch zur Oberschicht und plappern die Sätze der Reichen nach, daß es Deutschland so gut geht in Bezug auf Arbeitslose, Wirtschaft und Finanzen? Deutschland ist inzwischen ein Billiglohnland und eine Steueroase. Die Bildung liegt im argen, viele Menschen arbeiten für einen Hungerlohn. Für Prestigebauten für die Reichen ist allerdings immer genug Geld da.
    Frau Prof. Dr. Höhler eine persönliche Kampfansage gegen Frau Merkel zu unterstellen, ist eine bodenlose Frechheit. Noch ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Regierungschefin wünschenswert und erlaubt.
    Sind Sie vielleicht ein Anhänger von Putin?
    Ja und Amen zu allem zu sagen was von oben kommt, sollte das deutsche Volk doch hinter sich haben.
    Ich hoffe, Sie haben mit diesem Beitrag einen regen Buchverkauf angeregt, so daß sich mehr Bürger mit Frau Merkel beschäftigen. Ob sie dann immer noch so hoch in der Beliebtheitsskale steht?
    Wer ich bin? Vielleicht eine Wutbürgerin im Stillen, der heute mal der Kragen platzte.
    Helga Pfichner

    H. Pfichner | 24. August 2012 | 17:19 | Antworten
    • @H.Pfichner
      Sie sprechen mir mit Ihrem Beitrag aus dem Herzen.Danke!
      Zitat:”Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen.Aber das
      Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.”(J.Joubert)
      Ich lasse es nicht zu, dass Frau Professor Dr. Höhler so blump und
      unprofessionell von Herrn Conrad hier vorgeführt wird.
      MfG
      Walter Schmid

      Walter Schmid | 25. August 2012 | 13:42 | Antworten
      • Das Problem daran, wenn einer Person wie z.B. Frau Bundeskanzlerin Merkel Opportunismus wie Ziellosigkeit vorgeworfen werden muss, ist, dass mit diesem Vorwurf der je ureigene Opportunismus wie Promiskuität nicht abgelegt werden kann.

        Und wenn jener sich allein darin äußerte, dass Eine die Geduld verlöre. Oder ein Anderer versucht sei, ihn allgemein zu verstecken.

        Worauf zielte das geplatzte Interview?

        pazifisch | 29. August 2012 | 22:56 | Antworten
  45. Sehr geehrte Frau Corneisen,

    das Buch von Frau Höhler kenne ich nicht. Habe aber mit viel Interesse den Artikel in der FAZ gelesen. Für viele Vorwürfe, die Frau Höhler – Frau Merkel entgegenhält, fallen mir spontan Beispiele ein. Privat mache ich mich gerne über den “Schutzschirm der Presse für Angela Merkel” lustig und irgendwie scheint es auch bei ZDF-kulturzeit ein bisschen so zu sein. Anstatt dass man über die Thesen von Frau Höhler diskuttiert, wird über Frau Höhler diskuttiert. Ich finde das außerordentlich schade.

    Viel Erfolg für Ihre Arbeit!

    Erika Herzog

    Erika Herzog | 24. August 2012 | 17:34 | Antworten
  46. Sehr geehrter Herr Conrad!
    Sehr geehrte Redaktionsmitarbeiter und -verantwortliche!

    In Zeiten wie diesen, in denen PR-Leute mehr und mehr versuchen, den “gesunden” Journalismus zu beeinflussen, sollten wir überhaupt aufhören, Interviewfragen vor einem Interview vorzulegen.
    Ist ja ganz nett, dem Interviewpartner zu gestatten, sich (besser) auf das Interview vorbereiten zu können, aber wer über SEIN Thema reden (bzw. sein Produkt präsentieren) WILL, der wird doch hoffentlich wissen, was er sagen und antworten will/wird.
    Journalisten geben ja auch nicht die ANTWORTEN vor, oder???
    Also Schluss damit!
    Einladung aussprechen – Einladung annehmen – kommen – fragen – antworten. Und aus!
    Kein “war es nicht angenehm für Sie?”, kein “kommen Sie später wieder”, kein Bauchpinseln, kein roter Teppich – das ist nicht des Journalismus’ Aufgabe!!!

    Ich freue mich (KEINE Schadenfreude!)über Herrn Conrads Entscheidung, dem geflüchteten Interviewpartner die Rote Karte zu zeigen. Ein echter Journalisten-Charakter!
    Danke!
    Mit dieser Reaktion musste auch der PR-Berater des Geflüchteten rechnen (und der wird sich wahrscheinlich mehr über seinen Schützling ärgern, als so mancher Kulturzeit-Chefredakteur).

    Herzlichst, A.Dibl

    P.S.: Ich gestattete mir hier die männliche Form der Subjekte/Objekte, um nicht nur auf den Fall von Fr.Dr.Höhler einzugehen, sondern auf viele, viele ähnliche andere auch.
    Ich danke für das Verständnis aller!

    Andreas Dibl | 24. August 2012 | 21:52 | Antworten
  47. Schade, daß Sie den so wichtigen Beitrag von Claudia Cornelsen erst ziemlich weit am Schluß Ihrer Dokumentation bringen (können). Wenn ich die Korrektheit der Richtigstellungen durch die Verfasserin annehmen darf, dann wirft das ein sehr ungünstiges Licht auf die Kulturzeit-Redaktion und den von Herrn Conrad veranstalteten Aufruhr.

    R. Reinboth | 25. August 2012 | 00:07 | Antworten
  48. Nachdem ich hier lesen darf, was tatsächlich hinter den Kulissen des ZDF ablief, bin ich einfach fassungslos.
    Wenn man Stern-, Focus-, hr1-, ZEIT-, Freitag-, Spiegel online – Rezensionen zusammen betrachtet, muss man kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu der Ansicht zu gelangen:

    Hier wird flächendeckend der Versuch gemacht, eine Autorin
    bösartig, subtil,runter zu schreiben, um vom Inhalt des Buches abzulenken.

