Piraten würden Grün wählen...

0506_piratenpartei_z.jpgSchau an: Da lädt man mit Sascha Lobo eine Internet-Bekanntheit in die Sendung ein, wählt die Piratenpartei als Thema, und schon hat man eine heiße Twitter-Diskussion am Laufen. "Die Internetgemeinde" existiert als einheitliche Gruppe also genausowenig wie die "Internetausdrucker" eine dumme homogene Masse darstellen. Nicht dass wir das geglaubt hätten. Aber so verlaufen derzeit die simplen Kampflinien in den Medien. Zeit also für eine offene Diskussion. Die Piratenpartei scheint ein guter Anlass.






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19 Kommentare

Ich finde es mehr als fahrlässig von Ihnen, zu erwarten, von einem aktiven Mitglied der SPD (Sascha Lobo ist Mitglied des Online-Beirates der SPD und tritt bei Parteiveranstaltungen auf) eine objektive Meinung zu einer konkurrierenden Partei zu erhalten, und den unbedarften Zuschauer im Glauben zu lassen, man habe es mit einem 'Experten' zu tun. Zumal eine Tätigkeit als Blogger in keinster Weise Hintergrundwissen im Bereich der Netzpolitik bedingt. Sie hätten, schon allein aus Gründen ihrer eigenen Neutralität, zumindest auch einen Vertreter der Piratenpartei zum Gespräch einladen müssen.

Ein öffentlich-rechtlicher Sender ergreift im Wahlkampf Partei für die SPD? Wer da wohl wieder geschmiert wurde...

Zusammenfassend kann man wohl sagen, das Sascha Lobo als "Internet-Experte" wohl nicht ganz die richtige Wahl war, bzw. eine weitere Meinung der Piratenpartei dem Ganzen im Sinne einer umfassenden Berichterstattung gut zu Gesicht zu Gesicht gestanden hätte. Davon abgesehen, dass Herr Lobo Fakten erwähnte, bei dem ihm wohl nicht alle Informationen bekannt waren. So hat z.B. lediglich Peter Sunde von Piratebay eine Wahlempfehlung zugunsten der Grünen abgegeben. Nicht Piratebay als ganzes. Das die Mitgliedschaft im Online-Beirat der SPD keine Erwähnung fand, finde auch ich mehr als bedenklich - wir befinden uns gerade im Wahlkampf, solche Informationen sind für Zuschauer nicht ganz uninteressant, bzw. unabdingbar für eine umfassende Meinungsbildung. Vor allem wenn man die Äußerungen von Herrn Lobo genauer betrachtet. Weiterhin wäre es prinzipiell eine feine Sache zum Thema Internet, auch mal andere Experten auf 3Sat zu sehen. Herr Lobo ist weder "das Internet", noch ist er ein neutraler Represäntant der Netzgemeinde.

Ich brauche wohl nicht großartig zu kommentieren, dass der werte Herr Lobo bereits eine Firma volles Ballett in den Sand (Insolvenz) gesetzt hat, oder?
Auch ist es nicht weiterverwunderlich, dass er sich "vorsichtig" gegen die Piraten ausspricht, zumal er mal (oder immernoch???) fest mit dem Blog Spreeblick verbunden war/ist, und dieses hat politisch keine eigene Meinung, sondern suhlt sich in dem Dreck, der am meisten Geld bringt.
Dieses Interview ist inhaltlich absolut wertlos und stellt die Kompetenz dieses Freaks doch arg in Frage!

Autsch, was war dass den für eine Luftnummer. Einen aktiven SPDler einladen um die aufbrausende Stimmung für die PIRATEN im keim zu ersticken? Ich meine, ganz ehrlich wenn ich nicht wüsste, dass der diese Aussagen als reines Politikum versteht, würde ich meinen, der hat echt ein Brett vorm Kopf.

- Der Punkt, dass es nicht die Aufgabe des Gesetzes ist, ein Vermarktungsmodell für Schaffende aufzubauen ist kein Bug, sondern ein Feature. Keiner will den Schaffenden verbieten Geld zu verdienen, wie platt ist das denn?

- Ich denke, dass die meisten Leute die die Piraten wählen auch wollen, dass die an die Macht kommt. Es ist eher so, dass die meisten Leute, die wollen, dass die PIRATEN an die Macht kommen, diese aus taktischen Gründen nicht wählen werden.

- Die regierenden Parteien haben die Zensur schon längst durchgewunken. Es geht nur noch um das wie, nicht um das ob.

