Vive la Révolution!

Mit Glanz und Gloria geht es heute Abend los: Das Historiendrama “Leb wohl, meine Königin” von Regisseur Benoît Jacquot und mit Diane Kruger in der Hauptrolle als Königin Marie Antoinette eröffnet – allerdings außer Konkurrenz – das Rennen um die Bären. Ein politischer Film im Grunde – nur mit rund 222 Jahren Verspätung. Aber das politische Kino ist ja schon ein Markenzeichen der Berlinale – und in diesem Jahr darf man besonders gespannt sein, was die Filme so zu bieten haben. Mit aktuellerem Bezug als der Königinnen-Film wohlgemerkt. Große Beachtung dürften die Filme zum Arabischen Frühling finden, die quer durch die Sektionen gezeigt werden. Auch die Katastrophe von Fukushima findet bereits Eingang in erste Arbeiten, die auf der Berlinale gezeigt werden. Revolution und Katastrophe – beides vereint der Eröffnungsfilm. Und ist somit ein prima Opener für ein politisches Festival.

2 Kommentare | 09. Februar 2012 | 19:12 Uhr | Twittern | Facebook

2 Kommentare

  1. Welche politischen Filme?

    Ach so, die erlaubten aus dem Ausland: Afghanistan/Iran/Somalia

    Der Deutsche Film ist doch – fast ausschließlich – nur noch zu bräsig-drögen Befindlichkeitsschmonzetten in der Lage, wo das jeweilige, boulevardmäßige Pro & Contra, politisch korrekt, mit triefender Wimmermusik unterlegt, aufs Trivialste vorgekaut wird.

    Gerne lasse ich mich hier eines besseren belehren. Von jedem, der in der Lage ist, mir hier einen politischen Film aus Deutschland zu benennen, der tatsächlich ‘politisch’ ist.

    Damit sind jetzt nicht die lifestyligen “Baader-Meinhof Komplex” oder “Carlos” gemeint, wo politische Vergangenheit cool, für unsere posenden Youngster fashionable trendy aufbereitet ist.

    Auch nicht der geniale “Untergang” oder jetzt “Zettl”.

    Ich spreche von politischen Themen der Gegenwart aus Deutschland*, die Gegenstand eines Deutschen Kino-Spielfilms sind.

    *bitte nicht nationalistisch missverstehen

    Harald | 9. Februar 2012 | 20:31 | Antworten

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