    Allerdings lassen viele Kommentare den “Literarischen Quartett-Effekt” vermuten:
    Was so demonstrativ verrissen wird, wird zum Bestseller!

    dr.friedrich schreyer | 25. August 2012 | 09:18 | Antworten
  49. Sehr geehrter Herr Conradi,

    möchten Sie den Eintrag von Claudia Cornelsen unkommentiert so stehen lassen?

    Manch ein “Hau-drauf”-Forist dürfte sich vermutlich nach der Lektüre dieses Cornelsen-Kommentars verschämt zurückziehen.

    Es geht jetzt auch um Ihre Glaubwürdigkeit, verehrter Herr Conradi!

    Mit neugierigen Grüßen
    Linda Lauer

    Linda Lauer | 25. August 2012 | 10:11 | Antworten
    • kulturzeit

      Die Reaktion auf meinen Blog vom vergangenen Donnerstag ist überwältigend. Dafür an alle, die sich die Mühe gemacht haben, daran teilzunehmen, ein herzlicher Dank. Der Eintrag von Frau Cornselsen – ausgestattet mit der Autorität einer “Zeugin” ist leider mit vielen Fehlern und Fehleinschätzungen behaftet.

      1. Die vier genannten Themenkomplexe waren – schon in sprachlicher Hinsicht – keine Fragen (siehe Eintrag Cornelsen). Ich wiederhole, die Themenkomplexe fanden sich genau in dem Fragenkatalog unserer Moderatorin wieder.

      2. Kürzung von 8 auf 3 Minuten? Wenn Frau Cornelsen sich Kulturzeit-Sendungen ansieht, dann wird sie dort die Interviewlänge von drei Minuten einige wenige Male in Gesprächen mit Journalistenkollegen und Korrespondente entdecken. Standard sind 6 Minuten , manchmal 5’30”, oft länger als 6 Minuten. Warum schreibt Frau Cornelsen das?

      3. Frau Cornelsen ist offenbar verantwortlich dafür, dass Rezensenten mit Kompetenz, was das Buch angeht, ausgestattet werden. Frau Höhler war unsere Anfrage seit fast 14 Tagen bekannt. Mehrere Kollegen haben um die Vorablektüre gebeten, so wie das, seit Frau Cornelsen diesen Beruf erlernt hat, üblich ist. Von uns aus muss es kein PDF sein, Fahnen, das ist okay, das sind wir gewohnt. Aber es kam ja gar nichts, weder das eine noch das andere. Das bleibt Frau Cornelsens Problem.

      4. Ich zitiere Frau Cornelsen: “Man weiß nicht, wie einzelne Sätze später zusammengeschnitten werden. Man weiß nicht, in welchem Kontext sie später gesendet werden. Wenn man da nicht sicher sein kann, dass bei dieser Arbeit fair und ehrlich gearbeitet wird, kann man solche Gespräche nicht führen.”

      Sehr verehrte Frau Kollegin, eine solche Unterstellung ist stark begründungspflichtig. Ich verbitte sie mir ausdrücklich, im Namen der von mir geleiteten Redaktion und im Namen aller KollegInnen weltweit. Ihre Bemerkung unterstellt ,dass wir Fragen und Antworten bunt zusammenwürfeln, solange, bis wir den von uns gewünschten Inhalt haben. Das meinen Sie doch, nicht wahr, oder? Wer dies als Journalist tut, und ich habe – sehr selten – solche Fälle erlebt, handelt unverantwortlich. Das sollten Sie, die diesen “ehrbaren” Beruf gelernt hat eigentlich wissen.

      Ich hoffe dass diese Kommentierung des ausführlichen Beitrags von Frau Cornelsen der Erkenntnis aller Blogteilnehmer nützlich ist.
      Beste Grüße, Armin Conrad

      kulturzeit | 27. August 2012 | 11:00 | Antworten
  50. Schade ICH hätte die Antworten auf Diese Fragen gerne gehört. Jetzt interessiert mich eigentlich WARUM Frau Prof. auf diese Fragen nicht antworten wollte. Sie hätte doch alle “Graderücken” können, was da falsch verstanden worden ist. Wenn Frau Prof. in einer Sendung Austeilen kann ist Sie immer sehr ” robust” in ihrer Wortwahl . Ich glaube Sie hat die Fragen als Kritik verstanden – und das konnte Sie noch nie vertragen- Leider. DAS wäre wirkliche Größe

    Niedner Peter | 25. August 2012 | 13:34 | Antworten
  51. Sehr geehrter Herr Conrad,

    diese Fragen schienen doch nur einem Zweck zu dienen: Frau Höhlers Kritik sollte lächerlich und vorurteilsbeladen gemacht werden. Frau Höhler sollte dazu gedrängt werden, sich zu verteidigen. Sie sollte nicht mehr kritisieren.
    Den Tonfall, in dem diese Fragen gestellt worden wären, kann ich mir lebhaft vorstellen. Aber allein die Ausformulierung der Fragen zeigt das. Sie zielten auf eine bestimmte Wirkung ab.
    Eigentlich wäre es Aufgabe der Medien, unsere im Grundgesetz festgelegte “Wehrhafte Demokratie” zu verteidigen und genauer hinzuschauen.
    Deren Aufgabe sollte es nicht sein, einen Schleier über fragwürdige Vorgänge zu legen, die sogar von unserem Bundesverfassungsgericht schon mehrmals gerügt wurden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gabriele Hallmann