- Er kennt sich wirklich in Schweden überhaupt nicht aus. Das ist Blamabel!
1. Die Piratenpartei sind NICHT aus The Pirate Bay hervorgegangen. Sie sehen sich lediglich beide als Teil der gleichen Bewegung.
2. Nicht "Die Macher von Pirate Bay", sondern Peter Sunde, einer davon hat zur Wahl der Grünen aufgerufen. Der ist selbst Mitglied der Grünen und seine Argumente sind rein Wahltaktischer Natur.

Das ist ja fast schon Wahlkampfgetöse von vonderLeyen'schen ausmaß -_-

Das Gezeter von der Piraten-Partei ist schon etwas peinlich.

Vor allem: Was hat Sascha Lobo denn nun so schlimmes gesagt? Dass die Piraten zunächst mal eine Protestpartei sind?

Das bestätigt Thorsten Wirth doch sogar selbst: "Unser Programm vertritt die Inhalte, die diesen Themen am nächsten kommen und, will man etwas gut und richtig machen, so konzentrieren wir uns "erstmal" auf das, was der Grund unserer Existenz ist. Sehen Sie diese Aussage bitte als Begründung für unser eingeschränktes Programm, welches nicht zu allen Fragen des alltäglichen Lebens eine Antwort bereit hält."
http://www.kandidatenwatch.de/thorsten_wirth-602-21519.html

Das schlimme an dieser Geschichte ist, dass 3sat einen SPD-Lobbyisten interviewt ohne dass das kenntlich gemacht wird. Das ist keine objektive Berichterstattung mehr.

@Hein

Gezeter?

Herr Lobo hat durchaus Falschmeldungen oder zumindest Halbwahrheiten verbreitet, die vielleicht Einfluss auf den ein oder anderen haben könnten. Darüber darf man sich doch ärgern, oder?

Der Sender hat ganz offensichtlich entweder nicht gewußt, dass Herr Lobo der SPD nahesteht oder ganz bewußt auf diese Information verzichtet.

Beides ist sicherlich nicht rühmlich und durchaus kritikwürdig.

Was er schlimmes gesagt hat? Keine Ahnung, ist mir auch egal.
Es sollte aber herausgestellt werden das Pirate Bay gesagt haben sie wollen keine Wahlempfehlung abgeben. Und das Peter Sunde ein Mitglied der Grünen ist.

Auf der andere Seite sollte klar gestellt werden das S. L. mit der SPD zu tun hat.

Beides auszulassen ist fahrlässig.

Wir ich bei Twitter vorhin schon fragte: Seit wann ist Herr #Lobo Oberbefehlshaber der #C64-Brigade? Ausser dem Schweden = PirateBay = Piratenpartei geht genauso wenig wie thepiratebay.org sei ein "Softwareverteilsystem". Das ist so, als würde man behaupten Google hostet alle Webseiten dieser Welt. Das Softwareverteilsystem ist nunmal BitTorrent und thepiratebay.org lediglich eine "Suchmaschine" dafür.

Auf der anderen Seite muss man 3sat danken, der der Beitrag wird etliche Leute nochmals bekräftigen die Piratenpartei zu wählen und weitere Unentschlossene dazu bringen sich nun endgültig zu positionieren. In jedem Fall war das ein "Antiwahlwerbespot der SPD"!

Wir ich bei Twitter vorhin schon fragte: Seit wann ist Herr #Lobo Oberbefehlshaber der #C64-Brigade? Ausser dem Schweden = PirateBay = Piratenpartei geht genauso wenig wie thepiratebay.org sei ein "Softwareverteilsystem". Das ist so, als würde man behaupten Google hostet alle Webseiten dieser Welt. Das Softwareverteilsystem ist nunmal BitTorrent und thepiratebay.org lediglich eine "Suchmaschine" dafür.

Auf der anderen Seite muss man 3sat danken, der der Beitrag wird etliche Leute nochmals bekräftigen die Piratenpartei zu wählen und weitere Unentschlossene dazu bringen sich nun endgültig zu positionieren. In jedem Fall war das ein "Antiwahlwerbespot der SPD"!

Ist das jetzt ein neues Format? Und morgen erklärt uns Frau Merkel warum sie nicht die Linkspartei wählen würde?

Wirklich sehr informativ.