    Gabriele Hallmann | 25. August 2012 | 14:43 | Antworten
  52. Sehr geehrter Herr Conrad,
    wer ein Buch über die Kanzlerin schreibt, muss mit Widerstand und solchen Fragen rechnen. Von der Kulturzeit hätte ich allerdings diesen Mut nicht erwartet. Kein Wohlfühljournalismus und keine Verkaufs-PR, das tut der Berufsgattung und dem Format gut.
    Danke an Sie und Ihre Redaktion für die Transparenz.
    Heike Streithoff

    Heike Streithoff | 25. August 2012 | 17:41 | Antworten
  53. Ich habe keiner Verständnis dafür, dass ihre Sendung einer Publizistin wie Frau Höhler überhaupt ein Forum bietet. Diese Frau ist mir unsympathisch, sie vertritt und bedient reaktionäre Auffassungen, ist sehr selbstbezogen und hat mir insgesamt nichts mitzuteilen. Ich brauche sie nicht. Ich will sie nicht. In meiner Wissenschaft hat sie keinen Rang, ein Rätsel für mich wie sie Professorin wurde. Ihre publizistischen Werke der letzten 20 Jahre sind Makulatur. Alles noise. Intellektuelle Abregung.

    Was unsere Kanzlerin betrifft, trauen wir ihr nichts zu, ausser die Sache dem armen KT hinterfotzig eingeredet zu haben, er können als Promotionsfälscher im Amt bleiben.

    Andre | 26. August 2012 | 00:21 | Antworten
  54. Liebe Frau Pfichner,

    1. Was ist, wenn Sie in Zukunft erkennen müssen, daß die Meinung, daß Kanzler(in) X “Normen und Werte einer demokratischen Gesellschaft zur Manövriermasse” macht und der Zerfall der Demokratie eintritt? weder verifizierbar noch falsifizierbar ist. Sie erhalten, was sie glauben wollen.
    2. Man muß Frau Merkel ihre DDR-Jugend nicht vorwerfen, weil sie diese nicht selbst zu verantworten hat. Wenn sie fragen: “Kennen Sie die inneren Motive von Frau Merkel für ihren autoritären Machtstil?” unterstellen sie einen autoritären Führungsstil. Den vermag ich nicht zu erkennen.
    3. Was das Ziel von Bundeskanzler Kohl war, wusste ich nie. Auf jeden Fall orientierte er sich an seinem Prestige in den Geschichtsbüchern mit dem Drang zur “Einheit” und forderte von seinen Getreuen mir widerliche Loyalität und Lobpreis. Wohin Frau Merkels “Schweigen” führen soll, ist Mündigkeit. Sie fordert niemanden dazu auf, ihr öffentlich den Arsch zu küssen. Selbst in der Eurowährungskrise ist die Bundesregierung seltsam kakophon und Minister testen als Minenhunde die Lage aus.
    4. Wie viele andere merken, braucht man Frau Merkel nicht vorzuwerfen, situativ zu entscheiden, je nachdem, was beim Wähler gut ankommt. Das war nämlich das System Blair, das Schröder inspirierte. Das System Merkel ist mehr leidenschaftsloser Pragmatismus.

    Vor allem aber ist die Person des Kanzlers in unserem politischen System nicht so wichtig. Adenauer z.B. wurde als Greis Kanzler. Und so ist es auch ein in Watte eingepacktes Amt, in dem man nicht zu viel kaputt machen kann. Je indifferenter Merkel in der Aussenpolitik wahrgenommen wird, desto stärker ihre Verhandlungsmacht.

    Das Faszinierende im Moment ist ja, dass das präsentierte Bild der Kanzlerin in der europäischen Auslandspresse überhaupt kein Echo in unserem Lande findet, und die sich wundern wieso wir die Merkel nicht auf die Titelseite der deutschen Nachrichtenmagazine bringen. Ganz einfach, weil sie nicht so wichtig ist, sondern eine Art Stossdämpfer unseres politischen Systems. Und weil die Fieberfantasien der ausländischen Presse über die deutschen “Aggressivität” sich lediglich auf die Einhaltung des vertraglich zugesicherten und möglichen beziehen, während andere Staaten mit Selbstverständlichkeit für sich in Anspruch nehmen alles Vereinbarte zu eignen Gunsten ständig neu zu verhandeln während frühere Bedingungen noch nicht erfüllt sind. Nach dem Motto, bevor man der deutschen Regierung etwas zumutet, beschimpft man sie präventiv. Das zeigt die Unreife dieser politischen Systeme und den Mangel an Kantscher Disziplin.

    Andre | 26. August 2012 | 00:59 | Antworten
  55. Seltsam, wenn ich die Replik von Frau Claudia Cornelsen lese, wundere ich mich über die Menge an Ungereimtheiten im Vorgehen der Kulturzeit-Redaktion schon sehr. Zuerst legt man z.B. Frau Höhler Fragen vor, die man dann unmittelbar vor dem Interview abändert. Warum? – und dann offenbar abrupt und ohne Erklärung nach dem Motto “Vogel friss oder stirb”. Dass das zu einer misstrauischen Grundstimmung führt, das sollten man doch verstehen – und dann nicht so verletzt reagieren. Professionell finde ich das jedenfalls nicht und menschlich angenehm auch nicht.
    Schöne Grüße, und danke Ihnen sehr für Ihre Sendungen! o.k.

    Oskar Klappenberger | 26. August 2012 | 01:26 | Antworten
  56. Höhlers hatte wahrscheinlich einfach nicht damit gerechnet, dass sie bei dem Interview zum Inhalt des Buches gefragt werden könnte. Dazu konnte sie natürlich nichts sagen, denn den Inhalt hatte sie sich von ihren Studenten schreiben lassen und angesichts des vollen Terminplans der vielbeschäftigten Professorin ist sie noch nicht dazu gekommen, es zu lesen. Dafür sollte die Redaktion natürlich Verständnis haben und in Zukunft bei solchen Themen nur Fragen wählen, die sie ganz unkompliziert mit “Jawoll, so issses!” beantworten kann.

    K. Wurz | 26. August 2012 | 12:13 | Antworten
  57. Weil das mediale Umfeld (Kulturzeit auch schon zu Teilen) die Inszenierung höher setzt als Inhalt, hat Frau Höhler sich so lange mit doch teils hohlem Pathos innszenieren können. Nun hat sie manch Bemerkenswertes zu Merkel und sehr viel Falsches, darunter Beleidigendes, formuliert – wohl auch, weil auch sie um die mediale Priorität für Inszenierungen vor Inhalten weiß.
    Nun wissen Medien wie Höhler, whin das führen kann. Aufhalten werden weder der 3sat-Brief noch die mediale Entrüstung über Höhler die weitere Entleerung auch gehaltvollerer Formate wie Kulturzeit & Co. nicht – dazu fehlt den Redakteuren der Impetus für Inhalt, der immer spannender, aber auch anspannender Journalismus ist. Weder Euro noch Merkel noch Syrien noch Klima – die wollen nicht mehr: das tut ja auch so weh, wenn man Inhalte er-arbeiten soll, wo doch Schlag-Zeilen so einfach und schnell an jeder Ecke zu haben sind.

    H. Rittker | 26. August 2012 | 16:39 | Antworten
  58. Sehr geehrter Herr Conrad,

    nicht,dass ich das Verhalten von Frau Höhler richtig fände in Bezug auf die ihr vorgelegten Fragen, aber Ihre -Hr. Conrad und Kulturzeitteam- Reaktion ist auch “Banane”! Satire überlassen Sie doch lieber den Machern von Extra3.
    Richard

    Richard | 26. August 2012 | 22:03 | Antworten
  59. Es ist doch recht einfach: Die “kulturzeit”-Redaktion hat ein Interesse an einem Vorabinterview mit einer Person “des öffentlichen Lebens”, damit an der Aufmerksamkeit der Zuschauer und anderer Medien. Frau Höhler sehnt sich ebenfalls nach Aufmerksamkeit, vertritt sie doch bestimmte Positionen, möchte aber derzeit v.a. ein Buch verkaufen und hat deshalb wenig Lust auf allzu nevige Fragen. Dann gibt es noch eine sich auch hier mitteilende Frau Cornelsen, von Beruf PR-Beraterin – deren Absichten dürften ebenfalls klar sein. 

    Derweil reibt sich eine kleine, aber machtvolle Schicht (man darf sich fragen, ob man die oben genannten Protagonisten auch dazu zählen sollte) die Hände und denkt sich: Ist doch schön, 20 Prozent der Menschen beschäftigen sich mit solchen hier besprochenen Thematiken und Frau Höhler darf im ÖR kostenlos für ein Buch werben, das im Grunde unsere (neoliberalen) Interessen fördert. Der Rest kennt weder Frau Höhler, noch die “kulturzeit”, da mit Akkordarbeit, Abstiegsangst und Arbeitslosigkeit beschäftigt – und das System läuft und läuft und läuft. 

    L. Weyer | 26. August 2012 | 22:32 | Antworten
  60. Respekt Frau Höhler, endlich eine Frau die wachsam ist.
    Genau was Sie schreiben belastet mich schon sehr lange.
    Sie haben diese Frau 1000 % analysiert.
    Ich habe ein schlechtes Gefühl wenn ich sehe wie Frau Merkel Politik macht. Wann merken die Menschen was diese Frau anrichtet ? So lange der Deutsche Satt ist sieht er die Gefahr nicht.

    P. Reg | 26. August 2012 | 23:02 | Antworten
  61. Die vorgelegten Fragen zeigen, dass offensichtlich die Thematik nicht durchdrungen wurde.
    Man muss nur den kurzen FAZ-Artikel zum Buch gelesen haben – dann wirken die Fragen lächerlich und oberflächlich. Soll Fr Prof Dr Höhler ganz von vorn beginnen und erklären, dass die angeblich guten Zahlen Deutschlands alle geschönt sind? (9 Mio Arbeitslose, die meisten in Pseudo-Programmen versteckt)
    Jeder versteht doch auch langsam , dass es in diesem Land lange nicht mehr darum geht, Schaden vom Volke abzuwenden…dann würde die Kanzlerin anders gehandelt haben.
    Prof Höhler kann es sich – wie leider nur wenig andere – leisten – Wahrheiten zu äussern. Wir haben leider kaum noch kluge Köpfe in der Politik, die nicht bereits von Fr Merkel aus dem Weg geräumt worden sind, sondern viele abhängige Gestalten, die um der eigenen Profilierung willen lieber keine eigene Meinung haben wollen.

    Marion | 26. August 2012 | 23:36 | Antworten
  62. Oh je, liebe Journalisten-Kollegen, ich finde: Professionalität geht anders. Es gibt Standards, die man einhalten muss. Und die beleidigte Leberwurst steht Euch nun gar nicht gut zu Gesicht. …

    Heinz Koch | 27. August 2012 | 01:10 | Antworten
  63. Herr Conrad,

    Frau Höhler hat, was sie will – und sie musste noch nicht einmal dafür “arbeiten” (sprich antworten). Es wird nicht (im eigentlichen Medium, sondern nur hier in den “Fußnoten”) über den Inhalt des Buches gesprochen und doch ist es in aller Munde. So müssen viele Menschen jetzt ja nachlesen, worüber da so viel und emotional schwadroniert wird. Das ist in höchstem Maße effiziente Medienarbeit. Nicht umsonst sucht man (Verlag) sich ja auch die Sauregurkenzeit als Starttermin aus. Dann klappt sowas.