Neben aller aufbringbaren Sympathie, die ich als Enthusiast der unendlichen Ressourcen des Internet empfinde, für die Piraten-Partei, sollte man einen klaren Kopf bewahren. Die Mehrheit der Kommentare und Sympathiebekundungen für die PP spiegelt den typischen Internetaffinen wider, der glaubt sich in der Unübersichtlichkeit des Internets schnell stets mit "Wahrheiten" auseinander zu setzen. Der Geisteswissenschaftler Werner Nell hat den Komplex Internet einmal sehr treffend beschrieben: Um sich im Internet kompetent zu bewegen, müste man ungreifbar viel wissen. D.h. das Selektionsprinzip kann bisher nur schwer überwunen werden, schnell gerät man in Schwindel, schnell fällt man auf Populismus à la PP herein. Populismus - verstanden mit Everhart Holtmann - als technisches Stilmittel - deshalb, weil die PP a) komplexe Zusammenhänge mit einfachen Lösungen gleichsetzt, b) sich als anti-elitäre Bewegung begreift und damit ein negatives Bild der Eliten konstruiert, c) Vorurteile à la "Die-Da-Oben-Wisssen-Es-Nicht" und "Die-Internetuser-Wissen-Es" bedient und von einem starken Protestdenken geprägt ist.
Ich möchte die PP nicht verdammen, populistische Darstellungen sind nicht per se schlecht, ohne sie gäbe es heute auch kaum die Grünen. Aber: Die PP zu wählen, einfach weil sie "anders" ist, reicht mir nicht. Viele Grüße, Henrik

Die Piratenpartei verteilt halt noch keine Pöstchen im Öffentlich-Rechtlichen TV. Da lässt man lieber SPDler Wahlempfehlungen und Abratungen aufsagen. Vielleicht gab es dafür ja ein bisschen weniger Passivität beim Kampf um Herrn Brender oder ein SPDler bekommt eine Beförderung. Das Öffentlich-Rechtliche TV kann gar nicht objektiv sein bei dieser Vetternwirtschaft der Parteien in den Anstalten.

Ich habe nur eines zu dieser Choregraphie der Polemik: epic fail. Ein "Experte" für Internet sollte wissen was das heißt!

Interessant wenn der öffentlich-rechtliche Sender 3sat hier als "Internetexperten" präsentiert. Wussten die Verantwortlichen nicht welcher Partei Herr Lobo nahe steht, oder haben Sie ihn bewusst zu diesem parteipolitischen Thema befragt?

Wenn die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nicht noch weiter sinken soll, sollten die Verantwortlichen doch etwas mehr Hintergrundwissen recharchieren bevor Sie vermeintlich unabhängige Experten befragen.

Genau. Eigene Meinung abschaffen, die der Piratenpartei unkritisch übernehmen. Allein die kritsche Auseinandersetzung mit den Inhalten der Partei reicht, um sich als Experte zu disqualifizieren. Ich wage zu bezweifeln, dass angesichts eines Stimmanteils von 0,9 % bundesweit, die Aussagen eines Sascha Lobo 4,2 Prozent der Wählerstimmen gekostet haben. Im Rückschluss würde dies bedeuten, das 3Sat mit der Sendung mehr als 1,1 Mio. Zuschauer erreicht - alles Europawähler und zuvor überzeugte "Freibeuter".

Die Piraten konnten schon mit den ersten deutschen Ablegern auf Hochschulebene kein stimmiges Gesamtkonzept vorlegen. Die Programforderungen sind teilweise gut und/oder nachvolziehbar, aber keinesfalls Regierungs- oder auch nur Oppositionsfähig. Meiner Meinung nach. Und um Meinungen geht es hier schließlich.

Wenn ich mich nicht ganz stark irre haben die Grünen mal genauso angefangen wie jetzt die PiratenPartei... als eine Alternative für diejenigen die mit den damaligen "herrschenden" Parteien unzufrieden waren. Die ersten Parteiprogramme der Grünen war auch für viele damaligen Medienvertreter und Politiker lachhaft. Nur dumm das man sich irgendwann tatsächlich damit auseinandersetzen MUSSTE - zu dumm. Also könnte man sagen das die Piraten die Grünen der Neuzeit sind. ^^
Natürlich sind die Piraten eine sehr auf einige wenigen Themen fokussierte Partei. Und? Wo ist das Problem? Gibt es eine andere Partei die sich für genau diese Dinge einsetzt? Nein? Also frage ich nochmal... und? Das Gesamtkonzept wird mit der Zeit kommen, oder meint hier ernsthaft jemand das eine neue Partei gleich alle Antworten liefern kann oder soll? Das versuchen bereits die Big 5 heute - mit mäßigem Erfolg IMO.

Die Verfassungsfeindliche Partei ist ja schon auf platz 4 in Google!!!!! Macht weiter so!!!

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