    Nächste Einladung in Ihre Sendung hin oder her: Schade dass Sie (Herr Conrad) sich da als Bauernopfer haben mißbrauchen lassen. Das war die Sache vielleicht nicht wert. Es wirft weder ein gutes Licht auf den Journalismus (denn es wird immer noch nicht über das Buch gesprochen – warum haben Sie da jetzt nicht mal nachgeliefert?) noch auf die Art, wie Bücher unter Mithilfe von Steuergeldern promoted werden. Denn Promotion für Frau Höhler ist es auf diese Art sogar noch mehr, als es ein paar Fragen in Ihrer Sendung gewesen wären.

    Ich bin sicher, Ihnen fällt noch etwas besseres ein, wie man mit dieser Dingelage umgehen kann. Sie sind doch der Profi!

    Viele Grüße,
    Helge Brzoska

    Helge Brzoska | 27. August 2012 | 08:18 | Antworten
  64. Daß Frau Höhler die linksversiffte “Kulturzeit” schimpfend verlassen hat, nötigt ihr meinen Respekt ab. Gut gemacht, altes Mädel!

    Krischan Piepengruen | 27. August 2012 | 08:44 | Antworten
  65. Herr Konrad,
    Ich bin langjähriger Zuschauer Ihrer Sendung und ein aktiver Beobachter und Teilnehmer der Kulturszene in Deutschland in in der Welt.
    Ihre Sendung – mag sie auch noch so “intellektuell” sein – hat sich wiederholt mehr durch eine völlig unangemessene, journalistisch verwerflichen Parteinahme ante portas als durch Denkanstöße und -feinsinnigkeit.
    Sie und das Team sind tief durchrungen durch ideologische Halbblindheit, Rechtshaberei und festgebissene mmanisch-obssesive Fixierung.
    Der jetzige “Brief” an Frau Höhler gehörte auf dem Tisch der Justitiare und Personalverntwortliche in Ihrem Sender zwecks Vertrags- und Weiterbeschäftigungsprüfung.

    Ich stehe hinter Frau Höhler’s Entscheidung, auch ohne die Fragen zu kennen. Aber ich kenne und schätze Frau Höhler seit langen Jahren, mit allen ihren persönlichen und professionellen Zügen, und ich bin bereit, jetzt und hier, meinen Jahresgehalt zu verwetten, dass ich Ihnen und dem Publikum beweisen kann innerhalb von 3 Minuten Nachdenkzeit, Punkt für Punkt und objektiv, falls ich die Fragen zu sehen bekomme, warum Frau Höhler Recht hatte, ein Interview mit ihnen abzulehnen.
    Sie haben sich disqualifiziert, nicht Frau Höhler.

    Es ist bemerkenswert, wie sich die sonst eher CDU bekämpfende Positionen “Intellektuellen der korrekten Ecke” umkehren, wenn es um Frau Merkel geht. Die Gründe sind noch dunkler als als die CDU es ist.

    Mihai-Robert Soran | 27. August 2012 | 09:10 | Antworten
  66. Sehr geehrter Herr Conrad,
    aufrichtig danke ich Ihnen für Ihren “Brief” an Frau Professor Höhler.
    Journalismus ist, und besonders im guten und wahren Sinne, ein Tanz auf dem brodelnden Vulkan. Sie beherrschen ihn, den Tanz. Was den Vulkan angeht, sollte es sich hier auch um einen relativ zahmen handeln, so ist mit Frauenfeindschaften nicht zu spaßen. Insbesondere je mächtiger die Teilnehmerinnen sich zu sein dünken und je intelligenter sie zu agieren scheinen.
    Vorab gelieferte Interviewfragen allerdings zeigen die innere Unfestigkeit, ja Unsicherheit, der angesprochenen Person. Damit führt sich jeder selbst, der ein solches “Interview” beantworten würde, ad absurdum, denn es fehlt jegliche Spontanität, auch die der Gedanken, von emotionaler Teilhabe wollen wir gar nicht reden. Die Sache spricht für sich.
    Ihnen persönlich weiter gute Ideen, Kraft sie durchzusetzen und Mut mit den Reaktionen umzugehen!Unser Land der “Dichter und Denker” hat so etwas bitter nötig. Sunnihild Schmidt

    S. Schmidt | 27. August 2012 | 09:27 | Antworten
  67. Sehr geehrter Herr Conrad,
    obwohl ich Frau Höhler nicht uneingeschränkt schätze, was aber durchaus allein mein Verschulden sein kann, bin ich doch sehr erstaunt über Ihren ‘Offenen Brief’.
    Es wäre sicher leicht möglich gewesen, diesen einzutüten und Frau Höhler zuzusenden. Ihn zu veröffentlichen, bleibt für mich eher der Versuch der Selbstentlastung. Das ist eine Frage des persönlichen Stils.
    Verärgert wäre ich jedoch, wenn die Antwort von Frau Cornelsen zutreffend wäre. Wer von Ihnen beiden schildert den Hergang denn nun zutreffend?
    Als Gebührenzahler würde mich das interessieren, denn es geht nicht um “die Mitwirkung” von Frau Höhler in der Sendung, es geht um die Frage, zu welchen Maß an Manipulation Ihrer Gesprächpartner Sie bereit sind. Das zu entscheiden fällt dem unbeteilgten Leser doch sehr schwer, wenn man die beiden Versionen der Geschichte nebeneinander hält.
    ‘Kulturzeit’ schliesst sicherlich auch Gesprächskultur ein. Mir scheint es hier eher um den durch Frau Höhler vereitelten Versuch der Überrumpelung zu handeln. Das muss sich niemand vor laufenden Kameras gefallen lassen. Wenn Frau Höhler, einmal vorausgesetzt, Frau Cornelsen schildert zutreffend, sich dem Versuch entzogen hat, zum Medienobjekt degradiert zu werden, was stört daran? Ihr ist für den ‘aufrechten Gang’ zu danken!
    Mit freundlichen Grüßen
    Hartmut W. Fischer

    Dr. Hartmut W. Fischer | 27. August 2012 | 12:11 | Antworten
  68. Das Schweigen: Gertrud Höhler (71) “Die Patin – Wie Angela Merkel Deutschland umbaut” macht der Regierungskoalition unter Kanzlerin Merkel schwere Vorwürfe: “Es ist ein auf Schweigen gebautes Bündnis von Menschen, die die Legalität ihres Staates nur bedingt anerkennen.” Diese in neuerer Zeit häufiger verwendete Begriffsbedeutung von Schweigen, besagt das der Redner etwas verschweigt, also anders handelt als er sagt. Reden wird in der Sprachphilosophie (Austin) als ein Handeln (Performanz) ausgelegt. Wenn auch von anderer Seite der junge Wittgenstein davon sprach, dass man worüber man nicht reden könne schweigen muss. Dies heißt kurz, wenn man nur Unsinn reden kann, muss man schweigen. Darum reden Politiker lieber „kluges sinnloses Zeug“ als in die Gefahr zu laufen sie würden Unsinn reden. Meine Theorie nun (enthalten im Buch: SCHWAIGEN & NICHTSZ) ist das man nur ohne jeden Sinn reden kann, also Sprache und Schrift macht selbst keinen Sinn. Der Sinn, sagen wir einer Erklärung von Angela Merkel: „wir verabschieden uns aus der Atomkraft“ wird erst durch die Rezipienten des Textes, sei er gesprochen oder durch die Medien verbreitet, mit jeweils persönlichem Sinn ausgefüllt. Und zwar derart, das nicht dieser Text Sinn macht, sondern das was er nicht sagt, das was nicht gesagt, aus dem Konzept gestrichen wurde, verschwiegen oder geschwiegen wurde. Es redet also immer nur das Schweigen eines Textes. Wie der Text (Inhalt) eines Buches im Beispiel: Gertrud Höhler “Die Patin – Wie Angela Merkel Deutschland umbaut” Man liest das Buch und jeder ließt einen anderen Text, was das nicht gesagte, das nicht geschriebene bedeuten soll? Eine Binsenweisheit? Auch diese ist, wie Aristoteles sagt: ein Vorurteil des gesunden Menschenverstandes.
    Manfred H. Freude

    Manfred H. Freude | 27. August 2012 | 13:55 | Antworten
  69. Geschäftsgebahren

    Ein Buch, es ist ein Buch! Verheißungsvoller Titel: Die Patin. Erscheinungstermin: 24. August 2012. Sperrfrist: 24. August 2012. Was heißt Sperrfrist? Sperrfrist heißt: keine Berichterstattung gestattet vor dem 24. August 2012. Wann war der Erscheinungstermin? 24. August 2012.

    Einem PR-Manager geht es genau darum: die Fäden zu ziehen, die maximale Aufmerksamkeit genau auf einen einzigen Tag zu platzieren. Das ist übliches Geschäftsgebahren: Mit einem spannenden Buchtitel, ein paar gestreuten Thesen schafft man es, Hype zu erzeugen, willige Käufer am Haken der PR-Maschine. Und die Medien machen gerne mit. Lassen sich manipulieren, um vom Hype zu profitieren. Ein guter PR-Manager beherrscht das Spiel.

    Und “Die Patin”? Amazon-Bestsellerliste, Montag 27. August 2012, 11 Uhr: Platz 6. So weit ist es ganz gut gelaufen. Kommerziell gesehen.

    Something went terribly wrong.

    War ja klar, dass Frau Höhler zu Jauch eingeladen wird, auf allen Kanälen stattfindet. Aber der Shitstorm in den Tagen davor? Eine PR-Katastrophe. Der Auszug aus dem Buch in der “FAZ” vom 3. August war der Appetithappen für den Hype – das funktionierte hervorragend, die Aufmerksamkeit war da. Dann die heiße Woche vor dem Erscheinungstermin: Ein “SZ”-Interview, publiziert am 21. August, begann mit dem fatalen Satz: “Nach einundzwanzig Minuten will Gertrud Höhler das Gespräch zum ersten Mal beenden.” Ein Tag später das Debakel bei Kulturzeit. Die PR-Managerin hat versagt. Die Mechanismen des Hype hin oder her – der Profi weiß, man darf die beteiligten Medien, die man doch so gerne instrumentalisieren möchte, nicht in ihrem Grundverständnis ankratzen – die Gestaltung und den Tenor der Berichterstattung, die Durchführung des Interviews, die Fragestellung ist und bleibt Sache des Mediums. Da war Frau Höhler ganz einfach falsch eingestellt: Reine Affirmation ist bei uns nicht zu haben. Eine gestandene Moderatorin wird sich nicht hinstellen und brav Frau Höhler die Stichworte liefern, damit sie ihre doch recht harschen Thesen unhinterfragt präsentieren kann. Soll man nicht diskutieren dürfen, wenn Frau Höhler der Bundeskanzlerin “autoritären Sozialismus” attestiert? Nicht, wenn es nach Frau Höhler geht. An was erinnert dieses Verhalten bloß? Ach ja: an autoritären Sozialismus.

    Kollateralschaden

    Der Terminvorschlag zwei Tage vor der Sperrfrist stammte von Frau Höhler. Die Ausstrahlung am gleichen Abend war mit ihr abgesprochen. Sollten wir knien vor Dankbarkeit? Natürlich bleiben noch so zugespitzte Fragen eine Plattform für die Präsentation eines Buches, das muss Frau Höhler als Medienprofi klar sein. Und sieben bis acht zugesagte Fernsehminuten bleiben eine gute Plattform zur Selbstdarstellung, auch bei kritischen Fragen. Das wiederum ist uns klar. Jenseits der Mechanismen des Marktes: Wir hätten uns gerne mit ihren Thesen auseinandergesetzt.

    Der Verkauf des Buches – ist das das einzige, was zählt, selbst für eine PR-Managerin? Fest steht, der Klientin hat es geschadet, Frau Höhlers Image hat böse Kratzer. Und das war doch gar nicht nötig. Der Versuch, die Berichtersattung zu kontrollieren, war ein Schuss in den Ofen. Da könnte man sich jetzt belustigt zurücklehnen & das Schauspiel goutieren. Doch das Problem ist: Über den Stil der Bundeskanzlerin muss durchaus diskutiert werden. Wenn man von dem kruden DDR-Bashing absieht, hätte mit etwas Ruhe Frau Höhlers Buch dazu einen kleinen Beitrag leisten können. Doch Frau Höhler & ihrer PR-Managerin ist es gelungen, soviel Staub aufzuwirblen, dass daran nicht zu denken ist. Noch nie gab es in den Medien so viele Verteidigungsschriften, so viel Rückendeckung für Merkel. Die Bundeskanzlerin ist die strahlende Siegerin dieses missglückten PR-Coups. Ein Kollateralschaden.

    Ralf Rättig, Kulturzeit-Redakteur

    Ralf Rättig | 27. August 2012 | 15:34 | Antworten
    • Herr Rättig,
      Sie haben ja so recht. Hatten wir kurz vorher nicht den Feuilleton-Krimi von Thomas Steinfeld (SZ) und seinem dort angeblich geschilderten, natürlich heimlich erwünschten Mord an Frank Schirrmacher (FAZ) als wichtig hochgestürmt bekommen? Marketing ist heute eben alles. Warten wir ab, welche Sau demnächst durchs Dorf getrieben wird.
      Gruß
      Walter Manzey

      Walter Manzey | 28. August 2012 | 14:10 | Antworten
  70. in einer Fassadendemokratie sind nicht nur die Staatssäulen und Schatztruhen aus Pappmaschee, sondern auch der Kopf (Präsident – Kanzlerin)ist nackt, denn er -sie bedeckt sich nur mit Worthülsen und alternativlosen Textkonserven und alle sehen es, wer aber das allen Sichtbare auspricht, der wird dem Rufmord anheimgegeben, denn die eigene Scham, die schmerzt und muss sich abreagieren

    Grimmelshausen | 27. August 2012 | 15:44 | Antworten
  71. Werter Herr Rättig, ich denke, dass Ihnen hier eine kleine Fehleinschätzung unterlaufen ist. Kein Grund, sich zufrieden zurückzulehnen. Es wurde insgesamt in den Medien soviel Staub aufgewirbelt im Vorfeld der Erscheinung des Buches , dass die Verfahrensweise der Kulturzeitredaktion schon nicht mehr relevant war. Die Leute werden sich auf das Buch stürzen, wie beim Erscheinen der Bücher von Sarrazin. Ich bedaure nur eins, dass auf keiner Sendeplattform, schon gar nicht in den Talkshows,die Möglichkeit eingeräumt wird, mit Frau Hohler eine ernsthafte Diskussion zu führen, kein Frage- und Antwortspiel wie in der Pressekonferenz, sondern ein ernsthaftes Gespräch. Damit will ich mich nicht zum Verteidiger des Buches machen, das ich mit Sicherheit nicht lesen werde, aber der Gegenstand des Buches wie er sich abzeichnet, nämlich die Politikinhalte und der Führungsstil von Frau Merkel müssten dringend diskutiert werden, weil dahinter die Frage steht, wie und in welcher Geselsschaft wir leben wollen und wer in dieser Gesellschaft den Ton angeben soll.
    Jutta matthes

    jutta matthes | 27. August 2012 | 19:16 | Antworten
  72. Danke für diesen erhellenden und schön formulierten offenen Brief.
    Klar geht es der Autorin Köhler erstmal um Auflage. Und alles, was dem im Wege zu stehen scheint wird gemieden.

    Ich schließe mich im Übrigen der Schlussfolgerung von Silvio Duwe auf Telepolis an: Das Machwerk über das Machtwerk Merkel ist inhaltlich dünn und geeignet das wichtige Thema ins Lächerliche zu ziehen.

    Tante Trude aus Buxtehude | 28. August 2012 | 18:42 | Antworten
  73. Guten Tag Kulturzeit-Redaktion,

    Dass Sie überhaupt Frau Gertrud Höhler ein Forum bieten wollen, um Werbung für deren Buch zu machen ist doch sehr verwunderlich:

    1. Kennt fast jeder Bilödungsbürger die Hinterlassenschaften der Gertrud Höhler an der Uni Paderborn, wo ihr der Stuhl vor die Tür gestellt wurde.

    2.Ist ja weitgehend bekannt, dass Frau Höhler Neo-Nazis eine ihrer Immobilien zur Verfügung stellte, wozu sie sich zunächst äußerte, dass ihr der “Mieter” nicht bekannt gewesen sei, um danach zurück zu rudern und zuzugeben, dass ihr das doch bekannt wäre.

    Damit eigentlich hat sich diese Frau schon selbst diskreidtiert dafür, dass ihr jemals ein Mikrophon hingehalten oder ans Revers geheftet werde.

    Anscheinend aber, scheint in der ARD, beim ZDF und in der Kulturzeit das nötige Fingerspitzengefühl bei der Auswahl der Gäste in Kultursendungen zu fehlen, das auch zu der von ihnen verzeichneten arroganten Haltung von Frau Höhler ihnen gegenberführen konnte. Sollte der Pool der zu Ladenden in öffentlich-rechtlichen Gesprächsrunden, aber mangels anderer Personen auf Frau Höhler zurückgreifen zu müssen, damit sie ihre fortwährenden Desinformation emanierten kann, wäre das äußerst bedauerlich.

    Dass es hier auch noch Zustimmung für Frau Höhler gibt ist wahrscheinlich der mangelnden Aufklärung über diese Person geschuldet.

    Mit freundlichen Grüßen
    i.A. K. Kiemle

    Karl K;iemle | 29. August 2012 | 00:28 | Antworten
  74. Fr. Dr. Höhler geht mir lange Zeit schon mit Ihrer gesteltzen, überhöhten Intellektuelleninszenierung auf die Nerven. Mag vieles von dem was sie mit der ewig bedeutungsschwangeren Vortragsart auch so alles sagen mag, inhaltlich reflektiert und klug sein, ihr Auftreten zeugt von einer Selbsüberschätzung und einem unerträglichen Intellektuellendünkel.
    Ihre Frau Karthaus

    Karthaus | 29. August 2012 | 12:57 | Antworten
  75. In der Sendung von Günther Jauch zu den Thesen von Gertrud Höhler wurde Angela Merkel als „intelligent“ und „ehrlich“ bezeichnet, was nicht für einen tieferen Durchblick spricht. Denn diese beiden Eigenschaften schließen bei Frau Merkel einander aus. Das seinerzeitige Interview mit der WDR-Intendantin Monika Piel offenbarte zweifelsfrei, daß unsere Kanzlerin höchstens eines von beiden sein kann, also intelligent oder ehrlich, aber nicht beides zugleich, da sie als Physikerin auf die Frage, ob sie die Relativitätstheorie verstehe, behauptete, sie mal ganz gut verstanden zu haben, was objektiv nicht möglich ist. Wenn sie das also subjektiv wirklich glaubt, ist sie nicht intelligent, und im anderen Falle ist sie logischerweise nicht ehrlich. In Wahrheit ist diese längst falsifizierte Theorie nämlich überhaupt nicht zu verstehen, weil sie beispielsweise wegen der fehlenden Transitivität der zugrundeliegenden Lorentz-Transformation nicht konsistent ist. Man kann dieses Machwerk, wenn man nicht gerade auf den Kopf gefallen ist, also nur durchschauen!

    Norbert Derksen | 30. August 2012 | 22:09 | Antworten
  76. Leider muß ich feststellen, das allein die tatsache, wie hier mit frau prof. dr. höhler umgesprungen wird schon sehr deutlich die aus ihren texten zu entnehmenden verdächtigungen in richtung sozialismus/Entsendestaat der kanzlerin bestätigung finden!- entweder man will oder kann diese in einer ja eigentlich vorausgesetzten demokratie unmöglichen umgangsformen nicht sehen. Leider ist nach meiner persönlichen Auffassung der Buchtext insgesamt noch schmeichelhaft für eine kanzlerin merkel,- bedenkt man doch bitte, das frau merkel mit privilegien ausgestattete kaderschülerin des ehemaligen klassenfeindes war und gleichzeitig mit ihrer reisefreiheit an der mauer der schießbefehl ausgeführt wurde,-und die kanzlerschaft und das parteibuch der cdu noch längst kein beweis für eine meinem geschmack nach allzu rasche politische kehrtwende darstellen!- deshalb hätten hier die im buch von frau höhler an die kanzlerin gerichteten fragen sicher deutlicher formuliert viel früher durch den staatsschutz an frau merkel gerichtet werden müßen!- ein schwerwiegendes versäumnis!-das verherende auswirkungen haben kann!

    theokrates | 1. September 2012 | 00:06 | Antworten
  77. Gestern – 18.10.2012 – hat Fr. Höher bei Markus Lanz wieder einmal gezeigt, dass ihre Lederhaut doch ziemlich dünn ist. Allein auf die Frage, wen sie denn politisch beraten habe, reagierte sie wie eine Furie und war sofort wieder beleidigt. Wer so austeilt wie sie, muß auch einstecken können. Aber sie kollabiert ja psychisch schon bei einer harmlosen Frage. Ob da das schlechte Gewissen die Steuerungsfunktion außer Kraft setzt ? Und dann zieht sie sich auch sofort auf die Rolle der in unserer Gesellschaft so unterdrückten Frau zurück ( die für eine Beratertätigkeit bei der Deutschen Bank und VW jeweils 500.000 Jahresgehalt bekommen hat) .Ich stelle mir schon lange die Frage, warum es Talkshows nötig haben, diese Dame einzuladen. Wie K. Kiemle oben darstellt, sollte man sich mal mit den moralischen Maßstäben auseiner-setzen, welche Höher selbst an sich anlegt. Ihre Vita, die sicherlich nicht vollständig ist ( da fehlt z.B. die Sache mit dem ihr entzogenen Mandat ) kann man in Wikipedia schön nachlesen. Ich hoffe, dass sich viele über die verbalen Ergüsse dieser Frau so wie ich ärgern, aber nicht drauf reinfallen. Vielleicht kann auch mal jemand ihre Doktorarbeit unter die Lupe nehmen……

    Josef Stadlbauer | 19. Oktober 2012 | 09:24 | Antworten

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